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Nachrichten-Archiv April 2021

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15.4.2021 • Digitalradio: RBB-Vertrag wird verschoben
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Berlin und Brandenburg setzen die Novellierung des RBB-Staatsvertrages „vorerst aus, da noch inhaltliche Fragen zu klären sind“. Das gaben die Staatskanzleien beider Bundesländer heute bekannt.
Das geschehe zum Bedauern der beiden für Medien zuständigen Staatssekretäre. Besonders umstritten war zuvor die nun als „Modellversuch“ bezeichnete Absicht, „perspektivisch einen RBB-Radiosender ausschließlich im Internet zu verbreiten, entweder als Live-Stream des linearen Programms oder als Telemedienangebot“, heißt es weiter. Zuvor waren viel weitreichendere Pläne bekannt geworden: So sollte überhaupt nur eine RBB-Radiowelle je Bundesland auf UKW verbleiben.
Nachdem die Novelle auf Eis liegt wird offiziell über einige Inhalte informiert. So sollten die Freiberufler ab 2024 im Personalrat vertreten werden. Der Rundfunkrat soll um Vertretungen der Behinderten, und von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen, Intersexuellen und Queeren erweitert werden.
Nun wollen beide Landesregierungen wohl erst den Fortgang der von allen 16 Landesregierungen geführten Debatte um die künftigen Aufgaben und Strukturen für alle ARD-Sender, ZDF und Deutschlandradio abwarten. Sich daraus ergebende Änderungen des Medienstaatsvertrages könnten dann in den RBB-Vertrag einfließen.
Quelle: Presseinfo des Senats Berlin vom 15.4. | Hintergrund: Struktur-Debatte, Rundfunkbeitrag ab 2021, DAB+, 5G.
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15.4.2021 • Digitalradio: Antenne Deutschland nimmt Studios in Betrieb
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Antenne Deutschland, Betreiber der Bundesmux 2 DAB+-Plattform, hat in München-Garching seine Studios in Betrieb genommen. Dort werden derzeit die vier aktuellen und später weitere zwei Radiosender der „Absolut“-Marke für die nationale Verbreitung produziert.
Darüber hinaus will das Joint Venture von Absolut Digital und Media Broadcast „kreative, ganzheitliche Vermarktungskonzepte rund um das Thema Audio“ entwickeln, um alle Ausspielformen und -wege werbewirksam zu bedienen. Geschäftsführer Joe Pawlas: „Wir haben hier viele kreative Köpfe aus der Radiobranche und anderen Mediengattungen versammelt, die innovative Audioformate entwerfen, die die Hörerinnen und Hörer rund um die Uhr in unterschiedlichen Lebenslagen erreichen.“
Quelle: Presseinfo von Antenne Deutschland vom 15.4. | Hintergrund: Programme, Hintergrund zum DAB+-Bundesmux 2.
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14.4.2021 • Frankreich: Mehr DAB+-Programme für die Hauptstadtregion
DAB-Worldlogo mit franz.Text Das DAB+-Angebot für Paris und Umgebung wurde gestern, wie angekündigt, um weitere 13 auf mehr als 70 Programme ausgebaut. Fünf weitere Programme wechselten die Frequenz und konnten so dem Empfang im westlichen Teil von Paris und der Île-de-France verbessern. Das meldet dabplus.fr. Inzwischen sind 75 Prozent der Großregion versorgt. Zeitgleich wurde das Programmangebot in Dunkerque um zwei und für Calais um drei Sender erweitert.
Der nächste Höhepunkt beim Ausbau der Sendenetze und Programme wird am 15. Juli erwartet; dann soll der erste Teil eines Metropolen-Sendenetzes längs der Autobahn Paris-Marseille mit 25 Programmen in Betrieb gehen.
