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Nachrichten-Archiv November 2019

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30.11.2019 • Schweiz: SRG-Sender auch für Genf wieder per Antenne?
Nach Vorarlberg könnten TV-Kanäle der SRF auch im Raum Genf möglicherweise bald wieder terrestrisch empfangen werden.
Laut einem Bericht wolle eine kommerzielle Cross-Border Cooperation Group (CLGT) die französischsprachigen SRG-Kanäle RTS1 und RTS2 auf die Antenne zurückbringen. Dies könnte in Kooperation mit dem Genfer Privatsender Léman Bleu geschehen. Der einzige in der Schweiz noch per DVB-T aktive Kanal sendet vom Mont Saléve (Frankreich) und La Dole (Schweiz). CLGT wolle dort mit Aufspringen und Verbreitungskosten von jährlich 95.000 Franken zahlen.
Die öffentlich-rechtliche SRG hatte Anfang Juni 2019 die Verbreitung mit DVB-T beendet. Die Sendekosten seien für die nutzenden 64.000 (1,9 Prozent aller) Haushalte nicht vertretbar.
Quelle: Meldung von satnews vom 28.11. | Hintergrund: DVB-T in der Schweiz.
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29.11.2019 • Digitalradio: Mehr Fördermittel für Medienanstalt?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die NRW-Landesregierung veröffentlicht Eckpunkte ihrer Strategie „Radio in NRW 2022“. U.a. soll die Landesmedienanstalt LfM „zusätzliche finanzielle Möglichkeiten zur Förderung von Innovationen im Audio-Bereich“ bekommen - wenn das Landesparlament dem Haushalt 2020 zustimmt.
Die Strategie ist davon bestimmt, das bisherige „Zwei-Säulen-Modell“ zu erhalten. Dadurch werden die von den Lokalzeitungen betriebenen 44 Lokalradios wesentlich wettbewerbsfrei gehalten. Die Verlage sollen künftig Radiosender komplett übernehmen können. Weil einige Lokalsender nur Lücken im Mantelprogramm von Radio NRW füllen, sollen künftig Bürgermedien zu einer stärkeren „lokalen Anbindung“ beitragen.
Ein deutlicher Auftrag an die LfM betrifft die Vergabe einer zweiten landesweiten UKW-Kette. Dabei soll „die lokale bzw. regionale Anbindung redaktioneller Strukturen, der Beitrag zum Erhalt des bestehenden Hörfunkangebots sowie die Nutzung digitaler Verbreitungswege, insbesondere DAB+“ eine Rolle spielen, wünscht die Landesregierung. Privatsender werden derzeit jedoch nicht über DAB+ verbreitet (Ausnahme: Domradio bis Ende 2019).
Dem WDR will die schwarzgelbe Koalition zurzeit offenbar nicht weiter das Budget beschneiden: Nach der letzten Kürzung der Werbezeiten will „die Landesregierung, die erste Stufe der Werbereduzierung beibehalten und auf die zweite Stufe der Reduzierung verzichten“.
Nachtrag : Für die Lokalradios übte Dachprogramm-Lieferant RadioNRW heftige Kritik. Bisher konnten Werbegelder nicht vom WDR zu den Privaten verlagert werden. Der NRW-Lokalfunk brauche „auch Entwicklungsmöglichkeiten, um die wirtschaftliche Voraussetzung“ für die Struktur zu schaffen, so Geschäftsführer Sven Thölen.
Quelle: Presseinfo der Landesregierung* vom 29.11., radiowoche vom 30.11. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in NRW.
*) Die Presseinfo der Landesregierung wurde von der LfM verbreitet. Auf deren Server hat die Suche nach Radio 2022 kein Ergebnis.
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29.11.2019 • Österreich: 5G-Test mit TV und Radio in Wien
5G Logo Nach bayerischem Vorbild hat die österreichische Medienbehörde jetzt ein Pilotprojekt für die Rundfunkverbreitung mit 5G-Technik nach dem Standard FeMBMS genehmigt. Netzbetreiber ORS darf an den Wiener Standorten Liesing und Kahlenberg bis zum 30. Juni 2020 Sendeanlagen im Bereich 734 bis 744 MHz betreiben, um Testmessungen durchzuführen.
ORS hatte einen längeren Zeitraum beantragt. Weil das 700 MHz-Band ab Juli 2020 europaweit für 5G-Mobilfunk reserviert ist, müsste für einen weiteren Testverlaufdie Frequenz gewechselt werden. Im 600 MHz-Bereich steht zur Zeit aber keine Frequenz zur Verfügung.
ORS ist verpflichtet, die Fernsehprogramme ORF1 und ORF2 und die Radiowellen Ö1, Ö3 und FM4 des ORF auszustrahlen; andere Anbieter können einbezogen werden. Ergebnisse werden u.a. aus dem Vergleich von im Vorlauf gerechneten Simulationen und realen Messwerten mit DVB-T2 und DAB+ erwartet.
Quelle: Presseinfo der ORS , Bescheid von KommAustria vom 28.11. | Hintergrund: Rundfunk und 5G.
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29.11.2019 • Digitalradio: Bundesmux jetzt auch für Sylt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auch für die Urlaubsinsel Sylt wird jetzt der Bundesmux gesendet. Die Verbreitung der vier Deutschlandradio-Wellen und neun Privatsender erfolgt vom Standort Westerland mit 1 kW Leistung im üblichen Block 5C. Das bestätigte ein Sprecher des Betreibers Media Broadcast auf Anfrage von dehnmedia.
Noch keinen Termin gibt es für die letzte für dieses Jahr angekündigte Aufschaltung am Standort Blauen in Baden-Württemberg.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ und Privatradios in Schleswig-Holstein.
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28.11.2019 • Unterhaltungselektronik: UHD - Trend auch ohne Content
gfu Nach der eher negativen Zwischenbilanz für die Quartale 1 bis 3 legt der Branchenverband gfu nun eine Prognose für das Gesamtjahr vor. Demnach könnten Verbraucher „für das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr ein Umsatzvolumen von rund 8,9 Milliarden Euro“ für UE-Produkte in die Läden tragen. Das entspreche - wie im Vorjahr - rund 30 Prozent des gesamten Jahresumsatzes.
Bei den Fernsehern bestimmen großen Displays ab 45 Zoll Diagonale knapp die Hälfte des Absatzes und 72 Prozent des Jahresumsatzes der Produktgruppe. Trotz mangelnder Programme folgt der Verkaufsanstieg von UHD-Fernsehern von 3,6 Mio. (Vorjahreszeitraum) auf 4,6 Mio. Stück im Gesamtjahr der gfu-Prognose vom Februar. Dank überdurchschnittlicher Einzelpreise sollen sie 3,6 Mrd. Euro Umsatz einspielen.
Weitere Infos heben vor allem positive Jahresprognosen zu einzelnen Trendprodukten heraus. Auf dem gfu-Wunschzettel für die Jahresbilanz stehen beim Audio- und Videozubehör u.a. 5 Mio. Bluetooth-Lautsprecher mit einem Umsatz von 460 Mio. Euro und erstmals über 1 Mio. Soundbars (plus 14,5 Prozent) ebenso wie 5 Mio. Wearables (plus 20 Prozent). Der Verkauf von Smartphones sinkt zwar um 2,3 Prozent auf 22,5 Mio. Stück, die Umsätze schmälert das wegen einer Preiserhöhung um 1,2 Prozent auf im Schnitt 495 Euro kaum.
