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Nachrichten-Archiv: März 2008

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28.3.2008 • Thüringen: Sender Kernberge fertiggestellt
Thüringen Der neue DVB-T Sendeturm auf den Kernbergen ist nun - nach witterungsbedingten Verzögerungen - fertiggestellt. Der Sendebetrieb könne Mitte 2008 beginnen, kündigt das Projektbüro DVB-T Mitteldeutschland an. Die Verschiebung bei der Errichtung des neuen 60 Meter hohen Mastes hatten sich ergeben, weil die Montage mittels Lastenhubschrauber aufgrund zu hoher WIndgeschwindigkeiten ausgesetzt werden musste.
Quelle: Info des Projektbüros Mitte vom 28.3.2008.
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28.3.2008 • Österreich: Schwarze Löcher bei 3Sat
Österreich DVB-T Logo Österreich Fünfmal seit dem Start von 3Sat im österreichischen DVB-T Mux B ist dort der Schirm schwarz geblieben - zuletzt bei der Ausstrahlung des Spielfilms „Ararat“. Das meldet die Zeitung Der Standard. Hintergrund sei, dass das deutsch-österreichisch-schweizerische Gemeinschaftsprogramm DVB-T-Senderechte von Spielfilmen nur für Deutschland erworben hat, weil es in Österreich zuvor nicht per Antenne verbreitet wurde. Dem Bericht zufolge bemüht sich 3Sat um den Erwerb der fehlenden Lizenzen. Jedoch sei es zu einem Machtkampf gekommen, da die Rechteinhaber die Preise in die Höhe treiben wollen. Man wolle sich von den Filmhändlern aber nicht erpressen lassen, so 3Sat-Koordinator Daniel Fiedler. Bei künftigen Filmrechtedeals werde für DVB-T in Österreich mit verhandelt, wird Fiedler zitiert.
Quelle: Bericht von Der Standard vom 28.3.2008.
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27.3.2008 • Frequenzen: Internet versus DVB-T2?
Überallfernseh-Logo Derzeit stehen zwei Projekte zur Internet-Versorgung „durch die Luft“ in Rede. Während für Baden-Württemberg eine Ausschreibung in Vorbereitung sei, beginnt im brandenburgischen Wittstock demnächst ein Versuch, wobei 100 Teilnehmer mittels WiMax-Technologie surfen können. Dafür sollen Frequenzen aus dem oberen UHF-Bereich (700 bis 800 Megahertz) freigegeben werden. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung (Print) gestern. Die Projekte sollen testen, wie der Mangel der Breitband-Versorgung auf dem „flachen Land“ überspielt werden kann.
„Breitband-Internet über Rundfunkfrequenzen zu schicken, ist aus unserer Sicht eine Verschwendung von Fernsehressourcen“, zitiert das Blatt die Pro7Sat1-Sprecherin Katja Pichler. Dass die Programmfamilie (wie auch RTL) sich aus Kostengründen weigert, in Baden-Württemberg, der Brandenburger Fläche und weiteren Regionen per DVB-T auf Sendung zu gehen, ist offenbar kein Hinderungsgrund, die Internet-Nutzung der brachliegende Kapazitäten blockieren zu wollen. Pichler schwebt eine Nutzung für „ein technologisch verbessertes Antennenfernsehen, für Handyfernsehen oder andere Dienste“ vor. Auch RTL-Mann Tobias Schmidt meint, das Antennenfernsehen könnte mit weiter entwickelter Technik „bald attraktiver werden“.
Damit spielen beide offensichtlich auf DVB-T2 an. Die Frequenzen für das Mobilfernsehen DVB-H sind ja bereits verplant, da es ab Juni starten soll. Um den Einstieg von RTL in einigen DVB-T Regionen hatte es immer wieder Gerüchte gegeben. Für die Privaten scheint, wie schon früher spekuliert wurde, das leistungsfähigere DVB-T2 als Sendeplattform für eine Kombination ihrer Free-TV und Pay-Programme interessant zu sein.
Hintergrund der Debatte sind allerdings die EU-Pläne, freie Frequenzen á la UMTS zu versteigern. Nicht nur die Privaten befürchten, dabei gegen die finanzkräftigen Telekom-Konzerne, die Frequenzen für Telekommunikationsdienste nutzen wollen, keine Chance zu haben. Programmveranstalter als „Besitzer“ von Frequenzen - das wäre zudem verfassungsrechtlich problematisch.
Die MABB hatte schon früher das Thema „Internet via DVB-T“ unterstützt. Die Berliner Firma Teles hatte auf der IFA 2005 das Internet vom Fernsehturm mit Datenabruf (als IP Datacast nach DVB-Standard) über den Mobilfunk vorgestellt, das Projekt jedoch nach einem halben Jahr wieder beerdigt.
Quelle: Meldung der SZ vom 26.3.2008 (kostenpflichtig!) / Hintergrund: Private Abstinenz in der Fläche.
