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Nachrichten-Archiv September 2021

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17.9.2021 • Digitalradio: Radio Holiday für HSH zugelassen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Radio Holiday, ein neuer Sender von The Radio Group, bekam vom Medienrat der MA HSH eine Zulassung für zehn Jahre. Der Spartensender zum Thema Reisen kann zunächst im Internet senden „und bei Verfügbarkeit von Kapazitäten über UKW und/oder DAB+ in Hamburg und Schleswig-Holstein verbreitet werden“.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 17.9. | Hintergrund: DAB+ in Hamburg und Schleswig-Holstein.
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17.9.2021 • Digitalradio: MA HSH weist Widersprüche zurück
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Gegen die Vergabe der zweiten Hamburger Mux-Plattform an Media Broadcast hatte der Wettbewerber Uplink Network Widersprüche eingelegt. Diese hat die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein zurückgewiesen, wird heute mitgeteilt. „Die erneute Überprüfung der Zuweisungsanträge ergab, dass die Auswahlentscheidung zugunsten der Media Broadcast GmbH zu Recht erfolgt ist und keine Verfahrensfehler vorlagen“, heißt es weiter. Offen bleibt, ob Uplink Network gegen den Bescheid gerichtlich vorgehen wird. Geschieht das, könnte das den Sendestart verzögern.
Quelle: Meldung von infosat vom 16.9. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Hamburg.
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16.9.2021 • Digitalradio: Rock Antenne jetzt mit Bayern-Regionalisierung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Antenne Bayern gibt nach technischen Vorbereitungen jetzt die programmliche Teilung von Rock Antenne vollzogen. Rock Antenne Bayern sendet nun als „zusätzliches regionales Programm“.
Es sei jetzt „ein logischer Schritt, neben dem bundesweiten Content, auch regionalen bayerischen Content unseren Fans anzubieten“, so Geschäftsführer Guy Fränkel. Für den Freistaat umgesetzt wird das über die sechs landesweit konzipierten DAB+-Multiplexe. Dort verbreitet der BR neben den eigenen vier private Programme. Weitere regionale DAB+-Ableger gibt es derzeit auch in Hamburg und im nationalen DAB+-Ensemble Österreich. Für Berlin/Brandenburg wurde ein Sendeplatz beantragt. Die nationale Version des Musikkanals ist weiterhin im zweiten DAB+-Bundesmux zu hören.
Quelle: Meldung von infosat vom 16.9. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Bayern.
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15.9.2021 • Digitalradio: NDR-Sender für den MV-Südwesten
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR schaltet den neuen Senderstandort Bennin morgen auf. Von dort aus ist der Mux für Mecklenburg-Vorpommern im Block 12B im Raum Boizenburg (Zarrentin, Hagenow, Lübtheen, Lauenburg) in besserer Qualität empfangbar. Im Südwesten des Bundesland werde die Versorgung vervollständigt - u.a. auf den Bundesstrasse 5 und 195.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 15.9. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Mecklenburg-Vorpommern.
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15.9.2021 • Digitalradio: Senderbau auf dem SWR-Funkhaus Mannheim
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR baut sein Sendenetz weiter aus. Ein neuer Stützsender auf dem Dach des Funkhauses Mannheim-Ludwigshafen soll den Empfang in der Umgebung von der Senderanlage Heidelberg (Königsstuhl) vor allem innerhalb von Gebäuden in Mannheim und Heddernheim verbessern. Die Antenne soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Der Senderstandort für den Block 9D bleibe erhalten, auch nachdem der SWR 2023 in die Mannheimer Neckarstadt umzieht.
Quelle: Presseinfo des SWR vom 6.9. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Baden-Württemberg.
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14.9.2021 • Frequenzen: Hält BNetzA UHF-Studie zurück?
Terrestrik Eine Studie der Bundesnetzagentur zur Zukunft des UHF-Restbandes wird statt im Juni erst im Herbst veröffentlicht. Über die Gründe dieser erheblichen Verzögerung „kann nur spekuliert werden; welche Rolle dabei die Mobilfunk-Lobby spielt, ist unklar“, kritisiert die Grünen-Abgeordnete im Bundestag Margit Stumpp.