Quelle: Presseinfo der gfu vom 28.11.
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28.11.2019 • Rundfunkbeitrag: ARD spart weiter - auch am Programm
Beitragsservice Trotz der von der KEF vorgeschlagenen Erhöhung des Rundfunkbeitrages sieht sich die ARD künftig weiter auf Sparkurs. Einbußen der Programmqualität oder den Umfang seien dennoch unvermeidbar, so der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm nach einer Intendanten-Konferenz.
Es werde „nicht so sein, dass es Manna vom Himmel regnet“. Die ARD-Anstalten müssen weiter „unter sehr knappen Rahmenbedingungen“ arbeiten, so Wilhelm. „Wir werden auch bei Verwirklichung einer solchen moderaten Erhöhung - der ersten dann nach zwölf Jahren - weiterhin einen deutlichen Sparkurs in der ARD fahren müssen. Wir werden uns bemühen, den nicht voll auf das Programm durchschlagen zu lassen.“
Die von den Bundesländern eingesetzten 16 KEF-Kommissionäre hatten nach Prüfung der Budgetwünsche der ARD-Anstalten, des ZDF und Deutschlandradios eine Erhöhung des Rundfunkbeitrages von 17,50 Euro auf monatlich 18,36 Euro ab 2021 vorgeschlagen. Einem entsprechenden Staatsvertrag müssen die Parlamente aller 16 Bundesländer zustimmen.
Quelle: Meldung von Infosat vom 27.11. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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28.11.2019 • Kabel: Betreiberverband nennt sich um
Kabelanschluß Der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. will mit einer Umbenennung die Enge des Rundfunk-Transporteurs ablegen. Die neue Bezeichung ist ANGA Der Breitbandverband e.V. - im Sinne einer „der Diversifizierung ihrer Produkte und Technologien“.
Die 200 Mitglieder vermarkten hybride Kabelnetze wie reine Glasfasernetze bis hin zu IPTV, Video-Streaming und Mobilfunk. Es handele sich um Familienbetriebe, Stadtnetzbetreiber, Breitbandtöchter von Energieversorgern und große Telekommunikationskonzerne.
Quelle: Presseinfo der ANGA vom 27.11.
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27.11.2019 • Digitalradio: Gutes Interesse für Chemnitz und Leipzig
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der lokale DAB+-Mux für Chemnitz hat großes Interesse gefunden. 12 Veranstalter haben sich mit 13 Programmen auf die letzte Woche ausgelaufene Ausschreibung beworben, teilt die Medienanstalt SLM auf Anfrage von dehnmedia mit.
Erste Informationen der Medienanstalt gibt es auch zum Regelbetrieb der Stadtmuxe Leipzig und Freiberg. Für Leipzig bewerben sich 13 Programme, die bereits im laufenden Projekt senden. Insgesamt haben 15 Veranstalter 17 Programme gemeldet. Nicht ganz so attraktiv ist offenbar der Radiomarkt des erzgebirgischen Freiberg. Dort wollen nur fünf Programme weitermachen. Insgesamt haben sich sechs Veranstalter mit sieben Stationen beworben.
Der SLM-Medienrat will sich am 16. Dezember mit den Bewerbungen befassen; Programmnamen werden nach der Entscheidung veröffentlicht. Die Projekte für Leipzig und Freiberg laufen Ende Januar 2020 aus, der Regelbetrieb könnte - die Entscheidung des Medienrates vorausgesetzt - also bruchlos am 1. Februar 2020 beginnen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ und Privatradios in Sachsen.
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26.11.2019 • Digitalradio: JokeFM sendet ab 1. Dezember in Hessen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Erst vor zwei Wochen bekam JokeFM eine Zuweisung DAB+ in Hessen. Jetzt kündigt der Sender die Aufschaltung am 1. Dezember „für ganz Hessen“ - also beide Multiplexe (Kanäle 6A und 12C) - an.
Das Programm verspricht als in Deutschland einmaliges Comedy Radio tägliche Comedy-Eigenproduktionen und Personalityshows, Comedyserien, Tagesaktuelles, Interviews usw. zu den Themen Comedy und Kabarett. Ergänzt wird das durch redaktionelle Berichterstattung sowie Musik.
Quelle: JokeFM vom 26.11. | Hintergrund: DAB+-Programme und Privatradios in Hessen.
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26.11.2019 • Österreich: Kanalwechsel bei SimpliTV
Bei der DVB-T2 Plattform SimpliTV gab es einige Kanalwechsel der Multiplexe D, E und F, zum Teil auch Mux B. Betroffen sind Zuschauer in den Bundesländern Kärnten, Steiermark und Südburgenland. Mach Angaben des Netzbetreibers ORS handelt es sich um Maßnahmen im Zuge der „mit den Nachbarstaaten abgestimmten Umplanungen und behördlichen Vorgaben im Zuge der Räumung vom 700MHz-Band (Kanal 49-60)“. Die Arbeiten am Standort Goldeck wurden witterungsbedingt auf den 3. Dezember verschoben.
Quelle: Meldung, Senderlisten von ORS | Hintergrund: SimpliTV
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25.11.2019 • DVB-T2 HD: Weltfunkkonferenz hält UHF-Zukunft offen
Die gerade beendete Weltfunkkonferenz (WRC-19) läßt eine Entscheidung über die Zukunft des UHF-Bandes offen.
Laut Berichten wurde zwar keine Umwidmung beschlossen. Bis zur nächsten Konferenz 2023 sollen Studien aber nachweisen, ob die bisherige Nutzung durch das Fernsehen (in Deutschland DVB-T2 HD) und den Produktionsfunk effektiver und effizienter wäre als eine künftige durch den Mobilfunk. Die Definition von „Effektivität“ und „Effizienz“ bleiben wohl offen.
Wie sich die deutschen Vertreter auf der Konferenz dazu verhalten haben, wird nicht mitgeteilt. Jedoch hatten die Bundestagsfraktionen der GroKo-Koalition kürzlich - und ganz im Sinne der Telekoms - eine Resolution verhindert, die das UHF-Band bis 2030 für DVB-T2 HD und den Produktionsfunk sichern wollte.
Geht auch der letzte Rest des TV-Sendebandes UHF an den Mobilfunk, droht der terrestrische Fernsehempfang unter Kontrolle und Gewinnziele der Mobilfunkbetreiber zu fallen.
Quelle: Meldung von satnews vom 25.11. | Hintergrund: Digitale Dividende 1 und 2
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25.11.2019 • Österreich: Schweiz-TV über DVB-T ins Vorarlberg-Kabel
Die Abschaltung der SRG-Programme via DVB-T verhinderte seit Juni deren Übernahme der in Kabelnetze der Nachbarländer. Ein österreichischer Kabelnetzer trickst das jetzt aus.