Quelle: Bericht von dabplus.fr vom 12.4. | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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14.4.2021 • Digitalradio: Chemnitz-Mux noch lange nicht in Sicht
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Sendebeginn des DAB+-Stadtensembles für Chemnitz scheint in weitere Ferne zu rücken. Auf Anfrage von dehnmedia bestätigt ein Sprecher der Bundesnetzagentur die Aussage der SLM, dass das Verfahren derzeit bei der Bundesbehörde liegt und teilt Folgendes zum Sachstand mit:
Für die DAB+-Stadtversorgung in Chemnitz prüft die Bundesnetzagentur derzeit, ob der Frequenzblock 5B nutzbar ist. In diesem Zusammenhang werden zur Sicherstellung der Verträglichkeit gegenüber dem angrenzenden Funkdienst Untersuchungen durchgeführt.
Anschließend wird die Bundesnetzagentur für die Ermittlung des Sendernetzbetreibers voraussichtlich ein Interessensbekundungsverfahren und ggf. ein Ausschreibungsverfahren durchführen, bevor der Sendernetzbetreiber mit dem Ausbau des Sendernetzes beginnen kann. Vor diesem Hintergrund lassen sich gegenwärtig keine konkreten Angaben zum Beginn des Sendernetzbetriebes machen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Sachsen.
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13.4.2021 • Digitalradio: RheinFM will ab 21.5. in Bad Kreuznach senden
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Radio RheinFM nimmt den Sendebetrieb im Bad Kreuznacher DAB+-Mux (Block 12A) nach eigenem Bekunden „am Freitag, 21. Mai 2021 um 12:00 Uhr“ auf. Bereits jetzt gibt es einen Testbetrieb im Internet.
Der Sender gehört zu den Interessenten für das Bad Kreuznacher Versuchsprojekt mit kostengünstiger Sendetechnik, die mit einer Zulassung durch die Medienanstalt RLP rechnet. Das wird am 19. April unter Top 8 auf einer Videokonferenz der MA RLP-Versammlung behandelt. Die formelle Entscheidung erfolgt hernach durch Umlaufbeschluß. Weitere Anträge für das Bad Kreuznacher Ensemble wurden spekuliert, stehen aber nicht auf der Tagesordnung.
Quellen: Radio RheinFM online, TOP 8 der MA RLP-Versammlung am 19.4. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Rheinland-Pfalz.
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12.4.2021 • Digitalradio: SLM nennt Starttermine im Bundesmux 2
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 SLM Sachsen Die Sächsische Landesmedienanstalt SLM gibt auf einer undatierten Internetseite den aktuellen Stand für zwei von ihr zugelassenen Digitalradio-Programme und den DAB+-Stadtmux für Chemnitz bekannt:
Am 1. Mai soll demnach der Zielgruppensender für Frauen der herfunk GmbH im Bundesmux 2 den Sendebetrieb aufnehmen. Als Stationsname wird Radio Eva genannt.
Ebenfalls am 1. Mai und im Bundesmux 2 wird der Start für Sportradio Deutschland angekündigt. Beide Spartensender sind Marken von Teutocast.
Nach der Zulassung von zunächst zehn Programmen vor einem halben Jahr und später einem weiteren Programm durch die SLM ist für den Chemnitz-Mux immer noch kein Sendestart in Sicht. Die SLM wiederholt frühere Aussagen: „Die Bundesnetzagentur (BNetzA) zeichnet verantwortlich für die Koordinierung der Übertragungskapazitäten und für die Realisierung eines Frequenzzuteilungsverfahrens an einen Sendernetzbetreiber. Dieses Verfahren ist derzeit noch nicht abgeschlossen.“ Wie es auf Anfrage von dehnmedia heißt liegen der SLM keine Anträge für weitere Programme vor.
Korrektur : Die beiden neuen Bundesmux2-Sender starten nicht mit Laufzeitbeginn der Lizenz am 1. Mai. Laut einem Firmensprecher sei das „aus planungstechnischen Gründen nicht realisierbar“. Es bleibe „beim ursprünglich kommunizierten Sendestart beider Sender Mitte des Jahres“, meldet Funkgezwitscher am 13.4.
Quellen: Eigene Recherche, SLM-Website am 12.4. | Hintergrund: DAB+ in Sachsen und Bundesmuxe.
