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Nachrichten-Archiv Juli 2021

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31.7.2021 • Katastrophenschutz: Nichts geht ohne das Radio
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Während der Katastrophensituationen der letzten Zeit hat das Radio, analog wie digital, eine wichtige Rolle bei der Information der Bevölkerung gespielt. Das ist möglich, weil für Sendestudios und Sendeanlagen Notstromversorgungen Pflicht sind. Radio und Fernsehen sind ausfallsicher. Wie sich jüngst leider zeigte sind Mobilfunk und Internet wirkungslos, wenn - wie in NRW und Rheinland-Pfalz - Datenanbindungen und Stromversorgungen ausfallen. Das viel beschworene Zusammenwirken diverser Plattformen hat daher nicht funktioniert.
Eine solches Debakel hatte sich bereits beim bundesweiten Warntag im September 2020 angekündigt. „Die unabhängig von Internet und Mobilfunk funktionierenden Rundfunknetze sind ein zuverlässiger Kanal zur Warnung und Information der Bevölkerung“, war eine damalige Erkenntnis.
Angesichts der jüngsten tagelangen Ausfälle und anhaltenden Leistungsminderungen der Funk- und Festnetze scheint die vom Bundesinnenministerium betriebene Wiederaufnahme des 20 Jahre alten und zu den Akten gelegten Systems Cell Broadcasting (SMS-CB) wenig effizient. Dass die Mobilfunk-Anbieter und deren Lobby sich dennoch dafür aussprechen, liegt auf der Hand. Allerdings kann man Mobilfunkteilnehmer per SMS nicht warnen, wenn der Funk in den betreffenden Gebieten ausfällt.
Das wird aber in größerem Umfang von den Netzanbietern eingeräumt. Laut Telekom mussten „mehr als 90 Prozent der Mobilfunkstationen in den Krisengebieten“ erst wieder in Funktion gebracht werden. Das betraf nach deren Angaben nicht nur 300 Funkanlagen, sondern auch einen zentralen Festnetz-Knoten in Gerolstein mit 10.000 Anschlüssen. „Es gibt Orte, in denen eine komplett neue Infrastruktur aufgebaut werden muss.“
Vodafone meldet 151 defekte Mobilfunkstationen in den Katastrophengebieten. Man habe vielerorts die Stromversorgung wiederhergestellt und „Netzelemente ersetzt“, zehn Notfunkanlagen aufgebaut und Umwege über Satelliten geschaltet. Bis zum Wochenende waren Sprachqualität und Datengeschwindigkeit „in einzelnen Gebieten“ laut Vodafone eingeschränkt.
Wiederum hat sich der Rundfunk - vor allem der Hörfunk - bewährt. Dies allein, weil das „System Broadcast“ auf der Senderseite ausfallsicher ist und weil auf der Empfangsseite fast überall Radios mit Batteriebetrieb und Ersatzbatterien vorhanden sind. Das Prinzip beschreibt Martin Voss, Leiter des Arbeitsbereiches Katastrophenforschung an der FU Berlin so:
Bei entsprechenden Naturereignissen erwartet man eben über das Radio am schnellsten, die Informationen zu bekommen, die man dann auch im Alltag gut gebrauchen kann. Also idealerweise auch gleich zu hören: Was soll ich denn eigentlich tun?
Mit Radio erreichen Sie schnell Millionen von Menschen, und das muss auch sichergestellt werden. Es kann ja auch bei uns mal eine Situation durch ein Extremwetterereignis [geben]. Oder denken Sie daran, dass es auch schon mal Ereignisse gegeben hat wie Tschernobyl oder wie andere Dinge oder einen Amoklauf, dass man flächendeckend die Bevölkerung warnen müsste.
(Herr Voss wird vom Deutschlandfunk in einem Online-Beitrag vom 7. Juni 2021 zitiert).
Das betrifft nicht nur redaktionelle Nachrichten, Hintergrundbeiträge etc. Über DAB+ hatte die Emergency Warning Function (EWF) im September 2020 beim bundesweiten „Warntag“ erfolgreich ihre Funktionsfähigkeit bewiesen und sinnvolle Möglichkeiten aufgezeigt. Mittels des u.a. von Fraunhofer entwickelten Verfahrens können die Behörden im Fall der Fälle geeignete Geräte aus dem Standby holen und also sogar Menschen erreichen, die gerade nicht Radio hören.
Die Erprobung der anderen digitalen Warnsysteme scheiterte strukturell an Netzüberlastungen. Warn-Apps funktionierten oft nur mit unerwünschter Verzögerung. Und manche Behörde stellte verwundert fest, dass sie nicht einmal über Sirenen verfügt. Das Seehofer-Minsterium bilanzierte viel- wie nichtssagend: Der Probealarm „ist aufgrund eines technischen Problems fehlgeschlagen“. Das war zugleich eine Diffamierung des Rundfunks.
Die öffentlich-rechtlichen Sender sind verpflichtet, im Notfall behördliche Verlautbarungen zu senden. Beispielsweise hat der RBB laut Staatsvertrag §8 Absatz 1 „der Bundesregierung und den Regierungen der Länder Berlin und Brandenburg für amtliche Verlautbarungen unverzüglich und unentgeltlich angemessene Sendezeit einzuräumen“.
Dennoch besteht Nachholbedarf im regulatorischen bzw. gesetzgeberischen Bereich. Wie DAB+ und EWF betroffen sind, macht das Digitalradiobüro gegenüber Infosat deutlich:
EWF kann nur dann funktionieren, wenn es als gemeinsamer Standard implementiert wird. (...) Wir befinden uns derzeit im engen Austausch mit Geräte-Herstellern und Chip-Produzenten über wichtige technische Details bezüglich einer möglichen Standardisierung. Die starken Regenfälle und Hochwasser der vergangenen Wochen bieten dazu einen erneuten Anlass (...). Ginge es nur nach unseren Wünschen, wäre EWF deshalb schon längst in DAB+ breiter implementiert. Wir arbeiten weiter daran, gemeinsam mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, dem Fraunhofer Institut und anderen Mitgliedern des Vereins Digitalradio Deutschland EWF zu einem integralen Bestandteil der Schutzkonzepte und Warndienste zu machen.
Es ist also noch Einiges zu tun, um den Katastrophenschutz auf das Niveau des digitalen 21. Jahrhunderts zu heben:
EWF sollte einschließlich der Weckfunktion als Pflichtleistung für alle DAB+-Empfänger vorgeschrieben werden. Das macht auch europaweit Sinn.
Die für diese Warnsysteme notwendigen Infrastrukturen zwischen Sendern und Behörden sind zu schaffen.
Die Betreiber von DAB+-Netzen sind zu veranlassen, EWF zu implementieren.
Amtliche Durchsagen und Textinfos sind in den wichtigsten Sprachen zu senden, die vor Ort aufgrund der Bevölkerungstruktur erforderlich sind.
Alle privaten Radiosender sind ggfs. per Gesetz zu veranlassen, den Behörden EWF anzubieten bzw. zumindest Durchsagen der Behörden in gleicher Weise wie ARD/D-Radio zu verbreiten. Kostenargumente dürfen keine Rolle spielen.
Behördliche Informationen sind als solche zu kennzeichnen und und deutlich von redaktionellen Inhalten und der Werbung zu trennen.
Beim Warntag bewährten sich Laufbandtexte, um ältere DAB+-Radios zu erreichen.
Foto (klickbar): dehnmedia.
Mobilradios sollten grundsätzlich für die üblichen Batterieformate geeignet sein. Akkuformate von Smartphones führen bei ausgefallenden Stromnetzen über kurz oder lang zum Blackout.