Eine Weiterleitung Schweizer Programme in ausländische Kabelnetze ist nur erlaubt, wenn die Signale vor Ort aus dem terrestrischen Empfang übernommen werden. Um das zu bewerkstelligen hat der österreichische Kabelnetzer Lampert die Betriebserlaubnis für einen DVB-T Sender auf dem Hohen Kasten beantragt und für die unverschlüsselte Durchleitung bekommen. Weil sich weitere Kabelnetzer an den Kosten (Sendetechnik und Urhebergebühr) beteiligen, könnten die SRG-Kanäle bald zumindest in Vorarlberger Kabelnetzen vermarktet werden. Viele Bürger des Bundeslandes arbeiten in der Schweiz oder Liechtenstein, so daß Sendungen der SRG dort großes Interesse finden.
Laut Auskunft der Bakom gibt es Interesse auch aus der Region Genfer See. Gesuche lägen aber nicht vor. Deutsche Zuschauer im Grenzgebiet können also erst einmal nicht auf Schweizer Programme in ihren Kabelnetzen rechnen. Über Sat werden Sender der SRG (und des österreichischen ORF) verschlüsselt verbreitet, damit nur die dortigen Gebührenzahler diese nutzen können.
Quelle: Meldung von Infosat vom 25.11. | Hintergrund: DVB-T in der Schweiz.
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21.11.2019 • DVB-T2 HD: 13 Prozent in Berlin sehen terrestrisch fern
13 Prozent der Berliner TV-Haushalte nutzen DVB-T2 HD. Die Hauptstadt liegt damit um sieben Prozent über dem Bundesdurchschnitt (6,0 Prozent). Auch Brandenburg liegt darüber, dort empfangen 6,6 Prozent der Haushalte TV mit der Antenne. Das ergibt sich aus einem Auszug aus dem Digitalisierungsbericht Video 2019 für die beiden Bundesländer, den die Medienanstalt MABB jetzt veröffentlichte.
Der große Unterschied zwischen Stadt und Fläche zeigt sich auch bei den anderen Sendewegen: Mit 70 Prozent dominiert in Berlin (Brandenburg: 38 Prozent) das Kabel. Im Flächenland Brandenburg führt hingegen der Satellit (53,6 Prozent) die Statistik (Berlin: 11,2 Prozent). IPTV steht in Berlin mit 12,3 Prozent hoch im Kurs und wird in Brandenburg (wegen der fehlenden Breitband-Versorgung?) eher marginal eingesetzt.
11 Prozent der Hauptstadt-Haushalte empfangen Bewegtbilder nur noch über das Internet. Dennoch bleibt das TV-Gerät in beiden Bundesländern wichtigster Bildschirm. Der Fernseher verliert aber seine Führung und fällt in Berlin mit 47 Prozent (Brandenburg: 61 Prozent) erstmals unter die 50-Prozentgrenze.
Durchgesetzt hat sich HDTV in rund acht von zehn Berliner und sieben von zehn Brandenburger TV-Haushalten.
Quellen: Presseinfo der MABB vom 20.11., Länderbericht | Hintergrund: DVB-T2 HD in Berlin, Brandenburg.
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20.11.2018 • Unterhaltungselektronik: Verhaltene Q3-Zwischenbilanz
gfu Fernseher tragen immer weniger zur Bilanz der Unterhaltungselektronik bei. Das bestätigt der Handelsindex Hemix für die ersten drei Quartale 2019.
Der Abverkauf sank um 3,6 Prozent auf 4,4 Mio. Stück (Vorjahreszeitraum: 4,6 Mio. Stück, minus 7,9 Prozent). Die Umsätze der Produktgruppe werden mit 2,5 Mrd. Euro (minus 9,4 Prozent!) angegeben. Der Wert war von 2017 auf 2018 schon um 4,3 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro gefallen. Laut Presseinfo blieben die Durchschnittspreise „mit 564 Euro in den letzten sechs Monaten stabil“. Nach eigener Berechnung anhand der genannten Zahlen kostete ein Fernseher 2018 im Schnitt 608,70 Euro und 568,18 Euro in 2019. Der Preisverfall erklärt das hohe Umsatzminus.
Im Handelsfokus liegen Trendprodukte wie Core Wearables (601 Mio. Euro, plus 41 Prozent; 3,6 Mio. Stück, plus 39 Prozent). Preiserhöhungen um 10,5 Prozent befeuerten die Umsätze mit Tablet-PCs. Auch mit Desktop-PCs (plus 4,9 Prozent) und Monitoren (plus 12 Prozent) wurden positive Zahlen erwirtschaftet. Home Audio-Zubehör legte sogar um 26 Prozent auf 852 Mio. Umsatzeuro zu. Smartphones haben ihre Marktdominanz verloren, 7,4 Mrd. Euro (minus 6,2 Prozent) wurden mit 15,4 Mio. Stück umgesetzt.
Im Berichtszeitraum bilanzierten die Teilbranchen Unterhaltungselektronik (5,8 Mrd. Euro, minus 6 Prozent) und private TK-Produkte (gut 8,2 Mrd. Euro, minus 3,9 Prozent) negativ. Nur IT-Produkte für private Nutzung (rund 4,6 Mrd. Euro, plus 2,1 Prozent) melden ein Umsatzwachstum. Insgesamt schließen die Branchen der IFA-Aussteller dank der positiv tendierenden Heimelektronik und Küchentechnik mit 29,1 Mrd. Umsatz-Euro (minus 0,8 Prozent) ab.
Bemerkenswert: Die drei Industrieverbände, für die die GfK die Hemix-Werte ermittelt, enthalten sich erstmals der üblichen Prognose auf das gesamte Geschäftsjahr und positiver Erwartungen zum Jahresendgeschäft.
Quelle: Presseinfos von gfu vom 19.11., Hemix-Zahlen.
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20.11.2019 • Digitalradio: MDR beteiligt sich an DAB+-Kampagne
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 An der vorweihnachtlichen Werbekampagne für DAB+ zwischen dem 25. November und 8. Dezember beteiligt sich auch der MDR.
In den drei MDR-Bundesländern besitzt bereits knapp jeder vierte Haushalt ein DAB+-Empfangsgerät. Das und die Ende 2020 einsetzende Digitalradiopflicht werden den Trend in Richtung DAB+ weiter beschleunigen, so Niels Schulze, MDR-Abteilungsleiter Programmverbreitung.
An der vom Verein Digitalradio geführten Kampagne beteiligen sich ARD, Deutschlandradio, Privatsender, Hersteller und andere mit Beiträgen im Programm, Verlosungen und anderen Aktivitäten.
Quelle: Presseinfo des MDR vom 19.11. | Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.
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19.11.2019 • Rundfunkbeitrag: KEF empfiehlt 18,36 € ab 2021
Beitragsservice Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfiehlt die Erhöhung des monatlichen Rundfunkbeitrages ab 2021 bis 2024 von 17,50 Euo auf 18,36 Euro. Die 16 Fachleute erteilen damit der bisher von den Landesregierungen propagierten Politik der „Beitragsstabilität“ eine Absage. Die KEF hatte 2016 prognostiziert, dass der Rundfunkbeitrag ab 2021 über 19 Euro steigen muss, sollen die Leistungen im bisherigen Umfang aufrecht erhalten bleiben.
