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Nachrichten-Archiv Juni 2021

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30.6.2021 • England: Umstiegskampagne auf DAB+ hat begonnen
Die Lobbyorganisation Digitalradio UK hat eine Kampagne zu Umstieg vom „klassischen“ DAB auf das leistungsfähigere DAB+ begonnen. In den nächsten vier Wochen wird unter dem Motto „Don’t miss a thing with DAB+“ für den Kauf von DAB+-Radios mit dem Digital Tick Mark geworben. Dieses setzt auf eine Liste von Minimalanforderungen an DAB/DAB+-Produkte auf.
In England begann die digitalterrestrische Radioverbreitung bereits 1998. Der Nachfolgestandard DAB+ wurde erst später standardisiert. Derzeit werden in DAB+ 26 nationale Stationen und weitere 60 in Teilen Londons ausgestrahlt. DAB+ ist auch für die rund 180 Programme der Small Scale Multiplexe vorgesehen. Jedoch sei der Informationsstand über die Vorteile von DAB+ in der Bevölkerung gering. Obwohl fast nur noch DAB+-Produkte im Handel angeboten werden, liege die Haushaltsausstattung mit diesen Radios erst bei 30 bis 40 Prozent.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio UK vom 28.6. | Hintergrund: DAB+ in Großbritannien.
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28.6.2021 • Österreich: Positive Bilanz nach zwei Jahren DAB+ national
Der Verein Digitalradio Österreich geht nach zwei Jahren landesweitem DAB+ von einer Reichweite von bis zu 600.000 Hörer aus. Dies ergebe sich aus einer Hochrechnung: 12 Prozent der Teilnehmer einer Befragung hatten erklärt, „mehrmals im Monat DAB+“ zu hören. „Bereits 20 % der Österreicherinnen und Österreicher besitzen zumindest ein DAB+ fähiges Radiogerät“, heißt es weiter.
Dazu trage das Programmangebot bei. Begann der Sendebetrieb des nationalen Mux am 28. Mai 2019 mit neun Programmen, sind jetzt 14 auf Sendung. Ein 15. kommt nach Eigenaussage heute dazu. Weitere 14 Programme senden für den Großraum Wien, wo schon seit April 2018 in DAB+ ausgestrahlt wird.
Erst vor wenigen Tagen hatte die Medienbehörde KommAustria weitere Multiplexe in Aussicht gestellt, sofern dafür Bedarf bestehe.
Quelle: Meldung von Digitalradio Österreich vom 21.6. | Hintergrund: DAB+ national in Österreich.
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28.6.2021 • Digitalradio: Niedersachsens Private schieben DAB+ an
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der niedersächsische Landtag hatte das Bundesland mit seinem Beschluß von 2019, DAB+ für Privatradios zu verhindern, weitgehend isoliert. Jetzt weht der Wind in die Gegenrichtung.
Die Privatradios forcieren ein landesweites DAB+-Engagement. Im Landtags-Unterausschuß Medien teilte der Vertreter der Staatskanzlei am 26. Mai mit, „dass die privaten Veranstalter offenbar erwägen würden, eine DAB+-Plattform in Niedersachsen auf den Weg zu bringen. Die Landesmedienanstalt habe sich mit diesem Wunsch der Privaten an die Staatskanzlei gewandt, die derzeit die rechtlichen Fragen kläre“. Das betreffe Änderungen der geplanten Novelle des Landesmediengesetzes. Dessen Behandlung wurde auf Mitte Juli verschoben.
In der vorangegangenen Sitzung hatte sich Stefan Birkner (FDP), Initiator des damaligen Beschlusses, verwundert gegeben, „dass die Landesmedienanstalt ... bei der Neuvergabe von DAB+-Frequenzen zurückhaltend sei“. Der besagte Beschluß hätte das doch nicht betroffen.
Laut Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten lag die Haushaltsausstattung mit DAB+-Radios in Niedersachsen im Vorsommer 2020 bei 23,9 Prozent - also nur knapp unter dem Bundesschnitt von damals 24,3 Prozent. Das könnte die Strategie der Privatradios beeinflußt haben - schon vor möglichen Wirkungen des 2. Bundesmuxes und der Hybridtuner-Pflicht.
Schon 2019 hatte die Landesregierung die Grenzen des Beschlusses erahnt: Es sei „nicht ansatzweise erkennbar, dass sich für den niedersächsischen Vorschlag eine Mehrheit finden lässt“, hieß es mit Blick auf die anderen 15 Bundesländer.
Offenbar mangels anderweitiger Unterstützung hatten mehrere Privatradios
DAB+ in den Bundesländern (klickbar). Grafik: Digibericht 2020.
Anfang 2021 eine Studie zur Machbarkeit und Finanzierbarkeit von DAB+ in Niedersachsen angekündigt. Eine kürzliche Verbandsgründung könnte auch in diesem Zusammenhang gesehen werden. Schon länger haben viele Sender aus Niedersachsen DAB+-Plätze in den benachbarten Bundesländern besetzt. Die DAB+-Ensembles mit Privatradios für Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und demnächst NRW strahlen auch nach Niedersachsen hinein.
Quellen: Ausschuß-Protokolle vom 26. und 5. Mai | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Niedersachsen.
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28.6.2021 • Digitalradio: Weitere DAB+-Programme für NRW-Landesmux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Laut einer Meldung hat die Medienkommission der Medienanstalt LfK NRW zwei weiteren Bewerbern Zulassungen für den geplanten landesweiten DAB+-Mux erteilt. Es handelt sich um Antenne NRW einer Tochter von Antenne Bayern und um Noxx, mit dem Radio NRW offenbar ihr bisher den Lokalradios zugeliefertes Nachtprogramm gleichen Namens in ein digital verbreitetes 24/7-Format überführen will.
Damit liegen 17 Zulassungen für die 16 Programmplätze vor. Nun wird spekuliert, dass Radio NRW sein für DAB+ bereits zugelassenes Projekt Mydio für DAB+ fallen lassen könnte, um dessen Antrag für eine landesweite UKW-Kette zu stärken. Dort hat sich aber auch der Antenne Bayern-Ableger beworben. Denn, so Antenne-Chef Felix Kovac, NRW sei „einer der spannendsten Radio- und Audiomärkte Europas mit großem Wachstumspotential“.
Eine zweite Information betrifft „Bedenken“ von NRW-Lokalradios, Radio NRW und der Medienkommission zum Sendernamen Antenne NRW: Eine Verwechselungsgefahr bestehe mit drei Lokalradios, die ebenfalls den Begriff „Antenne“ im Namen führen.
Eine Meldung der Medienanstalt zu der Entscheidung liegt noch nicht vor.
Quellen: Meldung von radiowoche vom 27.6., Presseinfo von Antenne vom 28.6., LfK-Info zu UKW-Anträgen vom 18.6. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
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28.6.2021 • Frequenzen: Abschaltungen von UKW-Standorten am 30.6.
Terrestrik Erstmals und „aus wirtschaftlichen Gründen“ verzichten öffentlich-rechtliche und private Radios gemeinsam auf einen Senderstandort für UKW. Am 30. Juni wird der Füllsender Mittenwald vom Netz genommen. Die Programme Radio Oberland, Antenne Bayern Bayern1, Bayern2, Bayern3, BR-Klassik und B5 aktuell sind in dessen Versorgungsgebiet ab Mittwoch „weiterhin glasklar über DAB+ und in den meisten Haushalten auch über UKW“ zu empfangen, so die Medienanstalt BLM. Als alternativer UKW-Standort wurde Herzogstand genannt.