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27.3.2008 • Bayern: DVB-T im Berchtesgadener Land ab 29.4. bestätigt
Bayern Ausbau Untersberg ab 29.4.2008. Grafik: Projektbüro. Vergrössern per Doppelclick Der Ausbautermin für das Berchtesgeadener Land wird nun in einer Presseinfo des BR bestätigt. Zum 29. April wird der Sender Untersberg umgestellt, zeitgleich werden der bisher analog eingesetzte Sender Högl abgeschaltet. Der Sender Ruhpolding läuft bis Ende 2008 analog weiter. Die Um- bzw. Abschaltung wird ab dem 8. April mit Laufbändern angekündigt, die in den Programme DasErste, Bayern3 und ZDF in den Einzugsbereichen von Untersberg und Högl gesendet werden.
Desweiteren gehen mit Ausnahme von Ruhpolding die Füllsender vom Netz. Für Siegsdorf, Ruhpolding und Inzell würde „derzeit eine Versorgungsalternative geprüft“, teilt der BR mit.
In der Region werden Multiplexe mit den Programm DasErste, Phoenix, Arte, EinsPlus (Kanal 58), ZDF, 3Sat, Kinderkanal/ZDF Dokukanal, ZDF-Infokanal (Kanal 42) und BR, BR-Alpha, SWR sowie DVB-H Programme (Kanal 25) ausgestrahlt. Ohne ins Detail zu gehen wird in der Presseinfo darauf hingewiesen, dass weitere Programme vom Wendelstein und vom österreichischen Standort Gaisberg gesendet werden.
Quelle: Presseinfo des BR (pdf) vom 27.3.2008 / Mehr zu DVB-T im Berchtesgadener Land.
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27.3.2008 • Digitalradio: Regionale Sender gesucht
DAB-Logo Den bundesweiten „Call for Interest“ in Sachen Digitalradio ergänzt die MABB nun durch einen entsprechenden Aufruf für die Hauptstadtregion. Bisher habe sich nur MFD mit ihrem Mobile-TV-Angebot „Watcha“ sich für die Finanzierung der Investitionen in die Sendeinfrastruktur im DAB-Spektrum bereit gezeigt. Bei den Radioveranstaltern gebe es unter den im UKW-Bereich zu kurz Gekommenen Interesse an digitalen Sendemöglichkeiten. Jedoch dämpften die geringen Hörerzahlen bisher das Engagement deutlich.
Die MABB ruft nun alle Player auf, die bundesweite Abfrage der LMAs durch regionale Angaben zu ergänzen. Um ein realistisches Bild zu erhalten, sollen Firmen, die nicht zu Investitionen bereit sind, ihre Argumente nennen.
Quelle: Aufruf der MABB vom 27.3.2008.
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22.3.2008 • Mobilfunker: Datenfunker wollen ins UHF-Spektrum
Überallfernseh-Logo Der Mobilfunkbetreiber E-Plus will auf TV-Frequenzen Datendienste für Handys anbieten. Die Rundfunkanstalten sollen „nicht mehr benötigte Fernsehfrequenzen frei machen für mobile Breitbandangebote in ländlichen Gebieten“, erklärte Unternehmenschef Thorsten Dirks jetzt in einem Presseinterview. Das wird gefordert, weil es an Kapazitäten im UMTS-Netz mangelt und sich E-PLus, verglichen mit T-Mobile und Vodafone, bei der bisherigen Frequenzvergabe benachteiligt sieht.
Dirks spielt hier auf TV-Frequenzen im UHF-Bereich an und die zuende gehende Umstellung auf DVB-T an. Öffentlich-rechtliche wie private Sender hatten sich bereits gegen entsprechende Ideen ausgesprochen. Sie wollen die „digitale Dividende“ - den Kapazitätsgewinn durch die Digitalisierung - für mehr und neue Programme (u.a. auch DVB-H) nutzen. Sie haben die Bundesregierung zudem mehrfach aufgefordert, Plänen der EU zur Versteigerung dieser Frequenzen nicht zuzustimmen. Daher muss Dirks nicht orakeln, wenn er sagt:„Darüber wird es in diesem Jahr noch eine heiße Diskussion geben.“
Quelle: Artikel der Berliner Zeitung vom 22.3.2008.
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21.3.2008 • Österreich: DVB-T Ausbau geht im April weiter
Österreich DVB-T Logo Österreich Ab Ostermontag machen Laufbänder auf die DVB-T Umstellung in der Steiermark, Oberösterreich und Vorarlberg aufmerksam. Am 31. März beginnt der digitale Betrieb im den oberösterreichischen Gebieten um Schärding und Steyr; die Sender werden bis zum 5. Mai im Simulcast gefahren.
Am gleichen Tag endet der bisherige Simulcast in den steyerischen Regionen Köflach und Voitsberg (Sender Gössnitzberg) und Schladming (Hauser Kaibling).