„Im Rahmen einer Beiratssitzung der Bundesnetzagentur im Januar diesen Jahres sagte Präsident Jochen Homann den anwesenden Abgeordneten zu, möglichst früh über erste Ergebnisse aus der in Auftrag gegebenen Studie zum Thema der zukünftigen Nutzung des UHF-Bandes zu informieren. Der Abschluss der Studie sei für Juni vorgesehen“, so Stumpp. Weil seitdem nichts geschah habe sie bei der Bundesregierung nachgefragt. In der Antwort wurde ohne Erläuterung der Herbst 2021 genannt. Über den Grund der Verzögerung wurde nicht transparent informiert.
Den letzten, dem Antennenfernsehen nach zwei „Digitalen Dividenden“ verbliebenen Teil des UHF-Bandes zwischen 470 und 694 MHz (Kanäle 21 bis 48), beansprucht die Mobilfunklobby für ihre Zwecke.
Weniger bekannt ist, dass von einer Umwidmung des unteren UHF-Teils wieder der sog. PMSE-Funk betroffen sein wird. Das sind alle Nutzer von Funkmikrofonen und -monitoren. Dazu zählen Theater und Veranstaltungsorte für Kongresse, Kulturevents usw. ebenso wie die Funk-Kommunikation bei TV- und Film-Produktionen und die internen Kommunikationsstrecken von Sendern und Dienstleistern z.B. bei Live-Produktionen. Diesen, großteils öffentlichen Einrichtungen, wurde erst 2012 eine technische Umstellung samt Investitionen in neue Funkgeräte, aufgezwungen.
Die BNetzA geht unterdessen davon aus, dass die Nutzung des Frequenzbereiches nach 2031 auf der Weltfunkkonferenz (WRC) 2023 diskutiert und möglicherweise geändert wird. Die genannte Studie dient offenbar der Positionierung der deutschen WRC-Delegation.
Eine Fachgruppe hat der EU-Kommission bereits vorgeschlagen, sich für die Verbreitung von AV-Inhalten in dem Bereich auch nach 2030 stark zu machen. Den Mitgliedsstaaten soll aber auch ermöglicht werden, den UHF-Bereich auch für breitbandigen Mobilfunk einzusetzen. Dabei seien Störungen des digitalen terrestrischen Fernsehens zu unterlassen. Weitere sei ggfs. mit Nachbarländern zu vereinbaren.
Quelle: Meldung von golem.de vom 13.9., EU-Papier vom 16.6. | Hintergrund: TV mit 5G, Digitale Dividende 1, Digitale Dividende 2.
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8.9.2021 • Österreich: Neues Wien-Programm ab Oktober
Der Ende Juli ausgeschriebene Programmplatz für den Wiener DAB+-Multiplex ist nun vergeben. Plattformbetreiber RTG Radio Technikum kündigt den Start im Oktober 2021 an, ohne den Namen des Programms zu nennen.
Ebenfalls noch nicht on air und unbekannt ist das Programm, das bereits Ende Juli einen Platz bekommen hatte. Bei dieser Ausschreibung wurde der Sendestart Anfang September genannt.
Quelle: Meldung von RTG vom 6.9. | Hintergrund: DAB+ in Wien.
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8.9.2021 • Digitalradio: Kanalwechsel beim NDR-Mux Helgoland
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Heute wechselt das NDR-Ensemble am Sender Helgoland die Frequenz: Dann wird im Block 11B (218640 MHz) mit maximal 0,5 kW Leistung gesendet. Hintergründe wurden nicht mitgeteilt.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 1.9. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Schleswig-Holstein.
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7.9.2021 • HH / SH: Schneller Wechsel an der MA HSH-Spitze notwendig
Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein Nachdem Thomas Fuchs ab dem 1. November als Hamburgischer Datenschutz-Beauftragter fungieren wird, muss der Direktoren-Posten der Zweiländer-Medienanstalt MA HSH zu dem Termin neu besetzt werden. Laut Ausschreibung werden bis zum 4. Oktober Bewerbungen von Volljuristen mit langjähriger medienpolitischer Erfahrung erwartet. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.
Fuchs ist seit 2008 Direktor der MA HSH. Zuvor war er in Führungspositionen des Hamburger Senats tätig.
Quelle: Stellenausschreibung | Hintergrund: LMA-Chefposten.