Quellen: Presseinfos von Telekom vom 21.7., Vodafone vom 28.7., DLF-Beitrag vom 7.6. | Hintergrund: DAB+ und EWF.
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30.7.2021 • Digitalradio: Zwei neue NDR-Senderstandorte im Harz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR kündigt die Inbetriebnahme zweier neuer Senderstandorte für seinen DAB+-Multiplex an. Der Block 6C (mit NDR1-Regionalisierung Braunschweig) ist ab dem 10. August im Raum Goslar zwischen Wolfenbüttel und dem nördlichen Oberharz in besserer Qualität empfangbar. In Börßum, Hornburg, Schladen, Vienenburg, Bad Harzburg, Goslar und Langelsheim ist der Mux auch innerhalb von Gebäuden empfangbar. Schon am 12. August in Bad Sachsa geht die nächste Sendeanlage, ebenfalls für den Block 6C, ans Sendenetz. Sie trägt zur Empfangsverbesserung zwischen St. Andreasberg, Walkenried, Gleichen und Ebergötzen bei. Zudem werden Lücken geschlossen und der durchgehende Empfang zwischen Duderstadt und Göttingen ermöglicht, teilt der NDR mit.
Quellen: NDR-Infos für Goslar und Bad Sachsa | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Niedersachsen.
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30.7.2021 • Österreich: Ein Platz in Wien belegt, ein Platz ausgeschrieben
Auf die am 19. Juli geendete Ausschreibung für den Wiener DAB+-Citymux wurde ein Programmplatz vergeben. Fast zeitgleich wurde für ein weiteres Programm ausgeschrieben. Das teilt der Plattformbetreiber RTG Radio Technikum online mit.
Der Name des neuen Programms wird noch nicht genannt. Für den weiteren Programmplatz stehen wiederum 54 CU zur Verfügung. Die Datenrate von 72 kBit/s ergibt sich aus der Codierung mit HE-AAC. Die Meldefrist endet am 25. August. Für beide Programme wünscht sich der Plattformanbieter einen Sendestart Anfang Oktober.
Dem österreichischen Medienrecht folgend können Bewerber, sofern noch ohne Zulassung, diese nach Abschluß eines Vorvertrages mit dem Plattformbetreiber bei der Medienbehörde beantragen.
Derzeit senden 14 Programme im Wiener Block 11C. Das im Dezember zugelassene Schlagerradio Gute Laune ist nicht on air. Das gilt auch für Info und Kultur des gleichen Anbieters. Dieser Kanal wird seit Aufschaltung des Multiplexes im April 2018 von RTG als „in Vorbereitung“ geführt.
Quelle: Citymux-Blog vom 28.7. | Hintergrund: DAB+ in Wien.
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27.7.2021 • Digitalradio: Koordinierungen für den Bundesmux 1
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Zwar steht der Sendenetzausbau für den ersten DAB+-Bundesmux. Gleichwohl läuft die Koordinierung weiterer Senderstandorte durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) weiter. Der Schwerpunkt der weiteren Planungen liegt im Norden und Nordosten Deutschlands. In der von der Behörde wöchentlich aktualisierten Liste von DAB+-Senderstandorten finden sich zum Block 5C folgende Einträge zu Standorten, die noch nicht senden:
Mecklenburg-Vorpommern: Torgelow (5 kW), Neustrelitz (2 kW), Malchin (2,5 kW), Güstrow (1 kW).
Brandenburg: Petkus (10 kW), Eisenhüttenstadt (5 kW).
Schleswig-Holstein: Süderlügum (1 kW), Hennstedt (1 kW).
Sachsen: Leipzig-Stadtwerke (10 kW).
Niedersachsen: Uelzen (5 kW).
Nordrhein-Westfalen: Schöppingen (10 kW).
Baden-Württemberg: Reutlingen (2 kW).
Bayern: Pfaffenhofen (10 kW).
Die Aufnahme von Standorten in die BNetzA-Liste beinhaltet allerdings keine Aussagen darüber, dass die Inbetriebnahmen bevorstehen. Diese Entscheidung treffen die Netzbetreiber und die beteiligten Programmveranstalter. Aufgrund der ausbleibenden Erhöhung des Rundfunkbeitrages hatte Deutschlandradio den Ausbau des 5C-Sendenetzes bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes ausgesetzt. Die Senderfamilie ist maßgeblich an den Betriebskosten des Multiplexes beteiligt.
Quelle: BNetzA-Liste vom 26.7. | Hintergrund: DAB+-Bundesmux 1.
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27.7.2021 • England: Diskussion zur Zukunft nationaler Muxe beginnt
Die Regierung Großbritanniens hat ein Konsultationsverfahren zu den beiden nationalen DAB+-Muxen der Privatradios begonnen. Vor weiterem und im Vorfeld der im November 2023 bzw. März 2028 auslaufender Zulassungen werden bis Mitte September Stellungnahmen aus der Radiobranche zu mehreren Vorschlägen erwartet.
DAB dominiert den Radiokonsum der Briten über digitale Sendewege mit 40,2 Prozent (Stand: 1. Quartal 2020) und hat sich „zur beliebtesten Methode für den Zugriff auf Radioinhalte entwickelt“. Darüberhinaus, so Medienminister John Whittingdale, hat sich der Hörfunk während der Pandemie als „vertrauenswürdige Quelle für Nachrichten und Informationen“ bewährt.
Aktuell versorgt der BBC-Mux (Lizenzende 12/27) 97 Prozent der Briten mit 11 Programmen. Der Netzbetreiber sendet 20 Kanäle für 91 Prozent der Haushalte. Der zweite nationale Privatradio-Mux von Sound Digital erreicht mit ebenfalls 20 Programmen 83 Prozent der Haushalte.
Quelle: Aufruf der Regierung vom 22.7. | Hintergrund: DAB+ in Großbritannien.
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23.7.2021 • England: Bald bis zu 500 Lokalradios mit Small Scale
Die „Small Scale-Revolution für Lokalradios“ beginnt, so Ofcom. Die britische Medienbehörde hat jetzt die Zulassungsrunde für Netzbetreiber und Radiostationen in ersten 25 lokalen Gebieten beendet. Durch kostengünstige Small Scale-Technikkonzepte können rund 500 Radios auf lokaler Ebene mittels DAB verbreitet werden.
Das sind nicht nur die vor Ort durch analoge Ausstrahlung bekannten Community-Radios und kleinen kommerziellen Stationen. Viele weitere Programme „sind völlig neu – von Basisdiensten bis hin zu Musikspartensendern und Sendern, die sich an Minderheiten und andere unterversorgte Zielgruppen richten“, stellt die Behörde fest.
Noch in diesem Jahr will Ofcom für den Nordwesten Englands und den Nordosten von Wales weitere lokale Lizenzen vergeben.
Quelle: Presseinfo von Ofcom vom 19.7. | Hintergrund: DAB+ in Großbritannien, Small Scale international.
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23.7.2021 • Rundfunkbeitrag: KEF-Sperre als Polemik
Beitragsservice Im Kampf gegen ihren Lieblingsfeind, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, schießt sich die Bild-Zeitung seit Tagen auf den WDR ein. Das Blatt meldet u.a.: „Die „Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten“ (KEF) stoppt den Protzbau des WDR. Die Behörde verweigert dem öffentlich-rechtlichen Sender eine Zahlung von 69,1 Millionen Euro!“.
Dafür hat die Redaktion tief ins Archiv gegriffen: Der 22. KEF-Bericht, aus dem zitiert wird, datiert vom Februar 2020 und dessen Daten wurden entsprechend lange vorher erhoben. Konkret geht es um Sanierung und Umbau eines WDR-Redaktionsgebäudes. Aufgrund von Kostenerhöhungen forderte die KEF den Sender auf, bis Juni 2020 alternative Lösungen zu prüfen. Bis zu einer endgültigen Entscheidung blockiert die KEF dem WDR von 69,1 Mio. Euro.