Der am 14. April endende Simulcast in Bludenz (Dünseberg) und Feldkirch (Vorderälpele) wird ab Ostermontag durch Laufband-Einblendungen angekündigt. Im Raum Mittelberg ist kein Simulcast möglich, die Umstellung der Sendeanlagen Grundkopf und Am Rohr erfolgt daher „hart“.
Ausserdem wird am 14. April der Sender Lauterach abgeschaltet. Die Versorgung von Kennelbach, Wolfurt und Teilen von Dornbirn erfolgt dann vom DVB-T Sender Pfänder aus.
Laut Planung sollen bis 2008 90 Prozent der Haushalte mit DVB-T versorgt werden, bis 2010 sollen es sogar 95 Prozent sein. Weitere Starttermine in Österreich bis Mai 2008:
Sender Region Aufschaltung Analog-Absch.
 Oberösterreich
Schärding Schärding 31.3.2008 5.5.2008
Tröschberg Steyr 31.3.2008 5.5.2008
Grünberg Gmunden 31.3.2008 5.5.2008
Ziehberg Kirchdorf 31.3.2008 5.5.2008
Ameisberg Ameisberg (harte Umschaltung) 5.5.2008 5.5.2008
Engelhartszell Engelhartszell (harte Umschaltung) 5.5.2008 5.5.2008
 Salzburg
Luxkogel Lend 31.3.2008 5.5.2008
Großeck Mauterndorf 31.3.2008 5.5.2008
 Steiermark
Gössnitzberg Köflach, Voitsberg und Umgebung 24.9.2007 31.3.2008
Hauser Kaibling Schladming und Umgebung 22.10.2007 31.3.2008
Stradnerkogel Bad Gleichenberg 31.3.2008 5.5.2008
Demmerkogel Deutschlandsberg 31.3.2008 5.5.2008
Klöch Klöch (harte Umschaltung) 5.5.2008 5.5.2008
 Tirol
Hahnenkamm Reutte 31.3.2008 5.5.2008
Tannheim Tannheim (hate Umschaltung) 5.5.2008 5.5.2008
 Vorarlberg
Dünserberg Bludenz 4.2.2008 14.4.2008
Vorderälpele Feldkirch 4.2.2008 14.4.2008
Am Rohr Mittelberg (statt Grundkopf, harte Umschaltung) 14.4.2008 14.4.2008
Lauterach Kennelbach, Wolfurt, Teile von Dornbirn (ersetzt durch Pfänder) Abschaltung 14.4.2008
Quelle: Infos von DVB-T Österreich / Kanalbelegung für Mux A und Mux B.
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21.3.2008 • Bayern: DVB-T im Berchtesgadener Land ab 29.4.
BayernAusbau Untersberg ab 29.4.2008. Grafik: Projektbüro. Vergrössern per Doppelclick Der Ausbau für DVB-T in Bayern gehr weiter: Ab dem 29. April wird vom Untersberg aus digital ausgestrahlt.
Die Regionen Aschaffenburg/Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken/nördliche Oberpfalz sollen nach bisherigem Informationsstand gegen Ende des Jahres folgen. Damit wird in diesem Jahr die Digitalisierung des Antennenempfangs in Bayern abgeschlossen - vorfristig gegenüber der ursprünglichen, auf 2010 orientierten, Planung.
Quelle: Info des Projektbüros.
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20.3.2008 • Digitalradio: Landesmedienanstalten sammeln Vorschläge
DAB-Logo Mit einem „Call for Interest“ wollen die Landesmedienanstalten Ideen der Medienbranche „zur Nutzung digitaler terrestrischer Übertragungskapazitäten für bundesweite und länderübergreifende Hörfunkangebote“ sammeln. Ziel es ist, den Bedarf an bundesweiten Sendekapazitäten festzustellen und die entsprechenden Planungen sowie die Anmeldungen bei der Bundesnetzagentur zu unterstützen. Es handelt sich um eine von bis zu vier Bedeckungen, die Deutschland nach der Genfer Wellenkonferenz von 2006(RRC06) nutzen kann. Das gemeinsam zu erarbeitende Gesamtkonzept soll die Sendetechniken und ihre Interoperabilität ebenso einbeziehen wie Fragen der Finanzierung des Sendenetzes und das Marketing und die Gerätevebreitung des künftigen digitalen Radios.
Drei weitere Bedeckungen, davon eine erst ab 2009 nutzbar, erfassen zwar ebenfalls das gesamte Bundesgebiet, sind aber an den Bundesländern orientiert. Alle vier Sendenetze liegen im VHF-Bereich (Band III). Daher müssen die dort noch in einigen Regionen ausgestrahlten DVB-T Programme als letzter Schritt der Digitalisierung der Terrestrik in das UHF-Band verlegt werden. Die Umsetzung muss zudem mit den Nachbarstaaten koordiniert werden. Die LMAs rechnen daher etwa mit einem Jahr für die Vorbereitungsphase.
