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DAB+ - Basisinformationen zur Technik (2/2)

DABplus-Logo Schriftzug Die Entwicklung der DAB-Standardfamilie setzte schon Ende der 1980er Jahre ein. In Deutschland gab es ab 1995 Pilotprojekte. Der in der Chronologie erste Standard, ab 1998 in Deutschland im Regelbetrieb, fand aus verschiedenen Gründen nur sehr geringe Verbreitung. Auch das multimediale DMB konnte sich in Deutschland als „Handy-Fernsehen“ nicht am Markt durchsetzen.

DAB+, das sende- wie empfangstechnisch mit dem „alten“ DAB kombiniert werden kann, macht - neben der bisher üblichen Radioübertragung - in Deutschland seit 2011 erstmals nationale Radioausstrahlungen auf einer einzigen Frequenz und neue programmbegleitende wie senderunabhängige Dienstleistungen möglich. Informationen über die genannten Zusatzdienste finden Sie hier.

Media Broadcast, Sendenetzbetreiber für den nationalen Digitalradio-Multiplex, fasst die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der DAB-Standardfamilie in einer Vergleichstabelle zusamen.

Standardfamilie: DAB, DAB+ und DMB im Vergleich

Merkmal DAB DAB+ DMB
Charakter Radio und Datendienste Radio und Datendienste Radio mit visuellen Elementen, TV
Audiocodec Musicam HE AAC v2 HE AAC v2
Datenraten (Durchschnitt) 128-192 kbps 64-96 kbps 96-160 kbps
Programme je Ensemble
6-9 12-18 6-12
Frequenzen VHF, L-Band VHF K5 bis K12 VHF, L-Band

Serviceinformationen im Radio-Programm
Service Label ja ja ja
Programmgenre ja ja ja
Verkehrsinfo (TA) ja ja ja
Service Linking ja ja ja
Digit. Verkehrsinfos (TMC) ja ja ja

Mit dem Radioprogramm kombinierbare Dienste
Dynamic Label DL+ ja (PAD) ja (PAD) ja (PAD)
Intellitext ja (PAD) ja (PAD) ja (PAD)
Journaline ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC)
Broadcast Web Site ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC)
Slide Show ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC)
Erweiterte Verkehrsinfos (TPEG) ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC)
Top News ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC)
EPG ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC) ja (PAD/SSC)
Interakt. Elemente (BIFS) nein nein ja
Videostreams nein nein ja

Quelle: Infoblatt Digital Radio von Media Broadcast, 2010. (Redaktionell ergänzt)
Anmerkung: DMB - einschließlich DMB-A (DMB-Audio) wird in Deutschland nicht gesendet.

Sendefrequenzen für DAB+

Die Genfer
Wellenkonferenz von 2006 hat den VHF-Bereich zwischen den Kanälen 5 und 12 dem digitalen Hörfunk mit DAB bzw. DAB+-Übertragungstechnik zugeschlagen. Die 7 Megahertz breiten Kanäle sind in vier Blöcke von je 1536 Kilohertz Nutzbandbreite aufgeteilt. Das Fernsehen verlagerte die wenigen dort betriebenen Multiplexe, um Platz für die in Deutschland ab 2011 DAB benötigten Radiofrequenzen zu schaffen.

Blockraster für den digitalen Hörfunk mit DAB/DAB+

Block Megahertz Block Megahertz Block Megahertz Block Megahertz




5A 174,928 7A 188,928 9A 202,928 11A 216,928
5B 176,640 7B 190,640 9B 204,640 11B 218,640
5C 178,352 7C 192,352 9C 206,352 11C 220,352
5D 180,064 7D 194,064 9D 208,064 11D 222,064
6A 181,936 8A 195,936 10A 209,936 12A 223,936
6B 183,648 8B 197,648 10B 211,648 12B 225,648
6C 185,360 8C 199,360 10C 213,360 12C 227,360
6D 187,072 8D 201,072 10D 215,072 12D 229,072

Hinweis: Kanal 13 (Mittenfrequenz 234,992 MHz) wird in Deutschland. Österreich und der Schweiz nicht für DAB genutzt. Die Bandbreite liegt dort bei 10 MHz, so dass K13 sechs DAB-Blöcke umfaßt.
Das L-Band, noch für DAB (alt) genutzt, wurde aufgegeben.

Links zum Thema:
• Systembeschreibung bei World DMB.
• Beispiele für Dienste bei www.digitalradio.de.
• Die Infos zum Netzkonzept stammen aus einer Broschüre von Media Broadcast (Stand: Februar 2010).

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