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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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2.12.2020 • Digitalradio: Bamberg am Bundesmux2-Sendenetz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der zweite DAB+-Bundesmux wird jetzt auch vom Senderstandort Bamberg-Geisberg im Block 5D aufgeschaltet. Das teilt der Netzbetreiber Media Broadcast über Twitter mit.
Quelle: Info von Media Broadcast vom 2.12. | Hintergrund: DAB+ Bundesmuxe, Bundesmux2.
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2.12.2020 • Digitalradio: Neuer Landesmux statt DAB+-Partnerschaft?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In Bayern könnte sich mittelfristig ein Ende der Partnerschaft des Bayerischen Rundfunks mit der Medienanstalt BLM abzeichnen. Wie eine Sprecherin der BLM auf Anfrage von dehnmedia bestätigte, werden derzeit Stellungnahmen zu einem landesweiten DAB+-Privatmux bei „allen relevanten Verbänden“ abgefragt. Der Text werde jedoch nicht veröffentlicht. Gleichwohl sind einige Informationen „durchgesickert“.
Demnach werden in einem ersten Schritt bis zum 18. Dezember Äußerungen erwartet, die den Umfang eines möglichen Bedarfes erkennen lassen. Danach werde die BLM entscheiden, ob ein weiteres Sendenetz benötigt wird. Dem folge eine weitere detaillierte Befragung. Erst danach sollen offenbar Entscheidungen der BLM erfolgen, die im letzten Schritt eine Ausschreibung nach sich ziehen.
Laut den vorliegenden Informationen könnte ein neuer Landesmux mit erhöhtem Fehlerschutz und einer Regeldatenrate von 80 kbit/s für Stereosender betrieben werden, um Senderstandorte und damit Kosten sparen. Im 2029 abzuschließenden Endausbau mit mindestens zehn Programme rechnet die BLM mit jährlichen Kosten von unverbindlich rund 500.000 Euro je Station.
Für einen weiteren Landesmux wird um den bereits früher von Privatradios genutzten Block 10D spekuliert. Dieser ist derzeit noch mit mehr als 40 Standorten in der Liste der Bundesnetzagentur verzeichnet.
In Bayern haben die BLM und der Bayerische Rundfunk eine deutschlandweit einmalige Public-Private-Partnerschaft vereinbart, wodurch die inzwischen fast alle UKW-Lokalradios und weitere Webradios auf DAB+ vertreten sind. Einen Programmplatz im landesweiten BR-Mux nutzt - zumindest auf Zeit - Antenne Bayern. Die sechs regionalen BR-Muxe ergeben zusammen eine zweite landesweite Bedeckung. Dort sind Radio Teddy, EgoFM, Absolut Hot und Rockantenne vertreten. Die Wellen von Antenne und Absolut werden in den Bayern-Muxen früher oder später zugunsten des Bundesmux2 abschalten. Dann wären drei Plätze in gut ausgebauten landesweiten Netzen vakant.
Kommentar : Ob sich bei einem Ausstieg aller landesweiten Privatradios die Regionalisierung für den BR noch lohnt, ist eine andere Frage. Andererseits könnte sich ein zusätzlicher landesweiter Bedarf aus dem Interesse von Programmveranstaltern ergeben, die eine deutschlandweite Verbreitung anstreben, aber in den beiden nationalen Muxen nicht vertreten sind.
Quelle: Meldungen von radioszene, satnews vom 1.12. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Bayern.
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1.12.2020 • Rundfunkbeitrag: Koalition oder Beitrag?
Beitragsservice Die drei Koalitions-Streithähne der Landesregierung Sachsen-Anhalts konnten sich heute in mehrstündigen Gesprächen nicht auf ein gemeisames Vorgehen bei der Erhöhung des Rundfunkbeitrages einigen. Damit steht die Erhöhung steht weiter auf der Kippe - ebenso wie der Bestand der schwarzrotgrünen Kenia-Koalition in dem Bundesland.