Heike Raab, Medienstaatssekretärin von Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Bundesländer, wendet das ins Positive: „Mit der auf den ersten Blick moderaten Anhebung war zu rechnen.“
Die KEF wird den Entwurf ihres Berichtes nun in Anhörungen mit den ARD-Sendern, dem ZDF und dem Deutschlandradio besprechen. Anfang 2020 wird der endgültige Bericht erwartet. Der monatliche Beitrag wird im Rundfunkbeitrags-Staatsvertrag festgelegt, dem alle 16 Länderparlamente zustimmen müssen.
In den letzten zehn Jahren hatte es keine Erhöhung, sondern sogar eine Reduzierung, des Rundfunkbeitrages gegeben. Die Sendeanstalten mußten daher nicht nur Ausgaben einsparen, sondern auch die Kostensteigerungen durch zusätzliche Sparanstrengungen - auch zulasten der Programme - herauswirtschaften. Allein das ZDF muss bis 2020 rund 10 Prozent der Stellen abbauen. Die tatsächlichen Kosten liegen bereits heute bei 18,35 Euro, hatte ZDF-Intendant Thomas Bellut kürzlich mitgeteilt. Die Differenz zum aktuellen Beitrag von 17,50 Euro muss durch Aufbrauchen von Rücklagen ausgeglichen werden. Bellut und die anderen Intendanten hatten daher eine Beitragserhöhung gefordert.
Diskutiert wird auch die Kopplung der Beitragshöhe an einen Wirtschaftsindex, z.B. die Einkommensentwicklung oder Teuerungsrate.
Quelle: infosat vom 18.11. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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19.11.2019 • Digitalradio: Small Scale für Ba-Wü ohne Perspektive?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Erst im Juni hatte sich Dana Diezemann als Betreiberin lokaler Small Scale-Sendenetze in Baden-Württemberg ins Gespräch gebracht. Jetzt hat sie ihren Plan, schon 2020 erste Tests durchzuführen, offenbar aufgegeben.
Auf Facebook erklärt sie u.a.: „Die Landesanstalt für Kommunikation (LfK) ist hier für ein Pilotprojekt oder gar Zuschüsse recht zugeknöpft.“ Die 16 Kommerzsender des landesweiten DAB+-Muxes erhielten von der LfK zusammen rund 1 Mio. Euro. Daher gebe es für ein zweites Projekt keine Fördermittel. Ohne die ist die Beteiligung der Privatradios offenbar nicht möglich. Multiplexe könnten nur mit voller Belegung wirtschaftlich betrieben werden, so Diezemann.
Damit scheinen Lokalradios, nichtkommerzielle Sender und Lernradios des Bundeslandes weiter von der digitalen Verbreitung abgeschnitten. Erst Ende Januar 2019 hatte die LfK den gemeinsamen Programmplatz Bürgermedien BW mit drei alternierend sendenden NKLs durch das kommerzielle Radio Seefunk ersetzt.
Noch im Juli 2019 hatte LfK-Präsident Wolfgang Kreißig erklärt, die LfK wolle Small Scale „gezielt für lokale Stadtgebiete adaptieren und einen kostengünstigen, niedrigschwelligen Zugang zu Digitalradio ermöglichen“. Regionalen und lokalen Aktivtäten solle jedoch der „möglichst flächendeckende“ Netzausbau vorangehen.
Quelle: Meldung von satnews 19.11. | Hintergrund: Programme und Small Scale in Baden-Württemberg.
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18.11.2019 • Digitalradio: TLM schreibt Privatmultiplex für Thüringen aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) hat einen DAB+-Multiplex für Privatradios ausgeschrieben. Gesucht werden neben Programmanbietern auch ein Betreiber des Sendenetzes. Dieses muss ab dem Start im Raum Erfurt/Weimar bereitgestellt werden. „Der anschließende Ausbau einer landesweiten Versorgung kann bedarfsorientiert in Stufen umgesetzt werden.“ Zuweisungen erfolgen für zehn Jahre mit Verlängerungsoption. Nach einer früheren Äußerung aus der TLM könnte der Mux im Block 12B angesiedelt werden. Bewerbungen werden bis zu 20. Dezember angenommen.
Mehrere Ausschreibungen vor 2013 waren ohne Ergebnis geblieben. Angesichts der überdurchschnittlichen DAB+-Ausstattung von knapp 25 Prozent in Mitteldeutschland und der Ende 2020 kommenden Hybridtuner-Pflicht scheint das Interesse der Privaten stärker geworden zu sein. In Thüringen senden Antenne Thüringen und Landeswelle Thüringen sowie der Antenne-Ableger RadioTop40, Radio Teddy mit landesweiter Zulassung für UKW. Vogtlandradio ist auf lokaler Ebene aktiv. Mehr als zehn Sender werden als Einrichtungsfunk, Offene Kanäle bzw. nichtkommerzielle Radios geführt.
Nach einem Call for Interest 2018 hatte die Medienanstalt TLM im Sommer 2019 eine Ausschreibung zunächst für September angekündigt.
Quelle: Presseinfo, Ausschreibung der TLM vom 18.11. | Hintergrund: Programme und Privatradios in Thüringen.
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18.11.2019 • Digitalradio: SWR-Mux demnächst auch für Mühlacker
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach der Ankündigung für den Sendestandort Memmingen kündigt der SWR nun auch die Aufschaltung seines DAB+-Multiplexes am Standort Mühlacker an. Damit werde die Versorgung über den Block 9D für den Raum Vaihingen/Enz mit Mühlacker, Bretten und Güglingen (Zabergäu, Stromberg-Heuchelberg) sowie in Teilen von Pforzheim verbessert, teilt der WDR mit. Der Ausbau des Sendenetzes wird 2020 mit einem Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz fortgesetzt.
Quelle: Mitteilung des SWR vom 14.11. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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18.11.2019 • Digitalradio: Ist der Saarland-Mux gefährdet?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der DAB+-Multiplex für das Saarland könnte sich verzögern oder sogar noch scheitern. Laut einem Bericht hat der Sendenetzer Divicon die Auflage der Medienanstalt LMS nicht erfüllt, bis zum 14. November rechtsverbindliche Verträge mit den zehn zugelassenen Programmanbietern vorzulegen. Gelinge keine Einigung sei das Projekt in der Form „geplatzt“, wird eine anonyme Person zitiert. Unbekannt ist, wieviel Programme das betrifft. Die LMS-Gremien wollten sich am 3. Dezember damit beschäftigen.
Der Bericht verweist auf Infos aus der Branche, wonach mehrere Bewerber noch über die Verbreitungskosten verhandeln, die Divicon fordert. Ein Beteiligter am Call for Interest von 2017 kritisierte den landesweiten Multiplex; einige Interessenten hätten seinerzeit eine kostengünstige Small Scale-Lösung für den Raum Saarbrücken präferiert.
Divicon ist verpflichtet, den Sendestart bis Ende März 2020 zu gewährleisten. Interessant an der Vergabe war auch, dass Media Broadcast seine Bewerbung aufgabe und statt dessen dem Konkurrenten die Mitbenutzung seiner Antennen ermöglicht.
Quelle: Bericht von satnews vom 18.11. | Hintergrund: Programme und Privatradios im Saarland.