Quelle: Wortlaut des Call for Interest (pdf) vom 19.3.2008.
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20.3.2008 • Thüringen: Wind stoppt Heli-Einsatz in den Kernbergen
Thüringen Aufgrund starken Windes hat sich die Montage des neuen Sendeturms Jena Kernberge verzögert, lediglich das erste Element konnte mit Hilfe eines Lasthubschraubers am Standort abgesetzt werden. Der Heli darf nur bei Windgeschwidigkeiten bis zu 10 Metern pro Sekunde eingesetzt werden, am Montag wurden 13 m/sec gemessen. Weitere sieben Flüge sind nach Ostern notwendig, um den Mast samt dem 8 Meter langen und 2 Tonnen schweren Antennensegment zu montieren. Vorab waren die Teile des alten Mastes demontiert und abtransportiert worden.
Quelle: Infos des Projektbüros Mitte vom 19.3.2008.
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18.3.2008 • Thüringen: Baubeginn für den Sender Jena-Kernberge
Thüringen Im Schnellgang wird der neue DVB-T Sendeturm Jena Kernberge errichtet. Heute und morgen werden die die Teile des Stahlgittermastes per Lasthubschrauber angeflogen und montiert. Bereits morgen soll die Antenne aufgesetzt werden. Das Projektbüro Mitteldeutschland kündigt die Inbetriebnahme der Sendeanlage für die Jahresmitte an. Sie wird den Raum Jena mit 12 öffentlich-rechtlichen Programmen versorgen.
Der Jenenser Sender hat Geschichte: Im vergangenen Oktober wurde im Stadtrat die Mehrheit für die Baugenehmigung knapp verfehlt. Vier Wochen später widerrief der dortige Hauptausschuß den Beschluß und leitete ein Eilverfahren ein. Hintergrund für den ungewöhnlichen Abbau sind Bedenken, der von 37 auf 60 Meter erhöhte Mast könnte im Naturschutzgebiet Kernberge Nachteile bewirken.
Quelle: Infos des Projektbüros Mitte vom 17.3.2008.
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18.3.2008 • EU: DVB-H ist jetzt offizieller Europa-Standard
EUROPA „Die Kommission hat heute beschlossen, die Norm „DVB-H“ (Digital Video Broadcasting - Handheld) in das EU-Verzeichnis der Normen und Spezifikationen aufzunehmen“. Das teilt die EU-Kommission jetzt mit. Damit gilt DVB-H als „bevorzugte Übertragungstechnik für den terrestrischen Mobilrundfunk“. Die Mitgliedsländer werden nun „verpflichtet sein, die Nutzung der DVB-H-Norm zu fördern“. Eine Entscheidung der Mitgliedsländer hatte im November dafür die Voraussetzung geschaffen - obwohl Deutschland und einige andere sich dagegen aussprachen.
Die Entscheidung sei „ein wichtiges Signal zugunsten von DVB-T, DVB-H und DVB-SH“. DVB-H werden in Europa in 16 Ländern getestet oder befinde sich in der Markteinführung. Laut EU hat Mobilfernsehen bis 2011 weltweit etwa 500 Mio. Zuschauer erreichen und bis zu 20 Mrd. Euro umsetzen.
Quelle: Presseinfo der EU vom 17.3.2008 / Hintergrund: Mobilfernsehen.
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17.3.2008 • DVB-T: Geräteverkauf soll sich 2008 fast verdoppeln
Überallfernseh-Logo Deutsche TV-Plattform Nicht ganz so verhalten wie Übertragungsweg-Konkurrent Astra sieht die Deutsche TV-Plattform den Stand der DVB-T Dinge in Deutschland. Unter Berufung auf die GfK meldet der Verband, in dem Geräteindustrie, Netzbetreiber, Forschungsinstitute und Institutionen kooperieren, „weiter steil ansteigende“ Verkaufszahlen. 2007 seien drei Millionen DVB-T-Geräte abgesetzt worden, wodurch der Bestand seit 2002 auf 7,8 Mio. Geräte gewachsen sei. Der Anteil der Terrestrik-Zuschauer habe sich Dank DVB-T aber nur mit leicht positiver Tendenz stabilisiert, wird eingeräumt. Denn viele Geräte würden als Zweit- oder Drittempfänger verwendet und erscheinen zwar in den Verkaufs-, nicht aber in den auf Erstgeräten basierenden Zuschauerstatistiken.
