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Nachrichten-Archiv September 2014

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30.9.2014 • DVB-T: Dresden-Lizenz für Kinderkanal RiC
Überallfernseh-Logo SLM Sachsen Das Kinderprogramm RiC von Your Family Entertainment hat nach Chemnitz nun eine zweite DVB-T Lizenz auch für Dresden auf acht Jahre erhalten. Die Medienanstalt SLM hatte im Juli zwei Plätze im Lokalkanal 59 ausgeschrieben.
Quellen: Presseinfo der SLM vom 30.9. / Hintergrund: DVB-T in Sachsen .
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29.9.2014 • DVB-T: Lizenzen für Private in Hessen bis 2019
Überallfernseh-Logo LPR Hessen Die hessische Medienanstalt LPR hat die DVB-T Zulassungen für alle acht großen Privatprogramme um fünf Jahre - bis Ende Dezember 2019 - verlängert. Damit können die Multiplexe der Pro7Sat1-Gruppe (K 54) und von RTL (K 34; einschließlich N24) weiter auf Sendung bleiben. Vor kurzem wurde zudem der vierte Programmplatz im 3. Privatmux ausgeschrieben.
Gleiches hatten bereits die Medienanstalten für Hamburg und Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie Bayern (ohne RTL) beschlossen.
Quellen: Presseinfo der LPR vom 29.9. / Hintergrund: DVB-T in Hessen .
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29.9.2014 • Digitalradio: Kultradio kündigt Sendestart an
Digitalradio-Schriftzug In 104 Tagen will das Kultradio seinen Sendebetrieb beginnen. Das kündigt ein Countdown auf der Website der Welle aus Bayreuth an. Die Ausstrahlung erfolgt im landesweiten bayerischen DAB+-Multiplex (Kanal 12D) und bundesweit über Sat und Online.
Quelle: Info auf kultradio.de vom 29.9. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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29.9.2014 • Digitalradio: Radio Paradiso will in Hamburg senden
Digitalradio-Schriftzug Hamburg Das Berliner Radio Paradiso, getragen von Institutionen der evangelischen Kirche, ist nach eigenem Bekunden einer der Bewerber um eine DAB+-Lizenz für Hamburg und Schleswig-Holstein. Das neue Programm mit regionaler Ausrichtung soll auch im Internet verbreitet werden. Gegenüber dem Hamburger Abendblatt erklärte Geschäftsführer Matthias Gülzow, er rechne 2015 mit dem Sendestart.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 29.9. / Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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26.9.2014 • Frequenzen: Streit um das VHF-Band
Terrestrik Angesichts der empfindlichen Schwächung des digitalen Antennenfernsehens durch die Digitale Dividende 2 wegen des Verlustes auch des 700 MHz-Bandes suchen europäische Sender nach neuen Frequenzen und nehmen das VHF-Band ins Visier. Dieser Frequenzbereich ist in Europa jedoch dem digitalen Hörfunk mit DAB und DAB+ zugeteilt. Damit droht eine Situation, in der Radio und Fernsehen gegeneinander ausgespielt werden. Das wird forciert durch die zögerliche Entwicklung beim Digitalradio in einigen europäischen Ländern.
Das VHF-Band ist für den Mobilfunk wegen der gegenüber UHF schlechteren Eigenschaften nicht von Interesse. Digitalradio brauche den die VHF-Frequenzen, argumentiert die EBU. VHF könne die Reduzierung der Fernsehnutzung im UHF-Bereich nicht kompensieren. Zudem wäre der Preis des geringen Gewinns an Bandbreite, dass die TV-Haushalte neue Antennen brauchen. In Deutschland hatte DVB-T bis Ende 2011 die noch genutzten VHF-Kanäle für das Digitalradio geräumt.
Quelle: Meldung von broadbandtvnews.con vom 24.9.2014 / Hintergrund: Digitale Dividende 2.
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25.9.2014 • Rundfunkbeitrag: „Mittelfristig moderate Anpassung“
Euro-Münze Lutz Marmor, NDR-Intendant und ARD-Vorsitzender, brachte gegenüber der Zeitschrift Rolling Stone eine „mittelfristige“ Erhöhung des Rundfunkbeitrages ins Gespräch. „Wir wollen gar nicht mehr Geld. Ich glaube aber, dass es mittelfristig wichtig wäre, zumindest wieder mit einer moderaten Anpassung für einen Inflationsausgleich zu sorgen - zumindest, wenn man in etwa das jetzige Angebot aufrechterhalten will.“
Das beabsichtigen aber die Bundesländer, die letztlich die Beitragshöhe festlegen, offenkundig nicht. Sie wollen attraktive aber teure Sendungen - vor allem die Ausgaben für Sportrechte - kappen. Indem ARD und ZDF von der Politik aus dem Wettbewerb um Sportrechte herausreguliert werden, bleiben Fußball-WM, -EM und Olympische Spiele den Privaten überlassen.
Die Rundfunkgebühr ist seit 2009 stabil bei 17,98 Euro und soll ab 2015 auf 17,50 Euro gesenkt werden, weil nach ersten Abschätzung die Einnahmen durch den 2012 eingeführten Rundfunkbeitrag um 1,15 Mrd. Euro gestiegen sind. Filmverbände hatten gefordert, einen Teil der Mehreinnahmen zusätzlich in die Programme und ihre Qualität zu investieren. Das sei angesichts der seit Jahren und ungeachtet von Teuerungen und Inflation stabilen Budgets z.B. für die Tatort-Filme dringend notwendig.
Nebenbei: Die Mehreinnahmen aus dem Rundfunkbeitrag dürfen nicht ausgegeben werden. Sie sind anzusparen und werden auf die künftige Einnahmen angerechnet. Der Beitrag könnte dann weiter sinken, ohne dass ein Ausgleich von Kostensteigerungen stattfindet.
Quelle: Presseinfo des Rolling Stone vom 25.9.2014 / Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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22.9.2014 • TV-Historie: „Der Professor ist billiger als der Clown“
ARD BR-Studienprogramm Vor 50 Jahren startete der Bayerische Rundfunk sein Studienprogramm - das erste der Dritten Programme der ARD-Anstalten - mit dem TV-Sprachkurs Benvenuti in Italia. Offensichtlich gab es schon damals erhebliche Finanzierungsprobleme bei den Öffentlich-rechtlichen. So erklärte der damalige BR-Intendant Christian Wallenreiter: „Wir haben nicht sehr viel Geld zur Verfügung. Es ist günstiger, dass wir häufig mit Wissenschaftlern, mit Professoren arbeiten. Der Professor ist billiger als der Clown.“ Noch billiger gehts freilich mit Wiederholungen ...