Deutschlandradio hatte Ende 2018 erstmals UKW-Sender aufgegeben, als dort statt einem oder zwei Programmen im Bundesmux 1 alle vier Wellen der Senderfamilie mit DAB+ zu empfangen waren. Diese Kampagne wird jetzt und unter Verweis auf DAB+ an fünf Senderstandorten fortgeführt: Der Deutschlandfunk geht in Burgbernheim, am Hohenpeißenberg und Starnberg (Bayern) vom UKW-Netz. In Burglengenfeld (Bayern) und Oberursel (Hessen) verläßt Deutschlandfunk Kultur UKW.
Die öffentlich-rechtliche Senderfamilie schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Der gesetzliche Auftrag zur bundesweiten Versorgung ist wegen des Frequenzmangels über UKW nicht realisierbar, sondern nur über DAB+ einzulösen. Wie der Sender mitteilt, arbeitet DAB+ wegen des geringen Stromverbrauchs zudem „um rund ein Drittel wirtschaftlicher als über UKW“. Die Anstalt hatte daher Sparpotenziale von bis zu 10 Mio. € im Jahr bei einem kompletten UKW-Ausstieg errechnet.
Quellen: BLM (24.6.), D-Radio (16.6.), BR (17.6.) | Hintergrund: DAB+ in Bayern und Hessen, Strukturdebatte (Sendekosten).
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25.6.2021 • Digitalradio: Radio für Autofahrer nicht verzichtbar
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die mobile Audionutzung, besonders das Radiohören während der Autofahrt, bleibt eine wichtige Säule für die Anbieter jedweder Audiodienste. Das ist ein erstes Ergebnis einer aktuellen Nutzerbefragung, die die Medienanstalt LfM veröffentlichte.
Meistgenutzte Technikplattform ist UKW (55 Prozent), gefolgt von Tonträgern (36 Prozent), Smartphones (33 Prozent) und DAB+ (25 Prozent). Rund zwei Drittel der Befragten hören unterwegs Radio, Musik, Podcasts oder Hörbücher. 90 Prozent der Befragten hören während der Fahrt Musik und Nachrichten. Über alle Altersgruppen liegen Smartphone und Autoradio-Systeme dafür mit 74 bzw. 73 Prozent der Nennungen gleichauf, während Jüngere das Smartphone und Ältere eher das Radio bevorzugen. Bei 30-49jährigen ist die Nutzung verschiedener Zugänge ausgewogener. In der Kritik der Nutzer stehen vor allem Bedienung und Auffindbarkeit der gewünschten Angebote.
LfM-Direktor Tobias Schmid kommentiert: „Alle Zielgruppen zu erreichen, bleibt also eine echte Herausforderung für die Audio- und Autobranche.“ Das Digitalradiobüro erinnert daran, dass die Autoradios aller Neuwagen seit Dezember 2020 mit einem DAB+-Tuner ausgestattet sein müssen: „Die digitale Radioübertragung über DAB+ setzt sich immer mehr durch und soll auf lange Sicht das herkömmliche analoge UKW-Radio ablösen.“
Die Studie begleitet das Forschungsprojekt „On Track – Studien zu Audio und Mobilität“, das von der Medienanstalt LfM NRW, dem Verband Vaunet und weiteren Partnern durchgeführt wird. Im April/Mai - also nur ein gutes Vierteljahr nach n der hybridtunerpflicht - wurden 1.700 Personen ab 14 Jahren in Haushalten mit Internetanschluß befragt. Die gesamten Ergebnisse werden am 1. September beim Audiocamp 2021 vorgestellt.
Quellen: Presseinfo und Präsentation der LfM vom 24.6, Presseinfo des Digitalradiobüros vom 25.6. vom 25.6. | Hintergrund: DAB+.
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25.6.2021 • Digitalradio: DAB+ jetzt auch vom Fernmeldeturm Meschede
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der WDR hat gestern seinen DAB+-Mux am Standort Meschede ans Netz geschaltet. Es handelt sich um einen Füllsender, der mit 1 kW Leistung die Versorgung mit dem Block 11D im nördlichen Sauerland, laut WDR insbesondere im Raum Meschede/Warstein, verbessert.
Der WDR setzte den Ausbau seines DAB+-Netzes in diesem Jahr massiv fort und setzte seit Mitte März die Standorte Gelsenkirchen, Hallenberg, Höxter, Remscheid, Schöppingen, Viersen und Warburg in Betrieb. „Es ist geplant, den Ausbau der DAB+ - Versorgung in NRW in den kommenden Wochen fortzusetzen“, kündigt die Anstalt an.
Quelle: WDR vom 25.6. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
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24.6.2021 • Digitalradio: HR schaltet DAB+ am Würzberg auf (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Am 29. Juni nimmt der Hessische Rundfunk einen DAB+-Sender (Block 7B) am Standort Würzberg bei Michelstadt im Odenwald in Betrieb. Das wird jetzt auf der HR-Website mitgeteilt.
Der Sender hatte dort gerade erst eine neue Sendeantenne montieren lassen. Die Abstrahlung ist mit maximal 10 kW Leistung koordiniert. Diese Aufschaltung war ursprünglich für Anfang 2019 angekündigt worden.
Nachtrag : Der HR teilt am 25.6. mit, dass sein DAB+-Netz mit der neuen Sendeantenne 14 Standorte umfasst, über die etwa 97 Prozent der hessischen Fläche mobil und 88 Prozent indoor versorgt werden.
Quelle: DAB+-Seiten vom 24.6., Presseinfo vom 25.6. des HR | Hintergrund: DAB+-Programme, Privatradios in Hessen.
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24.6.2021 • Österreich: Schlagerwelle für den nationalen Mux
Das vor Kurzem zugelassene Radio Flamingo beginnt nach bereits laufenden Tests im nationalen DAB+-Mux des Nachbarlandes den offiziellen Sendebetrieb am 28. Juni. Der Veranstalter Styria Media Group will einem Trend folgen und verspricht „Schlager rund um die Uhr“, stündliche Nachrichten und Wetterinfos. Ein Musik-Schwerpunkt liegt auf Austropop. Außer über DAB+ ist das Programm Digitalplattformen (Web, App, Smartspeaker) zu hören.
Im nationalen Multiplex ist jetzt nur ein Programmplatz nicht besetzt. Eine Ausschreibung endete Anfang Mai; das Ergebnis wurde noch nicht bekannt gegeben.
Quelle: Meldung von Radiowoche vom 24.6. | Hintergrund: DAB+ national in Österreich.
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24.6.2021 • DVB-T2 HD: Bildzeitungs-Fernsehen auch über Antenne?
Das Fernsehprogramm Bild wurde von der ZAK-Kommission zugelassen. Die Prüfung durch die KEK-Kommission der Medienanstalten steht noch aus. Die WeltN24, eine TV-Tochter des Springer-Verlages, plant ein Informations- und Unterhaltungsformat auf Basis des bereits zugelassenen Programms Bild live mit Sendestart noch vor den Bundestagswahlen Ende September. Die Verbreitung „soll über sämtliche Verbreitungswege (insbesondere Kabel, Satellit, IPTV und OTT, sowie ggf. auch DVB-T) in Deutschland und dem deutschsprachigen europäischen Ausland“ erfolgen, heißt es weiter. Welche Rolle in diesen Überlegungen DVB-T2 HD bzw. FreenetTV in Deutschland spielt (wo der Medienkonzern bereits mit dem Newskanal Welt vertreten ist) bleibt offen.