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11.4.2021 • Digitalradio: Block 11B ab 22. April aus Ravensburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 On Air Support kündigt die Inbetriebnahme des Senders Ravensburg nunmehr für den 22. April an. Von dort werden dann 16 private Programme im Block 11B ausgestrahlt. Der Bau der Sendeanlage verspätet sich „wegen Lieferverzögerungen bei einem Hersteller“. Der Netzbetreiber stellt Aufschaltungen an den Standorten Donaueschingen (10kW) und Hochblauen/Badenweiler (8kW) „in den nächsten Monaten“ in Aussicht.
Quelle: In Air Support vom 10.4. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Baden-Württemberg.
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10.4.2021 • Digitalradio: Wird zu Pfingsten aus AntenneMV 80s80s?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der medienrechtliche Wechsel von Radio 80s80s nach Mecklenburg-Vorpommern, als Marke von Antenne MV und unter deren Rostocker Adresse hat wahrscheinlich einen weitreichenden Hintergrund. Ab Pfingsten (also Anfang Juni) soll AntenneMV durch 80s80s ersetzt werden, das dessen zehn UKW-Frequenzen übernimmt. Das wird unter Berufung auf die Ostsee-Zeitung gemeldet.
Damit würde ein als ausschließlich digitale Marke gegründeter Sender den Weg in Richtung einer großflächigen analogen Verbreitung in einem Bundesland gehen. Informationen über ein neues Programmkonzept liegen nicht vor. Es bleibt also abzuwarten, ob und inwieweit der regionale Charakter von AntenneMV in die neue Marke übernommen wird. Gespannt sein darf man auch, welche Konsequenzen die strategischen Entscheidungen für 80s80s im zweiten DAB+-Mux - und für DAB+ in Meckenlenburg-Vorpommern - haben werden.
AntenneMV wurde 1993 als erstes Privatradio in Mecklenburg-Vorpommern gegründet und ist neben der Ostseewelle das einzige über UKW landesweit orientierte kommerzielle Privatradio in Mecklenburg-Vorpommern. 80s80s wurde Ende 2014 im Hamburger DAB+-Mux gestartet und erweiterte den Einzugsbereich erst im Dezember 2021 auf den zweiten nationalen DAB+-Mux.
80s80s wie auch AntenneMV werden gesellschaftsrechtlich von der Regiocast-Gruppe kontrolliert. Diese betreibt u.a. auch Radio Bob, Delta Radio, R.SH und ist an weiteren - gleichfalls auf DAB+ präsenten - Radiosendern beteiligt.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 9.4. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Mecklenburg-Vorpommern.
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9.4.2021 • Digitalradio: LiveLive wird Power Radio Kiel (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Zu der gestrigen Meldung nimmt Radio Livelive inzwischen auf seiner Facebookseite jetzt Stellung. Bestätigt wird, dass infolge von Corona keine Werbekunden gewonnen werden können. „Die Moderationen, Nachrichten, Beiträge, Interviews etc. sind aus Kostengründen aus dem Programm genommen worden“ und es läuft nur Musik. „Gerüchte das keine Gehälter gezahlt werden oder wir ab dem 1. Mai mit anderen Sendern kooperieren, sind komplett an den Haaren herbeigezogen“, heißt es in der Mitteilung.
Quelle: Radio Livelive (Facebook) vom 7.4. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Schleswig-Holstein.
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8.4.2021 • Digitalradio: LiveLive wird Power Radio Kiel (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Power Radio aus Berlin will ab dem 1. Mai im DAB+-Mux in Kiel auf einer „Frequenz aufgeschaltet werden, die derzeit unser Partnersender Radio LiveLive nutzt“. Dafür kommt nur der DAB+-Stadtmux im BLock 5A in Frage.
Power Radio Kiel will sich an das deutschsprachige Popprogramm seines Kieler Vorläufers Power 612 anknüpfen, der dort von 1998 und 2004 auf Mittelwelle sendete. Daneben werden u.a. stündliche Nachrichten und werktägliche Wunschmusik nach dem Konzept des Berliner Senders angekündigt.
In den letzten Tagen hatten es um Veränderungen bei Radio Livelive gerüchtelt: Das in Kiel erst am 1. November on Air gegangene Lokalradio hatte laut Berichten in letzter Zeit Kostenfaktoren wie Moderationen und Nachrichten erheblich reduziert. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass die Etablierung neuer Lokalradios ohne Unterstützung einer wirtschaftlichen und Programmlichen Infrastruktur und (nicht nur) in schwierigen Werbezeiten schwierig ist.