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7.9.2021 • Bulgarien: Interessensbekundung für DAB+ hat begonnen
In Bulgarien hat eine Interessensbekundung für DAB+ begonnen. Die Medienbehörde Communications Regulation Commission (CRC) sei der Ansicht, „dass das Band 174-230 MHz von terrestrischen digitalen T-DAB+-Rundfunknetzen genutzt werden sollte“. In diesem Sinne sind Interessenten zur Rückmeldung eingeladen. Laut einer Frequenzliste stehen für eine nationale Verbreitung zwei Layer zur Verfügung. Für regionale Netze werden für Sofia 10, für acht Regionen je vier und für zwei Gebiete je zwei VHF-Blocks genannt.
In Sofia begannen vor gut einem Jahr befristete Testsendungen mit privaten Radiosendern im Block 12B mit geringer Sendeleistung.
Quelle: Meldung von worlddab vom 6.9., CRC-Papier (bulgarisch) vom 26.8., Sofia-Test | Hintergrund: DAB+ in Bulgarien.
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6.9.2021 • Digitalradio: DAB+ mit extrem guter Energiebilanz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Den Klimawandel kann auch der Hörfunk auch außerhalb des redaktionellen Programms massiv unterstützen. Würde UKW durch DAB+ ersetzt, könnte der Bayerische Rundfunk „rund 75 Prozent pro Programm an Energie einsparen, Antenne Bayern sogar rund 85 Prozent für ihr Programm. Andere Anbieter in Deutschland kommen auf ein ähnliches Einsparpotenzial.“ Zu dem Ergebnis kommt die aktuelle „green radio“ Studie der Medienanstalt BLM und des BR.
„Durch einen kontinuierlichen Austausch der 122 Millionen UKW-Radios“, der - motiviert durch die Programmvielfalt von DAB+ - bereits läuft, sind weitere Einsparungen möglich. Denn auch der Stromverbrauch von Radios wurde trotz Displays und WLAN-Integration „in den letzten Jahren um rund 40 Prozent verringert“. Hintergrund seien Entwicklungen bei Netzteilen und Leistungsendstufen, den wesentlichen Energieverbrauchern im Gerät.
Schon vor einem Jahr hatte auch die BBC auf die nachhaltige Wirtschaftlichkeit von DAB+ hingewiesen. Wird der Stromverbrauch auf die Nutzungsstunden
Energiesparen mit DAB+ bei den
BR-Radios
(Grafik klickbar).
bezogen, zeigt DAB mit 9 Wattstunden pro Gerätestunde die beste Energiebilanz. Die (noch) hohe Nutzerzahl bringt UKW mit 13 Wh/Gerätestunde auf Platz 2, gefolgt vom mit 23 Wh/Gerätestunde. Weitere Untersuchungen, u.a. des MDR und in der Schweiz bestätigen die Energieeffizienz von DAB+.
Die Veröffentlichung der Studie kontert der Privatradioverband Vaunet mit Polemik: „Eine Studie zum Energieverbrauch kann zum derzeitigen Zeitpunkt noch gar keine umfassende Nachhaltigkeitsanalyse sein.“ Und wenn doch wird mit einem „harten Technologiewechsel“ gekontert. Dieses Schreckensszenario benutzt ausschließlich dieser Verband - zusammen mit der Unterstellung, dass dann die Entsorgung von 122 Mio. UKW-Schrottradios die Nachhaltigkeitsbilanz negativ beeinflussen würde.
Quelle: Presseinfos von BLM/BR und Vaunet vom 6.9.; Studie (download).
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6.9.2021 • Digitalradio: DAB+ setzt sich in den Haushalten fest
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Zahl der DAB+-Radios in deutschen Haushalten stieg gegenüber dem Stand von 2020 um mehr als 5 Mio. auf fast 22 Mio. Stück. Diese Feststellung des Digitalisierungsberichtes Audio 2021 der Landesmedienanstalten verdeutlicht das Tempo des Umstiegs auf digitalen Radioempfang in Deutschland.
Von den nunmehr 21,7 Mio. DAB+-Radios sind 8,5 Mio. Autoradios; jedes fünfte Autoradio empfange DAB+. Die Geräte stehen in 11 (+1,1) Mio. der Haushalte, entsprechend 27 Prozent. Zugriff darauf haben 21,5 (+3,6) Mio. Personen bzw. 30,4 Prozent der Einwohner. Die Nettodigitalisierungsquote liegt (einschl. Webradio, Kabel und Sat) bei 66 Prozent. UKW als meistgenutzte Empfangsart nennen nur noch 57,9 (63,8) Mio. Haushalte. DAB+ werden für 12,5, Webradio für 16,6 Mio. Haushalte genannt. Jedoch ist das Wachstum bei DAB+ (20 Prozent) höher als bei Webradio (9 Prozent).