Im vergangenen Jahr hätte der Verkauf von 1 Mio. mit DVB-T Empfang ausgestatteten Fernsehern die Settopboxen (900.000 Stück) erstmals überflügelt. Bisher seien insgesamt 1,8 Mio. Plasmas und LCDs mit digitalen Antennenempfang in den Haushalten. Die flachen DVB-T Fernseher sollen in 2008 denn auch einen weiteren Boom auslösen: Trotz rückläufigem Verkauf von Boxen sollen 2008 bis zu 6 Millionen DVB-T Geräte über die Ladentische gehen. Zu den 2,2 Mio. Geräten für portablen und mobilen Empfang zählen DVD-Spieler mit DVB-T Empfangsteil, Computer mit eingebautem oder steckbarem DVB-T Empfänger, USB-Sticks sowie digitale Car-Multimedia. Nicht erfasst sind Verkaufzahlen der Automobil-Branche mit Erstausstattungen und Nachrüstgeräten.
Quelle: Presseinfo der Deutschen TV-Plattform vom 17.3.2008.
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17.3.2008 • Sachsen: Lokalfernsehen per DVB-T für Leipzig
Sachsen Für das lange angekündigte Lokal-Rundfunkprojekt für Leipzig fiel heute der Startschuß. Dem Versuch, dem lokalen Rundfunk per DVB-T eine finanzierbare Plattform zu geben, räumt Martin Deitenbeck (SLM) „enorm viel Potenzial für alle Beteiligten und natürlich die Zuschauer“ ein. Es soll „Vorbild für weitere Projekte in ganz Deutschland “ werden, hofft er. Für das beteiligte Leipzig Fernsehen bietet das Projekt „einen geeigneten Weg zur Umstellung von der analogen auf die digitale Ausstrahlung“.
Allerdings gibt das lokale Rundfunkangebot weitaus weniger her, als die DVB-T Konstellation. Nach einer Ausschreibung wurden daher die Kapazitäten nicht nur an Leipzig Fernsehen, an einen neuartigen Stadtinformationskanal sowie Radio Leipzig vergeben. Die TV-Sender BBC World (vor einiger Zeit aus dem Berliner DVB-T Paket ausgestiegen) und die überregionalen christlichen Sender Bibel TV und Radio Horeb komplettieren das Programmangebot.
Standortschema Lowpower-Projekt Leipzig Die Sendetechnik, für die fünf kleinzellige Sender mit geringer Abstrahl-Leistung im Stadtgebiet verteilt sind, erlaube eine genaue Begrenzung des Versorgungsbereichs. Abgesehen von den (gegenüber den bisher üblichen Großsendern) niedrigeren Baukosten soll der geringere Strombedarf auf der Kostenseite für eine günstige Preis-Leistungsrelation sorgen. Nebenbei wurde das bisherige Monopol des aus der Telekom hervorgegangenen Netzbetreibers Media&Broadcast erstmals aufgebrochen. Die Versorgung der 200.000 Haushalte verantwortet die regionale Mugler AG. Erstmals werden zudem Drehfeld-Sendeantennen verwendet; sie sollen den Empfang - auch mobil - verbessern. Daraus resultierten auch neue Servicemöglichkeiten im ÖPNV.
Gesendet wird im Gleichwellenbetrieb auf Kanal 37 mit je nur 250 W von den Standorten Mitte, Messe, Grünau, Markkleeberg und Lößnig. Die Datenrate wird mit 14,7 Megabits pro Sekunde bei 8 Megahertz Bandbreite angegeben. Moduliert wird mit 16QAM, die Coderate ist 2/3, das GuardIntervall liegt bei 1/8.
Quellen: Presseinfo der SLM vom 17.3.2008 / Projektseiten der SLM / Hintergrund: Lowpower-Netz.
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14.3.2008 • DVB-T: EU soll sich aus Frequenzvergabe heraushalten
Überallfernseh-Logo Den Versuch der EU, sich „in erheblichem Maße Harmonisierungs- und Kontrollrechte zuschreiben (zu) lassen“, hat die ARD zurückgewiesen. Die EU will eine große Regulierungsbehörde aufbauen, die unter anderem auch die Zweckbestimmung und Vergabe von Sendefrequenzen lenken soll. Befürchtet wird, dass durch die Digitalisierung frei werdende Frequenzen dem Fernsehen weggenommen und an Telekommunikationsfirmen versteigert werden. Gefordert wird, dass im Gegensatz dazu die EU-Staaten (bzw. in Deutschland die Bundesländer) für die Vergabe zuständig bleiben.
Die ARD begrüßte eine entsprechende Entschließung des Bundesrates. ARD-Vorsitzender Fritz Raff betonte weiter, DVB-T sei in Deutschland erfolgreich geworden, weil die „digitale Dividende“ für mehr Programm im Sinne der Zuschauer nutzbar gemacht wurde. Das sei überhaupt erst durch die Beteiligung der öffentlich-rechtlichen wie privaten Sender am Umstieg möglich geworden. ARD/ZDF wie die Privaten müssten auch in Zukunft Entwicklungs-Spielräume behalten, „um über die Verbesserung von Ton- und Bildqualität, Stichwort: HDTV, und zusätzliche Angebote die digital-terrestrische Rundfunkverbreitung wettbewerbsfähig zu halten.“ Interessant in dem Zusammenhang ist, dass Raff erstmals eine Verbindung zwischen HDTV und den Entwicklungsperspektiven von DVB-T herstellt.