Quelle: Mai-Aussendung vom 8.4., satnews vom 7.4. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Schleswig-Holstein.
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8.4.2021 • Österreich: Weiterer Interessent für nationales DAB+
Offensichtlich reißt das Interesse an der Verbreitung im nationalen DAB+-Ensemble Österreichs nicht ab. Plattformbetreiber ORS comm informiert nun über „eine Interessensbekundung für den letzten Teil der ausgeschriebenen Kapazität (3. Wartelistenposition)“. Für diese freie Kapazität können sich andere Interessenten bis zum 6. Mai bewerben.
Quelle: ORS-Website vom 8.4. | Hintergrund: DAB+ in Österreich.
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8.4.2021 • Visual Radio: Zwei Verbreitungswege, zwei Varianten
Die Ergänzung des „Hörfunks“ um Bilder wird schon lange als Pluspunkt der digitalen Verbreitung beworben. Es muss nur gemacht werden. Was terrestrisch Teil des DAB+-Systems ist braucht z.B. über Astra die Ergänzung durch HbbTV.
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Visuelle Elemente im Radioprogramm, sichtbar auf Empfängern mit geeigneten Farbdisplays, gehören schon länger zu den Pflichtübungen vieler DAB+-Programme. Oft genug wird aber nicht viel mehr gezeigt, als eine Werbegrafik in programmeigener Sache. Wofür freilich nicht mehr geworben werden müsste ... Der Bayerische Rundfunk, so der dort u.a. für das „Radio der Zukunft“ und DAB+ zuständige Michael Reichert, beschreibt visuelles Radio als „das lineare Radio, ergänzt um Zusatzinformationen auf dem Bildschirm“.
Das funktioniert sicherlich auf dem TV-Schirm besser als auf den viel kleineren
Visuelles Radio - Beispiele des BR (klickbar).
Radiodisplays. Mit DAB+ als Pflichtausstattung für Autoradios und den dafür üblichen Displaygrößen wird der Bedarf an aktuellen Verkehrsinformationen steigen. Die kommen vom Wetterkompetenzzentrum der ARD - und liegen also ohnehin vor. „Für uns ist das Angebot eine gute Möglichkeit, unsere Metadaten als Zusatznutzen anzubieten. Daten wie Titel und Interpret liegen ja schon vor und die weiteren Informationen sind per Schnittstelle angebunden. Wir finden zudem, dass Zusatzdaten unsere Radioprogramme auf eine sinnvolle
Weise bereichern, ohne ein zusätzliches TV-Angebot zu sein“, so Reichert. Die Bildschirme sind zwar nicht mit SmartTVs vergleichbar, aber „wir fänden es schön, wenn da im Auto auf dem DAB+ Bildschirm etwas mehr zu sehen wäre als 'nur' das Logo des Senders.“ Der BR prüfe daher, „das Angebot auch via DAB+ zu verbreiten“.
In der Schweiz wird das technische Prinzip übrigens seit Kurzem verwendet, um Werbegrafiken (Grafik klickbar) in das DAB+-Signal einzubauen.
Werbegrafiken über DAB+ - ein Beispiel aus der Schweiz.
Voraussetzung für die Nutzung visueller Zusatzinfos sind DAB+-Radios mit Farbdisplays.
HbbTV Bei der Astra-Verbreitung geht es hingegen wohl eher darum, das Radiohören mit den dort verbreitetsten Empfangsgeräten - den Fernsehern - interessant zu machen. Und das trotz eines vergleichsweise hohen Energieverbrauchs. „Satellitenradios“ - im Grunde also für Radioprogramme konzipierte DVB-S2 Boxen - gibt es trotz des riesigen (und internationalen) Programmangebotes erstaunlicherweise nicht.