Unter den Bundesländern halten Bayern (34,8 Prozent) und Sachsen-Anhalt (34 Prozent) die Spitze bei der Haushaltsausstattung mit DAB+-Radios. Es folgen Sachsen (30,2 Prozent) und Baden-Württemberg (29,5 Prozent).
Die Hybridtunerpflicht für Autoradios in Neuwagen und Heimradios mit Stationsanzeige wirke sich bereits aus und vor allem DAB+ werden in den kommenden Jahren davon profitieren, so die Medienanstalten und das Digitalradio Büro. Für die ARD stellt MDR-Intendantin Karola Wille fest: „Die Ausstattung mit DAB+-Radios erlebt in diesem Jahr eine bisher nicht gekannte Dynamik“. Der MDR weiter. „UKW verliert als bisher meistgenutzte Empfangsart somit weiter an Relevanz, während DAB+ und Webradio in diesem Jahr erneut häufiger als meistgenutzte Radioempfangsart genannt werden.“
„DAB+ ist durch den deutlich niedrigeren Stromverbrauch je Radioprogramm im Sendernetz um rund ein Drittel wirtschaftlicher als UKW“, kommentiert Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue und verweist erneut auf die hohen Reichweiten von DAB+, die mit UKW nicht erzielbar sind.
Der Lobbyverband Vaunet beschwört hingegen „die ungebrochen hohe Relevanz des UKW-Empfangs in Deutschland“ und beklagt einmal mehr eine fehlende staatliche Förderung für DAB+. Über die Einnahmen aus UKW finanzierten die Sender auch ihre Engagements beim Webradio, Abrufdiensten usw.
Quelle: Presseinfos der Medienanstalten, von ARD/D-Radio, vom Digitalradio Büro und Vaunet vom 6.9.; Charts zum Bericht.
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4.9.2021 • Vor 40 Jahren: Optische Speicher auf dem Massenmarkt
Die 33. Internationale Funkausstellung (4. bis 13.9.1981) bot wieder Einiges: Vor 40 Jahren bereitete die Berliner Messepremiere den späteren Verkaufsstart der Compact Disc Digital Audio vor. Der erste optische Träger digitaler Daten erwies sich - auch in etlichen Neben- und Nachfolgeformaten - als Vorbild auf dem Massenmarkt.
Philips und Sony hatten Ende der 1970er Jahre die Audio-CD in Fachkreisen vorgestellt. Die Forscher hatten für digitale Audio-Datenträger zunächst Magnetspeicher fokussiert. Ein Mangel der laserbeschriebenen Bildplatten lieferte jedoch die Anregung für die künftigen digitalen Audioscheiben: Deren 30cm Durchmesser reichten nicht für Kinofilme und waren für Hollywood nur ein nicht marktfähiger Versuch. Sie konnten aber mehr als 13 Stunden Audio speichern - ein Wink mit dem Zaunpfahl.
Diverse PR-Legenden werden zur Entscheidung über die 12cm Durchmesser des neuen Datenträgers kolportiert. So habe Herbert von Karajan eine Kapazität von 74 Minuten (für die komplette Neunte von Beethoven) verlangt, was den 12cm entspreche. Es könnte auch eine wirtschaftliche Entscheidung gewesen sein: Philips habe den Vorteil seiner vorhandenen Produktionstechnik für 11,5cm-Scheiben aufgegeben, um dem Partner Sony entgegen zu kommen.
Auf einem Träger aus Polycarbonat befindet sich eine dünne aufgedampfte Metallschicht, in die mittels eines Laserstrahl „Pits“, kleine Löcher, eingebrannt werden. Sie werden mit einem Laser abgetastet und das reflektierte optische in ein elektrisches Signal zur Weiterleitung gewandelt.
Neben der damals außergewöhnlichen Tonqualität überzeugte vor allem die einfache Bedienung. Vor- bzw. Rücklauf oder die Ansteuerung bestimmter Stellen innerhalb eines Stückes sind bei Audiokassetten unbequeme und zeitaufwändig und bei Vinyl unmöglich. Das wurde Geschichte, denn jedes Stück
Beschriebene „Pits“ (dunkel) und „Lands“ einer CD (klickbar).
ist nun auf Tastendruck direkt erreichbar. Später kam u.a. eine Textfunktion hinzu, so dass neben den Stücknummern auch Songtitel im Gerätedisplay angezeigt werden.