Quellen: Presseinfos von KEK vom 24.6. und Springer SE vom 12.4. | Hintergrund: DVB-T2 HD, FreenetTV.
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24.6.2021 • Digitalradio: Kreuzfahrtriese will Radio machen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Kreuzfahrtunternehmen Aida plant einen eigenen Radiosender „gemeinsam mit Antenne Deutschland“ und mit Blick auf die seereiseaffine Zielgruppe. Die Beteiligung der Betreiberin des zweiten nationalen DAB+-Ensembles legt die Verbreitung dort nahe. Der Sender „sorgt für gute Laune, good news und Urlaubsgefühl – auch, wenn gerade kein Urlaub ist“, heißt es dort. Standort des Senders ist Hamburg. Ab wann gesendet werden soll und wo die Zulassung beantragt wurde, wird nicht genannt.
Es handelt sich um den zweiten Sender, der um Urlaubsreisen herum konzipiert ist. Während Schwarzwaldradio (Bundesmux 1) sich mit Unterstützung der dortigen Institutionen dem Tourismus für eine Region widmet, geht Aida Radio von einem einzigen Unternehmen aus.
Aida Radio würde einen der beiden Plätze im zweiten nationalen DAB+-Ensemble besetzen, die Antenne Deutschland-Partner Absolut Digital bisher für eigene Projekte blockiert hat.
Quellen: Jobangebot, noch leere Homepage | Hintergrund: Programme, Hintergrund DAB+-Bundesmux 2.
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23.6.2021 • Niederlande: Auktion für zweites nationalen DAB+-Ensemble
Talpa, Q-Music und Kink können mit je drei Programmen beim zweiten nationalen DAB+-Multiplex der Niederlande einsteigen. Welche Programme ab 2022 gesendet werden, werden sie später bekannt geben. Die Unternehmen investierten je 776.400 Euro bei der gestrigen Auktion durch die Medienbehörde Agentschap Telecom. Sublime, Radio Maria und Terrestrial bekamen je eine Lizenz á 258.800 Euro.
Innerhalb von 12 Wochen ist jetzt ein Kooperationsabkommen zum Netzausbau entsprechend der Versorgungs-Auflagen zu vereinbaren. Ein Jahr nach dem Sendebeginn im 1. Quartal 2022 soll die Versorgung mindestens 65 Prozent (mobil) bzw. 55 (inhouse) erreichen. Nach drei Jahren sind 85 bzw. 65 Prozent und nach einem weiteren Jahr 90 bzw. 75 Prozent vorgegeben.
Die Lizenzen gelten für 12 Jahre. Eine Untervermietung von Programmplätzen ist zulässig.
Nachtrag : Gestern wurde offiziell informiert, dass John de Mol die niederländische Geschäfte seiner Firma Talpa an die RTL-Group verkauft hat. Talpa ist der größte Anbieter privater Radios im Lande.
Quellen: Meldungen von Radiofreak, radio.nl vom 22.6., Presseinfo RTL/Talpa vom 22.6. | Hintergrund: DAB+ in den Niederlanden.
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23.6.2021 • Digitalradio: ERF mit Bekenntnis zu DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Evangeliumsrundfunk (ERF) verzichtet auf die Verbreitung über Astra und setzt auf DAB+. Diese strategische Entscheidung bestätigte eine Sprecherin gegenüber Infodigital. Zugleich wird ein neues Corporate Design eingeführt.
ERF Plus ist seit 2011 im nationalen DAB+-Mux (Block 5C) zu hören. Das Schwesterprogramm ERF Pop findet sich in den regionalen Multiplexen für Berlin, Hamburg und die hessische Rhein/Main-Region. ERF Plus wurde im April, in den wird nächsten Tagen ERF Pop auf den Astra-Satelliten abgeschaltet.
Quelle: Meldung von infosat vom 23.6. | Hintergrund: DAB+.
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22.6.2021 • Österreich: Platz für Wiener Citymux ausgeschrieben
Der Plattformbetreiber RTG Radio Technikum veröffentlichte gestern die Ausschreibung für einen Programmplatz im Wiener DAB+-Multiplex (Block 11C). Vakant sind 54 CU, was laut RTG mit dem Code HE-AAC einer Datenrate von 72 kBit/s entspricht. Voraussetzung ist ein Verbreitungsvertrag mit RTG und die anschließende Zulassung durch die Medienbehörde KommAustria. Bewerbungen sind bis zum 19. Juli möglich. RTG geht von einem Sendestart spätestens zum 1. September aus.
Der Mux ist mit 16 Programmen zur Zeit komplett belegt; erst zu Monatsbeginn ging Arabella Gold auf Sendung. Jedoch hat das im Dezember 2020 hinzu gekommene Gute Laune-Schlagerradio den Sendebetrieb noch nicht begonnen. Das ist ein Projekt der AT Media Holding; dieses Unternehmen hatte 2018 im Vorfeld des Ensemblestarts einen Kanal Info und Kultur lizenzieren lassen, der vom Plattformbetreiber RTG seitdem als „in Vorbereitung“ gelistet wird. Spekuliert wird, dass Gute Laune Radio den Platz aufgegeben hat oder sich ein anderer Anbieter aus dem Wiener Angebot zurückzieht.
Quelle: Digitalisierungskonzept 2021 vom 15.6. | Hintergrund: DAB+ in Wien.
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21.6.2021 • Österreich: Neue Ensembles für DAB+-Radio?
Das Strategiepapier der Medienbehörde KommAustria „Digitalisierungskonzept 2021“ stellt die Erweiterung des Programmangebotes für den digitalterrestrischen Hörfunk über die bisherigen Multiplexe I (national) und II (Wien) in Aussicht. Insgesamt sind für Österreich sieben Bedeckungen vorgesehen. Festgelegt wird zugleich DAB+ als digitaler Radiostandard, abgesehen von technischen Tests.
Für einen weiteren Ausbau nennt KommAustria folgende Netzkonzepte:
1. eine bundesweite Bedeckung für regionale Multiplex-Plattformen mit Ausnahme der Region Wien,
2. eine Bedeckung für eine bundesweite Multiplex-Plattform oder regionale Multiplex-Plattformen,
3. eine Bedeckung für eine bundesweite Multiplex-Plattform mit der Möglichkeit der Regionalisierung.
Die klickbare RTR-Karte zeigt die 21 Versorgungsgebiete.
Um aber zunächst den Bedarf festzustellen soll eine Interessensbekundung durchgeführt werden. Ausschreibungen gibt es erst, wenn Bedarf für mindestens die Hälfte der in dem jeweiligen Mux verfügbaren Datenrate besteht.
KommAustria schließt weitere Multiplexe nicht aus. Vorausgesetzt wird auch dafür, dass deren potenzielle Betreiber Bedarf und technische Realisierbarkeit nachweisen und ein Finanzierungskonzept vorlegen. Ausserdem will die Medienbehörde Erweiterungen der Versorgungsgebiete der bestehende Multiplexe unterstützen.
Hinweis : Seit 2017 fixiert die Medienbehörde KommAustria alle zwei Jahre ihre Digitalisierungsstrategie, vor allem mit Blick auf die Terrestrik - aktuell ab dem 1.Juli 2021. Wie im Fernsehteil werden auch hier die Frequenzen (teils unter dem Vorbehalt abschließender internationaler Koordinierung) genannt. Konkrete Termine für Ausschreibungen etc. werden daher nicht angekündigt.
Quelle: Digitalisierungskonzept 2021 vom 15.6. | Hintergrund: DAB+ national und für Wien.