Der offene Standard HbbTV koppelt das über Astra empfangene Radio-Signal mit visuellen Elementen aus dem Internet. Das will das Berliner Schlagerradio nutzen, um z.B. Titelanzeigen und aktuelle Aktionen des Senders auf den Fernseher zu bringen. Man wolle der Hörerschaft „einen visuellen Mehrwert anbieten, ohne dabei ein TV-Programm zu sein“, so Pressesprecher Heiner Harke. Diesen Zusatznutzen „werden wir in den kommenden Wochen weiter
Schlagerradio - visuelles Radio via Astra (klickbar).
ausbauen“, kündigt der Pressesprecher an.
Voraussetzung für die Nutzung sind neben dem Sat-Empfang die Eignung des Fernsehers für HbbTV und dessen Verbindung mit dem Internet.
Quellen: Presseinfo von Schlagerradio vom 8.4., Bericht von radioszene vom 6.4. | Hintergrund: DAB+ und Multimedia, HbbTV.
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6.4.2021 • Frankreich: DAB+ als „Reisepaß“ ins 21. Jahrhundert
DAB-Worldlogo mit franz.Text DAB+ ist für das Radio der „Reisepaß ins 21. Jahrhundert“. Das äußerte Hervé Godechot bei der Übernahme der Leitung der AG Radio und Audio der französischen Medienbehörde CSA.
Im Nachbarland senden 353 Programme in 73 DAB+-Multiplexen, die rund 30 Prozent der Bevölkerung versorgen. Von den 333 kommerziellen Sendern ist jeder fünfte ausschließlich über DAB+ zu hören.
Noch im April sollen im Großraum Paris 13 neue Programme auf Sendung gehen, ebenso in Marseille und Nizza. Bis 2022 soll das Sendegebiet um weitere Regionen erweitert werden und 40 Prozent der Bevölkerung versorgen. Mitte Juli werden zwei „Metropolen-Ensembles“ mit rund 25 Programmen längs der Autobahnachse Paris-Lyon-Marseille (CSA-Grafik klickbar) aufgeschaltet. Im Sommer sollen regionale Ensembles für Avignon, Dijon und Toulon und bis Jahresende Annecy, Annemasse, Chambéry, Grenoble und Saint-Étienne neue Empfangsgebiete erschließen.
Das 100. Jubiläum der ersten Radioübertragung vom Eiffelturm und der 40. Jahrestag des Umstellungsbeginns auf UKW sind der vordergründige Anlass für eine einwöchige Fête de la Radio mit der ab dem 31. Mai auf Geschichte und Zukunft des Hörfunks in Frankreich hingewiesen werden soll.
Quelle: Bericht von Red Tech vom 31.3. | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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6.4.2021 • Digitalradio: Bayerns Mantellieferant feiert 30. Jubiläum
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit nunmehr 30 Jahren vertreibt die BLR als Dienstleistungsgesellschaft der bayerischen Lokalradios Nachrichten, Korrespondentenberichte, Mantelprogramm und technische Dienstleistungen an 55 Mitglieds-Sender im Freistaat.
Inzwischen sieht man sich auch als „Treiber technischer Entwicklungen für die digitale Produktion und Distribution von Audio-Content“ und setzt auf „ausschließlich IP-basierte Produktion und Distribution“. Das cloudbasierte Content-Managementsystem BayCloudNet verschaffe den Lokalradios „ein bislang nicht gekanntes Höchstmaß an Programmautonomie“.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 5.4. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Bayern.
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6.4.2021 • Niederlande: UKW-Abschaltung ins Auge gefaßt
DAB-Worldlogo mit franz.Text Den aktuellen Digitaltrend greift in den Niederlanden eine Werbekampagne unter dem Motto „FM wird DAB + - bis du dabei?“ auf. Laut einem Bericht soll der Termin für den UKW-Ausstieg auf der politischen Ebene vorgeschlagen werden, sobald die Anzahl der UKW-Hörer 30 Prozent der Bevölkerung unterschreitet.
Stimuliert wird diese Perspektive durch die EUweite Hybridtunerpflicht (in den Niederlanden noch nicht gesetzlich geregelt), aber auch durch das Programmangebot, das bis Jahresende um einen zweiten nationalen DAB+-Mux erweitert werden soll.