Zwei Wochen später schalteten der Hessische Rundfunk, im Januar 1965 die Nordkette (NDR, RB, SFB) und Ende 1965 der WDR ihre Dritten auf. Erst im April 1969 bildeten SDR, SWF und SR mit dem Gemeinschaftsprogramm Südwest3 das das Schlußlicht.
Nach der Wiedervereinigung wurde Mecklenburg-Vorpommern dem Sendegebiet des NDR zugeschlagen. Der ORB (2003 mit dem SFB zum RBB zusammengeschlossen) versorgte Brandenburg. Als Dreiländeranstalt war der MDR für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständig. In der Regel senden die Mehrländeranstalten ein gemeinsames Programm, das am Vorabend für Länder-Nachrichten auseinandergeschaltet wird. Für NRW betreibt der WDR elf Vor Ort-Studios, die am Vorabend regionale Nachrichten bieten.
Quellen: Presseinfo und Highlights aus 3ß Jahren.
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18.9.2014 • Norwegen: HD Radio für UKW-Digitalisierung im Test
Norwegen HD-Radio Logo Bis zum Jahresende dauert ein Test des aus den USA stammenden Digitalradio-Sendestandards HD Radio in Oslo. Unter Beteiligung von Radio Metro (Programm), iBiquity Digital (Netz) und Nautel (Endgeräte) sind begleitende Dienste einbezogen. Die Sendeleistung liegt bei 100 Watt.
In Norwegen soll DAB+ spätestens ab 2019 das Radio per UKW komplett ersetzen. Nun geht es um die künftige Nutzung des dann freien UKW-Bandes. Dafür sieht der norwegische Lokalradioverband NLF, der 123 Stationen vertritt, gute Chancen mit HD Radio. Für den US-Netzbetreiber iBiquity ist Norwegen Ausgangspunkt, HD Radio endlich auch ausserhalb Nordamerikas zum Durchbruch zu verhelfen.
HD Radio vereint digitale Verbreitung und limitierte Sendegebiete von UKW. Das wird als günstige Digitalisierungs-Möglichkeit für lokale und nichtkommerzielle Stationen gesehen, denen die DAB+-Netze zu ausgedehnt und zu teuer sind.
Begünstigt wird HD Radio durch den Umstand, dass Multistandardgeräte in Reichweite sind. Die Chiphersteller Frontier Silicon (Chorus 4) und NXP (SAF356X) bieten Lösungen für Empfang und Signalverarbeitung von DAB, DAB+, DRM, HD-Radio, FM und AM auf einem Chip an.
Bis zu drei HD Radio-Programme könnten sich eine UKW-Kapazität teilen. Ein Test in Baden-Württemberg hatte 2007/2008 die Machbarkeit nachgewiesen. Jedoch wurden u.a. Störungen von HD-Radio und analogen Programmen beim Betrieb in einer UKW-Frequenz berichtet.
In der Schweiz war die Einführung von HD Radio 2010 gescheitert. Das Eidgenossen-Land entwickelte sich seither neben England zum DAB+-Musterland.
Quellen: Meldungen von radioworld.com und radio-online.com; Presseinfo des NLF (norwegisch).
Hintergrund: UKW digital, hdradio.org.
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18.9.2014 • DVB-T: RTL-Zuweisungen im Norden verlängert
Überallfernseh-Logo Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein Die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein (MA HSH) hat die DVB-T Zuweisungen für RTL, RTL II, Super RTL und Vox in den beiden Bundesländern jeweils um zehn Jahre bis zum 7. November 2024 verlängert. MA HSH-Direktor Thomas Fuchs sieht das als „Einstieg in den Umstieg auf DVB-T2. Nur mit HD-fähiger, moderner Technik ist das terrestrische Fernsehen zukunftsfähig.“ Daher wird die Möglichkeit offengelassen, die Zuweisung zugunsten eines Plattformbetriebes zurück zu geben, der ab 2016 von den Privaten mit dem Nachfolgestandard DVB-T2 angestrebt wird.
Die RTL-Gruppe hatte sich mit Blick auf die Einführung von DVB-T2 im Sommer von ihren Plänen zum Rückzug aus der Terrestrik verabschiedet.
Quellen: Presseinfo der MA HSH vom 18.9. / Hintergrund: DVB-T in Hamburg und Schleswig-Holstein .
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17.9.2014 • Digitalradio: Nürnberg-Kanal wechselt Sendestandort
Digitalradio-Schriftzug Bayern Der Nürnberger Lokalkanal im Block 10C wird seit heute nicht mehr vom BR-Standort ausgestrahlt. Die Verlagerung auf den Fernmeldeturm Schweinau, mit 293 Metern höchstes Bauwerk Bayerns, und 4 kW Sendeleistung tragen zur Erhöhung der Reichweite der Programme afk max, AREF, Camillo 92,9, Charivari, egoFM, Energy Nürnberg, Gong 97,1, Hit Radio N1, Jazztime Nürnberg, Mega Radio, Pirate Gong, Pray 92,9, Radio F, Radio Meilenstein, Radio Z, STAR FM Nürnberg und vilradio im Zentrum Frankens bei.
Quelle: Meldung von BDR vom 17.9. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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16.9.2014 • Digitalradio: Kein ARD-Votum für UKW-Abschaltung erwartet
Digitalradio-Schriftzug Die ARD-internen Differenzen könnten die weitere Etablierung von DAB+ behindern. Der RBB und der HR unterstützen DAB+ zur Zeit nicht. Das geht aus Äußerungen des D-Radio Intendanten Willi Steul hervor. Zumindest der nationale Sender wird die Forderung der KEF erfüllen und will „im November der KEF ein UKW-Abschaltdatum nennen, die ARD wird da vermutlich aber nicht mitgehen“. Man sei aber auf die Unterstützung der ARD angewiesen. Auch weil viele Private derzeit eher auf das Zusamenwirken von UKW und Internet setzen, ist sich Steul nicht sicher, ob sich das Ziel realisieren lässt, obwohl ihn die aktuellen Verkaufszahlen optimistisch stimmen und die Digitalisierung ohnehin unumkehrbar sei.