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21.6.2021 • Österreich: Behörde nennt Perspektiven für SimpliTV
Im „Digitalisierungskonzept 2021“ kündigt die Medienbehörde KommAustria Ausschreibungen der Plattformbetriebe für die vier DVB-T2 Multiplexe mit privaten TV-Sendern an.
Die Muxe D, E und F werden seit 2013 von ORS Comm für die über SimpliTV vermarkteten privaten Programme als Plattform betrieben. Von Bewerbern für den künftigen Betrieb wird ein Übergangskonzept von der aktuellen Videokomprimierung mit MPEG-4 „auf effizientere Standards wie HEVC, VVC oder 5G Broadcast, das sich an den Bedürfnissen der Konsumenten und der Rundfunkveranstalter orientiert“, erwartet. Ergänzend wird auch die höhere UHD-Bildauflösung genannt. Die österreichweit zugelassenen Programme sind weiterhin anzubieten.
Die für die lokalen Muxe C angekündigte Aussschreibung betrifft Wien und vier weitere Regionen und die Verbreitung mit DVB-T (MPEG-2) oder DVB-T2 (MPEG-4). Dort bereits zugelassene Programme müssen weiterhin angeboten werden. Darüber hinaus steht laut KommAustria der bisher nicht genutzte Kanal 23 für den Raum Salzburg zur Verfügung.
Hinweis : Konkrete Termine, etwa für die bevorstehenden Ausschreibungen, werden aufgrund des Strategie-Charakters des Papiers nicht genannt. Es listet zusätzlich alle Kanäle und deren Versorgungsregionen auf.
Quelle: Digitalisierungskonzept 2021 vom 15.6. | Hintergrund: SimpliTV.
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20.6.2021 • Dänemark: Ausschreibung für lokale Angebote
In Dänemark wurden 97 regionale Sendelizenzen ausgeschrieben. Diese betreffen freie Plätze im (neben den nationalen der öffentlich-rechtlichen und privaten Radios) dritten landesweiten Ensemble. Dieses ist über unterschiedliche Frequenzen für 13 Gebiete regionalisiert. Laut einem Bericht werden die Lizenzen mit sehr kurzer Laufzeit bis zum 30. Juni 2023 vergeben. Dann enden die Lizenzen der bereits aktiven Programme.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 20.6. | Hintergrund: DAB+ in Dänemark.
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17.6.2021 • Digitalradio: WDR baut Sendenetz für DAB+ weiter aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Gestern hat der WDR die Sendeanlage Gelsenkirchen-Scholven offiziell in Betrieb genommen. Mit 10 kW Leistung ist der WDR-Mux (Block 11D) nach Senderangaben „nordwestlichen Ruhrgebiet bis in die nördlichen Stadtteile von Essen und Bochum störungsfreier empfangen“. Der Mux wurde auch am Fernmeldeturm Schöppingen mit 1 kW Leistung aufgeschaltet, wovon die Hörerschaft in den Kreis Borken und Steinfurt sowie der A 3 im Kreis Wesel und der A 31 profitiert. „Es ist geplant, den Ausbau der DAB+-Versorgung in NRW in den kommenden Wochen fortzusetzen“ teilt der Sender abschließend mit.
Quelle: WDR vom 17.6. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
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17.6.2021 • Schweiz: UKW bekommt Verlängerung bis 2024
Laut Berichten wurde der UKW-Nutzung in der Schweiz eine Gnadenfrist bis Ende 2024 eingeräumt und die Konzessionen entsprechend verlängert. Die Regierung kommt damit einem Radioanbieter entgegen, der UKW unter allen Umständen konservieren will. Wie parteilich die Öffentlichkeit für Nachbarland in dem Zusammenhang informiert wird, zeigt eine Gegenargumentation auf der Website dab-swiss.ch.
Die Mitglieder und Verbände der kommerziellen und nichtkommerziellen privaten Radios und die öffentlich-rechtliche SRG hatten den landesweiten UKW-Ausstieg im August 2022 (SRG) bzw. Januar 2023 (Privatradios) vereinbart.
Bereits Ende 2020 war DAB+ mit 41 Prozent der von den Schweizer Radiokonsumenten meistgenutzte Verbreitungsweg. Nur 12 Prozent nutzten ausschließlich das analoge UKW.
Quelle: Meldung von satnews, News von dab-swiss vom 16.6. | Hintergrund: DAB+-Programme 1, 2 und im Kabel (DAB-Swiss).
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16.6.2021 • Frequenzen: D-Radio schaltet fünf UKW-Standorte ab
Terrestrik Deutschlandradio verzichtet auf weitere UKW-Frequenzen in Bayern und Hessen. Wie der Sender heute mitteilt, wird zum 30. Juni der Simulcast von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur in Burgbernheim und Starnberg (Bayern) beendet. In Hohenpeißenberg (Bayern) wird die analoge Verbreitung von Deutschlandfunk Kultur, in Burglengenfeld (Bayern) und Oberursel (Hessen) des Deutschlandfunk beendet. Das wird vor Ort mit Info-Veranstaltungen begleitet.
Verwiesen wird auf die Verfügbarkeit vor Ort aller vier Programme der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt im nationalen DAB+-Ensemble (Block 5C). Neben der hohen Klangqualität mache der geringe Stromverbrauch die digitale Verbreitung „um rund ein Drittel wirtschaftlicher als über UKW“. So erfüllen man den nationalen Sendeauftrag und setzt Sparforderungen der KEF um.
D-Radio hatte erstmals Ende 2018 auf UKW-Sender für Helgoland und Herzogstand/Bayern verzichtet, als dort der DAB+-Bundesmux 1 aufgeschaltet wurde. 2019 wurde UKW unter gleichem Vorzeichen für Kempten und Pfronten aufgegeben.
Im Zusammenhang mit der Debatte um die Aufgaben und Kosten der öffentlich-rechtlichen Sender hatte Deutschlandradio das Sparpotenzial durch die Räumung von UKW mit rund 10 Mio. Euro jährlich angegeben. Das sind immerhin etwa vier Prozent des gesamten Haushalts der Senderfamilie.
Bereits im April hatten die Medienanstalt BLM und andere die Abschaltung des UKW-Füllsenders Mittenwald „aus wirtschaftlichen Gründen“ ebenfalls zum 30. Juni angekündigt. Dort sind Radio Oberland, Antenne Bayern Bayern1, Bayern2, Bayern3, BR-Klassik und B5 aktuell betroffen. Diese sind dort von anderen UKW-Senderstandorten oder als Teil eines umfangreichen DAB+-Angebots weiter zu empfangen.
Quellen: Presseinfo von D-Radio vom 16.6. | Hintergrund: DAB+ in Bayern und Hessen, Strukturdebatte (Sendekosten).
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15.6.2021 • Rundfunkbeitrag: 0,5 Prozent mehr als 2019
Terrestrik Der Rundfunkbeitrag brachte ARD, ZDF und Deutschlandradio 2020 Einnahmen von rund 8,1 Mrd. Euro bzw. 0,5 Prozent mehr als 2019. Die Zahl der angemeldeten privaten Haushalte sank - nach dem Abschluß des Meldedatenabgleichs - um 0,5 Prozent auf 39,7 Mio. Von den Einnahmen flossen rund 153 Mio. Euro an die Landesmedienanstalten. Das bilanziert der Beitragsservice.