Was Bild nicht berichtet: Im 22. Bericht betrifft den Rundfunkbeitrag für die Jahre 2021 bis 2024. Die KEF hatte den Bundesländern unter Einschluß der genannten Streichung die Erhöhung des Rundfunkbeitrages um 86 Cent auf 18,36 Euro monatlich empfohlen. Das übernahmen die Bundesländer in den entsprechenden Staatsvertrag. Dessen Inkrafttreten hat jedoch Sachsen-Anhalt verhindert, um die eigene Koalition zu erhalten. Über diesen Vorgang wird das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Bis dahin gilt der alte Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro. Selbst wenn die Beitragserhöhung wirksam wäre, bliebe es bei dem Vorbehalt der KEF.
Rechtsgrundlage für Sperrungen durch die KEF, so Geschäftsführer Tim Schönborn auf Anfrage von dehnmedia, ist der Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag. Sperrungen sind (erinnert sei z.B. an die Kosten der Radio-Verbreitung) ein gängiges Instrument bei der Ermittlung der Beitrags-Empfehlung. Die KEF ist aber nicht berechtigt, Streichungen am geltenden Rundfunkbeitrag vorzunehmen.
Nachtrag : Diese Feststellungen haben nichts damit zu tun, wie man das kritisierte Bauprojekt des WDR beurteilt und wie sich das Projekt heute darstellt - also 1 1/2 Jahre nach Veröffentlichung des 22. KEF-Berichtes. Der ist kein Geheimnis, sondern öffentlich zugänglich. Der Bezug zu diesem Beitrag findet sich unter Tz.341 auf Seite 199. Außerdem ist die KEF ist keine Behörde, sondern eine Expertenkommission. Diese berät die Bundesländer zur Höhe des monatlichen Rundfunkbeitrages.
Quelle: Bild vom 21.7., 22. KEF-Bericht von 2/2020 | Hintergrund: DAB+ in Rundfunkbeitrag.
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22.7.2021 • Digitalradio: Verschiebung des UKW-Ausstiegs erwartet
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In Sachsen-Anhalt wurden die Programmlizenzen für die Privatradiogruppen Radio SAW und Radio Brocken um zehn Jahre verlängert. Aufgrund der nach Landesrecht auf Ende 2025 terminierten UKW-Abschaltung gilt das auch für die analogterrestrische Verbreitung nur bis dahin. Markus Kurze, Vorstand der Landesmedienanstalt MSA, geht jedoch davon aus, dass (im Gegensatz zur Streichung in Sachsen) „der nächste Landtag eine nochmalige Verlängerung der UKW-Nutzung beraten und beschließen wird“.
Laut dem Digitalsierungsbericht Audio 2020 der Landesmedienanstalt verfügten schon vor einem Jahr 1,264 Mio. Menschen in den drei MDR-Ländern über einen Zugang zu DAB+-Radios. Das war bundesweit der zweite Platz in der Statistik hinter Bayern und nach einem Zuwachs um rund 20 Prozent auf 28,9 Prozent aller Haushalte der Bundesländer. DAB+, wenn gehört, überzeugt: In Haushalten mit DAB+-Empfang hatte DAB+ 2020 bundesweit mit 41,2 (2019: 30,0) Prozent als „meistgenutzte
Meistgenutzte Empfangsarten (Digitalisierungsbericht Audio 2020, klickbar).
Radioempfangsart“ bereits UKW (38,0 Prozent) überholt.
Quelle: Presseinfo der MSA vom 22.7. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Sachsen-Anhalt.
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22.7.2021 • Digitalradio: Voralpennetz auf Bad Tölz erweitert
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Bayern Digital Radio hat das Sendegebiet des Voralpen-Multiplexes um den Standort Bad Tölz erweitert; dort wird der Block 7A mit 1,5 kW Leistung gesendet.
Bayern Digital Radio hat das Sendegebiet des Voralpen-Multiplexes um den Standort Bad Tölz erweitert; dort wird der Block 7A mit 1,5 kW Leistung gesendet.
Wie die Techniktochter der Medienanstalt BLM weiter informiert, können die neun Programme des Ensembles nunmehr im Versorgungsbereich von acht Senderanlagen von 1,23 Mio. Bayern empfangen werden; der Versorgungsgrad erreicht damit 96,6 Prozent (mobil). Etwa 1,2 Mio. Menschen können die Programme innerhalb von Gebäuden empfangen. Im Laufe des Jahres sollen weitere Senderanlagen in Betrieb genommen werden.
Nachtrag : Laut der aktuellen Liste der Bundesnetzagentur sind für den Block 7A die Standorte Brotjacklriegel, Jenner, Reit im Winkl und Tegernseer Tal (Wallberg) mit kleinen Sendeleistungen koordiniert. Nur von Neuötting kann mit maximal 10 kW abgestrahlt werden.
Quelle: Presseinfo von BDR vom 22.7. | Hintergrund: DAB+ lokal, Privatradios in Bayern.
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21.7.2021 • Digitalradio: UKW-Aus binnen 10 Jahren - auch ohne Gesetz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Innerhalb der nächsten zehn Jahre wird UKW überflüssig - auch ohne gesetzliche Vorgabe. Davon geht Helmut G. Bauer aus. Es gehe nur um das „Wie“, so der Kölner Radiofachmann und Anwalt im Interview mit der Plattform medienpolitik.net anlässlich des bevorstehenden 10. Jahrestages des DAB+-Neustarts am 1. August 2011. Für den Blick zehn Jahre voraus brauche man nach seinen Worten
keine Glaskugel, man muss nur in die Schweiz, UK und Norwegen schauen. Hörfunk wird in zehn Jahren von der Produktion bis zum Empfang durchgängig digital sein. Die UKW-Verbreitung wird ohne gesetzlichen Zwang beendet sein. Die Radionutzung wird über DAB+ und im Internet stattfinden. Das Handy ist dazu eine Ergänzung, wenn es ein Geschäftsmodell des Mobilfunks gibt und die Kosten für den Datenverbrauch niedrig sind. Weil es eine große Nachfrage nach Frequenzen gibt, werden die UKW-Frequenzen u.a. von Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wie den Rettungsdiensten und dem Technischen Hilfswerk genutzt werden.
Bauer begründet seine Auffassung mit zahlreichen Fakten, darunter:
UKW zieht in Bayern laut Funkanalyse nur noch 58 Prozent der Radionutzung auf sich.
Die Hybrid-Radio Vorgaben der EU und des deutschen Telekommunikationsgesetzes erhöhen die Ausstattung auf der Empfangsseite.
Hörer, die einmal DAB+ gehört haben, bevorzugen seither diesen Empfangsweg.
Deutschlandradio und einige private Veranstalter sowie der BR haben damit begonnen, einzelne UKW-Sender abzuschalten.
In NRW (und wohl auch in Thüringen, dehnmedia) ist mit dem Sendebeginn landesweiter Multiplexe der Privatsender in diesem Jahr zu rechnen.
Aufgrund der von der KEF verlangten Beschränkungen der Ausgaben kann die ARD den Simulcast von UKW und DAB+ ab 2029 nicht mehr finanzieren.