Die Sitzung des Medienausschusses, der eine Vorlage für das Landtags-Plenum erarbeiten soll, wird von morgen um eine Woche verschoben, sofern die CDU-Fraktion zustimmt. SPD und Grüne, die Regierungspartnern der CDU, haben jetzt vorgeschlagen, die Zustimmung zu Erhöhung mit späteren Nachverhandlungen zu verbinden. Die CDU will Nachverhandlungen erzwingen, indem die Vorlage gar nicht erst im Plenum abgestimmt wird. Das würde die Erhöhung verhindern und die AFD trüge mit Schützenhilfe der CDU einen Sieg davon.
Quelle: Meldung von infosat vom 1.12. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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1.12.2020 • Digitalradio: Rockantenne beendet die Doppelversorgung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Rockantenne hat, wie angekündigt, seine bisherige DAB+-Präsenz in Berlin und Brandenburg (Block 12D) verlassen. Die Kennung Alt Rockantenne ist abgeschaltet, das Musikradio ist seit der Mittagszeit nur über den zweiten nationalen DAB+-Mux zu hören. Sofern das Programm aus den Senderlisten verschwunden ist, sollte ein Suchlauf gefahren werden.
Unbekannt ist zur Zeit, ob Alt Rockantenne heute auch die landesweiten Verbreitungen in Hessen (Blocks 12C, 6A), Baden-Württemberg (11B) und den sechs regionalen DAB+-Blocks in Bayern aufgegeben hat, um Kosten einer Doppelverbreitung in den Versorgungsgebieten zu sparen.
Nachtrag : Laut ukwtv.de wurde Alt Rockantenne auch in den Ensembles Rhein/Main und Baden-Württemberg, später am Tag auch für Nordhessen, abgeschaltet. In den 6 Regionalmuxen Bayerns wird b.a.W. weiter gesendet.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Brandenburg.
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1.12.2020 • Rundfunkbeitrag: CDU-Fraktion provoziert Koalitions-Crash
Beitragsservice Die CDU im Landtag Sachsen-Anhalt will die Erhöhung des Rundfunkbeitrages 86 Cent auf 18,36 Euro um jeden Preis verhindern. Sie nimmt sie das Platzen der Koalition mit SPD und Grünen in Kauf und riskiert die politische Perspektive des Kenia-Konzeptes. Das zur Freude der AFD, die eine CDU-Minderheitsregierung bis zu den Neuwahlen im Juni tolerieren will. Sachsen-Anhalt wäre dann nur von Gnaden der AFD regierbar bzw. destabilisierbar.
Die Koalitionspartner SPD und Grüne hatten klargestellt, die Beitragserhöhung zu unterstützen. Der Verhinderung durch gemeinsame Enthaltung mit der CDU im Landtagsplenum werden sie nicht Vorschub leisten. Der CDU scheint aber jeder Trick recht, um das mit der Rechtspartei forcierte Ziel durchzudrücken. Jetzt schlägt die Staatskanzlei des Ministerpräsidenten Haseloff (CDU) sogar vor, das Landtags-Plenums zu umgehen. Die KEF soll die Beitragshöhe nocheinmal neu berechnen. Das wird, populistisch passend, mit Corona begründet. Auch so würde die Beitragserhöhung - ganz im Sinne der AFD - verhindert; die CDU glaubt aber wohl, sich so dem Vorwurf, mit der AFD gemeinsame Sache zu machen, entziehen zu können.
Den Buhmann für das zu erwartende Scheitern der Beitragserhöhung schiebt die CDU schon vorab den Partnern der ungeliebte schwarz-rot-grünen Koalition zu. Die Grünen hatten mit dem Ende der Koalition gedroht, wenn die CDU „mit den Verfassungsfeinden von der AfD gemeinsame Sache macht, statt den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk zu stärken“, so Bundesgeschäftsführer Michael Kellner. „Wir als AfD sind bereit, der CDU zu helfen, gegen die Erhöhung der Rundfunkgebühr zu stimmen“, lobte hingegen Fraktionschef Oliver Kirchner den Pakt mit der CDU.
Nach bisherigem Stand soll der Medienausschuß des Landtags morgen eine Beschlußvorlage für die Abstimmung im Landtag am 15. Dezember erarbeiten.