Ende 2020 waren 2,6 Mio. Haushalte (minus 2,3 Prozent) aus sozialen Gründen von der Zahlung des Rundfunkbeitrages befreit. Mit einem Anstieg dieser Zahl wird in 2021 gerechnet, wenn Menschen, die durch die Pandemie ihre Arbeit verloren haben, ALG II (und damit eine Beitragsbefreiung) beanspruchen können.
Ähnlich ist es bei den Betrieben. Eine Initiative der Sender ermöglicht Beitragsbefreiungen für Firmenstandorte, die „wg. Corona“ befristet schließen mußten. Auch deren Zahl soll von 1.412 in 2020 noch weiter steigen.
Die KEF, von den Bundesländern mit Prüfung und Verifizierung des Finanzbedarfs der drei Senderfamilien beauftragt, hatte für 2021 bis 2024 die erste Beitragserhöhung seit 2009 von 17,50 Euro auf 18,36 Euro vorgeschlagen. Das wurde von den Ministerpräsidenten aller 16 Bundesländer bestätigt. Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hatte das aus parteitaktischen Erwägungen verhindert. Nun wird das Bundesverfassungsgericht entscheiden.
Quellen: Presseinfo des Beitragsservice vom 15.6. | Hintergrund: DAB+, Strukturdebatte (Sendekosten).
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15.6.2021 • Digitalradio: Hamburg-Mux 2 an MB / Neues Regionalradio
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Medienanstalt Hamburg Schleswig Holstein hat die Plattform für den zweiten Hamburger DAB+-Multiplex für Privatradios für zehn Jahre an Media Broadcast vergeben. Die Anträge der Mitbewerber Divicon und Uplink wurden abgelehnt, nachdem keine Einigung bei einem Verständigungsverfahren erreicht wurde. Wie die MA HSH weiter mitteilt, sei die Zuweisung anschließend an den Antragsteller erfolgt, der „am ehesten erwarten lässt, dass es die Meinungs- und Angebotsvielfalt fördert, das öffentliche Geschehen, die politischen Ereignisse sowie das kulturelle Leben in Hamburg darstellt und auch bedeutsame politische, weltanschauliche und gesellschaftliche Gruppen zu Wort kommen lässt“.
Media Broadcast kündigt die Inbetriebnahme der Sendeanlage im Block 12C für das vierte Quartal an. Die Reichweite entspreche in etwa der des ersten Hamburger Privatradio-Muxes, der ebenfalls von dem Unternehmen betrieben wird. In der Hansestadt und Umgebung sind dann um die 60 Radioprogramme mit DAB+ zu empfangen.
Harbour Town Radio darf auf DAB+ senden. Das beschloß der Medienrat der MA HSH. Das Programm legt den Schwerpunkt auf Berichten über Randsportarten, Kunst und Musik aus der Region, und bekam eine Zehnjahreszulassung. Darüber verfügen bereits Nordseewelle, Ostseewelle und Radio Teddy. Von ByteFM, das gerade eine UKW-Zuweisung für Hamburg bekam, wurde Interesse an DAB+ geäußert.
Diese und andere zugelassene bzw. noch zuzulassende Programme sind dabei, wenn ein Vertragsabschluß für die Verbreitung erfolgt. Media Broadcast sei im Gespräch mit Anbietern über deren Beteiligung.
Quellen: Presseinfos von MA HSH (1), MA HSH (2) und Media Broadcast vom 15.6. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Hamburg.
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14.6.2021 • Digitalradio: SWR schaltet Standort Kirn zu
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR wird morgen seinen DAB+-Multiplex für Rheinland-Pfalz (Block 11A) am Senderstandort Kirn aufschalten. Dadurch werde die Versorgung längs der Nahe im westlichen Kreis Bad Kreuznach (Kirn – Hochstetten-Dhaun) sowie im Grenzgebiet zum Landkreis Birkenfeld (Berschweiler – Griebelschied) verbessert, teilt der Sender mit.
nach den weiteren Angaben auf der SWR-Website wird die Aufschaltung an den Standorten Bleialf, Hohe Derst und Oberes Ahrtal auf 2022 verschoben. Für den Standort Daleiden wird „Q4 2021/2022“ genannt. Für 2021 angekündigt bleiben Ahrweiler und Mudersbach.
Quelle: Info des SWR vom 14.6. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Rheinland-Pfalz.
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12.6.2021 • DVB-T2 HD: Disney steigt aus, SuperRTL wird Toggo
Das Bundeskartellamt hat den Ausstieg des 50 Prozentpartners Disney aus dem TV-Sender SuperRTL freigegeben. Damit kann die Mediengruppe RTL Deutschland (unter Vorbehalt der Freigabe der österreichischen Kartellbehörde) die Anteile von Disney übernehmen und ist damit alleinige Eigentümerin des Senders, von dem sich Disney im Gefolge der Übernahme des Hollywood-Studios 21st Century Fox im März 2019 trennt.
Unter dem Sendernamen Toggo soll die Konzern-Kindermarke künftig die Zielgruppe Kids & Family stärker platziert werden. Wann das passiert, wurde noch nicht bekannt gegeben. Der CEO der RTL-Mediengruppe Bernd Reichart hatte Ende Mai für diesen Fall die Umbenennung des Senders angekündigt.
SuperRTL wurde von RTL und Disney 1995 als 50/50-Venture gegründet, war zeitweise Marktführer bei der Zielgruppe der 3- bis 13jährigen und rangiert heute hinter dem Kika von ARD/ZDF. Die terrestrische Verbreitung erfolgt im kostenpflichtigen Paket FreenetTV. Vom frühen Morgen bis zur Primetime zeigt der Sender ausschließlich Inhalte für Kinder. Nach dem Start des Disney Channel 2014 reduzierte der Mauskonzern seine Zulieferungen an SuperRTL erheblich.
Die Inhalte für Kinder werden seit 2008 mit den Senderlogos Toggo bzw. Toggolino versehen und beworben. Unter dieser Marke firmiert seit fast genau einem Jahr auch ein Zielgruppen-Radio, das seit Oktober 2020 auch im 2. nationalen DAB+-Ensemble verbreitet wird.
Quellen: Presseinfos von Bundeskartellamt, RTL Gruppe vom 11.6.; DWDL vom 31.5. | Hintergrund: DVB-T2 HD, FreenetTV.
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12.6.2021 • Digitalradio: WDR erweitert Sendenetz für DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der WDR hat wiederum das Sendenetz seines DAB+-Multiplexes erweitert. In den NRWweit genutzten Block 11D wurde laut ukwtv.de die Sendeanlage Gelsenkirchen-Scholven - zunächst im Testbetrieb - integriert. Von dort kann mit bis zu 10 kW gesendet werden. Weitere Füllsender an den Standorten Schöppingen, Meschede, Lennestadt und Biedenkopf sind mit je 1 kW koordiniert.
Quelle: ukwtv.de | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
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11.6.2021 • Digitalradio: Weitere Zulassungen für NRW-Landesmux?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der geplante landesweite Multiplex für NRW bekommt wahrscheinlich Zuwachs: Am 25. Juni will die Medienkommission der Medienanstalt LfM über zwei Zulassungsanträge unterscheiden. Nach der Zulassung von Mydio hat Radio NRW, Lieferant des Mantelprogramms für 44 Lokalradios, nun einen Spartenkanal namens Noxx beantragt. Dieser nutzt den Namen des 2018 eingerichteten Nachtprogramms, das den Lokalradios zugeliefert wird. Ein zweiter Antrag ging kommt von einer Antenne Bayern-Tochter für das zuvor avisierte Vollprogramm Antenne NRW. Damit sind (unter Vorbehalt eines Rücktritts) 17 Programme für den Mux in der Spur, der noch in diesem Jahr großflächig aufgebaut werden soll.