In den Niederlanden laufen 38,3 (2019: 33,5) Prozent des Radiokonsum bereits über DAB+ oder Internet. Der Anteil der analogen Plattformen UKW und Kabel ging von 60 auf 56,7 Prozent zurück. Bislang wurden 2,5 Mio. DAB+-Radios im Nachbarland verkauft, 72 Prozent der Neuwagen sind entsprechend ausgestattet. Rund 20 Prozent des Radiokonsums im Auto erfolgt über DAB+, nur 6 Prozent mit 4G/5G. Das ist nicht altersabhängig, denn die 20- bis 49jährigen hören DAB+ im Auto zu 18 und über 4G/5G zu 7 Prozent - also etwa dem Durchschnitt entsprechend. Die großen Einzelhändler konzentrieren ihre Angebote zu 90 Prozent auf DAB+- IP- oder Hybridradios; UKW-Only-Radios gelten als Auslaufmodell. Das sind Ergebnisse einer Erhebung der GfK von Dezember 2020/Januar 2021.
Quelle: Berichte von Digitalradio NL vom 22.3., Radio NL vom 29.3. | Hintergrund: DAB+ in den Niederlanden.
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3.4.2021 • Digitalradio: Ostseewelle noch im April für Lübeck
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach Zulassung durch die MA HSH kündigt Ostseewelle Hit-Radio Hamburg/Schleswig-Holstein den Sendestart im Großraum Lübeck „bereits im April“ an. In Hamburg kann der Start naturgemäß erst nach Abschluß der Plattform-Auswahl und dem Aufbau der Sendetechnik erfolgen. Dort „werden die technischen Kapazitäten vermutlich in der zweiten Jahreshälfte zur Verfügung stehen“, so der Veranstalter.
„In dem zusätzlichen Sendegebiet leben über zwei Millionen potentielle Hörerinnen und Hörer. Damit wird die technische Reichweite von Ostseewelle mehr als verdoppelt.“ Ihnen und den Pendlern zwischen Westmecklenburg und der Hamburger Region werden u.a. „aktuelle Informationen zugeschnitten auf die Ballungsräume Lübeck und Hamburg“ angekündigt.
Quelle: Info von Ostseewelle vom 2.4. | Hintergrund: DAB+ in Hamburg, Schleswig-Holstein.
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1.4.2021 • Digitalradio: SWR und Land statten weiteren Tunnel aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit heute ist DAB+ auch innerhalb des 1.080 Meter langen Leutenbachtunnels der B14 im Rems-Murr-Kreis bei Winnenden durchgehend zu empfangen. Desweiteren wurden die digitalen Funkstrecken für Polizei und Sicherheitsdienste nachgerüstet.
Aus Sicht des baden-württembergischen Verkehrsministeriums ist der Radioempfang eine Sicherheitseinrichtung. Durch frühzeitige Warnungen „wird gewährleistet, schnell auf Unfälle oder Brände reagieren zu können und somit die Arbeit der Rettungskräfte zu erleichtern“, kommentiert Minister Winfried Hermann. SWR-Intendant Kai Gniffke: „Der SWR sorgt gemeinsam mit dem Land in den Straßentunneln mit DAB+ für technisch einwandfreies Programm und übernimmt einen Teil der Kosten. Wir ermöglichen den Hörerinnen und Hörern so unterbrechungsfreien Empfang und möchten einen wichtigen Teil zur Verkehrssicherheit beitragen.“
Der Leutenbachtunnel ist der vierte Tunnel im Bundesland, in dem DAB+ seit Jahresbeginn nachgerüstet wurde.
Quelle: Presseinfo des SWR vom 31.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Baden-Württemberg.
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1.4.2021 • Digitalradio: HSH-Zulassung für Ostseewelle
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die „Westpläne“ der Rostocker Ostseewelle nehmen Gestalt an. Jetzt hat die Medienanstalt MA HSH ein Landesprogramm Ostseewelle Hit-Radio Hamburg/Schleswig-Holstein für zehn Jahre zugelassen. Es soll über DAB+ in Lübeck und im zweiten Hamburger Privatmux sowie im Internet zu hören sein.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 31.3. | Hintergrund: DAB+ in Hamburg, Schleswig-Holstein.