Bund und Länder sieht Bauer nun vor der Aufgabe, Rahmenbedingungen für die Radios zu schaffen, deren Umfeld in den letzten zehn Jahren durch Streaming, Sprachassistenten, Podcasts usw. gravierend verändert wurde. Für Radioveranstalter, die auf UKW verzichten wollen, fordert Bauer Planungssicherheit. Regulierungsmassnahmen (z.B. zum Umgang mit aufgegebenen UKW-Frequenzen) hält Bauer auch für erforderlich, um einigen Veranstaltern entgegenzutreten, die Entscheidungen und Veränderungen mit dem 5G-Argument blockieren wollen. Bauer verweist dazu auch auf Förderungen technischer Infrastrukturen und von Massnahmen zur Energieeinsparung sowie auf die angedachte Presseförderung des Bundes. Dies könnte den Radioveranstaltern helfen.
Quelle: Bauer-Interview auf medienpolitik.net vom 19.7. | Hintergrund: DAB+.
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21.7.2021 • Digitalradio: Rostocker DAB+-Alleingang mit LOHRO
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die erste nichtkommerzielle DAB+-Plattform Deutschlands wird der Verein Kulturnetzwerk betreiben. Dies entschied der Medienausschuß der Landesmedienanstalt MMV bereits im Juni, wie MMV-Direktor Bert Lingnau auf Anfrage von dehnmedia bestätigte. Die MMV setzt damit eine erste Marke ihres Zieles, bei der Etablierung von DAB+ im Bundesland „auch die lokalen Veranstalter, insbesondere die kleineren und nichtkommerziellen, mitzunehmen“.
Kulturnetzwerk e.V. ist Veranstalter des Rostocker Freien Radios LOHRO. Aufgrund der von der MMV vorgegebenen nichtkommerziellen Orientierung des Multiplexes und der regionalen Gegebenheiten wird LOHRO wahrscheinlich bis auf Weiteres als einziges Programm in der Hansestadt und Umgebung zusätzlich zu UKW digital zu empfangen sein, so Philipp Markwardt, Techniker und Vorstandsmitglied des Vereins, gegenüber dehnmedia. Läuft alles wunschgemäß, rechnet er wegen des auf Software Defined Radio (SDR) basierenden Technikkonzepts mit vergleichsweise niedrigen jährlichen Betriebskosten. Aber selbst das ist für den Träger und den Förderverein „eine Herausforderung“, so Markwardt. Mit dem Sendebeginn rechnet er noch in diesem Jahr, wenn alles wie geplant läuft. Die Zuweisung durch die MMV ist - wie die für die parallele Rostocker UKW-Frequenz von LOHRO - bis Ende 2029 befristet.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Mecklenburg-Vorpommern, SDR.
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21.7.2021 • Digitalradio: Lückenschluß für Baden-Württemberg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 On Air Support, Betreiber des Privatradio-Ensembles für Baden-Württemberg, arbeitet zur Zeit an der Sendeanlage Hochrhein/Rickenbach. Der neue Sender für dem Block 11B soll vor allem die Versorgungslücke zwischen den Standorten Donaueschingen und Hochblauen schließen. Termine für Fertigstellung und Inbetriebnahme stehen noch nicht fest.
Quelle: On Air Support | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Rheinland-Pfalz.
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20.7.2021 • Digitalradio: Verbesserungen des NDR für das Weserbergland
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR kündigt weitere Verbesserungen der DAB+-Versorgung an. Ab morgen ermöglichen neue Sendeanlagen in Holzminden-Neuhaus und Lügde-Rischenau den Empfang des NDR-Muxes im Block 6C in Bevern, Holzminden, Boffzen, Lauenförde, Bodenfelde und Uslar innerhalb von Gebäuden. Auch die Versorgung der B241 zwischen Beverungen und Hardegsen, der B497 nach Holzminden, der B64 zwischen Höxter und Eschershausen sowie der B83 bis Bodenwerder wird verbessert.
Der NDR plant im Bundesland in der Kalenderwoche 32 Aufschaltungen im Südharz und im Herbst im Norden dieser Region.
Quelle: Info des NDR | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Niedersachsen.
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20.7.2021 • Digitalradio: Terrestrik als krisenfeste Informationsplattform
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 U.a. Dank der Notstromversorgungen haben sich die Produktions- und Sendeinfrastrukturen des terrestrischen Radio und Fernsehens in den von der jüngsten Flutkatastrophe betroffenen Gebieten als krisenfest erwiesen.
Was bisher eher Polemiken zugunsten des Radios und gegen die Übernahme der Radioverbreitung durch Mobilfunk und Internet speiste, hat sich in der schlimmen Situation der letzten Tage in der Praxis gezeigt: Strom, Telefonie und Internet im Festnetz und der Mobilfunk fielen aus - das Radio produzierte und sendete weiter. Die Sendungen sind mit normalerweise im Haus vorhandenen tragbaren Radios und Batterien empfangbar, wenn der Akku des Smartphones aufgegeben hat. Wie gemeldet wird, funktionierte die „Broadcast“-Infrastruktur in den betroffenen NRW-Gebieten ohne Unterbrechungen. Stromausfälle stoppten nur die Studios zweier NRW-Lokalradios, die nicht über eine Notstromversorgung verfügen.
EWF Würde die in DAB+ enthaltene Emergency Warning Function (EWF) konsequent eingesetzt und das Gegenstück standardmässig in mehr Radios implementiert, könnten über DAB+ sogar (geeignete) Geräte durch ein Steuersignal der Behörden aus dem Standby „geweckt“ werden, so dass Alarmierungen mehr Betroffene erreichen. Sicher ähnlich wirksam, wäre es, den Behörden einen zusätzlichen Sprachkanal zur Verfügung zu stellen, um Ansagen der Behörden (auch mehrsprachig - siehe Wien) zu verbreiten.
Kommentar : Der terrestrische Rundfunk hatte sich als Kommunikationssystem in Notfällen bereits bei der Notfall-Simulation des letztjährigen Warntags und nun auch im bedauerlichen Ernstfall bewährt. Die jüngste Hochwasser-Katastrophe zeigte dramatisch, dass Internet und Mobilfunk in Notsituationen ungeeignet sind. Die Zeit für Entscheidungen in Sachen EWF ist reif.
Quelle: Meldung von teltarif vom 19.7. | Hintergrund: EWF.
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16.7.2021 • Digitalradio: Beats statt Movies bei Klassikradio
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Klassik Radio änderte gestern sein Angebot im zweiten nationalen DAB+-Mux: Der Spartenkanal Klassik Radio Movie wurde durch Klassik Radio Beats ersetzt. Der neue House-Sender sei eine „Zäsur“, so CEO Ulrich Kubak. „Heute erfinden wir einen Radiosender neu, der für die Generation der ab 30-jährigen und eine erwachsen gewordene Jugendkultur steht.“ Die Erweiterung des Musikhorizonts soll zudem eine andere Zielgruppe als die Klassik-Formate erreichen: Der Beats-Kanal bekommt eine internationale Ausrichtung mit „englischsprachigen News aus ganz Europa“. Der Movie-Kanal bleibt auf seiner Website und per Streaming abrufbar.
Quelle: Presseinfo von Klassikradio vom 14.7. | Hintergrund: Programme im 2. Bundesmux.
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16.7.2021 • Digitalradio: TLM lehnt Zulassungsantrag ab
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Der Zulassungsantrag der B&R-KLASSIK-UNION GmbH zur Veranstaltung eines 24-stündigen, landesweiten unterhaltungsorientierten Hörfunkspartenprogramms 'Radio Rosamunde' in Thüringen wurde abgelehnt.“ Dies teilt die Thüringer Medienanstalt TLM ohne weitere Informationen mit. Die Meldung der Firma von Hartmut Issmer auf die Ausschreibung für den landesweiten DAB+-Mux hatte Anfang 2020 für Schlagzeilen gesorgt. Der als Rechtsaktivist geltende hessische Unternehmer hatte 2019 den Geschäftszweck seiner Baufirma auf den „Betrieb von Rundfunksendern“ erweitert.