Das Gremium hatte vor gut vier Wochen den Plattformbetrieb an eine Kooperation dreier Dienstleister unter Führung einer Tochter von Media Broadcast vergeben. Das Gremium hatte zugleich zehn Radioprogramme zugelassen. Unter weiteren sechs Programmen, „die für eine Verbreitung über DAB+ in NRW geplant sind“, wurde u.a. „ein Angebot von Antenne Bayern“, jedoch kein zweites von Radio NRW, genannt.
Quelle: Tagesordung der Medienkommission für den 25.6. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
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11.6.2021 • Digitalradio: BLM erweitert das Sendegebiet Oberpfalz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Medienrat der BLM hat gestern die Erweiterung des Versorgungsgebietes DAB Oberpfalz beschlossen. Zum bisher offiziell festgelegten Sendegebiet des Regierungsbezirks Oberpfalz kommt nun der Landkreis Kelheim (ohne Aiglsbach, Elsendorf, Stadt Mainburg, Attenhofen und Volkenschwand) hinzu. Es handelt sich offenbar um eine nachträgliche Sanktionierung aufgrund der Beteiligung von Privatradios in dem Ensemble. Denn der Bayerische Rundfunk hatte bereits im März 2020 seinen Oberpfalz-Multiplex in Kelheim aufgeschaltet. Im Block 6C sind dort acht private Programme (Charivari mit fünf Regionalisierungen als Versuchsprojekt) zu empfangen. Dies zusätzlich zu vier Lokalversionen von Bayern1 und BR Verkehr.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 10.6. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Bayern.
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10.6.2021 • Digitalradio: HR schaltet DAB+ am Würzberg auf (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Hessische Rundfunk will laut einer Meldung am Senderstandort Würzberg (Odenwald) bis zum 16. Juni eine Antenne für seinen DAB+-Mux (Block 7B) montieren lassen. Mit der Inbetriebnahme mit 10 kW Leistung sei zeitnah zu rechnen. Durch diese, ursprünglich für Anfang 2019 angekündigte, Maßnahme werden Versorgungslücken im östlichen Odenwald in und um Michelstadt und Erbach beseitigt.
Wie es weiter heißt, habe der HR den Dienstleister Media Broadcast beauftragt, am Standort Hohe Wurzel eine Antenne zu bauen. Mit 5 kW Sendeleistung sollen die Regionen von Bad Schwalbach bis Limburg und Taunusstein (Hintertaunus) und zwischen Wiesbaden und Rüdesheim (Rheingau) versorgt werden. Eine weitere Sendeanlage soll vom niedersächsischen Standort Holzminden aus Lücken im Wesertal und dem Gebiet um Bad Karlshafen schließen. 2,5 kW sind vorgesehen.
Quelle: Meldung von satnews vom 10.6. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Hessen.
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9.6.2021 • Personalia: Chefs gesucht fürs ZDF und die MA MV
Aktuell sind die Chefposten des ZDF und der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern vakant.
ZDF-Intendant Thomas Bellut hatte seinen Ausstieg aus dem Amt für den 15. März 2022 angekündigt. Tina Hassel, Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, und Norbert Himmler, ZDF-Programmdirektor, werden sich dem Erweiterten Präsidium des Fernsehrates am 15. Juni vorstellen. Dann wird auch geklärt, ob die am 2. Juli geplante Wahl durch das Plenum des Fernsehrates, wie gewünscht, in Präsenz möglich ist. Bellut (66) ist seit 1985 beim ZDF und seit 2012 Intendant des bundesweit tätigen öffentlich-rechtlichen Senders.
Bei der für Mecklenburg-Vorpommern zuständigen Landesmedienanstalt MMV endet die Amtszeit des Direktors Bert Lingnau am 21. März 2022. Lingnau ist seit 2009 für die MMV tätig und leitet sie seit 2016. Er kann sich für eine zweite sechsjährige Amtszeit bewerben. Bewerbungsschluß ist am 26. Juni.
Quelle: Presseinfo des ZDF vom 4.6., Ausschreibung der MMV | Hintergrund: Chefposten.
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8.6.2021 • Digitalradio: MABB nennt acht Bewerber für DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Medienanstalt Berlin Brandenburg MABB liegen acht Bewerbungen auf drei ausgeschriebene Programmplätze im Zweiländer für DAB+-Ensemble (Block 12D) vor. Eine weitere Bewerbung ging verspätet ein. Die MABB nennt heute folgende Antragsteller:
Diana - Radio für die FrauMega Radio GmbH Großstadtradio (Arb.Titel)Joachim Ackermann
Radio BHeinsBabelsberg Hitradio GmbH Byte FMByte FM GmbH
Radio HolidayThe Radiogroup GmbH Sawt Almania - Stimme DeutschlandsThe Yocan Foundation
Oldie AntenneAntenne Bayern GmbH&Co KG Rock Antenne BerlinRock Antenne GmbH&Co KG
BHeins (bzw. der Vorläufer Babelsberg Hitradio) war von 2014 bis 2016 im damaligen Berliner DAB+-Ensemble vertreten. Jetzt könnte die Aufschaltung des Zweiländermuxes am koordinierten Standort Schäferberg im Berliner Südwesten mit Blick auf eine bessere Versorgung der Zielregion Potsdam die Bewerbung angeregt haben. Wie die MABB weiter mitteilt, macht Rock Antenne den Antrag für seinen Berlin-Ableger davon abhängig, dass dieser eine ebenfalls beantragte UKW-Frequenz bekommt.
Die MABB hatte in der Ausschreibung die Möglichkeit eingeräumt, den Umstieg vom Berlin-Mux (Block 7B) in das Zweiländer-Ensemble zu beantragen. Dadurch in Berlin freiwerdende Kapazitäten könnten aus dem Kreis der Bewerber besetzt werden. Welcher Bewerber sich für welchen Mux interessiert, geht aus der Presseinfo nicht hervor.
Nachtrag : Die MABB änderte ihre Veröffentlichung nachträglich. Als neunter Bewerber wird nunmehr Mega Radio Berlin genannt. Dafür hatte der Antragsteller Mega Radio bereits 2019 eine Zuweisung erhalten, die Ende 2020 zurückgegeben wurde. Von einem verspätet eingegangenen Antrag ist nicht mehr die Rede.
Anmerkung : Unter den 18 Radiosendern, die sich im März um eine einzige Berliner UKW-Frequenz bewarben, waren neben Rock Antenne auch Diana, Großstadtradio und BHeins.
Quelle: Presseinfo der MABB vom 8.6. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Brandenburg.
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4.6.2021 • Digitalradio: Privatmux 2 für Hamburg wird am 9.6. vergeben
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Medienanstalt HSH hat die Plattform-Zuweisung für den geplanten zweiten DAB+-Landesmux der Privatradios auf die Tagesordnung des Medienrats am kommenden Mittwoch gesetzt. Das Thema wird unter TOP 9 behandelt.
Der zweite Privatradiomux für Hamburg wurde 2019 ins Gespräch gebracht, als der erste Mux ausgebucht war. Auf die Ausschreibung des Plattformbetriebes hatten sich die drei bekannten Netzbetreiber beworben. Beim daraufhin erforderlichen Verständigungsverfahren kam ein Ergebnis offenbar wesentlich schneller zustande, als die Medienanstalt angenommen hatte. Vorbild einer Einigung könnte NRW gewesen sein: Vor gut vier Wochen wurde Media Broadcast Betreiber der Sendeplattform des Landesmux NRW. Die Mitbewerber (auch in Hamburg) Divicon Media und Uplink Network sind aber mit im Boot und werden „den vollständigen Betrieb der Sender übernehmen“, lautete der von der Medienanstalt befürwortete Kompromiß. Das zeigt, dass in dem Bereich Partnerschaften möglich sind.