Steul hält weiter an seinem Vorschlag fest, UKW 2025 abzuschalten. Das macht er u.a. an einer Haushaltsausstattung mit digitalen Radios von 50 Prozent fest, wie auch in einem aktuellen Strategiepapier vorgeschlagen wird.
Quelle: Meldung von radioszene.de vom 16.9. / Hintergrund: DAB+.
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15.9.2014 • Digitalradio: SWR will Regionalfenster in BaWue öffnen
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Der Südwestrundfunk will laut Ankündigung auf den Videotext-Seiten der Anstalt „voraussichtlich im IV. Quartal 2014“ seine baden-württembergischen Regionalfenster über DAB+ öffnen. Laut Meldungen werden dann im Kanal 8D die Regionalsendungen Baden Radio, Radio Südbaden, Radio Tübingen und das Bodensee Radio sowie im Kanal 9D Franken Radio, Kurpfalz Radio und Schwaben Radio ausgestrahlt. Vor dem Hintergrund der Räumung des Blocks 11B zugunsten der ab 1. Dezember avisierten Privatradios seien zudem bis Anfang 2015 neue Standorte längs der Autobahnen A5, A6 und A8 geplant.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 15.9. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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12.9.2014 • Digitalradio: Kriterien für UKW-Abschaltung vorgeschlagen
Digitalradio-Schriftzug Der Verein Digitalradio Deutschland hält, wie gehabt, 2025 als Termin für den Ausstieg aus UKW für notwendig. Laut einem Strategiepapier ist der Termin „unverzichtbar als ein unmissverständliches Signal an alle Akteure“ und soll Planungssicherheit schaffen. Eine endgültige Entscheidung über einen Termin könne erfolgen, wenn 98 Prozent der Fläche versorgt sind und die Geräteausstattung 50 Prozent erreicht.
Von ARD und D-Radio wird, wohl mit Blick auf jüngste interne Debatten, ein eindeutiges Bekenntnis erwartet - auch in Richtung der Politik und der KEF. Um die Kosten der Privatradios zu minimieren, soll der Parallelbetrieb von UKW und DAB+ kurz gehalten und, „ähnlich, wie beim Aufbau der Kabelnetze in den 80er Jahren“, gefördert werden. Eine Plattformlizenzierung durch die Medienanstalten soll den Zugang privater Programme vereinfachen. UKW-Lizenzen für Private sollen zuvor á la Bayern mit DAB+-Sendegenehmigungen gekoppelt werden.
Nach der Radioabschaltung stehe das UKW-Spektrum z.B. dem Bündelfunk zur Verfügung.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Deutschland vom 8.9. / Hintergrund: DAB+.
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11.9.2014 • Digitalradio: Bundesmux-Ausbau in Mitteldeutschland
Digitalradio-Schriftzug Netzbetreiber Media Broadcast, D-Radio und die Privatradios stehen vor der Einigung über den weiteren Ausbau des Sendenetzes des nationalen Multiplexes im Kanal 5C. Ziel sind 110 Sendestandorte innerhalb der nächsten zwei Jahre. Die Abdeckung wäre dann, entsprechend der ursprünglichen Planung, nahezu flächendeckend. Bevor es zu Verträgen kommt, wollen die Privaten jedoch abwarten, ob die KEF die Kosten der Beteiligung von ARD und D-Radio sanktioniert. Diese Entscheidung wird aber erst Ende 2015 erwartet.
Näher an der Unterzeichnung ist laut teltarif.de (unter Verweis auf „einen Verhandlungsteilnehmer“) der Netzausbau in Mitteldeutschland. In Jena, Lobenstein und Oschatz soll der Bundesmux noch in diesem Jahr aufgeschaltet werden, Anfang 2015 seien der Brocken und Wittenberg vorgesehen. Noch im September wird dafür die noch fehlende Zustimmung der Gremien von D-Radio erwartet.
Quelle: Meldung von teltarif.de vom 9.9. / Hintergrund: DAB+ national.
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10.9.2014 • Digitalradio: Sendelizenzen für Hörfunkprogramme
Digitalradio-Schriftzug Die Medienanstalten Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten hat gestern über Lizenzen von Hörfunkprogrammen im Digitalradio beschlossen. So bekam Radio mauma.fm, bereits in Bayern lizenziert, die erwünschte Genehmigung zur bundesweiten Verbreitung auch über DAB+. Die Lizenz für Sunshine Live (im Bundesmux Kanal 5C) wurde um zehn Jahre verlängert. Für weitere zehn Jahre kann auch Domradio planen, das im NRW-Pilotkanal 11D digital ausgestrahlt wird.
Quelle: Presseinfo der DLM vom 10.9. / Hintergrund: DAB+.
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10.9.2014 • Digitalradio: VPRT will weiter analog senden
Digitalradio-Schriftzug VPRT Die Angaben zum Hörfunk im Digitalisierungsbericht 2014 bestärken den Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) in seinem Standpunkt, dass „UKW auch weiterhin mit Abstand wichtigste Empfangsart“ für das Radio ist. Festgemacht wird das an der Nutzung der Verbreitungswege. Die führt das analoge UKW bei allen Altersgruppen mit um 75 Prozent an. Auch die Werte für das von den VPRT-Radiomitgliedern an zweiter Stelle präferierte Webradio befriedigen den Verband. DAB sei jedoch nur für 0,6 bis 1,1 Prozent der Deutschen die wichtigste Empfangsart. Demgegenüber stellt der Digitalisierungsbericht fest, dass die UKW-Nutzung gerade bei der jungen Zielgruppe von 70,7 auf 62,3 Prozent gefallen ist - zugunsten des Internets (von 11,6 auf 14 Prozent).
Der VPRT vertritt den Standpunkt, dass die Festlegung eines Abschalttermins für UKW nicht gewünscht wird. Dies mag auch davon beeinflußt sein, dass die Wettbewerbssituation auf UKW wegen des Frequenzmangels in etwa stabil ist. Würde Digitalradio stärker genutzt, treten neue - regionale und lokale - Player in Konkurrenz zu den etablierten Radioanbietern um Hörer und Werbeeinnahmen.
Quelle: Presseinfo des VPRT vom 9.9. / Hintergrund: DAB+.