Quelle: Presseinfo der TLM vom 14.7. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Thüringen.
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15.7.2021 • Digitalradio: DAB+-Radiostationen steigern Hörerschaft
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 DAB+ steigert seine Hörerschaft auf 20,4 (17,4) Prozent. Von 20,0 auf 22,7 Prozent stieg der Anteil der 30- bis 59jährigen. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Reichweitenuntersuchung MA Audio 2021.
„DAB+ gehört zu den klaren Gewinnern“, meldet Antenne Deutschland und sieht seine Absolut Radio-Programme „mit 41,5% Steigerung in der Durchschnittsstunde und 32% Steigerung in der Tagesreichweite an 2. Stelle unter allen Angeboten“. Von der nationalen DAB+-Verbreitung profitiert nach eigenen Angaben auch Rock Antenne mit 258.000 Zuhörern pro Stunde über alle Ausspielwege.
Gewinner sind auch andere digitale Verbreitungswege: Die Werte für Online-Audio stiegen von 22,3 auf 25,8 Prozent. Besonders stark nutzen das erwartungsgemäß jüngere Hörer von 14 bis 29 Jahren. Deren Anteil stieg von 34,5 auf 38,1 Prozent. „Schon einmal Podcasts gehört“ haben 41,8 (33,5) Prozent der werberelevanten Zielgruppe bzw. 29,3 (22,3) Prozent aller Befragten.
Insgesamt nutzen 93,6 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren lineares Radio oder Online-Audioangebote. Die tägliche Nutzungszeit stieg leicht von 254 auf 260 Minuten.
Hinweis : Die Angaben entsprechen (sofern nicht anders bezeichnet) der Radionutzung „in einem durchschnittlichen 4-Wochen-Zeitraum“ (sog. Weitester Hörerkreis; WHK). Sie sind Ergebnis der aktuellen Reichweiten-Ermittlung der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (agma), wofür 67.054 deutschsprachige Menschen ab 14 Jahren befragt wurden. Der Vergleich bezieht sich auf die MA 2020 Audio II vom Juli 2020, die erstmals DAB+ und Online-Audio auswies.
Quelle: Presseinfos von agma und Antenne Bayern, Tweet von Antenne Deutschland vom 14.7.
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14.7.2021 • Unterhaltungselektronik: Weniger Fernseher, mehr Umsatz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Bildschirmgröße und Ausstattungen haben die Umsätze mit TV-Geräten im 2. Quartal 2021 trotz eines Einbruchs der Stückzahlen vor dem Fall gerettet. Das geht aus dem Marktindex Hemix hervor, so der Branchenverband gfu.
Zwischen April und Juni wurden demnach mit nur 1,3 Mio. Geräten (minus 18,5 Prozent) rund 831 Mio. Euro (plus 1 Prozent) umgesetzt. Entsprechend stieg der Durchschnittspreis der Fernseher um sage und schreibe 24 Prozent auf 657 Euro. Für den Absturz des Verkaufs seien u.a. die knappen Komponenten und die Verteuerung der Logistik verantwortlich.
Deutlich wird zugleich, dass der Durchschnitt der Einzelpreise durch die Ausstattung hochgetrieben wird: So machten UHD-Geräte nach Stückzahlen 75 Prozent, nach dem Umsatz 91 Prozent des Marktes aus. Bei Displaygrößen über 55 Zoll sind es 45 Prozent (Stückzahl) bzw. 67 Prozent (Umsatz). „Smarte“ Geräte dominieren den Markt mit 93 (Stückzahl) und 98 (Umsatz) Prozent.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 14.7.
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14.7.2021 • Digitalradio: Domradio nicht beim DAB+-Mux NRW
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der DAB+-Veteran Domradio, ein Sender mehrerer katholischer Bistümer, wird in NRW nicht auf DAB+ zurückkehren. Das meldet satnews unter Verweis auf die dort vorliegende Beantwortung einer Hörer-Anfrage durch den Geschäftsführer Carsten Horn.
Massgebend sind offenbar die Kosten. Horn: „Leider sahen die zuständigen NRW-Bistümer kurzfristig keine gemeinsame Finanzierungsmöglichkeit, gerade auch im Blick auf die notwendige zehnjährige Vertragsbindung mit dem Sendernetzbetreiber.“
Das Programm sendete als einziges NRW-Privatradio seit 2012 im Rahmen eines Pilotprojektes im WDR-Mux. Das Projekt wurde mehrfach verlängert - zuletzt bis zum 30. Juni 2020. Wegen der langjährigen Teilnahme galt Domradio als gesetzt beim kommenden landesweiten DAB+-Mux der Privatradios.
Der Ausstieg von Domradio macht einen der 17 vergebenen Plätze frei. RadioNRW könnte mit den beiden zugelassenen Programmen Mydio und Noxx dabei sein ohne dass die Wunsch-Belegung mit 16 Programmen überschritten würde.
Nachtrag : Domradio bleibt in der Hauptstadtregion im Block 12D auf DAB+ weiter empfangbar.
Quelle: Meldung von satnews vom 13.7. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
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13.7.2021 • Digitalradio: Thüringen-Mux soll ab September senden
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Privatradio-Ensemble für Thüringen kann ab September senden. Damit rechnet Jochen Fasco, Direktor der Landesmedienanstalt TLM.
Auf Anfrage von dehnmedia bestätigt er die lange erwartete Frequenzzuteilung des Blocks 12B an die Plattformbetreiberin Divicon Media durch die Bundesnetzagentur. Jetzt beginnt das Unternehmen Verhandlungen mit Radioveranstaltern und kann die Sendetechnik aufbauen.
Die Programme Antenne Thüringen, Landeswelle Thüringen, radio TOP 40 und Antenne Thüringen Classics haben für DAB+ „must carry“-Status, teilt Fasco weiter mit. „Darüber hinaus gibt es Anfragen von bundesweit zugelassenen Veranstaltern. Damit sollte der Programmmultiplex gefüllt sein.“ Aufgrund der laufenden Vertragsverhandlungen könne Genaueres nicht mitgeteilt werden. Auf die Ausschreibung hatten sich auch Schlagerradio und EgoFM gemeldet; Radio Teddy hat eine landesweite UKW-Zulassung.
An den geplanten Senderstandorten Erfurt und Weimar sollen laut Fasco neue Antennen zum Einsatz kommen. In Erfurt reiche der Öffnungswinkel der vorhandenen Antenne von Media Broadcast nicht aus. In Weimar will man eine neue Antenne des MDR mitbenutzen. Bis zur Fertigstellung weicht man auf eine Anlage von Media Broadcast aus. Der weitere Ausbau des Sendenetzes kann - gemäß der Vorgabe der TLM - „bedarfsorientiert“ erfolgen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Thüringen.
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13.7.2021 • Digitalradio: Weiteres Programm für Bad Kreuznach geplant
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Ab dem Herbst 2021 will sich das Programm MusicStar am DAB+-Versuchsprojekt Bad Kreuznach (Block 12A) beteiligen. Die Medienanstalt Rheinland-Pfalz hat eine Zulassung bis Ende März 2026 für ein Lokalradio vergeben, teilt der Veranstalter funkstar medien UG i.Gr. mit.
Angekündigt werden regionale und weitere Themen und ein Musikformat mit aktuellen Charttiteln und Raritäten der Musikgeschichte. Der Veranstalter plane ab 2022 „weitere lokale Expanditionen mit Partnern“. Genannt werden Hamburg, Bremen, das Saarland und der Freiberg-Mux (Sachsen). Auch in NRW will man bei DAB+ einsteigen, „sofern der lokale Multiplex für Rhein-Ruhr ausgeschrieben wird“.