Im Zusammenhang mit DAB+ in der Hansestadt bzw. Schleswig-Holstein könnten zwei weitere TOPs stehen: Zur Beschlußfassung steht eine Zulassung für Harbour Town Radio (streamt bereits). Ausserdem soll eine Änderung der Zuweisung an ByteFM beschlossen werden. Senderchef Ruben Schnell hatte im März geäußert, ByteFM auch in Hamburg via DAB+ verbreiten zu wollen.
Über Zulassungen für DAB+ in Hamburg, die nur im Mux 2 realisiert werden können, verfügen bereits das Kinderradio Teddy und die Ostseewelle. Auch die Nordseewelle aus Niedersachsen verfügt für einen Regionalableger für Hamburg und Schleswig-Holstein über eine Zulassung.
Quelle: Tagesordnung des MA HSH-Medienrats für den 9.6. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Hamburg.
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4.6.2021 • Digitalradio: Zwei weitere Standorte für BaWü-Privatmux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Netzbetreiber On Air Support hat, wie angekündigt, zwei weitere Senderstandorte für das Ensemble der baden-württembergischen Privatradios in Betrieb genommen. Im Block 11B wird das Gebiet südwestlich der A81 bis an den Bodensee von Donaueschingen aus mit 10 kW Leistung versorgt. Der Standort Hochblauen/Badenweiler sendet mit 8 kW für die Region zwischen Freiburg und Basel.
Quelle: Info von On Air Support | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Baden-Württemberg.
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3.6.2021 • Frequenzen: WRC23 entscheidet Zukunft der TV-Terrestrik
Terrestrik Die österreichische Medienbehörde RTR verweist in einem Beitrag auf die bedrohte Zukunft des Antennenfernsehens weit über Österreich hinaus. Bezug genommen wird auf die bevorstehende internationale Frequenzkonferenz WRC23, deren Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Eine Reihe von Dokumenten fasst die Ansprüche zusammen, die auf die UHF-Frequenzen des Fernsehens zwischen 470 und 694 MHz erhoben werden.
Österreichs Rundfunkbranche habe Bedarf für „zukünftige, neue Rundfunksysteme für Ultra High Definition-TV (UHD) und für mobilen Empfang“ erhoben. Jedoch solle „der Frequenzbereich dem Rundfunk auch noch nach 2030 für das Antennenfernsehen zur Verfügung stehen“, berichtet RTR ohne weitere Erläuterung. Bis dahin hält die EU nämlich diese Frequenzen für den Rundfunk vor - unabhängig davon, ob DVB-T, DVB-T2 oder ein künftiger 5G Broadcast-Standard eingesetzt wird.
Den aktuellen (und seit langem auch in Deutschland von den Mobilfunk-Betreibern erhobenen) Forderungen folgend „geht es also wieder einmal um nicht weniger als die Zukunft des Antennenfernsehens“. Nach zwei „Digitalen Dividenden“ (in Deutschland 2010 bzw. 2015 an den Mobilfunk versteigert) wollen die Mobilfunker nun auch den letzten Bereich des UHF-Bandes unter ihre Kontrolle bekommen.
Die Beschlüsse der WRC23 wird die EU umsetzen. Bis 2025 wird laut RTR entschieden, wie der Bereich zwischen 470 und 694 MHz in Europa nach dem Jahr 2030 genutzt wird. „Dieser weite Zeithorizont ist deshalb notwendig, um allen Marktteilnehmern Planungssicherheit bei Investitionen, Produktentwicklung und Bereitstellung von Dienstleistungen zu gewährleisten“, kommentiert RTR.
Nachtrag : Zur Kenntnis darf man nehmen, dass Verbraucher in der RTR-Darstellung keine Rolle spielen. Gehören sie nicht zu den Marktteilnehmern?
Quelle: Beitrag der RTR | Hintergrund: 5G, Digitale Dividende 1, Digitale Dividende 2, Frequenzen.
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2.6.2021 • Österreich: Weiterer Schlagerkanal für DAB+ national
Digitalradio-Schriftzug auf AT-Kartenumriss Ein weiteres Schlagerprogramm kann den Sendebeginn im österreichischen nationalen DAB+-Multiplex vorbereiten. Die Medienbehörde KommAustria veröffentlicht jetzt die Zulassung für Radio Flamingo, ein Musikprogramm mit deutschsprachigem Schlager ab dem Jahr 2000, auch österreichischer Herkunft. Nationale und internationale Nachrichten werden von einer Partnerfirma geliefert. Das Verhältnis von Wort- und Musikanteil soll 25:75 betragen.
Die Zehnjahres-Zulassung geht an ein Projekt der Styria Media Group Graz, deren Aktien zu 98,33 Prozent der Katholischen Medien Verein Privatstiftung gehören. Das Unternehmen hält je 100 Prozent u.a. an den Radiosendern Antenne Steiermark und Antenne Kärnten und dem Zeitungsverlag Die Presse. Eine Beteiligung von 24,5 Prozent besteht an Sat1 Österreich.
In dem Mux ist gerade Antenne Österreich auf Sendung gegangen. Der 16. und wahrscheinlich letzte Platz im Ensemble wird nach einer bis Anfang Mai gelaufenen Ausschreibung besetzt.
Quelle: Bescheid der KommAustria vom 3.5. | Hintergrund: DAB+-Mux national.
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2.6.2021 • England: Neue Runde für Small Scale-Sendeinseln
In England hat die zweite Vergaberunde für den DAB-Sendebetrieb im Small Scale-Verfahren begonnen. Die Medienbehörde Ofcom nimmt bis zum 1. September Bewerbungen für 22 Regionen in Nordwestengland und Nordostwales (einschließlich Blackpool, Liverpool und Manchester) entgegen. Zugleich werden Bewerbungen von interessierten Programmveranstaltern erwartet. Seit auf der Insel Small Scale-Versorgungen für lokale und regionale Versorgungsgebiete angeschoben wurden, wurde der Netzbetrieb für 15 von 25 der bisher ausgeschriebenen Gebiete vergeben.
Quelle: Ausschreibung vom 1.6. | Hintergrund: DAB+ in England.
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1.6.2021 • Digitalradio: Ostseewelle jetzt digital in Kiel und Lübeck
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mit der Ostseewelle Hit-Radio Schleswig-Holstein erweitert der Anbieter aus Mecklenburg-Vorpommern sein Sendegebiet auf die Ostseeküste im benachbarten Bundesland. Der Hörerschaft in Kiel (Block 5A) und Lübeck (9D) werden ein Musikmix aus Pop und Dance und regionale Infos angekündigt. Damit sind in Lübeck acht, in der Landeshauptstadt fünf Programme auf Sendung.
Media Broadcast, Betreiber der Sendeplattform der bis Ende 2022 laufenden Versuchsprojekte, empfiehlt einen Sendersuchlauf. Die Medienanstalt HSH hatte einen Ableger der Ostseewelle auch für Hamburg zugelassen, wo der Start des zweiten Stadt-Ensembles abgewartet werden muss.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 1.6. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Schleswig-Holstein.