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10.9.2014 • IFA: DVB-T2 Umstieg braucht klare Rahmenbedingungen
IFA-Logo 2007 DVB-T2 Logo (DVB Project) Der Netzbetreiber Media Broadcast sieht die Feststellungen zu DVB-T im Digitalisierungsbericht als guten Ausgangspunkt für den Umstieg auf DVB-T2. Dafür bedürfe es, so der Leiter Regulierung beim Netzbetreiber Michael Moskob, der zügigen Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen seitens Landes- und Bundespolitik und der Regulierer. „Wir begrüßen es sehr, dass Länder und Landesmedienanstalten die notwendigen Prozesse geschlossen und konstruktiv vorantreiben. Wenn die Länder auf der Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober die Voraussetzungen für eine bundesweite Versorgung mit privaten Programmen über eine DVB-T2-Plattform schaffen, sind wir einen großen Schritt weiter. Dann werden wir die Umstellung möglichst schnell in die Wege leiten können.“
Moskob wiederholte die Forderung nach Klarheit bei der Frequenzplanung. „Die vom Rundfunk benötigten Frequenzen müssen bis zum Abschluss der Migration auf DVB-T2 erhalten bleiben, vorher kann es keine Digitale Dividende II geben. Es muss eine Balance gewahrt bleiben zwischen der Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung und den Interessen der TV-Zuschauer. Ein harter Umstieg zu einem verfrühten Zeitpunkt ginge zu Lasten der Verbraucher.“ Moskob verwies dazu auf den Lamy-Bericht an die EU-Kommission.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 9.9. / Hintergrund: Digitale Dividende 2.
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10.9.2014 • Österreich: Lokalmultiplex für Bad Goisern ausgeschrieben
Österreich DVB-T Logo Österreich Die österreichische Medienbehörde Komm Austria hat „den Betrieb einer lokalen und regionalen terrestrischen Multiplex-Plattform im Standard DVB-T oder DVB-T2“ für die Region Bad Goisern (Standort Jochwand) im Mux-C (Kanal 53) ausgeschrieben. Bewerbungen werden bis zum 29. Oktober entgegen genommen.
Quelle: Info von KommAustria / Hintergrund: DVB-T, DVB-T2 in Österreich.
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9.9.2014 • Digitalradio: Ausreichend Bewerbungen für Hamburg-Mux
Digitalradio-Schriftzug Hamburg Für den Aufbau eines Digitalradio-Multiplex mit privaten Programmen für Hamburg bestehen offenbar gute Aussichten. Auf die Ausschreibung der Medienanstalt MA HSH von Anfang Juli gebe es eine ausreichende Bewerberzahl, meldet satnews.de unter Berufung auf eine Sprecherin der Anstalt. Die Entscheidung ist für Ende Oktober angekündigt. Allerdings hatten Hamburg Radio Hamburg und Alsterradio 106,8 angekündigt, sich nicht zu bewerben. Noch 2011 war ein Call for Interest für die Regionen Hamburg und Hannover/Braunschweig an Desinteresse gescheitert.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 9.9. / Hintergrund: DAB+ in Hamburg.
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9.9.2014 • IFA: Digitalisierungsbericht 2014 vorgelegt
IFA-Logo 2007 Die Medienanstalten Rund 84 (Vorjahr 81) Prozent der deutschen TV-Haushalte empfangen digital. Das stellt der Digitalisierungsbericht 2014 der Medienanstalten fest. Ausschließlich analog empfangen noch 6,233 (7,327) Mio. Kabelhaushalte. Das entspricht einem Digitalisierungsgrad von 63 Prozent dieses Verbreitungsweges. Analogkabel empfangen eher Rentner- und Haushalte mit geringem Einkommen. Mit 69,9 Prozent ist die Kabel-Digitalisierung in Baden-Württemberg am weitesten fortgeschritten.
Kabel und Satellit liegen wie im Vorjahr mit nur minimalen Veränderungen gleichauf bei je um 46,2 Prozent der Haushalte. Der Marktanteil der Antenne ging um ein auf zehn Prozent bzw. 3,865 (4,2) Mio. Haushalte zurück. IPTV nutzen stabil 4,9 Prozent der insgesamt 38,557 (Vorjahr: 38,157) Mio. Haushalte.
Der Marktanteil von DVB-T in Ballungsräumen fiel seit 2013 von 20,8 auf 17,2 Prozent, bei auf die Antenne angewiesenen Haushalten von 11,4 auf 9,7 Prozent. DVB-T erreicht nach wie vor seine besten Marktanteile in den Ballungsräumen, z.B. in Hannover/Braunschweig 27 Prozent. Der Anteil in Berlin und Brandenburg liegt bei 17,3, in NRW bei 15,2 und in Schleswig-Holstein und Hamburg bei 14,7 Prozent.
Quelle: Presseinfo vom 9.9., Zahlenwerk und Digitalisierungsbericht 2014 / Hintergrund: DVB-T in Zahlen.
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9.9.2014 • IFA: 4,9 Mio. Digitalradios in 7,5 Prozent der Haushalte (2)
IFA-Logo 2007 Digitalradio-Schriftzug „DAB hat 1,2 Mio. HH dazu gewonnen. Und die Zahl der DAB-Geräte pro HH ist ebenfalls gestiegen.“ Das resumiert ein vorab veröffentlichter Auszug aus dem Digitalisierungsbericht 2014 der Medienanstalten zur Radionutzung. Dieser bietet weitere Detail als bisherige Infos. Danach wurden 2013 2,23 Mio. DAB-Geräte verkauft.
Danach liegt UKW bei der Haushaltsausstattung mit 93,5 (2013: 93,6) Prozent stabil vorne. DAB holt mit 7,5 (4,5) Prozent auf, IP-Radio mit 5,6 (3,4) Prozent stark auf. 37,29 Mio. UKW-Haushalte nutzen im Schnitt 3,8 Geräte; bei DAB sind es 2,97 (2013: 1,78) Mio. Haushalte mit je 1,7 (1,5) Digitalradios. IP-Radios finden sich in 2,22 Mio. Haushalten.
Der Gerätebestand wird mit insgesamt 149,5 Mio. Geräten, nach 143,44 Mio. im Vorjahr angegeben. Davon sind 142,9 Mio. UKW-, 4,95 (2013: 2,72) Mio. DAB und 1,92 Mio. IP-Radios.
In Wohnungen sind 3,37 Mio. DAB-Geräte und 0,29 Mio. DAB/IP-Kombis im Einsatz. Der Bestand an digitalen Autoradios wird mit 1,29 Mio. Stück angegeben.
Quelle: Auszug Digitalisierungsbericht / Hintergrund: DAB+.
