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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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3.8.2021 • Rundfunkbeitrag: BVerfG veröffentlicht Urteil am 5.8.
Beitragsservice Das Bundesverfassungsgericht wird seine Entscheidung zum Rundfunkbeitrag am kommenden Donnerstag morgen veröffentlichen. Das gibt das Gericht auf seiner Website bekannt. Gegenstand der Rechtsprechung ist das Scheitern des Medienänderungsstaatsvertrages mit der Erhöhung des Rundfunkbeitrages um 86 Cent auf 18,36 Euro monatlich ab dem 1. Januar 2021. Auch die vorgesehene Steigerung des Anteils für die Landesmedienanstalten und eine Verbesserung des ARDinternen Finanzausgleichs zugunsten von Radio Bremen und dem Saarländischen Rundfunk wurden zunächst blockiert.
Die Landesregierung Sachsen-Anhalts hatte die Abstimmung im Landtag über den Vertrag verhindert und das Gesetz vorerst zu Fall gebracht. So wurde einerseits ein Bruch der Landeskoalition (Vertragsgegner CDU, Befürworter Grüne und SPD) verhindert. Andererseits wurde die CDU-Fraktion vor dem Zusammengehen mit der AfD gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und gegen Unvereinbarkeits-Beschlüsse der Bundes-CDU geschützt. Im Ergebnis erreichte die AfD zumindest für einige Monate das Ziel, den Staatsvertrag auszuhebeln.
Die Sendeanstalten sowie das Saarland und Bremen riefen angesichts dieses politisch motivierten taktischen Spiels das höchste deutsche Gericht an, dessen Urteil mit Spannung erwartet wird.
Quelle: Bundesverfassungsgericht | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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3.8.2021 • Digitalradio: Änderungen beim NDR / Sternberg verschoben
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR hat jetzt seine DAB+-Ankündigungen für dieses Jahr aktualisiert. Demnach kann die für die MV-Region Sternberg angekündigte Sendeanlage „nicht wie geplant realisiert werden. Eine alternative Lösung ist in Planung“, teilt der NDR mit. In der „Sommer“-Rubrik finden sich nun die Inbetriebnahmen neuer Sender für den Westharz in Goslar und Bad Sachsa am 10. bzw. 12. August. Für Ende 2021 bleiben Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) und Malchin (Mecklenburg-Vorpommern) in der Liste.
Quelle: NDR-Infos zum DAB+-Ausbau | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Mecklenburg-Vorpommern.
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2.8.2021 • Digitalradio: Übergang von UKW zu DAB+ schaffen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Deutschland Nach zehn Jahren „ist DAB+ am Markt angekommen und auch nicht mehr wegzudenken“. Für Heike Raab ist das der Ausgangspunkt für Weiteres: Sie will die „Empfangbarkeit von DAB+ für alle ermöglichen und gleichzeitig einen allgemein akzeptierten Übergang von UKW zu DAB+ für die Veranstalter zu schaffen“, zitiert das Digitalradiobüro die Medienstaatssekretärin in Rheinland-Pfalz und Koordinatorin der Rundfunkkommission der Bundesländer.
Mit Blick auf die Privatradios wünscht sich die Digital-Staatsministerin im Bundeskanzleramt Dorothee Bär „mehr Mut und vor allem mehr Optimismus in Bezug auf die Programme bzw. die Marktchancen“. Der Bund könne „im Rahmen seiner Verantwortung für die Frequenzpolitik unterstützen“.
Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue erwartet, dass „alle Beteiligte an einem Strang ziehen“ und setzt fort: „Die Dynamik, mit der sich DAB+ inzwischen überregional entwickelt, (sollte) auch in jenen Ländern greifen, die bisher Nachholbedarf hatten.“ Raue erinnert an die hohe Wirtschaftlichkeit von DAB+ im Vergleich mit UKW. Nun müsse „die Politik (...) Voraussetzungen schaffen, die allen Beteiligten Planungssicherheit und Handlungsspielräume ermöglicht, zum Beispiel bei Fragen nach einer Infrastrukturförderung oder dem Umgang mit ungenutzten UKW-Frequenzen.“
Quelle: Presseinfo des Digitalradiobüros vom 2.8. | Hintergrund: DAB+ in Deutschland und weltweit.
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1.8.2021 • Vor 10 Jahren: Digitalradio startet mit DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Letzter Anlauf für Digitalradio - so titelte dehnmedia am 1. August 2011 - also vor zehn Jahren - zum Sendestart. Bis heute ist DAB+ erfolgreich durchgestartet; die Flächenabdeckung erreicht etwa 98 Prozent. Das Aus für UKW ist eine Frage der Zeit. Das wird vom Markt und nicht vom Willen der Politik oder dem Unwillen Ewiggestriger bestimmt werden. Im Folgenden einige Stichpunkte zu den Vorteilen von DAB+.