Im Gegensatz zu DAB+ verzichtet der gleichnamige Websender des Veranstalters aufgrund seiner bundesweiten Zulassung auf lokale Inhalte.
Am Bad Kreuznacher Versuchsprojekt nehmen derzeit sieben Programme teil. Der Sendebeginn einer weiteren zugelassenen Station steht aus.
Quelle: Aussendung der funkstar medien UG i.Gr. vom 12.7. | Hintergrund: DAB+, Small Scale DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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12.7.2021 • Digitalradio: Dritter Hauptstadt-Mux vorerst nicht in Sicht
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 An einen dritten DAB+-Multiplex mit Privatradios für Berlin ist derzeit trotz starken Interesses an der terrestrischen Verbreitung nicht zu denken. Das geht aus der Beantwortung einer dehnmedia-Anfrage durch die Medienanstalt Berlin Brandenburg (MABB) hervor.
Berlin und Brandenburg haben „aktuell das vielfältigste Hörfunkangebot in Deutschland “, hebt eine Sprecherin der MABB hervor. Aufgabe der Medienaufsicht sei es jedoch, „im Sinne der Vielfalt zu vermitteln. Dabei kommt immer wieder die Frage nach der Refinanzierbarkeit auf und gleichzeitig die Frage nach dem Vielfaltsbeitrag der einzelnen Anbieter für den Markt.“
Weiter heißt es: „Entscheidend sind die Vermarktungsmöglichkeiten für neue Hörfunkangebote. Mit der Reichweitenmessung durch die agma und der Ausweisung von DAB+-Only-Angeboten in der ma Audio sind die Voraussetzungen für die überregionale und bundesweite Vermarktung durch RMS und AS&S gegeben. Jetzt braucht es aus unserer Sicht Chancengleichheit für die Aufnahme von DAB+-Only-Anbietern in die Vermarktung.“
Die MABB verweist auch auf den Digitalisierungsbericht Audio 2020: Die Haushaltsausstattung mit DAB+Radios wurde vor einem Jahr für Brandenburg mit 20,5 Prozent und für Berlin mit 18,5 Prozent ermittelt. Obwohl DAB+ also etabliert ist, bleibt „UKW das ökonomische Rückgrat der Gattung Hörfunk“, beschreibt die MABB die Situation am Markt.
Kommentar : Die MABB macht also zum Einen deutlich, dass ein Mehr an Programmen (z.B. angesichts der invasionäre Schlagerwellen) nicht unbedingt die inhaltliche Vielfalt des Gesamtangebots verbessert. Zum Anderen wird das Fehlen von Nutzungsdaten der regionalen DAB+-Programme kritisiert. In der Folge fehlen diesen Anbietern und der Medienaufsicht brauchbare Informationen über die Refinanzierung bzw. die markt- und zukunftsfähigkeit dieser Stationen.
Hintergrund : In Berlin und Brandenburg bewarben sich kürzlich neun Veranstalter um drei DAB+-Plätze. Sechs von ihnen bemühten sich im März 2021 mit 12 weiteren Antragstellern um eine einzige Berliner UKW-Frequenz. Mindestens neun dieser 18 Aspiranten sind nicht auf DAB+ vertreten. Die MABB führt in ihren Listen weitere 12 „UKW only“-Programme. Das sind zusammen mehr als 20 Stationen, die zumindest theoretisch für eine parallele Verbreitung DAB+ in Frage kämen.
Quellen: Eigene Recherche, MABB zu UKW-Bewerbungen vom 2.3. | Hintergrund: DAB+ in Berlin/Brandenburg, Privatradios.
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8.7.2021 • Italien: HDTV jetzt für Südtirol - ab 2022 in DVB-T2/HEVC
In Norditaliens deutschsprachiger Region Südtirol wird die terrestrische TV-Übertragung in mehreren Schritten in Richtung DVB-T2 geändert. Seit wenigen Tagen sind etliche Sender aus Deutschland (ARD, Arte, 3Sat, ZDF), Österreich und der Schweiz zusätzlich auch in HDTV-Qualität zu empfangen.
Wie der Netzbetreiber RAS mitteilt, werden diese Programme zunächst in den Kanälen 27 und 59 in DVB-T mit MPEG-4 parallel zu den bekannten DVB-T-Programmen in Standard-Auflösung ausgestrahlt. Um die HDTV-Programme in ihre eigentlichen Zielkanäle zu bringen, wird die SD-Übertragung im Herbst 2021 beendet und die HD-Multiplexe wechseln auf die Kanäle 21 und 34. Der letzte und entscheidende Schritt wurde für
RAS-Grafik mit aktuellen Sendekanälen (klickbar).
Mitte 2022 festgelegt: Dann wird das überalterte DVB-T durch DVB-T2 ersetzt, wie in Deutschland erfolgt die Kodierung dann mit dem HEVC-Verfahren. Wie RAS weiter mitteilt, kostet die Umstellung bzw. Erneuerung ihrer derzeit 456 in Südtirol betriebenen Sendestellen das öffentlich-rechtliche Unternehmen rund 2,5 Mio. Euro.
Hintergrund der Umstellung ist die (in Deutschland bereits vollzogene) Umwidmung der UHF-Kanäle 49 bis 60 zugunsten des Mobilfunks mit 5G-Technik. Der Zeitplan ergibt sich aus Vorgaben der italienischen Regierung. Seit Anfang 2017 müssen in Italien verkaufte Fernseher für DVB-T2 und HEVC geeignet sein.
Quellen: RAS-Mitteilungen vom 21.6.2021, 12.10.2020 | Hintergrund: DVB-T und DVB-T2 in Südtirol.
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7.7.2021 • Frequenzen: Sachsen streicht UKW-Aus aus dem Gesetz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Landesregierung Sachsens will die dort für 2025 vorgesehene UKW-Abschaltung streichen. Das ist Inhalt einer Novelle des Landesmediengesetzes, die das Kabinett jetzt in den Landtag einbringt. Das Landesgesetz hatte eine UKW-Abschaltung schon für 2014 festgelegt, was jedoch auf 2025 verschoben wurde.
Zwar wollten alle DAB+ auf den Weg bringen, wird der Chef der Staatskanzlei Oliver Schenk (CDU) zitiert. Die Veranstalter rechneten jedoch mit Reichweitenverlusten, müssten sie auf UKW verzichten. Zudem sei DAB+ „ein nicht ganz billiges Verfahren“.
Aufgrund der überdurchschnittlichen Haushaltsausstattung mit DAB+-Radios belegen die drei MDR-Bundesländer laut den Digitalisierungsberichten der Medienanstalten eine Spitzenposition hinter Bayern. Der Bericht für 2020 meldete für Sachsen einen Anstieg um 16 Prozent auf 31 Prozent - der bundesweit zweitbeste Wert. Mit der bundesweiten Hybridtuner-Pflicht für Heimgradios mit Sendernamens-Anzeige dürfte dieser Anteil seit Ende 2020 noch erheblich gestiegen sein.
Kommentar : Ein bei der DAB+-Haushaltsausstattung führendes Bundesland schreibt die Radio-Digitalisierung in den Wind. Es hat den Anschein, dass DAB+ hier eine Absage erteilt wird, ohne der Öffentlichkeit mitzuteilen, was eigentlich beabsichtigt ist.
PS.: Wenn DAB+ „nicht ganz billig“ ist - was ist dann UKW? Und was ist der Simulcast?
Quelle: Presseinfo des Kabinetts, Meldung von DF vom vom 6.7. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Sachsen.