Nachtrag : Nachverhandlungen, wie von der CDU Sachsen-Anhalt vorgeschlagen, gibt es nicht. Das sagt die rheinland-pfälzische Medienstaatssekretärin Heike Raab, die die Medienpolitik der Bundesländer koordiniert. Von einem neuen Gutachten sei kein anderes Ergebnis zu erwarten. Dem Staatsvertrag allein auf der Basis von Vermutungen nicht zustimmen zu wollen, ist nach Ansicht der Staatskanzlei nicht mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts vereinbaren. „Es würde die Anstalten geradezu in eine Verfassungsklage treiben.“
Quelle: Meldungen von DF und Infosat vom 1.12. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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1.12.2020 • Digitalradio: Ätherkampf mit 80er Jahre Formatradios
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Beteiligten am zweiten nationalen DAB+-Multiplex kämpfen um die älteren Radiohörer als Zielgruppe. Mit 80s80s, veranstaltet von der Regiocast-Gruppe, ging heute offiziell ein zweites Formatradio mit Musik aus der Zeitschiene um die 1980er Jahren in dem Ensemble auf Sendung. Ein Suchlauf hilft, wenn der neue Sendername beim Einschalten nicht schon in der Programmliste erscheint. 80s80s begann 2015 als Webradio und bei DAB+ Hamburg. Dort wurde das Programm jetzt abgeschaltet, wie Regiocast ankündigte.
Bereits aktiv ist die musikalisch ähnlich ausgerichtete Welle Absolut Oldie des Ensemble-Mitbetreibers Antenne Deutschland. Im Januar kommt Nostalgie der NRJ-Gruppe dazu. Dann konkurrieren drei Programme dreier großer Radiounternehmen um die Zielgruppe, deren Schwerpunkt NRJ bei den 35- bis 49jährigen ansiedelt.
Media Broadcast Wie der Sendetechnik-Partner beim Bundesmux2 und Media Broadcast mitteilt, wurden die derzeit neun Programme gestern am Senderstandort Aalen (Block 9B) aufgeschaltet.
Quelle: Media Broadcast zu 80s80s und Aalen am 30.11. | Hintergrund: DAB+ Bundesmuxe, Bundesmux2.
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1.12.2020 • Digitalradio: Netzübergabe in Baden-Württemberg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Baden-Württemberg Der Sendebetrieb für den Privatradio-Mux in Baden-Württemberg ist heute an die On Air Support GmbH übergegangen. Das von baden-württembergischen Privatradios gegründete Unternehmen bekam die Frequenz und die Verantwortung über die derzeit 11 Sendeanlagen im Sommer von der Bundesnetzagentur. Die Sendebetriebs-Zulassung von Digitalradio Südwest, einem Gemeinschaftsunternehmen des SWR und von Media Broadcast, endete am 30. November.
Die Medienanstalt LfK hatte schon im April 2019 ein Konsortium von Privatradios angekündigt. Dieses biete für den Netzbetrieb günstiger als DR Südwest, wolle das Netz optimieren und den seit 2011 stagnierenden Ausbau des Sendenetzes wieder aufnehmen. Laut Senderliste der Bundesnetzagentur sind die Standorte Blauen, Donaueschingen, Hochrhein, Langenburg und Ravensburg-Höchsten sowie weitere potenzielle Standort-Wechsel koordiniert und etliche Leistungserhöhungen möglich.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Baden-Württemberg.
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1.12.2020 • DAB+/DVB-T2 HD: SR schaltet Muxe bei Berus auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Saarländische Rundfunk hat seinen seit Langem angekündigten Senderstandort Berus ans Netz. Laut SR wird so der Indoor-Empfang seines DAB+-Ensembles (Block 9A, 5 kW) mit Zimmerantenne von Wallerfangen bis Überherrn und im Saartal verbessert bzw. ermöglicht. Mit Zimmerantenne können dann 60 Prozent der Saarländer den SR-Mux empfangen – mit einer Dachantenne sind es 98 Prozent.