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9.9.2014 • AGF: Digitalisierung weiter auf geringem Niveau
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Das Tempo der TV-Digitalisierung war im August leicht rückläufig. Zu den 29,37 Mio. Digitalhaushalten (Ende Juli) kamen laut AG Fernsehforschung weitere 210.000 hinzu. Der Marktanteil stieg von 80,0 auf 80,6 Prozent auf Grundlage von 36,71 Mio. Haushalten. Rund 7,1 Mio. Haushalte empfangen das Fernsehen weiterhin analog (per Kabel).
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.9.2014.
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8.9.2014 • IFA: 4,9 Mio. Digitalradios in 7,5 Prozent der Haushalte (1)
IFA-Logo 2007 Digitalradio-Schriftzug „In 7,5 Prozent der Haushalte in Deutschland (wird) mindestens ein DAB/DAB+ Radiogerät genutzt.“ 4,9 (2013: 2,7) Mio. Geräte sind verkauft. Das meldet Digitalradio Deutschland mit Bezug auf den noch nicht veröffentlichen Digitalisierungsbericht der Medienanstalten. Der Bestand sei gegenüber 2013 um 67 Prozent gestiegen. Deutlich sei ein Trend zum Zweitgerät: DAB-Haushalte haben im Schnitt 1,7 (Vorjahr: 1,3) Geräte. Auch der Anteil bei Autoradios wurde verdoppelt.
Martin Heine kommentiert für die Medienanstalten, die Zahlen zeigten, „dass die Nutzung des Digitalradio deutlich an Fahrt aufnimmt. Die UKW-Nutzung hingegen nimmt ab. Dies sollte auch von den privaten Radiosendern als Signal verstanden werden. Beim Digitalradio muss man dabei sein, hier liegt die Zukunft.“ ARD und D-Radio sehen sich in ihrer Unterstützung von DAB+ bestärkt.
Ein Empfangs-Stresstest, durchgeführt in ganz Deutschland von der Zeitschrift connect, „attestiert einen guten, verlässlichen Indoor/Outdoor-Empfang entlang der Autobahnen und auch in Ballungsräumen, dort vor allem in Fahrzeugen mit serienmäßiger DAB+ Ausstattung„.
Quelle: Infoseiten der Präsentation vom 8.9., Stresstest / Hintergrund: DAB+.
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8.9.2014 • Digitalradio: D-Radio Kultur steigt auf DAB+ um
Digitalradio-Schriftzug Deutschlandradio Kultur im nationalen Digitalradio-Kanal 5C in der Nacht vom 15. zum 16. September vom Sendemodus DAB (Alt) auf DAB+ umgeschaltet, meldet satnews. DAB+ ermöglicht trotz der von 128 auf 96 kbit/s reduzierten Datenrate eine bessere Tonqualität. Die frei werdende Kapazität wird zugleich D-Radio Wissen zugeschlagen. Mit dann 88 kbit/s wird auch die Tonqualität der künftigen Jugendwelle verbessert. Mit dem bisherigen DAB-Modus wurde auf die Beitzer von 500.000 alten DAB-Radios Rücksicht genommen. Angesichts von 4 Mio. DAB+-Geräten im Markt sei das nicht mehr notwendig.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 8.9. / Hintergrund: DAB+ national.
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5.9.2014 • IFA: Ultra-HD - Hype ohne Inhalt
IFA-Logo 2007 Ultra HD -Logo Unter dem Funkturm sind derzeit zwar um die 70 Fernseher mit Ultra HD-Bildauflösung zu sehen. Aber „ohne Inhalte hilft die beste Technik nichts“, kommentiert der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor die gehypten Superdisplays. Auch Stephan Heimbecher, dessen Arbeitgeber Sky bereits Testsendungen produzierte, schränkt ein: „Man sollte sich davon lösen, dass Ultra-HD einfach nur die vierfache Auflösung hat.“
Schon vor der Messe hatte der Sender-Dachverband EBU deutlich gemacht, dass bei dessen Mitgliedern kein Interesse an Ausstrahlungen mit dem neuen Standard besteht. Im Gegenteil: Die einzig auf hohe Bildauflösung fokussierte Werbung irritiere die Verbraucher und lenke von den Möglichkeiten zur Verbesserung der Bildqualität bei Ultra-HD ab, die aber noch für die Ausstrahlung standardisiert werden müssen.
Dolby demonstriert beeindruckend in der Halle 11.1. bei der Deutschen TV-Plattform, wie Kontrast- und Farbdarstellung sowie Bildwiederholfrequenz künftig verbessert werden können. Die Voraussetzung dafür ist freilich der Umbau der gesamten Kette von der digitalen Kamera bis zum heimischen Fernseher - nicht nur in Richtung auf „mehr, sondern auch bessere Pixel“. Aber auch der neu gestartete Demokanal von Astra kann diese nicht zeigen.
So oder so stimmt die TV-Plattform in den Herstellerchor ein und redet Ultra-HD den Markt. Noch in diesem Jahr sollen 220.000, im kommenden Jahr 750.000 Ultra-HD Geräte in Deutschland verkauft werden. Das ist in Anbetracht der für 2014 prognostizierten 7,5 Mio. Fernseher marginal. Treiber für Ultra-HD sei u.a. das Interesse von 21 Prozent des Käuferpotenzials an Displays über 55 Zoll Diagonale.
Quelle: Eigene Recherche.
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5.9.2014 • IFA: Ultra-HD - Hype ohne Inhalt, aber mit Logo
IFA-Logo 2007 Ultra HD -Logo Der Industrieverband Digital Europe hat anlässlich der IFA schon mal ein Logoprogramm (wie zuvor für HDTV) für Ultra-HD vorgestellt. Es verspricht dem Konsumenten „Sicherheit und Orientierung bezüglich tatsächlicher Auflösung und Kompatibilität“, fasst die Deutsche TV-Plattform zusammen. Viel ist das angesichts der Ansprüche der Programmanbieter an die Bildqualität von Ultra-HD Kanälen nicht.
Quelle: Eigene Recherche, Presseinfo von Digital Europe vom 5.9.
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5.9.2014 • IFA: HDTV dominiert den Handel, die Haushalte noch nicht
IFA-Logo 2007 Logos der EICTA für Empfangs- und Darstellungsgeräte mit FullHD-Auflösung Nach Angaben der Deutschen TV-Plattform empfangen derzeit nur 40 Prozent der TV-Haushalte das Fernsehen in HDTV (via Sat oder IPTV). 77 Prozent der im 1. Halbjahr verkauften Geräte haben FullHD-Displays, weitere 22 Prozent sind als „HDready“ (also ohne HD-Empfangteil) einzustufen.