Quelle: Sat und Kabel vom 14.3.2008.
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14.3.2008 • Österreich: Handy-TV vor Gericht
Österreich Das bei der Vergabe der österreichischen DVB-H Plattform unterlegene Verlagskonsortium Mobile TV Infrastruktur GmbH beschreitet den Rechtsweg gegen die Lizensierung des Wettbewerbers Media Broadcast GmbH. Der Schritt hat zwar aufschiebende Wirkung (d.h. die Umsetzung der Entscheidung - und damit der Start von DVB-H - könnte blockiert werden), jedoch kann Media Broadcast die Aufhebung der aufschiebenden Wirkung beantragen.
Der Zuschlag war Ende Februar von der Regulierungsbehörde ergangen. Die unterlegene Firma argumentiert nun, der Ankündigung von Media Broadcast, eine gemeinsame Lösung finden zu wollen, seien keine Taten gefolgt. Media Broadcast zeige damit ihr Desinteresse an der Umsetzung von DVB-H in Österreich.
Quelle: Heise online vom 14.3.2008.
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13.3.2008 • DVB-H: Mobile 3.0 sendet auch für Bayern
DVB-H Logo Erwartungsgemäß hat Mobile 3.0 die DVB-H Plattformlizenz auuch für Bayern erhalten. Das beschloß der Medienrat der BLM, der zugleich „einen tragfähigen Belegungsplan bis zum Sendestart“ bis zum geplanten Sendestart im Juni forderte. Wie üblich hat die Lizenz eine Laufzeit von drei Jahren und Versuchscharakter.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 13.3.2008.
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12.3.2008 • DVB-T: Antenne legt leicht zu / Hamburg und Berlin Spitze
Überallfernseh-Logo DVB-T hat 2007 in Deutschland leicht gewonnen. Nach Angaben des Satellitenbetreibers Astra schauen 2,3 Mio. Haushalte in Deutschland terrestrisch, 400.000 mehr als im Vorjahr. Ausschließlich per DVB-T empfangen nach den Angaben 2,06 Mio. Haushalte. Damit liege der Marktanteil von DVB-T bei 6,3 Prozent der knapp 37 Mio. TV-Haushaltein Deutschland. Am Beginn der DVB-T Einführung 2002 war von etwa 1,5 Mio. Terrestrik-Haushalten (etwa 5 Prozent) ausgegangen worden.
Die Spitzenpositionen in Sachen DVB-T halten die Stadtstaaten Berlin mit stolzen 50 Prozent DVB-T Anteil und Hamburg mit 30 Prozent. Hintergrund ist das breite Angebot von Privatprogrammen in beiden Senderegionen. Dennoch ist der Verkauf von DVB-T Receivern (und der von Settopboxen insgesamt) rückläufig. Seit 2006 - das heißt mit fortschreitender Abdeckung außerhalb der Ballungsgebiete und ohne privaze Programme - sei der Verkauf von DVB-T Boxen von 1,6 auf 1,02 Mio. Geräte eingebrochen.
Direkt über Satellit empfangen 16,5 Mio. Haushalte (45 Prozent, plus 21,5 Prozent). Per Kabel werden 17,9 Mio Haushalte (48,4 Prozent, minus 600.000 Haushalte) versorgt.
Die Digitalanteile gibt Astra mit knapp 10 Mio. Sat- und 3,6 Mio. Kabelhaushalten an, insgesamt sei die Zahl der Digitalhaushalte im vergangenen Jahr um 23,1 Prozent gestiegen.
Quelle: Astra-Presseinfos (pdf) vom 12.3.2008 und 11.2.2008 / Update: DF vom 14.3.2008 und 15.3.2008.
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4.3.2008 • NRW: Kanalwechsel in Köln/Bonn - Suchlauf starten!
Nordrhein-Westfalen In Vorbereitung des Starts von DVB-H Diensten im Raum Köln und Bonn wird eine Änderung der Kanalbelegung notwendig. Diese wurde, wie angekündigt, letzte Nacht durchgeführt. Die alten Programmpülätze sollten gelöscht werden, ein neuer Suchlauf ist für einen korrekten Empfang aller Programme nötig.
Es gabe folgende Änderungen: Das ARD-Paket (Kanal 65: DasErste, Phoenix, Arte, EinsFestval) wechselte auf den Kanal 50. Die Programme der Pro7Sat1-Familie (Kanal: 43, Sat1, Pro7, Kabel1, N24) sind nun auf dem Kanal 53 zu finden.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 29.2.2008.