Die Philips-Tochter Polygram in Hannover-Langenhagen startete fast genau ein Jahr nach der IFA-Präsentation die Massenproduktion digitaler Schallplatten für Europa: Erste Audio-CDs waren „The Visitors“ - das letzte Abba-Album - und die „Alpensinfonie“ von Richard Strauß, dirigiert von Herbert von Karajan.
Bald kamen Recorder und Leermedien auf den Markt. Man konnte also Audio-CDs selbst und ohne Qualitätsverlust vervielfältigen, was die Musikbranche nicht erfreute. Ebenso konnten beliebige Computerdaten im Umfang von damals sensationellen mindestens 650 MB auf CD-ROMs archiviert werden. Die beschreibbaren CD-R und wiederbeschreibbaren CD-RW Medien schoben ab Ende der 1990er Jahre die Audiokassette an den Rand, wurden aber wiederum durch das MP3-Datenformat verdrängt (das auf geeigneten CD-Playern gespielt werden kann).
Weitere CD-Formate waren u.a. kleine digitale Visitenkarten, die 8cm Mini-CD und bis zu 900 Megabyte fassenden Scheiben. Auch eine Video-CD (VCD) gab es. Die Musikindustrie nutzte Sonderformate wie die goldene Video-CD, die als Promotion-Medium Musikaufnahmen und Musikvideos kombinierte. Die Spielekonsole CD-I von Philips hatte im Wettbewerb mit Panasonics (ebenfalls erfolgloser) 3DO-Konsole gegen Computerspiele keine Chance.
Die nächste erheblich leistungsfähigere Generation optischer Medien griff die breiten Einsatzmöglichkeiten in der Bezeichnung auf: Die DVD („Digital Versatile Disc“ - vielfältig) speichert, ebenfalls im 12cm-Format, mindestens 4,7 GB Daten; durch Speicherung in mehreren übereinanderliegenden teildurchlässigen „Layern“ wird die Kapazität vervielfacht. Schon die Basiskapazität reicht für einen Kinofilm üblicher Länge in Fernseh-Standardauflösung. Das technische Konzept (einschließlich eines Kopierschutzes) hatten die großen Hollywood-Studios bestimmt. Sie bauten die DVD als Nachfolgerin der analogen VHS-Kassette auf.
Die Schreibseite einer DVD-R: Der hellere Teil innen ist beschrieben (klickbar).
Der DVD-Nachfolger BluRay nutzt seit 2006, wie der Name sagt, einen blauen Laser, und steigt mit mindestens 25 GB Kapazität je Layer in die Nomenklatur der optischen Speichermedien ein. Nun können Filme nochmals und in HDTV-Qualität verkauft werden. Das später auch in HD-Stereoskopie und mit nochmals vervierfachter UHD-Bildauflösung und mit entsprechender Hardware.
Seit einiger Zeit haben Downloads und Streaming der Vermarktung physischer Datenträger á la CD etc. den Rang abgelaufen. Dennoch prägt die von der CD gewohnte Hörqualität bis heute den Mindestanspruch an die Soudqualität
Alles blau: HDTV und mehr auf BluRayDiscs (Fotos: Wikipedia).
jeglicher digitaler Plattformen - einschließlich MP3 und dem digitalen Hörfunk mit DAB+.
Die aktuelle Halbjahres-Bilanz des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) verdeutlicht den Wandel schon im Vokabular: CD und DVD gelten dort nicht mehr als „digitale“ Medien. An den Kassen brachte Audio-Streaming 70,6 (plus 19,9) Prozent des Branchenumsatzes. Downloads verloren erneut (um 25,9 Prozent) und trugen noch 3,3 Prozent zum Gesamtmarkt bei. Die CD verlor 16,5 Prozent; der Umsatzanteil liegt nun bei 14,5 Prozent. Musik-DVDs und BluRays sind mit einem Marktanteil von 0,6 Prozent nicht mehr wahrnehmbar, während Vinyl mit einer hohen Zuwachsrate von 49,5 Prozent seinen Umsatzanteil auf
Umsatzanteile der Musikbranche im HJ 1/21. Grafik: BMVI (klickbar).
bescheidene 5,9 Prozent ausbauen konnte. Die Branche setzte von Januar bis Juni 903,8 Mio. Euro um - das entspricht einem Plus von 12,4 Prozent.