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17.11.2019 • Digitalradio: Zwangspause bei DAB+ in NRW
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die bereits verzögerte Etablierung von Multiplexen für Privatradios in NRW kommt weiter zu keinem Abschluß. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) kann die beantragten Frequenzen für zwei landesweite Abdeckungen (davon eine regionalisiert) noch nicht zur Verfügung stellen, so ein Bericht.
Erst wenn die Verhandlungen der BNetzA mit den Niederlanden über die Frequenznutzung erfolgreich absolviert sind, können der Netzbetrieb und anschließend die Programme ausgeschrieben werden. Die Frequenzen sind „wohl frühestens im Sommer, wenn nicht gar später verfügbar“, so der Bericht unter Berufung auf Äußerungen eines Vertreters von Mehr!Radio. Diesem Konsortium und den anderen Unternehmen, die sich 2018 an einem Call for Interest beteiligt hatten, wird also eine längere Durststrecke abverlangt.
Domradio Köln ist von der Verzögerung besonders betroffen. Der katholische Sender hat keine Chance, über den Jahreswechsel hinaus auf DAB+ zu senden. Dann endet das Pilotprojekt, dass Domradio seit 2011 den Programmplatz im WDR-Mux sichert. Die rechtlich notwendige Neuausschreibung ist bislang nicht erfolgt. Dies hätte erst Sinn, wenn eine Vereinbarung mit dem WDR über die weitere Überlassung von Ressourcen bis zum Start eines Privatmuxes vorliegt. Der WDR will seine weiteren Regionalversionen auf DAB+ senden und benötigt dafür Ressourcen.
Quelle: Bericht von radioszene vom 16.11. | Hintergrund: Programme und Privatradios in NRW.
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15.11.2019 • Digitalradio: Branchentreff ohne praktisches Ergebnis
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mit einer nichtssagend wirkenden Presseinfo berichtet die NRW-Medienanstalt vom heutigen Audio Summit der Radiobranche des Bundeslandes. Zur Fragestellung „Wie kann die lokale Hörfunklandschaft von der technologischen Entwicklung des Audiomarktes profitieren?“ gelingt es der Anstalt, Begriffe wie „digital“, „DAB+“, „IP-Radio“ usw. zu vermeiden.
Nathanael Liminski (CDU, Chef der Staatskanzlei) will „die politischen Weichen so stellen, dass die lokalen Radios auch weiterhin ihren zentralen Platz in der Audiolandschaft in Nordrhein-Westfalen einnehmen.“ Der Direktor der Medienanstalt LfM Tobias Schmid griff die veränderte Wettbewerbssituation des Hörfunks auf: „Unsere Aufgabe ist es, die lokale Vielfalt zu schützen, entsprechend werden wir Kreative in diesem Bereich soweit es geht unterstützen, sich gegenüber neuen Formaten und Finanzierungsmodellen zu öffnen.“ Desweiteren heißt es, man sich sich einig gewesen, „dass Audioinhalte auch weiterhin eine wichtige Rolle in der Mediennutzung vieler Menschen spielen werden“.
Nach jahrelanger Debatte gibt es also keinerlei konkrete Äußerung dazu, wie Politik und Medienanstalt den mehr als 40 kraft Gesetzes auf UKW konkurrenzfrei gehaltenen Lokalradios in die digitale Zukunft - terrestrisch mit dem Europa-Standard DAB+ - helfen wollen.
Domradio ist der einzige NRW-Privatsender auf DAB+. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt, wodurch der Sender Ressourcen im WDR-Mux bekam. Das Projekt läuft Ende 2019 ersatzlos aus.
Quelle: Presseinfo der LfM NRW vom 15.11. | Hintergrund: Programme und Privatradios in NRW.
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15.11.2019 • Digitalradio: SWR schaltet am 3.12. in Memmingen auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR wird den DAB+-Sender Memmingen „voraussichtlich“ am 3. Dezember aufschalten. Die Versorgung mit dem SWR-Mux (Block 8A) verbessert sich nach SWR-Angaben in Teilen des baden-württembergischen Allgäus, zwischen Kirchdorf bis Aitrach längs der Iller und entlang der BAB A96, A7 und der Bundesstraße B312.
Vor Jahresende soll der Multiplex auch am Standort Mühlacker aufgeschaltet werden. Infos zur Planung von Sender-Inbetriebnahmen bis Ende 2020 wurden kürzlich veröffentlicht.
Quelle: Mitteilung des SWR vom 14.11. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
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15.11.2019 • Digitalradio: Erstmals Radio in arabischer Sprache
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Berlin bekommt einen Sender in arabischer Sprache und einen nachrichtenorientierten Kanal auf DAB+. Der Medienrat der MABB vergab Kapazitäten im Hauptstadtmux (Block 7B) für sieben Jahre an Radio Arabica und Mega Radio Berlin. Wann die beiden neuen Programme auf Sendung gehen, bleibt offen.
Radio Arabica kündigt - großteils in arabischer Sprache - Beiträge über Berlin, Kultur, Nachrichten, Comedy, Sport und ein Musikprogramm an. Wie Berliner Medien berichten umfaßt die arabischsprachige Community der Hauptstadt mit 130.000 Menschen etwa 4 Prozent der Berliner; sie haben Wurzeln in mehr als 20 Ländern.
Für Mega Radio Berlin produziert eine eigene Hauptstadt-Redaktion Nachrichten und Informationen aus Berlin, Brandenburg und Deutschland. Mit dem ausdrücklichen Hinweis auf die eigene Redaktion spielt die MABB auf Mega Radio SNA des gleichen Anbieters an, dem wegen der umfangreichen Zulieferungen des russischen Staatssenders SNA die Zulassung entzogen wurde.
Im April hatte der Medienrat die beiden Sendeplätze ausgeschrieben und drei Bewerbungen erhalten. Die eagle Broadcast Brandenburg hatte für PureFM zurückgezogen. Der Musikkanal aus Frankfurt/Oder wird demnächst abschalten. Der Lizenzinhaber pure Medien Network pMN hatte aufgrund seiner Insolvenz die Frequenz zurückgegeben, sollte schon zur Jahresmitte abschalten und wird nur für eine Übergangszeit geduldet. Die MABB hatte der neuen Firma eine UKW-Frequenz für PureFM versagt.
Quelle: Presseinfo der MABB vom 14.11. | Hintergrund: DAB+-Programme und Privatradios in Berlin.
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14.11.2019 • Digitalradio: DAB+ ist „entscheidender Treiber“
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 52 Prozent der Einwohner im Bundesland Bremen nutzen inzwischen digitale Radioübertragungswege. Zur Länderauswertung des Digitalisierungsberichtes Audio 2019 für die Hansestadt stellt die Medienanstalt BreMa fest: „Dabei ist DAB+ zum entscheidenden Treiber avanciert: Die DAB+-Nutzung stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel auf 22 Prozent.“ Inzwischen hat DAB+ die Radionutzung über Sat/Kabel (15 Prozent) bei der Haushaltsausstattung überholt. Dort steht IP-Radio mit 17 Prozent zu Buche.
Quelle: Presseinfo der BreMa vom 14.11. | Hintergrund: DAB+-Programme und Privatradios in Bremen.