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6.7.2021 • Digitalradio: NDR zu den weiteren Ausbauplanungen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der NDR hat auf den Webseiten seiner technischen Teilnehmerberatung jetzt das „Sommerprogramm“ für den Ausbau seiner DAB+-Sendenetze bekannt gegeben. Hier die für den Zeitraum ab Mitte Juli vorliegenden Informationen, die naturgemäß unter Vorbehalt stehen.
KW 29
KW 32
KW 35
Block 6C
Block 6C
Block 6C
Holzminden-Neuhaus, Luegde-Rischenau (Regional: Braunschweig).
Bad Sachsa, Goslar-Sudmerberg (Regionalisierung: Braunschweig).
Braunschweig-Drachenberg: Frequenzwechsel von Block 11B.
Ende August Block 9A Bungsberg mit Regionalisierung Lübeck.
Ende August Block 12B Bennin (Granzin/Greven) mit Regionalisierung Schwerin.
In den weiteren Planungen werden in Mecklenburg-Vorpommern die Regionen Malchin (Herbst) und Bad Segeberg in Schleswig-Holstein (beide bis Ende 2021) genannt. Gemäß obiger Planung werden die Regionen Nordharz und Sternberg (Bennin) vorgezogen.
Quelle: Ausbau-Seite des NDR vom 6.7. | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein.
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5.7.2021 • Digitalradio: 26,6 Prozent der Bayern hören täglich DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Funkanalyse Bayern 2021 bestätigt die Rolle von DAB+ „als bedeutendster digitaler Ausspielweg linearer Radioprogramme. Der Markterfolg von DAB+ zeigt, dass der bayerische Weg zielführend ist.“ Damit, so BLM-Präsident Siegfried Schneider, wurde in Bayern ein weiteres Etappenziel bei der Radiodigitalisierung erreicht.
Gegenüber der Vorjahres-Erhebung haben jetzt 42 (plus 7,8) Prozent der Bayern Zugang zu DAB+-Radios. 26,6 (+6,1) Prozent hören täglich DAB+. Auf der anderen Seite rutscht die UKW-Nutzung um 8,8 auf 58 Prozent ab, während sich die Nutzung von Webradio langsamer entwickelt als DAB+. Radio ausschließlich über DAB+ hören 13,4 Prozent der Hörer, so dass DAB+ „die Nummer Eins unter den digitalen Empfangswegen“ ist.
Der kräftige Anstieg der Nutzung könnte eine kurzfristige Folge von Corona sein, wird eingeräumt. Denn während die Radionutzung in der Wohnung gestiegen ist,
BLM-Charts zu Ausstattung (oben) und Reichweiten (klickbar).
wurde weniger im Auto gehört.
Bayern ist das erste Bundesland, in dem alle UKW-Programme im Simulcast auf DAB+ verbreitet werden. Möglich wurde das u.a. durch eine gemeinsame Infrastrukturplanung, wobei der BR in seinen sechs Regionalensembles zahlreiche lokale Privatsender verbreitet.
Die Medienanstalt BLM gab diese Zahlen vorab bekannt. Im Gesamtumfang wird die Funkanalyse morgen veröffentlicht.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 5.7. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Brandenburg.
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5.7.2021 • Digitalradio: RBB-Mux sendet von Petkus (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der RBB bestätigt heute die Aufschaltung seines Brandenburg-Ensembles im Block 10B am Standort Petkus. Dort ging am 28. Juni eine neue VHF-Antenne in Betrieb. Mit 10 kW Leistung wird der Empfang für rund 40.000 Brandenburger im Landkreis Teltow-Fläming und im Westen des Landkreises Dahme-Spreewald verbessert.
„Gegen Ende dieses Jahres ist die Inbetriebnahme eines weiteren DAB+ Senders in Eberswalde vorgesehen, um die dortige Versorgungslücke zu schließen“, teilt der RBB weiter mit. Ohne ins Detail zu gehen heißt es weiter: „Weitere Standorte in Brandenburg sollen folgen, um die Reichweite wie in Berlin auf das Niveau von UKW anzuheben.“ Nachdem DAB+-Tuner in den Autoradios von Neuwagen Pflicht sind, ist DAB+ „der reichweitenstärkste digitale Verbreitungsweg für Radioprogramme für die mobile Nutzung“, so der RBB.
Quelle: Presseinfo des RBB vom 5.7. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Brandenburg.
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5.7.2021 • Digitalradio: NRW-Privatmux startet von 15 Standorten
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Media Broadcast, deren Tochterfirma Audio.Digital das landesweite DAB+-Ensemble der Privatradios betreiben wird, hat jetzt zwei Karten zum Aufbau des Sendenetzes veröffentlicht. Die Karte zeigt die laut Medienanstalt LfM für den
Block 9D vorgesehenen Sendestandorte Aachen, Bielefeld, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Eggegebirge, Herscheid, Hochsauerland (Hunau), Köln, Essen, Minden, Münster, Schöppingen, Siegen, Wesel. Eine weitere Grafik für 2022 zeigt nur geringe Änderungen.
Ab dem Sendestart werden etwa 87 Prozent der Bevölkerung inhouse, auf die Fläche bezogen 92 Prozent des Bundeslandes, versorgt. Für 97 Prozent der Autobahnen wird der mobile Empfang ankündigt. Im Jahr 2023 sollen die Sendeanlagen Lügde und Wuppertal zugeschaltet werden. Das Sendenetz errichten und betreiben Divicon Media und Uplink Network im Auftrag der Plattformbetreiberin. Genauere Informationen zum Termin des Sendestarts, zu den Sendeleistungen an den Standorten usw. liegen noch nicht vor.
Klickbare Grafik von Media Broadcast
Quelle: Media Broadcast | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
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3.7.2021 • Personalia: Norbert Himmler wird ZDF-Intendant
Norbert Himmler, Foto: ZDF Das ZDF bekommt einen neuen Chef: Norbert Himmler (Foto: ZDF) übernimmt die Intendanz der öffentlich-rechtlichen TV-Senderfamilie.
Himmler wurde im dritten Wahlgang mit 57 von 60 Stimmen gewählt. Die vorherigen Wahlgänge waren nur knapp zu seinen Gunsten ausgegangen. Zuletzt stimmten 32 Räte für ihn und 28 für seine Mitbewerberin Tina Hassel (ARD-Hauptstadtstudio). Das ZDF-Gesetz verlangt jedoch eine Wahl mit 3/5-Mehrheit der Fernsehräte. Hassel zog ihre Kandidatur zurück, um ein andauerndes Patt und eine Polarisierung im Fernsehrat zu verhindern.
Der amtierende Thomas Bellut stand für eine dritte Amtszeit nicht zur Verfügung und wird am 15. März 2022 an Himmler übergeben. Himmler (Jahrgang 1971) ist der sechste Intendant seit der ZDF-Gründung 1962. Er hat dort sein gesamtes Berufsleben seit 1997 verbracht. Seit 2002 ist er in Leitungsfunktionen tätig; seit 2012 ist er ZDF-Programmdirektor und seit 2017 Vorsitzender der Geschäftsleitung des Dreiländer-Senders 3sat.
Quellen: Presseinfo des ZDF, Bericht von dwdl vom 2.7.
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2.7.2021 • Digitalradio: RBB-Mux sendet von Petkus (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach Angaben von ukwtv.de hat der RBB am schon für 2020 angekündigten Senderstandort Petkus seinen Brandenburger Multiplex (Block 10B) aufgeschaltet. Seit dem 28. Juni sind im Versorgungsbereich u.a. Antenne Brandenburg und Radio1 mit ihren Regionalisierungen zu empfangen. Eine Information des RBB zur Inbetriebnahme des südlich von Berlin gelegenen Standortes liegt noch nicht vor.