Ergänzung : ARD und ZDF demonstrierten auf der IFA 1981 die Möglichkeiten des Stereo- und Mehrkanaltons für das Fernsehen. Geeignete Empfänger waren zu sehen und bald zu kaufen. Die offizielle Einführung bei ARD und ZDF erfolgte 1985.
Quellen: Wikipedia über CD, CD-Geschichte, DVD, BluRay, Presseinfo des BMVI vom 6.8.
Hintergrund: Stereoskopie-TV, Formatkrieg um DVD (dehnmedia).
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2.9.2021 • Digitalradio: Rock Antenne trennt Bayern-Welle ab
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Rock Antenne hat laut einer Meldung die Trennung seines bayernweiten vom bundesweiten Programm nun auch werblich vollzogen. Auf der Website des Musiksenders finden sich Verweise auf regionale Angebote für Bayern, Hamburg und Österreich. Offen bleibt, wann die Trennung inhaltlich umgesetzt wird. Die kürzliche Änderung der DAB+-ID des Programms im Bundesmux 2 hatte entsprechende Spekulation ausgelöst.
In Bayern behält der Sender seine landesweiten Sendeplätze in den vom BR verantworteten sechs Regional-Ensembles für Ober- (Block 10B), Mittel- (8C) und Unterfranken (10A), die Oberpfalz (6C), Oberbayern/Schwaben (10A) und Niederbayern (7D).
Nach kurzzeitiger Partnerschaft mit einem Hamburger Sender hatte Antenne Bayern 2018 dessen Anteile am gemeinsamen Alsterradio übernommen; Rock Antenne Hamburg wird im DAB+-Block 10D der Hansestadt gesendet. Für die Region
Berlin/Brandenburg steht ein Antrag zur Entscheidung. In Österreich ist Rock Antenne seit dem Sendebeginn des nationalen Multiplexes über DAB+ zu hören.
Quelle: Meldung von satnews vom 2.9. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Bayern.
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1.9.2021 • Digitalradio: Neuer Standort, neue Kennung für Bundesmux 2
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wie Media Broadcast auf Nachfrage von dehnmedia bestätigt, wurde das zweite nationale DAB+-Ensemble am Senderstandort Berlin-Scholzplatz am 25. August aufgeschaltet. Der Senderstandort ist von der Bundesnetzagentur im Block 5D mit 5 kW Leistung koordiniert.
Eine weitere Änderung im Ensemble betrifft den Popableger von Klassikradio. Dessen Kennung wurde auf „Beats Radio“ umgestellt, so dass dort der Hinweis auf den Veranstalter entfällt. Auf der Website und in der Slideshow wird weiterhin das bisherige Logo mit dem vorangestellten „k“-Symbol für Klassikradio gezeigt.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+-Bundesmuxe.
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1.9.2021 • Digitalradio: Empfang des Privatmuxes in Cottbus verbessert
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach dem Berliner Fernsehturm am Schäferberg hat Media Broadcast den Brandenburger Privatradio-Mux im Block 12D auch am Standort Cottbus-Hufelandstrasse aufgeschaltet. Durch den Sender in Zentrumsnähe der Stadt verbessert sich der Empfang im Auto und innerhalb von Gebäuden, so das Unternehmen.
In der Medienanstalt MABB werden derzeit neun Bewerbungen für drei ausgeschriebene Programmplätze im Block 12D bearbeitet.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 1.9. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Brandenburg.
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1.9.2021 • Digitalradio: NDR wechselt Frequenz für Braunschweig
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Den fälligen Kanalwechsel am Senderstandort Braunschweig-Drachenberg kündigt der NDR kurzfristig für morgen an. Nach dem Verlassen des bisherigen Blocks 11B ist der NDR-Mux mit NDR 1 in Braunschweiger Regionalisierung zwischen Wolfsburg um dem Harz ohne Kanalwechsel im Block 6C zu empfangen.
Die Änderung betrifft die Hörer im Gebiet zwischen Hankesbüttel, Brome, Helmstedt, Schladen, Salzgitter und Peine bzw. den Regionen Gifhorn, Wolfsburg, Helmstedt, Königslutter, Schöppenstedt, Wolfenbüttel, Vechelde und Wendeburg.