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11.11.2019 • Digitalradio: LfK schreibt Programmplatz ab April aus (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Zur Ausschreibung eines Programmäquivalents im baden-württembergischen DAB+-Multiplex teilt die Medienanstalt LfK auf Anfrage von dehnmedia ergänzend mit, dass die Zuweisung an BigFM Ende März ausläuft. Die LfK ist in solchen Fällen aufgrund des Landesmediengesetzes (im Gegensatz zu anderen Bundesländern) zu einer Ausschreibung verpflichtet. Offenbar wird damit gerechnet, dass sich BigFM um eine neue Zuweisungs-Periode bewirbt - was natürlich auch andere Interessenten können.
Quelle: eigene Recherche | Hintergrund: DAB+-Programme und Privatradios in Baden-Württemberg.
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11.11.2019 • Digitalradio: Comedy Radio ab Dezember für Hessen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Sender Joke FM - Comedy und Hits hat eine Zulassung für die beiden Hessen-Multiplexe bekommen. Das hat die Medienanstalt LPR beschlossen.
Zu erwarten sind laut LPR 50 Prozent Wortanteil, stündliche Nachrichten, Comedy-Beiträge, Talkrunden, Interviews und Kulturelles. Mit der Aufschaltung sei im Dezember zu rechnen.
Die deutsche GmbH des bisher in Luxemburg ansässigen Senders, der per Web und App verbreitet wird, ist in Gründung.
Quelle: Presseinfo der LPR vom 11.11. | Hintergrund: DAB+-Programme und Privatradios in Hessen.
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11.11.2019 • Belgien: DAB+ im frankophonen Belgien
Am 4. November begann der offizielle Sendebetrieb mit DAB+ für die Hauptstadt Brüssel und Wallonien, den französischsprachigen Landesteil Belgiens.
Die 25 Programme bedeuten eine Verdopplung des Senderangebots - u.a. mit zehn exklusive DAB+-Stationen. Im Angebot sind auch die beiden Wellen des deutschsprachigen Senders BRF.
Netzbetreiber der beiden Multiplexe ist das öffentlich-rechtliche RTBF, das bereits vor einem Jahr mit technischen Tests begonnen hatte.
In Flandern war DAB+ bereits am 17. Oktober 2017 gestartet.
Quelle: Presseinfo vom 4.11. | Hintergrund: DAB+ in Wallonien, Flandern.
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11.11.2019 • Irland: RTÉ muss DAB-Mux wegsparen - kommt Ersatz?
RTE Unter heftigem finanziellen Druck stehend kündigt Irlands RTÉ die Abschaltung ihres landesweiten DAB+-Multiplexes an, ohne jedoch einen Termin zu nennen. Die öffentlich-rechtliche Anstalt soll bis 2023 60 Mio. Euro sparen, nachdem das Budget zwischen 2008 und 2018 bereits um 23 Prozent gedrückt wurde.
RTÉ verzichtet nicht nur auf die digital-terrestrische Verbreitung, sondern auch auf fünf exklusiv-digitale Radiowellen und den webbasierten Infodienst Aertel. 200 Stellen stehen zur Disposition, das Studio in Limerick wird geschlossen und die Hauszeitschrift verkauft. Den verbleibenden Beschäftigten droht ein Lohnstopp.
„Wenn RTÉ die nationalen DAB-Frequenzen nicht haben will, werden wir diese gerne übernehmen“, lässt sich unterdessen Radio Nova aus Dublin hören. Der Privatsender könnte so eine über UKW nicht mögliche nationale Verbreitung erreichen. Jedoch verhalte sich die Medienbehörde BAI derzeit nicht kooperativ.
Der Ausstieg von RTÉ ist unverständlich, während sich in Europa die digitale Ausstrahlung zum Standard neben dem immer weniger genutzten UKW entwickelt.
Quelle: Meldungen von Radioszene vom 8.11., Radio Today vom 7.11.
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11.11.2019 • Australien: DAB+ und die Community Radios
Die 450 Community Radios Australiens erreichen nach Angaben ihres Dachverbandes Community Broadcasting Association of Australia (CBAA) jetzt rund 5,97 (2017: 5,3) Mio. Menschen. Knapp 30,4 Prozent nutzen die Community-Stationen über DAB+, die 37 Prozent ihrer Sendezeit mit einheimischen Künstlern bestreiten.
Der Audiokonsum ist Down Under binnen Jahresfrist nach GfK-Angaben um sieben Minuten auf 3 Stunden 28 Minuten gestiegen. Davon entfallen 61,3 Prozent auf das Radio und 15 Prozent auf Streaming. 7,3 (2018: 3,8) Prozent nutzen Podcasts.
Quelle: Meldung von beat vom 30.10. | Hintergrund: DAB+ in Australien.
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8.11.2019 • Digitalradio: LfK schreibt Programmplatz ab April aus (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die LfK hat einen Programmplatz für den baden-württembergischen Privatradio-Multiplex ausgeschrieben. Der Programmplatz steht ab dem 1. April zur Verfügung, teilt die LfK mit. Zur Zeit ist der Multiplex mit 16 Programmen voll besetzt. Welches Programm abschaltet oder ob technische Maßnahmen ein 17. Programm ermöglichen, geht aus der Ausschreibung nicht hervor.
Dem Bewerber stehen 54 CU im Block 11B zur Verfügung. Das Sendegebiet ist derzeit auf die Rheinschiene, die Rhein-Neckar-Region, Stuttgart und Umgebung und Ulm beschränkt. Das Sendenetz soll stufenweise auf eine landesweite Versorgung ausgebaut werden. Daher gilt die die Zuweisung landweit und hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2026. Bewerbungen werden bis zum 29. November angenommen.
Quelle: Ausschreibung der LfK vom 28.10. | Hintergrund: DAB+-Programme und Privatradios in Baden-Württemberg.
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8.11.2019 • Digitalradio: Bundesrat beschließt Hybridradio-Pflicht
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach dem Bundestag hat heute auch der Bundesrat die Änderung des §48 des Telekommunikationsgesetzes beschlossen. Die dort verankerte Pflicht für Hybridtuner in Autoradios und Radios mit Anzeige des Sendernamens tritt mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft und wird ab dem 21. Dezember 2020 wirksam.
„Das ist ein echter Meilenstein“, kommentiert Heike Raab, Medienstaatssekretärin in Rheinland-Pfalz. Die Hörer werden vom Programmangebot und der Tonqualität profitieren, Hersteller und Handel bekommen Planungssicherheit. Die Staatsministerin im Bundeskanzleramt Dorothee Bär geht davon aus, dass die Umsetzung der entsprechenden EU-Vorgabe die „die Verbreitung und Akzeptanz von DAB+ in ganz Deutschland verbessern“ wird.
Beide Politikerinnen rufen das Digitalradio Board in Erinnerung. Dort „werden wir uns weiter dafür einsetzen, das digitale Radio als robustes, niedrigschwelliges und barrierefreies Medium zu stärken“, so Bär. Die Privatradios hatten dieses Gesprächsforum der Bundesregierung 2017 verlassen, weil sie die Zustimmung zu einem Aktionsplan für DAB+ („Roadmap“) verweigerten. Dort wurden u.a. Hybridtuner vorgeschlagen.
Quelle: Presseinfo vom Digitalradio Büro vom 8.11. | Hintergrund: Gesetzentwurf, Beschlußempfehlung, Hybrid-Tuner, Roadmap.