Aus der Beantwortung einer Kleinen Anfrage im Brandenburg-Landtag von 2019 gehen mit damaligem Planungsstand weitere Inbetriebnahmen zwischen 2020 und 2024 hervor. In dem Dokument werden die Standorte Lauchhammer, Guben, Eisenhüttenstadt, Eberswalde, Fürstenberg und Rhinow für weitere Sendeanlagen genannt.
Quellen: ukwtv vom 2.7., Kleine Anfrage 6/11621 vom 24.6.2019 | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Brandenburg.
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2.7.2021 • Digitalradio: Kommt der Thüringen-Mux im Herbst?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Eine Mitteilung zum Online-Start der neuen Station Antenne Thüringen Classics im Internet deutet darauf, dass der Sendestart des Thüringer DAB+-Muxes in greifbare Nähe rückt: „Wir freuen uns, mit diesem ab Herbst zusätzlich über DAB+ empfangbar zu sein“, wird Antenne-Geschäftsführer Christian Berthold zitiert.
Das Programm war im Dezember 2020 zusammen mit Divicon Media als Plattformbetreiberin zugelassen worden. Auf eine voran gegangene Ausschreibung meldeten sich u.a. das Berliner Schlagerradio und EgoFM.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 1.7. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Thüringen.
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2.7.2021 • Digitalradio: Frankreich verschiebt Metropolen-DAB+
Der Start der beiden nationalen DAB+-Multiplexe in Frankreich wurde vom 15. Juli auf den 12. Oktober verschoben. Das teilt die Website dabplus.fr mit. Es bleibt aber demnach bei den 25 Programmen, so dass sowohl der
Staatssender Radio France als auch die großen Privatradiogruppen mit ihren Stationen vertreten sein werden (siehe Grafik). Das Netzkonzept orientiert auf die Versorgung längs der Autobahnstrecken Paris-Lyon-Marseille, wo um 40 Prozent der Bevölkerung versorgt seien.
Am 15. Juli sollen jedoch regionale Programme in Avignon und Dijon auf Sendung gehen, im Laufe des Juli auch in Toulon. Ohne Termine für 2021 sind Ensembles für Annecy, Grenoble und St. Etienne angekündigt. Die Inbetriebnahme weiterer regionaler Muxe steht 2022 für Amien, Angers, Bayonne, Besancon, Brest, Caen, Clermont-Ferrand, La Rochelle, Le Mans, Limoges, Metz, Montpellier, Nancy, Nimes, Orleans, Pau, Perpignan, Poitiers, Reims, Rennes und Tours in den Planungen.
Quelle: Mitteilung von dabplus.fr | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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2.7.2021 • Digitalradio: Digi-Bericht kommt am 6. September
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Geschäftsstelle der Landesmedienanstalten wird den diesjährigen Digitalisierungsbericht Audio am 6. September veröffentlichen. Die Vorstellung erfolgt im Rahmen einer Online-Fachveranstaltung, weil die Funkausstellung in diesem Jahr abgesagt wurde.
Quelle: Presseinfo vom 1.7. | Hintergrund: DAB+.
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1.7.2021 • Digitalradio: Hit104 steigt in Berlin/Brandenburg aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im berlin-brandenburgischen DAB+ (Block 12D) wurde jetzt die Station Hit104 abgeschaltet. Eine Begründung liegt nicht vor. Der MABB war das offenbar vorab bekannt gemacht worden. Die Medienanstalt hatte im April für „mindestens drei“ Programme ausgeschrieben, obwohl seinerzeit nur zwei Plätze nicht belegt waren. Der MABB-Aufruf zeigte das große Interesse an DAB+. Für den Mux haben sich immerhin neun Programme beworben. Die Entscheidung des Medienrates steht noch aus.
Hit104 wird von der Berliner Silvacast GmbH veranstaltet und jetzt nur im Internet verbreitet. Auf eine Berliner UKW-Ausschreibung hatte sich Silvacast im Winter mit dem Schlagersender Radio Paloma beworben, der weiter im DAB+-Block 12D sendet.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Brandenburg.
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1.7.2021 • Digitalradio: NDR sendet DAB+ von Bremen-Walle
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Morgen nimmt der NDR für seinen DAB+-Multiplex (Block 8D) einen neuen Sender in Betrieb. Mit 2 kW Sendeleistung vom Standort Bremen-Walle sind die NDR-Programme (NDR1 Niedersachsen mit Regionalisierung Oldenburg) in den Bereichen Osterholz-Scharmbeck, Worpswede, Ottersberg, Oyten, Achim und Syke sowie im Ostteil der Stadt Bremen nun auch in Gebäuden digital zu empfangen. Die neue Sendeanlage verbessere zugleich die Versorgung des Straßennetzes zwischen Bremen, Zeven und Nienburg.
Quelle: Mitteilung des NDR vom 1.7. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Bremen.
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1.7.2021 • Digitalradio: WDR setzt den Netzausbau für DAB+ fort
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der WDR baut sein DAB+-Sendenetz wie angekündigt weiter aus. Vom Sendeturm auf der Kuhhelle in Lennestadt verbessert ein 1 kW-Füllsender den Empfang der WDR-Programme im Block 11D dort, in Finnentrop, Kirchhundem und angrenzenden Orten des südlichen Sauerlandes. „Um auch das Wittgensteiner Land besser über DAB+ mit den WDR-Radioprogrammen zu versorgen, ist 2022 geplant, am Standort Biedenkopf eine weitere Sendeanlage in Betrieb zu nehmen“, kündigt der WDR zugleich an.
Quelle: Mitteilung des WDR vom 1.7. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
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1.7.2021 • Digitalradio: 756.000 DAB+-Radios bis Mai verkauft
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit Jahresbeginn und bis Ende Mai 2021 wurden in Deutschland 756.000 DAB+-Radios verkauft. Nach diesen Angaben entspricht das einer Steigerung zum Vorjahreszeitraum von 6,5 Prozent. Das geht aus dem Handelsindex Hemix für den Zeitraum hervor, teilt der Industrieverband gfu mit.
In einer Halbjahresbilanz verweist der Digitalradio-Verein zeitgleich u.a. auf kommende neue DAB+-Ensembles mit privaten Radiostationen für NRW und Hamburg. 70 der gegenwärtig rund 270 per DAB+ angebotenen Radiosender werden ausschließlich digital verbreitet. Das Büro kündigt außerdem einen Hörfunk-Thementag zu DAB+ bei ARD und Deutschlandradio im September und eine Werbekampagne zwischen dem 22. November und 5. Dezember - als werbliche Einstimmung auf das Weihnachtsgeschäft - an.
Quelle: Presseinfos von gfu und Digitalradio Büro vom 30.6. | Hintergrund: DAB+.
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1.7.2021 • Digitalradio: BR sammelt Info-Angebote unter der Marke BR24
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der 1. Juli ist Stichtag für die Änderung zweier Stationsnamen des Bayerischen Rundfunks, die über DAB+ im landesweiten Multiplex des BR (Block 11D) zu hören sind. Das Nachrichtenradio B5 aktuell heißt nun BR24. Der dazugehörige nur digital verbreitete Ereigniskanal B5 Plus wurde in BR24Live umgetauft. Zeitgleich heißt das Fernsehmagazin Rundschau nunmehr BR24 Rundschau mit der Perspektive, den Zusatz „Rundschau“ zu streichen. Die aktuellen Sendungen von Radio und TV und deren Präsenzen im Internet bilden unter der gemeinsamen Marke BR24 „ein neues, medienübergreifendes Informationsangebot“, so der BR. Das betrifft auch die Angebote des BR im Web und sozialen Medien. Ab 2024 sollen die BR24-Redaktionen einen gemeinsamen Newsroom auf dem Gelände in München-Freimann beziehen.
Quelle: BR vom 28.6. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.



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