Das ARD-Programm und der Saar-Dritten kommen im Kanal 32 (20 kW) jetzt zusätzlich von dort. Im Zuge des Umstiegs auf DVB-T2 HD wurde 2017 zunächst Kerlingen genannt. Man sei froh, dass der Kerlingen-Plan wegen des nahen Flugplatzes Düren nicht realisiert wurde, so SR-Intendant Thomas Kleist. „Der Standort Berus ist technisch noch attraktiver und hat sogar eine historische Seele.“
Für DVB-T2 HD ist Berus der letzte Senderstandort der Einführungsplanung. Nach diversen Verschiebungen und 1 1/2 Jahren erschien Berus für November 2018 in den Senderlisten. Zugleich war von laufenden „Genehmigungs- und Koordinierungsverfahren“ dafür die Rede. Nach weiteren zwei Jahren Sendepause kam die Mitteilung, der SR habe sich dort eingemietet. Der Umbau begann im Oktober. Der Betonturm wurde umfangreich saniert und ein 75,5 Meter hoher Stahlmast mit den Antennen darauf gesetzt. In einem nahen Gebäude wurde ein Raum für die Sendetechnik eingerichtet.
Historisches : Für Langwelle wurde dort die mit 2,4 Megawatt-Sender leistungsstärkste Sendeanlage Deutschlands betrieben. Die vier Antennen dienten seit 1954 dem französischen Privatradio Europe1. Die Sendetechnik auf 183 kHz betreute bis 2019 die RTL-Tochter BCE mit Fernüberwachung aus Luxemburg. Im Oktober 2020 wurden die Stahlseile der vier ehemaligen LW-Antennen gesprengt, um die Masten zu Fall zu bringen und zu verschrotten.
Der Betonturm wurde 1955 für Telesaar gebaut. Dieser deutschsprachige Sender in französischem Besitz wurde 1957 nach nur fünf Tagen wegen fehlender Genehmigung abgeschaltet; Privatfunk war in Deutschland damals gar nicht zulässig. Aufgefallen ist das
Berus: Sendehalle und Betonturm.
Foto: Wikipedia.
kaum: Für die französische TV-Norm (819 Zeilen) gab es keine Fernseher in Deutschland. Die unweit gebaute Sendehalle war 1955 wegen des aus einem Stück gegossenen Daches eine architektonische Sensation. Sie wurde nachhaltig beheizt - mit der Abwärme der Senderanlagen. Das Gebäude hat eine sehr gute Akustik.
Quelle: Eigene Recherche, Presseinfo des SR vom 30.11. | Hintergrund: DAB+, Privatradios im Saarland.
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1.12.2020 • Luxemburg: DAB+-Regelbetrieb ab dem 2. Quartal 2021?
DABplus-Logo Schriftzug Der luxemburgische Netzbetreiber BCE strebt einen DAB+-Regelbetrieb ab dem 2. Quartal 2021 an. Das geht aus dem Forums-Beitrag eines Mitarbeiters des Lokalsenders Radio R.O.M. hervor. Laut gleicher Quelle endet der bisherige Testbetrieb am 20. Dezember nach rund drei Monaten. Beteiligt sind zur Zeit elf Sender aus dem Großherzogtum.
BCE beabsichtige den Regelbetrieb an den bisher koordinierten Standorten Hosingen (0,5 kW) und Dudelange (10 kW). Es sei mit der Installation von Füllsendern in Junglinster, Echternach und Wasserbillig zu rechnen.
Nach den Angaben werden die Lokalradios bei diesem Regelbetriebs-Vorhaben ausgeschlossen. Radio R.O.M. plant aber offenbar eigene Aktivitäten, will die „eigenen DAB+ Tests (die wir schon vor dem LUX-TEST angestrebt hatten) weiterführen“ und setzt auf die Unterstützung der zuständigen Behörden. Im Vorfeld sollen zunächst Erfahrungen mit unterschiedlichen Sendeparametern des aktuellen Tests ausgewertet werden.
Quelle: Rundfunkforum vom 30.11. | Hintergrund: DAB+ international.



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