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8.11.2019 • Digitalradio: EWF-Dienst testet in Sachsen-Anhalt
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit gestern wird - wie im Januar angekündigt - der Katastrophenwarndienst Emergency Warning Functionality (EWF) in Sachsen-Anhalt im DAB+-Mux der Privatradios (Blick 11C) getestet.
Die Medienanstalt MSA erinnert daran, dass die Wirksamkeit von Apps wie Katwarn oder NINA von der mobilen Verfügbarkeit und Stabilität des Internets abhängen. Das DAB+-Netz ist hingegen „im Katastrophenfall ungleich robuster und sicherer als das mobile Internet“, so Projektleiter Michael Richter (MSA). EWF könne zudem geeignete Empfangsgeräte aus dem Standby aktivieren und mehrsprachige Texte mittels der Journaline-Funktion von DAB+ anzeigen. Diese Alarmschaltung soll mithilfe von Testradios der Hersteller Noxon und Imperial/Telestar erprobt werden. „Hierzu haben wir Sprachfiles mit Radio Brocken für die Durchsagen produziert und die Infrastruktur angepasst“, erläutert Richter.
Der Test wird von den beiden Privatradio-Familien Radio Brocken und Radio SAW, dem Fraunhofer IIS-Institut und der MSA durchgeführt. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln der „Digitalen Agenda“ des Landes.
Erste EWF-Test wurden bereits 2013 und 2014 in Bayern durchgeführt; in Erlangen begann Anfang des Jahres ein Dauertest. In Bayern ist der Regelbetrieb, ebenso wie im DAB+-Multiplex Wien, angekündigt. Bayern hat einen Regelbetrieb angekündigt. Für eine breite Einführung fehlt es noch an Seriengeräten und der auf der Seite der Notfalldienste erforderlichen Technik.
Quelle: Presseinfo der MSA vom 8.11. | Hintergrund: DAB+ in Sachsen-Anhalt, EWF.
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8.11.2019 • Digitalradio: Die Maus kommt digital aufs Ohr
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Ab dem 1. Dezember ersetzt „Die Sendung mit der Maus zum Hören“ den Kinderradiokanal KiRaKa. Das beschloß der Rundfunkrat des WDR.
Der WDR überführt damit die Marke des Kinderfernsehens in ein Multiplattform- Konzept. Über DAB+ gibt es täglich zwei Stunden Lach- und Sachgeschichten, Beiträge zu Zukunftsthemen und Kinderfragen. Das wird online u.a. durch tägliche Podcasts ergänzt. Die KiRaKa-Sendung auf WDR5 behält ihren Platz und ihren Namen - nur am Sonntag ersetzt das Maus-Radio den bisherigen Bärenbuden-Wecker.
Vor 48 Jahren hatte die vom WDR produzierte sonntägliche Maus Fernsehpremiere im Ersten. 2007 kam „Die Sendung mit dem Elefanten“ für das Vorschulalter dazu. Seit 2006 gibt es die Samstagabend-Show „Frag doch mal die Maus“.
Der KiRaKa wurde 2006 zunächst als audioorientierte Internetplattform gegründet und dann zur WDR-Radiomarke für die Kinderzielgruppe ausgebaut, auch in Zusammenarbeit mit den Grundschulen. Seit dem DAB+-Start am 1. August 2011 ist der KiRaKa im WDR-Mux (Block 11D) zu hören, seit Ende 2012 auch im Saarland und in Bremen in den DAB+-Multiplexen des SR bzw. RB zu empfangen. Eine 2015 geplante Übernahme nach Bayern scheiterte.
Quelle: Presseinfo des WDR vom 7.11. | Hintergrund: DAB+ in NRW, Bremen, dem Saarland.
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8.11.2019 • Digitalradio: Kanalwechsel in Bayern noch ohne Termin
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Für den DAB+-Multiplex mit Programmen des BR und Privatradios im Block 12D steht offenbar ein Kanalwechsel bevor. Das geht aus einer Mitteilung über die Ergebnisse der letzten Sitzung des BLM-Hörfunkausschusses hervor. Dort wird Block 6C als künftiger Block genannt. Wann der Wechsel erfolgt ist nicht bekannt.
Quelle: BLM-Info zur Sitzung vom 26.9. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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7.11.2019 • Digitalradio: SWR bald vom Brandenkopf, Planung präzisiert
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR kündigt die Inbetriebnahme des Sendestandortes Brandenkopf an. Am 12. November soll dort der Multiplex im Kanal 8D aufgeschaltet werden. Dadurch wird die Versorgung im südöstlichen Ortenau-Kreis (Kinzigtal, Harmersbachtal) und im nordwestlichen Schwarzwald-Baar-Kreis (Gutachtal), sowie entlang der Bundesstraßen B33 und B294 verbessert, teilt die Anstalt mit.
Der Website sind zugleich Präzisierungen und Änderungen der bisherigen Planung für den Ausbau des Sendenetzes zu entnehmen. In Baden-Württemberg gehen Mühlacker im Laufe des 4. Quartals und Memmingen im Dezember auf Sendung. Der Standort Wertheim wird auf 2020 verschoben.
In Rheinland-Pfalz bleibt es bei der Inbetriebnahme in Diez an der Lahn und den Leistungserhöhungen an den Sendern Haardtkopf und Kaiserslautern vor dem Jahreswechsel. Zweibrücken und Bad Münster sind erst im 1. Halbjahr 2020 an der Reihe. 2020 geht es nach dem neuen Stand wie folgt weiter: Ahrweiler, Bleialf (Q4), Kirn (Q3), Mudersbach, Oberes Ahrtal und Oberheimbach.
Quelle: Mitteilung des SWR vom 6.11. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.
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7.11.2019 • DVB-T2 HD: Gefährdet die GroKo die TV-Antenne?
Die Koalitionsfraktionen haben in vier Bundestags-Ausschüssen einen Antrag zur Sicherung der UHF-Frequenzen für das Fernsehen bis 2030 abgeschmettert und avisieren das für die Abstimmung im Plenum. Damit könnte das gerade eingeführte Antennenfernsehen mit DVB-T2 HD zur Disposition kommen, ganz im Sinne der Telekom-Lobby.
Dabei geht es um die nach zwei „Digitalen Dividenden“ dem Fernsehen verbliebenen Kanäle 21 bis 48. Die FDP wollte per Entschließung die Bundesregierung auffordern, sich - auch international auf der gerade laufenden Weltfrequenz-Konferenz - für die Sicherung dieser Frequenzen einzusetzen.
Laut Protokoll aus dem Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur sieht die CDU-Fraktion „eine breitere und effizientere Nutzung“ dieser Frequenzen anderswo als beim „Fernsehen und digitalen Produktionsmitteln“. Sie unterstellt: „Möglicherweise gebe es bereits vor dem Jahr 2030 technische Lösungen, welche die digitalen Produktionsmittel nicht beeinträchtigten und auf der 5G-Technik basierten.“ Damit ignoriert die Kanzlerinnenpartei die 5G-Fachleute, die sich eher vorsichtig zu einer schnellen 5G-Einführung für das Fernsehen äußern.