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1.6.2021 • Vor 5 Jahren: Umstieg auf DVB-T2 HD beginnt mit Pilotkanal
Heute vor fünf Jahren, am 1. Juni 2016, ging das terrestrische Fernsehen mit DVB-T2 erstmals auf Sendung in Deutschland. Ein Pilotkanal mit Programmen der vier großen Senderfamilien diente bis zum März 2017 der Demonstration der neuen Technik im Handel. Die Aufschaltungen wurden Ende 2018 beendet. Die Ablösung von DVB-T schon 13 Jahre nach der Einführung erzwang den Neukauf von Empfängern.
Allein wegen der kurzen Laufzeit von DVB-T gab es Beschwerden. Die kamen u.a. von Leuten, die nicht wußten, dass ein großer Teil der Frequenzen des Fernsehens 2010 und 2015 an den Mobilfunk versteigert wurden. Die TV-Sender waren daher gewungen, sich mit weniger als der Hälfte der Frequenzressourcen zu bescheiden.
Die Konsequenz war Innovation über die Verbesserungen der Standardbasis von DVB-T2 hinaus: Als erster Verbreitungsweg wurde die Antenne auf das Kompressionsverfahren HEVC umgestellt. Das bringt nicht nur mehr Programme in einen Multiplex. Ebenfalls europaweit
Knopfdruck: Am 29. März 2017 begann der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2HD.
erstmalig wird der bestmöglichen HDTV-Qualität gesendet: Das Bildformat 1920 mal 1080 Pixel wird mit 50 Vollbildern pro Sekunde ausgestrahlt - im Gegensatz zu dem überall anders (auch digital) bis dahin üblichen aus den TV-Frühzeiten stammenden Zeilensprungverfahren. So können um die 40 Programme in sechs Multiplexen untergebracht werden. Für das terrestrisch bis dahin am Schlechtesten versorgte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern brachte DVB-T2 HD 15 statt zuvor nur acht öffentlich-rechtliche Sender und regional erstmalig Privatsender über Antenne. Wegen des Frequenzmangels musste ein großer Teil der Umschaltungen jedoch „hart“ stattfinden - also ohne zeitweisen Parallelbetrieb von alt und neu.
Den Privatsendern brachte DVB-T2 HD eine auf rund 80 Prozent der Bevölkerung verdoppelte Reichweite, verglichen mit ihrem DVB-T Engagement. Es war allerdings auch der „saure Apfel“, der den Zuschauern aufgedrückt wurde. Denn die Privaten lassen sich den Aufwand von mehr als 60 Senderanlagen von den Zuschauern bezahlen. Ihre 25 Programme werden seit Beginn des Regelbetriebs im März 2017 grundverschlüsselt und unter dem Namen FreenetTV kostenpflichtig vermarktet. Das begründen vor allem die beiden großen Sendergruppen „Fernsehanstalten machen ihr Geschäft nicht damit, dass sie ihre Zuschauer mit Fernsehprogrammen versorgen, sondern damit, dass sie ihre Werbekunden mit Zuschauern versorgen.“
Aus einem Beitrag von Douglas Adams, erschienen 1995 in Wired. Entnommen: „Lachs im Zweifel“ (2003).
mit der Qualitätsverbesserung durch den neuen Sendestandard. Zudem sei HDTV ja auch via Sat und im Kabel extra kostenpflichtig. Nur einige Shoppingsender verzichten aus gutem Grund auf die Verschlüsselung. Sie senden mit reduzierter Bildtechnik, um Bandbreite und Kosten zu sparen.
Der Umstieg verlief technisch weitgehend unproblematisch. Im Gegensatz zu DVB-T hatten sich die Hersteller frühzeitig darauf eingestellt und brachten zahlreiche Fernseher und Settopboxen mit unterschiedlicher Ausstattung auf den Markt. DVB-T2 HD brachte übrigens die ersten Produkte mit integrierter Entschlüsselung für Privatsender, wodurch auf Nutzerkarten verzichtet werden kann. Für Fernseher ist ein PCMCIA-Modul erforderlich, das nach Anmeldung des Nutzers über den Sendeweg freigeschaltet wird.
Seit der Umstellung sank laut den Digitalisierungsberichten der Landesmedienanstalten der Marktanteil der Antenne von 9,0 Prozent (2016) auf 6,3 Prozent bzw. 2,41 Mio. Haushalte. In Gebieten mit FreenetTV liegt der Antennenanteil im Schnitt bei bis zu 10, in der Spitze bei bis zu 17 Prozent und in einigen Ballungsräumen noch darüber.
Gescheitert ist die Absicht des Plattformbetreibers Media Broadcast, für Hamburg und Berlin Programme für Stadt-Ensembles in DVB-T2 HD einzuwerben. Das wurde mangels Interesse von Sendern still und leise zu den Akten gelegt.
Dennoch wollen die wenigen lokalen Anbieter nicht auf die Antenne verzichten. Aus Kostengründen werden einige Lokalkanäle in Berlin, Hamburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt im alten DVB-T verbreitet.
Unkorrekt ist im Übrigen die Behauptung, dass Empfangsgeräte für DVB-T2 HD nicht in der Lage wären, das alte DVB-T zu empfangen.
Das Sendenetz im Mai 2019 (klickbar).
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DVB-T2 HD-Programme, Migration, FreenetTV.
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1.6.2021 • Digitalradio: BR nennt Ausbaupläne bis Ende 2021
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach Aufschaltung in Gemünden am Rhein will der Bayerische Rundfunk seine DAB+-Multiplexe an Juli an weiteren fünf Standorten aufschalten. Ohne Termine werden folgende neue Senderstandorte genannt:
Unterfranken(Blocks 11D, 10A) :Ostheim vor der Rhön, Volkach, Zeil am Main
Oberpfalz(Blocks 11D, 6C) :Schönsee
Niederbayern(Blocks 11D, 7D):Vilsbiburg
Die Aufschaltungen betreffen den landesweiten und das jeweilige regionale Ensemble des BR. Bis Jahresende wird das Sendenetz dadurch auf 77 Standorte erweitert, ergänzt der BR.
Quelle: Presseinfo des BR vom 31.5. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Bayern.
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1.6.2021 • Österreich: Neuer Schlagerkanal sendet auf DAB+ Wien
Mit Arabella Gold ist im Wiener DAB+-Stadtmux (Block 11C) ein weiterer Musiksender on Air. Das unmoderierte Programm sendet Schlager und Oldies und hat eine Zehnjahreslizenz.
Quelle: Bericht von Radiowoche vom 31.5. | Hintergrund: DAB+-Mux Wien.
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1.6.2021 • Digitalradio: Werbekampagne für DAB+ hat begonnen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die neue crossmediale Werbekampagne des Digitalradiobüros hat begonnen. Bis zu 13. Juni bewerben Sender, Hersteller und andere Beteiligte DAB+ unter dem Motto „Hör, was du willst, aber hör es richtig. Mit der neuen Generation Radio“.
Elemente sind u.a. Spots im ARD-Fernsehen, bundesweit ausgestrahlte Radiospots und Programmtrailer öffentlich-rechtlicher und privater Radiosender sowie neue Bildmotive für Print und Online. Wie immer werden dem Handel Schulungen der Mitarbeitenden und Regalbranding angeboten. Die ARD und Deutschlandradio kündigen für Anfang September einen DAB+-Thementag an. Die traditionelle Vorweihnachtskampagne des Digitalradiobüros ist vom 22. November bis 5. Dezember terminiert.
Quelle: Presseinfo des Digitalradiobüros vom 31.5. | Hintergrund: DAB+.



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