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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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3.8.2020 • Niedersachsen: Neuer Chef für die Landesmedienanstalt
NLM Niedersachsens Medienanstalt NLM hat einen neuen Chef. Der im Februar gewählte Christian Krebs hat jetzt den Direktorenposten für fünf Jahre übernommen. Als vordringliche Aufgaben nannte er „die Sicherung der Meinungsvielfalt sowie die zeitgemäße Medienregulierung“. Wie er die Radiodigitalisierung anpackt bleibt abzuwarten.
Krebs begann 2004 bei der NLM und war zuletzt Leiter der Rechtsabteilung und Stellvertreter des Direktors. Er übernahm zum Monatswechsel von Andreas Fischer, der nach 26 Jahren bei der NLM und zehn Jahren als Direktor in den Ruhestand ging.
Der Volljurist Krebs konnte sich bei der Wahl laut einem Bericht gegen einen RTL-Manager durchgesetzt. Dessen Wahl hätte sicherlich einige Kritik ausgelöst - nach der Wahl einer CDU-Politikerin an die Spitzer der Saar-Anstalt und des RTL-Cheflobbyisten Tobis Schmid als Direktor der NRW-Medienanstalt sowie dem Ärger um die Besetzung der SLM-Geschäftsführung.
Quelle: Presseinfo der NLM vom 3.8., Bericht der Medienkorrespondenz vom 1.3. | Hintergrund: Chefposten der Medienanstalten.
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3.8.2020 • Luxemburg: DAB+-Mux mit internationaler Belegung?
Der Luxemburger Sendedienstleister Broadcast Center Europe (BCE) will seine nach DAB+-Tests 2018/2019 brachliegenden DAB+-Anlagen refinanzieren. Schon seit dem Winter werde laut dem Digitalradiobüro Deutschland ein Mieter gesucht, der einen eigenen DAB+-Multiplex verbreiten will.
Interessenten winke die RTL-Tochter mit der ungewöhnlich hohen Sendeleistung von je 50 kW im Block 7D, heißt es in einer weiteren Meldung. Für das Großherzogtum ist die dadurch mögliche Reichweite von bis zu 70 km im Umkreis der Standorte Dudelange und Hosingen zu viel. Zur Zeit ist ohnehin kein Luxemburger Sendestandort für DAB+ koordiniert.
Spekuliert wird nun, dass RTL seine beiden Sender ins Sendeboot bringen wolle. Für das in luxemburgisch sendende RTL Radio Lëtzebuerg macht das Sinn. Das deutschsprachige RTL Radio (Ex: Radio Luxemburg) wurde aber gerade im Bundesmux2 untergebracht. Programme aus Nachbarländern müssten also die Wirtschaftlichkeit sichern. Für wen das Sinn macht, bleibt angesichts des DAB+-Ausbaus in Belgien, Frankreich und Deutschland offen. Denn das Luxemburger Sende-Engagement würde nur den Norden des Saarlandes abdecken. Nachdem der Saar-Privatmux letztlich wegen der zu geringen Abdeckung im Frühjahr scheiterte, dürfte eine solche Teillösung kaum Freunde finden. Ein Anbieter hatte daraufhin ein lokales Lowpower-Projekt vorgeschlagen.
Nachtrag : dehnmedia-Anfragen zum Status des Saar-Multiplexes wurden von der Saar-Medienanstalt nicht beantwortet.
Quellen: Infos des Digitalradiobüros vom 20.7., 20.2.; Meldung von teltarif vom 26.7. | Hintergrund: DAB+ international.
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1.8.2020 • Digitalradio: B2-Schlagerradio jetzt auch in Lübeck digital
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Schlagerradio B2 wurde nach eigenen Informationen jetzt auch für das Lübecker Pilotprojekt aufgeschaltet. Es handelt sich um das siebte Programm im Block 9D.
Nachdem der Berliner Sender im zweiten Bundesmux nicht vertreten ist, scheint sich dort weiter auf gezielte regionale DAB+-Engagements zu orientieren. Äußerungen zu einem möglichen Einstieg auch im Kieler Multiplex liegen aber nicht vor. Beide Stadt-Muxe werden als Pilotprojekt zunächst bis Ende 2022 betrieben. Radio B2 ist in Berlin/Brandenburg, in Bremen/Bremerhaven, Hamburg, den beiden Hessen-Regionen sowie in Baden-Württemberg und im Stadtsender Freiberg/Sachsen auf DAB+ vertreten und belegt in Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern 13 UKW-Frequenzen.
Quelle: Info von Radio B2 vom 30.7. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Schleswig-Holstein.
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1.8.2020 • Digitalradio: Bundesmux2 - die Aufsteiger
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Vier der acht bekannten Privatradios im zweiten DAB+-Bundesmux sind bereits auf DAB+ aktiv. Um doppelte Kosten zu vermeiden werden sie ihre regionalen bzw. landesweiten Multiplexe verlassen, sobald der Bundesmux 2 deren Empfangsgebiete versorgt.
Mit ersten dieser Abschaltungen ist schon frühzeitig nach dem für den 1. Oktober angekündigten Sendestart zu rechnen. Nach bisherigem Informationsstand sollen bis zum Jahresende rund 67 Mio. Einwohner bzw. 83 Prozent der Bevölkerung über rund 70 Sendeanlagen versorgt sein. Die frei werdenden Ressourcen können neu belegt werden, wenn die Programmveranstalter ihre Sendelizenzen zurück gegeben haben.
Perspektivisch wären diese Programmplätze neu zu belegen:

Sender Bundesland Mux(e) Block(s) Bemerkungen

Bayern BR landesw. 11D Belegung gemäß Landesmedienrecht.
Hessen Privat 12C, 6A Neubesetzung im Rahmen der laufenden Ausschreibung.
Baden-Württemberg
Bayern
Berlin/Brandenb.
Hessen
Privat
BR regional
Privat
Privat
11B
6 Muxe
12D
12C, 6A
Belegung gemäß Landesmedienrecht.
Belegung gemäß Landesmedienrecht.
evtl. Nachrücker aus der aktuellen Ausschreibung.
Neubesetzung im Rahmen der laufenden Ausschreibung.
Bayern
Hessen
BR regional
Privat
6 Muxe
12C, 6A
Belegung gemäß Landesmedienrecht.
Neubesetzung im Rahmen der laufenden Ausschreibung.

Abhängig vom Medienrecht des jeweiligen Bundeslandes sind (neue) Ausschreibungen also nicht unbedingt erforderlich.
Absolut Digital könnte auch seinen Bundesmux-1-Sender Absolut Relax in den neuen Multiplex wechseln lassen, um alle eigenen Programme unter einem wirtschaftlichen Dach zu haben - das Unternehmen ist ja am Plattformbetreiber Antenne Deutschland beteiligt. Für einen der beim Mux2 nicht berücksichtigten Interessenten wäre das eine zweite (und letzte) Chance den angestrebten nationalen Platz - nun im Mux1 - zu ergattern.
Quelle: Eigene Recherchen | Hintergrund: Programme und mehr zum Bundesmux 2.
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1.8.2020 • Österreich: Erste Hörerzahlen für DAB+
Österreichs DAB+-only Sender Rock Antenne, Jö.Live (Rewe-Gruppe) und das auch auf UKW vertretene Klassik Radio haben eine Tagesreichweite von 0,3 Prozent; der Arabella-Ableger Relax rangiert bei 0,1 Prozent. Das geht aus den aktuellen Radiotest-Zahlen hervor. Das Pendant der deutschen Radio-MA erfasste im 2. Halbjahr 2019 erstmals die DAB+-Nutzung. In der Hauptzielgruppe (14- 49 Jahre) schalten von Montag bis Sonntag 17.000 Hörer Rockantenne ein.
Diese niedrigen Zahlen für das Nachbarland (knapp 9 Mio. Einwohner) sind ein Anfang. Der nationale Multiplex ist erst seit dem 28. Mai 2019 auf Sendung und war zur Datenerhebung noch neu im Radioangebot. Rockantenne-Chef Guy Fränkel erwartet einen Schub durch die kommende Digitaltuner-Pflicht.
Die Österreicher hören insgesamt täglich rund 200 (plus 5) Minuten Radio, in der Hauptzielgruppe werden rind 70,6 (minus 2,1) Prozent erreicht. Unerwartet wenig wird Radio in Wien gehört. Der Gesamtwert dort liegt bei 63,7 (minus 1,4) Prozent, bei den 14- 49jährigen gar bei nur 55,4 (minus 2,4) Prozent. Unter dem Strich kann der ORF steigenden Zuspruch mit einem Anstieg des Marktanteils von 72 auf 74 Prozent melden. Für die Privatradios bleiben also rund 25 Prozent.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 31.7. | Hintergrund: DAB+ in Österreich national und für Wien.



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