Tonqualität, mehr und neue Programme - national, landesweit, regional und lokal:
Dass für DAB+ vor allem die Qualität spricht, hat sich herumgesprochen. Wer einmal DAB+ gehört hat, nutzt den Empfangsweg weiter.
DAB+ beendet die mit UKW verbundene Frequenzknappheit und bringt eine Menge neuer Programme on air. Von den 270 in den Senderegionen Deutschlands empfangbaren Programmen sind etwa 70 nur digital (DAB+, Internet etc.) zu hören. Neben etlichen Schlagerwellen gibt es Konzepte, die sich und dem Hörfunk neue Zielgruppen erschließen wollen.
Das Sendernetz für die 13 Programme des ersten nationalen Muxes begann mit 27 Sendeantennen und umfasst inzwischen knapp 150 Standorte.
Seit Oktober 2020 wird ein zweites bundesweites Ensemble mit weiteren 16 Programmen von 70 Senderstandorten verbreitet.
In Bayern wurden lokale und regionale Sendenetze geschaffen, die allen per UKW sendenden Privatradios den Parallelbetrieb über DAB+ ermöglichen.
2021 sollen 16 Programme in NRW landesweit auf Sendung gehen - gestartet wird auf einen Schlag für 87 Prozent der Bevölkerung.
Wo mit Vorurteilen und Falschinformationen Rundfunkpolitik gemacht wurde, kehrt Einsicht ein: In Niedersachsen arbeiten Privatsender jetzt daran, sich über DAB+ zu etablieren.
In Mecklenburg-Vorpommern könnte eine nichtkommerzielle lokale Initiative, von Rostock ausgehend, einen Trend anschieben. Ein landesweiter Mux für Privatradios ist dort aber wegen der geringen Bevolkerungsdichte parallel zu UKW nicht finanzierbar.
Auch in Thüringen und im Saarland sind landesweite Ensembles on Vorbereitung.
Hamburg bekommt 2021 bis zu 16 weitere Privatradios.
Jeder vierte Haushalt hat ein DAB+-Radio:
Das Geräteangebot ist umfangreich. Produkte gibt es für alle denkbaren stationären und portablen Nutzungsaufgaben. UKW ist grundsätzlich mit an Board, oft auch Webradio. In der gehobenen Preisklasse sind vielfach Sprachsteuerung und Verbindungen in Heimnetze integriert.
Die Verkaufszahlen für DAB+-Radios können sich sehen lassen. Von Januar bis Mai wurden rund 756.000 Radios verkauft. Bis Ende 2020 waren rund 17 Mio. Radios verkauft; mehr als jeder vierte Haushalt kann DAB+ hören.
DAB+-Tuner sind jetzt kraft Gesetzes Pflicht für Radios mit Sendernamens-Anzeige und für Autoradios in Neuwagen.
Das System DAB+ beweist sich zudem über die Basisaufgaben des Hörfunks hinaus als zukunftsorientiert:
DAB+ ist absolut nachhaltig und hat den günstigsten Stromverbrauch aller Plattformen der Radio- und TV-Verbreitung.
DAB+ kann, auch beim Ausfall von Kommunikationsnetzen und Stromversorgungen, einen wichtigen Beitrag leisten, um in Notsitutationen Informationen der Behörden an die Bevölkerung weiter zu leiten.
Perspektiven für die Radiozukunft:
Der Sendebetrieb mit DAB+ ist bis mindestens 2035 gesichert.
Technische Alternativen einer digitalen terrestrischen Verbreitung gibt es für den Hörfunk derzeit nicht.
Eine Radioverbreitung über den 5G-Mobilfunk wirft u.a. die Frage nach dem freien Empfang auf, wenn Mobilfunkunternehmen die Verbreitung übernehmen.
Hintergrund: DAB+ in Deutschland und weltweit.
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1.8.2021 • England: Small Scale - über das Gesundheitswesen hinaus
Auch das geht: Small Scale DAB ist für ein britisches Krankenhaus genau die richtige Plattform, um den Einzugsbereich seines Webradiosenders zu erweitern. Das plant das Wrightington Hospital Radio für seine Region mit den Gemeinden Wigan und St.Helens nordwestlich von Liverpool. Laut einem Sprecher hat man sich mit Partner aus der Radiobranche an den aktuellen Ausschreibungen für lokale DAB+-Muxe beteiligt. Das Interesse gehe allein wegen der in den letzten Jahren ausgeweiteten ambulanten Dienstleistungen weit über die Standorte der beteiligten drei Krankenhäuser hinaus. Small Scale DAB (britisches Kürzel SSDAB) „gibt uns eine großartige Gelegenheit, für diese breitere Gemeinschaft zu senden und positive Gesundheitsbotschaften zu verbreiten“.
Quelle: Bericht von Radio Today vom 26.7., Homepage | Hintergrund: DAB+ in Großbritannien.



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