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3.3.2008 • Sachsen: DVB-T Lowpower in Leipzig in den Startlöchern
Sachsen Standortschema Lowpower-Projekt Leipzig Mit dem Konzept einer Lowpower-Sendekette in Leipzig will die Sächsische Landesmedienanstalt beweisen, dass sich auch lokale Programme die Verbreitung per DVB-T leisten können. Dafür baut erstmals nicht Media Broadcast sondern die Mugler AG fünf Sender für den Kanal 37 auf, für die geeignete Standorte im Leipziger Stadtgebiet (anstelle der bisher üblichen hohen Sendetürme) gemietet werden. Der offzielle Startschuß fällt am 17. März.
Offiziell handelt es sich um ein Testprojekt, eine endgültige Zuteilung des Sendekanals steht noch aus. Unter anderem werden unterschiedliche Sendeparameter erprobt. Unter anderem sollen sog. Drehfeld-Sendeantennen erprobt werden. Sie kombinieren horizontale und vertikale Polarisation, was die Empfangseigenschaften verbessern soll. Daher kann es während des Betriebes zu Unregelmässigkeiten beim Empfang kommen.
QuelleN: Projektseiten der SLM / Hintergrund: Lowpower-Netz.
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1.3.2008 • Digitalradio: Test für digitales UKW mit DRM+
LMK Die Landesmedienanstalt LMK genehmigte in Zusammenarbeit mit der Bundesnetzagentur das weltweit erste Versuchsprojekt mit der Digitalradiotechnik DRM+. Dafür wird die UKW-Frequenz 87,6 Megahertz im Stadtgebiet von Kaiserslautern genutzt. Durch die Fachhochschule Kaiserslautern vorgenommene Messungen sollen Aufschluß über Sendereichweiten und Qualität beim stationären und mobilen Empfang bringen. Gleichzeitig soll erprobt werden, ob ein Radioprogramm auf einer UKW-Frequenz analog und digital im Simulcast verbreitet werden kann.Probesendungen sind im Mai 2008 geplant, am 29. Mai sollen erste Ergebnisse der Fachöffentlichkeit vorgestellt werden.
Das bisher auf 2015 terminierte „Aus“ für den analogen UKW-Rundfunk gilt als nicht haltbar. Derzeit gibt es jedoch weder Entscheidungen für eine Nachfolgetechnik noch eine gemeinsame Strategie für den Umstieg.
Quelle: Presseinfo der LMK vom 28.2.2008 / Projekt-Website / Hintergrund: Digitalradio.
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1.3.2008 • DVB-H: In NRW auch mit Mobile 3.0 / Kanalwechsel am 3. März
DVB-H Logo Nun hat auch die für NRW zuständige Landesmedienastalt LfM eine wie üblich auf drei Jahre befristete Versuchslizenz für DVB-H der Firma Mobile 3.0 zugesprochen. Das Verfahren zeige, dass die LMAs trotz ihrer förderalen Struktur „in der Lage sind, übergreifende Projekte schnell und genau auf den Weg zu bringen“.
Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass im Vorfeld Änderungen der Kanalbelegung bei DVB-T notwendig werden. Schon in der Nacht vom 3. zum 4. März wechseln, wie angekündigt, im Raum Köln/Bonn die DVB-T Kanäle der ARD (von K65 auf K50) und von Sat1 (von K43 auf K53) die Sendeplätze.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 29.2.2008.
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1.3.2008 • ZDF: Ohne Werbung 1,42 Euro mehr Rundfunkgebühr
ZDF Markus Schächter. Foto: ZDF Ohne Einnnahmen aus Werbung und Sponsoring müsste die Rundfunkgebühr nach Schätzung der KEF um 1,42 Euro steigen, so ZDF-Intendant Markus Schächter. Damit widersprch er der Forderung der Privaten nach einem Werbeverbot für ARD und ZDF. Diese Einnahmen seien häufig die Voraussetzung, um für Senderechte von Großereignissen mitzubieten. Oft werde übersehen, „dass die werbetreibende Wirtschaft selbst vehement für die Beibehaltung der Werbemöglichkeiten bei ZDF und ARD eintrete“, so Schächter. Da die Privaten andere Zielgruppen hätten, würde ein Werbeverzicht dort nicht zu Mehreinnahmen führen. Wer schon heute „aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage EBIT-Margen von bis zu 30 Prozent anstrebt, ist nicht auf die Werbeeinnahmen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten angewiesen“, so Schächter an die Adresse der Konkurrenten und ihrer Verbände.
Der ZDF-Fernsehrat schloß sich dem an. Ein Beschluß verweist darauf, dass in den nächsten Jahren mit Mindereinnahmen von 700 Mio. Euro aufgrund von Gebührenbefreiungen zu rechnen sei. Auch das Bundeskartellamt sehe die Werbemöglichkeit bei ARD und ZDF als wettbewerbsfördernd an und habe Pro7Sat1 und RTL 2207 aufgrund von Kartellabsprachen Bussgelder von 216 Mio. Euro auferlegt.
Quellen: Presseinfos zur Schächter-Rede und zum Fernsehratsbeschluß vom 29.2.2008.