Hintergrund des langsamen Fortschritts mit HDTV ist u.a., dass für rund 30 Prozent aller TV-Haushalte (7 Mio. analoge Kabel- und 4 Mio. DVB-T Haushalte) keine HDTV-Programme zur Verfügung stehen.
Quelle: Eigene Recherche.
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5.9.2014 • IFA: Runder Tisch und Frequenzplanung für DVB-T2
IFA-Logo 2007 DVB-T2 Logo (DVB Project) Mit der Umstellung auf DVB-T2 könnte die Erweiterung der Sendegebiete des Privatfernsehens in Reichweite geraten. Das deutete SLM-Direktor Martin Deitenbeck am Rande des Pressekolloqiums der ARD/ZDF-Technikkommission PTKO auf Nachfrage von dehnmedia.de an. Die vom Runden Tisch für DVB-T2 gerade abgeschlossene Frequenzplanung beinhalte zumindest für die sächsischen Regionen Leipzig, Dresden und Chemnitz Kanäle für ProSiebenSat1, RTL und weitere Private. Neben drei Kanälen für ARD und ZDF ist in bestimmten Regionen (nicht nur in Sachsen) ein siebenter Kanal für lokale Anbieter geplant.
Die Gespräche des von den Medienanstalten moderierten Runden Tisches nannte NDR-Produktionsdirektor Michael Rombach „sehr konstruktiv und zielführend“. Bis zum Sendestart ab 2016 muss die Bundesnetzagentur mit den Nachbarländern die Frequenznutzung in den Grenzgebieten abstimmen. Über grundsätzliche technische Fragen besteht Übereinstimmung. Das betrifft vor allem die Codierung mit HEVC, was laut Rombach die Kanalkosten um 15 Prozent drücken könnte. Alle Beteiligten erwarten außerdem von den Herstellern ein ausreichendes Angebot an geeigneten Geräten - und zwar auch im preisgünstigen Bereich. Demnächst auf der Tagesordnung sind Planungen für das Marketing des Umstiegs.
Kompatibilitäts- und Interoperabilitätstests mit dem Kompressionsverfahren HEVC laufen in München und Berlin an.
Quelle: Eigene Recherche.
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5.9.2014 • IFA: DVB-T2 weiter im Zwiespalt
IFA-Logo 2007 DVB-T2 Logo (DVB Project) Was den Umstieg auf DVB-T2 und damit HDTV-Programme über Antenne betrifft sind sich öffentlich-rechtliche und private Programmanbieter prinzipiell einig. Einig ist man sich auch in Forderungen an die Politik. Bis zum Abschluß bräuchte der Rundfunk „zwingend“ das 700 MHz-Band, so ARD-Redner beim Pressekolloqium der PTKO. ARD und ZDF seien mit dem von Ende 2020 auf Mitte 2019 vorgezogenen Umstiegsende dem Wunsch des Bundes, das 700 MHz-Spektrum für Breitbanddienste umzuwidmen, entgegen gekommen. Mit diesem Zeitraum müsse sich die Bundesnetzagentur abfinden. Für die Deutsche Telekom wäre übrigens laut Karl-Heinz Laudan die Nutzung der 700 MHz-Frequenzen erst „ab 2018 optimal“ gewesen; nun sei man mit den früheren Zielen der Bundesregierung „konfrontiert“.
Das restliche UHF-Spektrum müsse für DVB-T2 langfristig und zwingend erhalten bleiben, hieß es weiter. Dazu wurde auf den Lamy-Bericht an die EU-Kommission verwiesen.
Unterschiedliche Auffassungen gibt es zur Vermarktung der avisierten HD-Programme. Wie gehabt kommt die von den Privaten geforderte Verschlüsselungsplattform für ARD und ZDF überhaupt nicht in Frage. Ein nebeneinander frei empfangbarer und Pay-Programme ist aber möglich.
Quelle: Eigene Recherche.
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5.9.2014 • IFA: ARD uneins zur UKW-Abschaltung
IFA-Logo 2007 Digitalradio-Schriftzug Unterschiedliche DAB+-Strategien innerhalb der ARD wurden beim traditionellen IFA-Pressekolloqium PTKO deutlich. So findet NDR-Intentant und ARD-Vorsitzender Lutz Marmor einen UKW-Abschalttermin „nicht sinnvoll“. Besser wären allgemeine Kriterien wie ein Marktanteil des DAB+-Empfangs oder des Geräteverkaufs. Birgit Spanner-Ulmer, Technikchefin des BR, stellte dem die Frage entgegen, wie lange man sich einen Simulcast leisten könne. Für die WDR-Hörfunkdirektorin Valerie Weber ist klar, dass die Programm-Macher mehr tun müssten, um DAB+ zu propagieren und mehr Geräte zu verkaufen. Silvio Studer, Technikchef der schweizerischen SRG, sieht für sein Land und Deutschland nach norwegischem Vorbild eine erheblich steigende Geräte-Nachfrage „wenn es einen Abschalttermin gibt“. Wohl auch unter diesem Aspekt hat die KEF von ARD und D-Radio die Nennung eines konkreten Abschalttermins mit der Genehmigung weiterer Mittel für DAB+ verbunden.
Differenzen gibt es zur BR-Entscheidung, das Jugendradio Puls ab 2018 nur über UKW zu verbreiten. Das lasse die hohe Technikaffinität der Jugendlichen unbeachtet. Spanner-Ulmer stellt das besondere Interesse der Klassikfans an der hohen digitalen Soundqualität dagegen.
Für Peter Blum (Audi) ist indessen klar, dass „in zehn Jahren keiner mehr von UKW redet“. Die Frage sei nicht ob, sondern wann DAB+ sich durchsetze.
Quelle: Eigene Recherche.
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5.9.2014 • IFA: Demo der Warnfunktion für das Digitalradio
IFA-Logo 2007 EWS-Projekt Bayern Einen Einblick auf einen künftigen Datendienst für DAB+ gibt das Fraunhofer-Institut in der Messehalle 11.1. Die Emergency Warning Functionality (EWF) wird im bayerischen DAB+Kanal 12D und zusammen mit der Bayreuther Rettungsleitstelle derzeit getestet. Meldungen des Katastrohpenschutzes können geeignete Geräte (z. Zt. nur eine Testauflage des Noxon Journaline) bei Bedarf einschalten und Texte und Sprachmeldungen wiedergeben. Eingeschaltet Geräte werden automatisch auf den Datenkanal umgeschaltet. Für die Textanzeige wird die in vielen Geräten vorhandene Journaline-Funktion - in mehreren Sprachen - genutzt.