Im Zusammenhang mit technischen Änderungen infolge des Kanalwechsels müssen einige Radios auf Werkseinstellung zurückgesetzt werden, um den NDR-Mux korrekt wieder auf die Senderliste zu bekommen.
Derzeit sind weitere Senderstandorte für den Block 6C koordiniert. Der weitere Netzausbau scheint möglich. Der NDR kündigt zusätzlich zu den bekannten Planungen an, den Ausbau 2022 fortzusetzen.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 1.9. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Niedersachsen.
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1.9.2021 • Katastrophenschutz: Telekom-Festnetz zu 80 Prozent erneuert
In den von der Flutkatastrophe Gebieten in NRW und Rheinland-Pfalz sind inzwischen 80 Prozent des Festnetzes der Telekom wieder hergestellt. Weitere 20.000 Anschlüsse „sollen möglichst bald“ hergestellt werden. Dabei gelte der Grundsatz „Schnelligkeit vor Perfektion“. Gleichwohl kündigt der T-Konzern an, 35.000 Anschlüsse in 17 Kommunen gleich mit Glasfaser auszubauen.
Quelle: Presseinfo von Telekom vom 30.8. | Hintergrund: DAB+ und EWF.
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1.9.2021 • Digitalradio: NRW-Mux ab Ende Oktober mit 8 Programmen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das landesweite NRW-Ensemble der Privatradios soll „Ende Oktober“ auf Sendung gehen. Das teilt der Plattformbetreiber audio.digital NRW mit. Die Tochter von Media Broadcast nennt folgende acht Programme, für die bereits „langfristige Verträge abgeschlossen“ wurden:
Sportradio NRW Sportradio NRW GmbH (Teutocast)
Radio 21 – NRWs bester ROCK´N POP NiedersachsenRock21 GmbH & Co. KG
Radio Bollerwagen Funk&Fernsehen Nordwestdeutschland GmbH & Co. KG
Radio TEDDY NRW Radio Teddy GmbH & Co. KG
Kulthitradio.nrw Studio Gong NRW GmbH & Co. Studiobetriebs KG
ANTENNE NRW Antenne NRW GmbH & Co. KG (Antenne Bayern)
Feelgood Radio NRW Touricast GmbH
egoFM Radio Next Generation GmbH & Co. KG
Wie weiter bekannt wird, ist Lulu.fm bald in seinem Heimat-Bundesland über DAB+ zu hören: Kulthitradio.nrw räumt dem in Köln ansässigen Sender für die schwullesbische Community ein Fenster ein. Unklar bleibt die Teilnahme von RadioNRW. Der Werbesammler und Lieferant des Mantelprogramms der NRW-Lokalradios war nach einiger Geheimnistuerei mit einem Antrag für Mydio und später für Noxx hervorgetreten.
Von den beiden beantragten Wellen von Studio Gong scheint nur Kulthitradio.nrw geblieben. Nicht in der aktuellen Liste sind auch Radio Germany One, Kiss FM, Megaradio, Schlagerradio, Energy und Radio Paradiso, die die Medienanstalt LfM bei der Zulassung der Plattform als
Bewerber genannt hatte. Der Ausstieg von Domradio war schon bekannt.
Das weitere Interesse gehe über das Platzangebot hinaus. „Auch die geplanten Formate der Bewerber um die noch freien Programmplätze bieten ein breites Spektrum mit bekannten Marken und mit neuen Namen“, kündigt Geschäftsführer Arnold Stender an.
Der Netzaufbau, den das Unternehmen mit Divicon Media und Uplink Network betreibt, liege „exakt im Plan“. Zum Sendestart sollen etwa 87 Prozent der Bevölkerung inhouse versorgt sein. Im mobilen Modus werden 92 Prozent der Fläche und 97 Prozent der Autobahnen versorgt. „Innerhalb von zwei Jahren ab Sendebeginn wird das Netz nochmals weiter ausgebaut werden.“
Klickbare Grafik von Media Broadcast
Nachtrag : Bei dem Veranstalter von Feelgood Radio handelt es sich um eine neue Tochter von Teutocast. Das ist dem Eintrag zur Marke Touricast beim Patent- und Markenamt zu entnehmen.
Quelle: Presseinfo von audio.digital NRW, Meldung von satnews vom 31.8. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.



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