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1.4.2021 • Digitalradio: Privatplattform für Bad Kreuznach sendet
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Ab heute sendet der Bad Kreuznacher DAB+-Multiplex unter besseren Vorzeichen. Der Netzbetreiber Milling Broadcast verfügt nun über eine Plattform-Lizenz und kann das Programmangebot erheblich erweitern. Bereits heute kommt zum Bretzenheimer Pfarreisender Studio Nahe die Antenne Bad Kreuznach hinzu, ein auf UKW etabliertes Lokalradio von The Radio Group.
Das Programmangebot kann erweitert werden, sobald andere Interessenten am 19. April die Zulassung durch die Medienanstalt RLP bekommen haben. Beworben haben sollen sich Radio Musicstar Rheinland-Pfalz (Funkstar Medien UG), die Neugründung Radio Rhein FM, das Deutsche Musikradio, das Lokalprojekt Rheinhessen Radio und der neue Musiksender Party Radio. Auch der Berliner Websender Peli One soll sich beworben haben.
Der Neustart in Bad Kreuznach setzt die von Studio Nahe und Milling Broadcast seit 2017 geführte Initiative um den Einsatz des kostengünstigen SDR-Verfahrens für lokale DAB+-Ensembles fort, beruht allerdings wiederum nur auf einer Versuchzulassung. Diesmal mit immerhin fünfjähriger Befristung wird wieder im Block 12A vom Bad Kreuznacher Kuhberg aus und mit einer niedrigen Sendeleistung von maximal 500 Watt gesendet. Wenige Tage zuvor hatte der Netzbetreiber einen neuen Sender samt Multiplexer in Betrieb genommen.
Quelle: Milling Broadcast Services am 27.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Rheinland-Pfalz.
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1.4.2021 • Digitalradio: Alle UKW-Sender Bayerns jetzt im Simulcast
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mit einiger Verspätung wurde der Voralpenmux (Block 7A) gestern am neuen Senderstandort Isen aufgeschaltet. Damit wird das Versorgungsgebiet u.a. in weiteren Teilen des südostbayerischen Landkreises Mühldorf möglich, so dass der angekündigte DAB+-Einstieg für das dortige Lokalradio Inn-Salzach-Welle (ISW) Sinn macht. Damit sind alle UKW-Stationen Bayerns auch über DAB+ zu hören.
Vor wenigen Tagen hatte der BLM-Medienrat außerdem die Wiederaufnahme der Zulieferungen des Rosenheimer Spartensenders Radio Regenbogen an ISW genehmigt. Diese wurden im Sommer 2020 aufgrund finanzieller Belastungen durch Corona-Folgen befristet ausgesetzt. Die Aussetzung läuft für weitere Radio weiter.
Mit Isen (10 kW) als 7. Senderstandort erreicht das Ensemble nach Angaben der Medienanstalt BLM jetzt bis zu 1,2 Mio. Hörer, davon rund 1 Mio. Indoor. Das betrifft acht kommerzielle Lokalradios aus der Region sowie das überregional aktive Radio Arabella Bayern.
Die Sendetechnik des Voralpen-Muxes gewährleistet die BLM-Tochter BDR. Für eine Erweiterung des Sendenetzes sind die Standorte Neuötting (10 kW), Bad Tölz (1,6 kW) und Reit im Winkl (1 kW) koordiniert.
Schon Anfang 2019 hatte die BLM verkündet, mit dem Simulcast der lokalen UKW-Sender über DAB+ „auf der Zielgeraden angekommen“ zu sein. Doch erst jetzt wurde das Zielband durchgerissen. Wie BLM-Präsident Siegfried Schneider jetzt hervorhebt, ist die „fast flächendeckende Versorgung (...) in Bayern mit lokalen, landesweiten und bundesweiten DAB+-Programmen einzigartig im deutschlandweiten Vergleich.“ Das wurde „durch ein Infrastruktur-Sharing mit dem Bayerischen Rundfunk ermöglicht, das auch die Basis für den weiteren Netzausbau bildet“.
Quellen: Presseinfos der BLM vom 25.3. und 31.3. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Bayern.



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