Am Rande war dort zu erfahren, dass für den Noxon DAB-Stick zum Jahresende ein Software-Upgrade verfügbar sein soll. Dann kann das USB-Gerät den schon gesendeten EPG anzeigen.
Quelle: Eigene Recherche.
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4.9.2014 • Digitalradio: KEF beharrt auf UKW-Abschalttermin
Digitalradio-Schriftzug Deutschland Bis November wollen die ARD-Anstalten eine gemeinsame Digitalradio-Strategie erarbeiten. Sie ist Grundlage der Kostenabschätzung, die der KEF vorzulegen ist. Diese wird dort, so KEF-Geschäftsführer Horst Wegner, spätestens Ende April 2015 erwartet. Die KEF entscheidet dann über die Mittel für Digitalradio ab 2016.
Es bleibe dabei, dass - wie im 19. KEF-Bericht festgehalten - ARD und D-Radio präzise Aussagen zur Dauer des Simulcasts von UKW und DAB+ einschließlich eines Termins der UKW-Abschaltung machen sollen. Die Festlegung eines Datums wird auch von den Herstellern unterstützt, findet jedoch bei den großen Privatradios wenig Sympathie.
Der für Januar 2016 geplante 20. KEF-Bericht, der Grundlage für die Festsetzung des Rundfunkbeitrages ist, könnte sich bis April 2016 verzögern, räumte Wegner ein. Erst im Juni 2015 wollen die Bundesländer über künftige Werbe- und Sponsoringmöglichkeiten der Anstalten entscheiden. Bei der Ausgabenplanung seien aber Veränderungen der Einnnahmen zu berücksichtigen.
Quelle: Bericht in Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk (IFA-Special 2014).
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4.9.2014 • Digitalradio: Keine Chance für „Euro-Chip“ bei der EU
Digitalradio-Schriftzug EUROPA Die „Euro-Chip“-Initiative der EBU für den Hörfunk findet die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda Neelie Kroes zwar eine „interessante Initiative“. Chancen bei der EU sieht sie aber nicht. „Die Verbraucher und die ganze Branche werden durch neue attraktive Dienstleistungen und Produkte angetrieben. Ich sehe deshalb derzeit keine Notwendigkeit für eine obligatorische Standardisierung in diesem Bereich.“
Das von Herstellern und Programmanbietern getragene Technikkonzept will analogen und digitalen Radioempfang auf einer Plattform konzentrieren, um den Umstieg aufs Digiitalradio zu erleichtern.
Quelle: Kroes-Interview mit Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk (IFA-Special 2014).
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3.9.2014 • Digitalradio: Erste Vermarktungsallianz für DAB+-Anbieter
Digitalradio-Schriftzug Bayern Neun Programmanbieter des Digitalradio haben sich zu einer Vermarktungsallianz zusammengeschlossen. Ab September soll die „k2 Audio Digital Kombi Deutschland“ Werbeschaltungen für Radios akquierieren, die über DAB/DAB+, Internet und andere digitale Wege verbreitet werden. Beteiligt sind zunächst Kultradio, Radio München, Radio LORA, Coolradio, PN1, MEGA RADIO, Pop Stop, Schlagerparadies (nur DAB+) und Radio Paloma.
Initiiert wurde das von der bayerischen Medienanstalt BLM und dem Netzbetreiber Bayern Digital Radio (BDR). Dazu BDR-Geschäftsführer Johannes Trottberger: „Eine erfolgreiche Digitalisierung des Mediums Radio erfordert die Sicherstellung der Refinanzierung der privaten Programmanbieter über den Werbemarkt. Diese Lücke in der Vermarktungskette wollen wir mit dieser Initiative schließen.“
Die Hamburger k2 mediasales kündigt Abschlüsse mit weiteren Radios an.
Quelle: Presseinfo von BDR und k2 vom 3.9.
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2.9.2014 • DVB-T: Programmplatz für Hessen ausgeschrieben
Überallfernseh-Logo LPR Hessen Die hessische Medienanstalt LPR hat einen Programmplatz im privaten DVB-T Kanal 52 ausgeschrieben. Von den Standorten Frankfurt, Großer Feldberg und Hohe Wurzel werden 2,3 bis 3 Mio. Zuschauer im Mobilmodus versorgt, rund 6,4 Mio. Zuschauer per Dachantenne. Bis zum 8. Oktober können sich Veranstalter bundesweiter TV-Programme und Anbieter vergleichbarer Telemedien bewerben. Das Verfahren soll bis Weihnachten 2014 abgeschlossen werden. Die Zulassung gilt bis zum Umstieg auf DVB-T2.
Der Kanal 52 wird zur Zeit von Tele5, QVC und RheinMainTV (partagiert mit Channel21) genutzt. Der Programmplatz wurde durch die Abschaltung von AnixeTV am 1. Mai frei.
Quellen: Presseinfo der LPR vom 1.9. / Hintergrund: DVB-T in Hessen.
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2.9.2014 • Frequenzen: UHF-Band bis 2030 für Broadcast sichern (2)
Terrestrik EUROPA Der Lamy-Bericht erkenne die wichtige Rolle der Terrestrik an, so WDR-Intendant Tom Buhrow. ARD und ZDF wollten ab 2017 auf DVB-T2 umsteigen. Danach sei die Räumung von Frequenzen möglich. Positiv sei Lamys Vorschlag, den Bereich unterhalb des 700 MHz-Bandes dem Fernsehen langfristig vorzubehalten. Die der EU vorgeschlagene Strategie sichere das 700 MHz-Band „für die kommenden Jahre ... Nur so können wir einen reibungslosen Umstieg auf die neue Technik DVB-T2 gewährleisten. Zudem bietet dieses Vorgehen auch eine Perspektive für die Mobilfunkbetreiber. (...) Ich denke, dass beide Seiten mit den aktuellen Vorschlägen gut leben können und wünsche mir, dass diese auch in der deutschen Politik Zuspruch finden.“ Buhrow war Mitglied der „High Level Group“, die den Bericht für die EU erarbeitete.
Quellen: Presseinfo des WDR vom 1.9. / Hintergrund: Digitale Dividende, Digitale Dividende 2.