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1.3.2008 • HDTV: Ab 1.1.2009 kommt Arte hochauflösend
HDready-Logo der EICTA für Wiedergabegeräte Am 1. Januar 2009 startet der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland in den HDTV-Regelbetrieb, das erklärte ZDF-Produktionsdirektor Andreas Berezcky gegenüber Digital Insider. Dann wird Arte hochaufgelöste Bilder senden. Wie geplant folgen die Hauptprogramme von ARD und ZDF am 12. Februar 2010 anlässlich der Olympischen Winterspiele in Vancouver. Nach Angaben des ZDF-Intendanten Schächter kann dann ein Viertel des Hauptprogramms nativ in HDTV gesendet werden.
Die HDTV-Ausstrahlungen erfolgen zunächst ausschließlich per Satellit, teilte das ZDF zeitgleich mit. „Wir richten uns auf eine längere so genannte Simulcastphase ein. Nach den Erfahrungen der zurückliegenden Jahre, die uns in Deutschland nur einen sehr schleppenden Umstieg vom analogen auf das digitale Fernsehen gebracht haben, müssen wir auch für die marktdeckende Einführung von HD-Fernsehen einen langen Atem haben“, ergänzte Schächter vor dem ZDF-Fernsehrat. Er forderte, dass ein verbindlicher Termin zur Abschaltung des analogen Satelliten- und Kabel-TV vereinbart wird, um die zusätzlichen Kosten für die parallele Verbreitung (die auch die Privaten betreffen) zu senken. Zugleich kritisierte er „enorme finanzielle Forderungen“ der Kabelnetzer für die Verbreitung der HD-Sendungen: „Wir werden dafür, dass wir den Kabelgesellschaften helfen, ihren Kunden ein besseres Bild anzubieten, nicht auch noch Geld bezahlen“. Schächter verwies außerdem auf die erfolgreiche flächendeckende DVB-T Einführung, die dieses Jahr abgeschlossen werde; sie habe Deutschland internationale Anerkennung gebracht.
Wie zur IFA 2007 soll es vorab weitere HDTV-Showcases geben. An Ostern (21. bis 24. März) werden auf EinsFestival via Astra 75 Programmstunden in HD gezeigt. Die Leichtathletik-WM 2009 in Berlin wird von ARD/ZDF als Hostbroadcaster ohnehin in HDTV produziert und gibt - vorbehaltlich einer letzten Entscheidung der ARD-Intendanten - Gelegenheit für einen weiteren Showcase. Als Generalprobe für den Regelstart könnte ein weiterer Simulcast zur IFA 2009 dienen, so HR-Betriebsdirektor Joachim Weinmann.
Auf die Forderungen von VPRT, Bitkom und anderen nach einem vorgezogenen Start des Regelbetriebes spielt Berezcky mit der Bemerkung an „Marketingsprüche helfen nun nicht mehr weiter.“ Er sieht - Probleme bei den Vorbereitungen für den österreich-Start in diesem Jahr vor Augen - eine Menge Arbeit bei der Umstellung der Produktionskette und in Abstimmung zwischen ARD und ZDF. Pro7 und Sat1 hatten vor zwei Wochen ihren HDTV-Simulcast „bis zum Jahr 2010 vorübergehend“ eingestellt.
Quellen: Meldung von DF und Presseinfo des ZDF vom 29.2.2008 / Hintergrund: HDTV.
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1.3.2008 • Österreich: Media Broadcast betreibt Handy-TV
Österreich Das Sendetechnik-Unternehmen Media Broadcast (kürzlich von Telekom an TDF verkauft) wird die DVB-H-Dienste (Mux-D) in Österreich betreiben. Der Betrieb könne am 1. Juni, zunächst in Wien, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt sowie den Landeshauptstädten beginnen und damit vom Start weg 40 Prozent der Bevölkerung erreichen. Dafür wird in Wien ein Playoutcenter errichtet. Von dort werden über die Erdfunkstelle Usingen und Satellit die Sendeanlagen versorgt. In Berlin werde eine Testplattform eingerichtet.
Die Entscheidung der Regulierungsbehörde KommAustria basiere auf einem umfangreichen Punktekatalog. Beim Vergleich mit dem Mitbewerber, dem Verlagskonsortium Mobile TV Infrastruktur GmbH, habe Media Broadcast in den meisten Punkten besser abgeschnitten. So konnte Media Broadcast bereits Vermarktungs-Partnerschaften mit den Mobilfunkern One und 3 vorweisen. Deren Fehlen im Antrag des Verlagskonsortiums werde durch eine Partnerschaft mit einer bisher nicht im Endkundenmarkt aktiven Produktionsfirma nicht ausgeglichen.
Zwei weitere Antragsteller - ORS und Telekom Austria - waren zuvor wegen unzureichender Unterlagen aus dem Zulassungsverfahren ausgeschlossen worden.
Quellen: Presseinfo und Bescheid (pdf) der KommAustria vom 29.2.2008.



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