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2.9.2014 • HbbTV: Interaktiv-TV demnächst auf zwei Screens
HbbTV IFA-Logo 2007 Mit Beginn der Funkausstellung erweitern die Mediatheken der ARD, des MDR, von Radio Bremen, WDR und EinsFestival die HbbTV-Nutzung auf Zweitgeräte. Das Second Frame Network „First Connect“ koppelt Fernseher und Tablet oder Smartphone auch für den ARD-EPG und den Videotext von ARD und RBB. Zu sehen sein wird das während der Messe in Halle 2.2.
Beim Aufruf einer vorbereiteten Applikation erscheint ein QR-Code, der mit dem Zweitgerät gescannt wird und über den eine dauerhafte Verbindung hergestellt wird. Dann können - unabhängig von den Herstellern - Mobilgeräte zur Steuerung der Anwendung auf dem Fernseher oder zur Anzeige von Inhalten verwendet werden.
Der Dienst wurde vom Institut für Rundfunktechnik (IRT) entwickelt und wird von T-Systems bereit gestellt. Das Angebot soll später erweitert werden.
Laut IRT wurden in den letzten drei Monaten rund 1 Mio. HbbTV-Fernseher verkauft. Laut Pro7/Sat1 sind 9 Mio. HbbTV-Fernseher mit dem Internet verbunden.
Quellen: Presseinfo des IRT vom 1.9. / Hintergrund: HbbTV.
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2.9.2014 • Frequenzen: UHF-Band bis 2030 für Broadcast sichern (1)
Terrestrik EUROPA UHF muss dem Fernsehen bis 2030 erhalten bleiben. Das ist Kern der Studie einer von der EU beauftragten „High Level Group“, geleitet von Pascal Lamy, zur Zukunft der UHF-Verwendung. Andererseits soll der 700 MHz-Bereich europaweit zwischen 2018 und 2022 nicht nur wie bisher „koprimär“, sondern ausschließlich dem Mobilfunk zufallen. Die Kosten seien aber zu minimieren und die unterschiedliche Nutzung von DVB-T in den EU-Ländern zu beachten. Die EU soll zudem die für die nächste Wellenkonferenz (WRC-2015) erwarteten Vorstöße ablehnen, dem Mobilfunk auch das Restspektrum (470 bis 694 MHz) zu reservieren.
Die Studie stellt auch fest, dass in Anbetracht „der aktuellen Verwendung des 800 MHz Bandes kein unmittelbaren Bedarf für die Nutzung des 700 MHz-Bandes durch mobile Dienste“ besteht. Daher könnten Entwicklungen abgewartet und 2025 über künftige Technologien und Strategien für UHF entschieden werden.
Das terrestrische Fernsehen hat bereits das 800 MHz-Band verloren und soll sich das 700 MHz-Band in naher Zukunft „koprimär“ mit dem Mobilfunk teilen. Aber die Telekoms strecken ihre Hände schon jetzt nach dem restlichen UHF-Band (470 bis 694 MHz) aus, was im Grundzug von der Digitalen Agenda der EU unterstützt wird.
Quellen: Meldung von broadbandtvnews.com vom 1.9., Presseinfo der EU Kommission vom 29.8. mit Link zum Report.
Hintergrund: Digitale Dividende, Digitale Dividende 2.
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1.9.2014 • Digitalradio: Geräteverkauf 2014 über der Prognose
Digitalradio-Schriftzug In diesem Jahr sollen 820.000 Digitalradios verkauft werden. Damit wird die Prognose von Ende 2013 deutlich überschritten. Das meldet satellifax. Ende 2014 liege der Bestand in den Haushalten damit bei etwa vier Mio. Digitalradios. Zudem seien Online-Käufe in den Marktuntersuchungen nicht erfasst. Die Prognose sei trotz eines Bestandes von 150 Mio. UKW-Radios erfreulich, nachdem DAB+ erst im August 2011 gestartet wurde.
Quelle: Meldung von Digitalradio Deutschland und NDR vom 31.7. / Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern.
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1.9.2014 • Digitalradio: Bundesmux seit heute von Rostock-Toitenwinkel
Digitalradio-Schriftzug Versorgung MeckPomm 9/2014 Der neue Sendemast in Rostock-Toitenwinkel sendet seit heute auch den bundesweiten Digitalradio-Multiplex. Von dort werden erstmals rund 600.000 Einwohner im Mobil-Modus versorgt. Das Sendegebiet reicht im Süden bis Güstrow und im Norden bis Wustrow (Halbinsel Fischland Darß). Außerdem sind weite Strecken der Ostsee-Autobahn A20 von Rostock und Schwerin aus versorgt.
Nach Angaben von D-Radio Technikchef Chris Weck soll das Sendenetz bis Jahresende auf 60 Standorte ausgebaut werden. Der ursprünglich geplante weitere Ausbau auf 110 Sendeanlagen im kommenden Jahr hänge von den Verhandlungen mit dem Netzbetreiber und den Privatradios im Bundesmux ab.
Quellen: Presseinfo von Digitalradio Deutschland, Meldung von satnews.de vom 1.9. / Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern.
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1.9.2014 • Digitalradio: WDR-Radios jetzt komplett mit DAB+ on Air
Digitalradio-Schriftzug NRW Ab sofort ist das Kulturradio WDR 3 mit DAB+ zu empfangen. Damit werden nun alle UKW-Wellen der Anstalt auch digital im landesweiten Block 11D und mit einer hohen Datenrate von 128 kbit/s verbreitet, teilt der WDR mit.
Ebenfalls im Kanal 11D wurde das DAB+-Pilotprojekt vor wenigen Tagen bis Ende 2015 verlängert.
Quellen: Presseinfo des WDR vom 31.8. / Hintergrund: DAB+ in NRW.
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1.9.2014 • Schweiz: Zweite DAB+-Insel von Digris startet offiziell
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug Der Züricher Lokalkanal der Digris AG ist mit 14 nichtkommerziellen und lokalen Programmen nunmehr auch offiziell on Air. Ein unabhängiger Radiorat wählte diese aus mehr als 20 Bewerber naus. Mittels Open Broadcast und mit einer 75%-Förderung des Investments werden günstige Verbreitungskosten angeboten, die mit 9.100 Euro pro Jahr in sieben Regionen angegeben werden. Geplant sei der Ausbau auf 22 Gebiete.
Quellen: Meldung von radioszene.de vom 29.8.



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