Koalitionspartner SPD „stimme in vielen Bereichen mit dem vorliegenden Antrag überein. Man habe sich daher um einen gemeinsamen fraktionsübergreifenden Antrag bemüht, wozu der Koalitionspartner CDU/CSU aber nicht bereit gewesen sei“, berichtet das Protokoll über die SPD-Fraktion.
Mit ihrem Abstimmungsverhalten konterkarieren die GroKo-Fraktionen übrigens die Beschlußlage der Weltfunkkonferenz und der EU, die das UHF-Restband dem Rundfunk bis 2030 zusicherte.
Von einer Umwidmung des restlichen UHF-Bandes wären auch Film- und TV-Produktion, Konzerthallen, Theater, Kongressorte usw. betroffen, die für ihre Aufgaben Mikrofon-, Monitor- und Video-Funk einsetzen, welche derzeit ebenfalls für den UHF-Bereich zugelassen sind.
Quellen: Bundestags-Drucksachen 19/11035 (Antrag), 19/14324 Protokoll vom 16.10. | Hintergrund: Digitale Dividende 1/2.
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6.11.2019 • England: Mehr als 100 Bewerbungen für Small Scale-Muxe
DAB-Logo Schriftzug Mehr als 100 britische Radioveranstalter haben sich um die kostengünstige Verbreitung mit Small Scale DAB beworben. Das teilt die Medienbehörde Ofcom mit.
In Tests habe Small Scale DAB seit 2012 seine Robustheit und Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Die Technik soll nun kleine UKW-Sender und Newcomer zum Einstieg in DAB ermutigen. Das unterstützt die britische Regierung durch eine Anpassung der Richtlinien für die Frequenzvergabe.
Über 40 Prozent der Radiokonsums in Großbritannien gehen über DAB, so die Medienbehörde. Indem kleinen Stationen der Einstieg in die digitale Terrestrik ermöglicht wird, werde die Programmauswahl der Hörerschaft im ganzen Land erweitert.
Quelle: Presseinfo vom 25.10., Ausschreibungs-Ergebnis der Ofcom | Hintergrund: Small Scale international.
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5.11.2019 • Digitalradio: SLM-Ausschreibungen sind veröffentlicht
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Ausschreibung für den Regelbetrieb der DAB+-Stadtmultiplexe in Leipzig und Freiberg wurde im Sächsischen Amtsblatt veröffentlicht. Wie zu Beginn des Pilotprojektes angekündigt haben Teilnehmer am Pilotprojekt Vorrang, wenn mehr Kapazitäten als die vorhandenen 864 CU beantragt werden. Ansonsten werden 24/7-Programme erwartet und Antragstellern mit einem „signifikanten Anteil redaktioneller Beiträge über das jeweilige Verbreitungsgebiet“ Vorrang eingeräumt. Das Pilotprojekt endet am 31. Januar 2020; in Leipzig senden in dem Rahmen 15, in Freiberg 13 Programme.
Die gleichen Kriterien liegen der Ausschreibung für 15 Programme für Chemnitz - leicht abgewandelt wegen des dortigen Versuchscharakters - zugrunde. Die Projektdauer wird mit zwei Jahren angegeben. Der Betrieb des Sendenetzes durch das Hochschulradio UNiCC steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bundesnetzagentur.
Anträge für beide Ausschreibungen müssen bis zum 21. November bei der SLM eingehen.
Quelle: Amtsblatt Nr.44 vom 1.11. | Hintergrund: DAB+ und Privatradios in Sachsen.
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5.11.2019 • Digitalradio: Rockland sendet auf DAB+ in Rheinland-Pfalz
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Rockland Radio sendet seit heute, 10.35 Uhr, in Rheinland-Pfalz über DAB+. Das bestätigte eine Sprecherin des Senders auf Nachfrage von dehnmedia.
„Mit der Ausstrahlung über DAB+ ist Rockland Radio erstmalig in ganz Rheinland-Pfalz flächendeckend zu empfangen“, hebt Geschäftsführer Steffen Müller hervor. Dadurch verdopple sich die technische Reichweite. Das hat auch eine inhaltliche Konsequenz: Über DAB+ kommt der Musiksender - im Gegensatz zu den regionalisierten Varianten in den acht UKW-Inseln - mit einer landesweiten Version.
Das Privatradio nutzt Kapazitäten im SWR-Multiplex (Block 11A), wie es die beiden anderen überregionalen Privatwellen des Bundeslandes bigFM (seit 2012) und RPR.1 (seit 2017) praktizieren. Jetzt sind alle landesweit zugelassenen Privatradios, alle SWR-Programme und der nationale DAB+-Mux landesweit empfangbar. Der SWR betreibt sein DAB+-Netz in Rheinland-Pfalz zur Zeit mit 16 Sendeanlagen. Bis Jahresende sollen drei, 2020 weitere sechs Standorte in Betrieb gehen.
Quelle: Presseinfos: Rockland Radio vom 31.10., LMK vom 1.11. | Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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2.11.2019 • Rundfunkbeitrag: Befreiung für Zweitwohnungen erweitert
Beitragsservice Zum Monatswechsel wurden Änderungen beim Rundfunkbeitrag wirksam. Nunmehr können Ehe- und eingetragene Lebenspartner Anträge für die Befreiung ihrer Nebenwohnungen stellen, wenn Beiträge für die gemeinsame Hauptwohnung entrichtet werden. Anträge können ab sofort online gestellt werden.
Bisher konnte nur die beitragszahlende Person eines Haushalts ihre Nebenwohnungen befreien lassen. Die Änderung ergibt sich aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes und dessen Umsetzung im 23. Rundfunkänderungs-Staatsvertrag.
Quelle: Presseinfo von Beitragsservice vom 1.11. | Hintergrund: Rundfunkbeitrag.
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2.11.2019 • Kabel: (Mehr) DAB+-Kabelradio auch für Augsburg?
Kabelanschluß Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 M-Net will sein Angebot an DAB+-Radiosendern in seinem Münchener Kabelnetz um kommenden Jahr um bis zu 20 Stationen erweitern. Wie Technikchef Hermann Rodler weiter ankündigt, wolle M-net das Paket 2020 auch in Augsburg aufschalten. Dort beliefert das Unternehmen u.a. 18.000 Wohnungen über Glasfaserleitungen.
Sechs bayerische Stadtwerke und Regionalversorger gründeten 1996 M-Net, um in ihren Regionen Telekommunikationsdienste für das Fest- und das Mobilfunknetz zu vermarkten, darunter auch Kabelrundfunk.
Quelle: Meldung von satnews vom 31.10. | Hintergrund: DAB+ im Fernsehkabel.
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1.11.2019 • Digitalradio: UKW in Rheinland-Pfalz unter 50 Prozent
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Medienanstalt LMK verbindet den DAB+-Sendestart von Rockland Radio mit der Veröffentlichung landesbezogener Angaben aus dem Digitalisierungsbericht Audio 2019.
Demnach ist UKW auch in Rheinland-Pfalz noch der meist genutzter Empfangsweg für den Hörfunk. Der Niedergang des analogen Empfangs ist aber extrem: Der Anteil von UKW fiel von Mitte 2018 zu Mitte 2019 von 54 auf gerade noch 40 Prozent. Hingegen stieg der Anteil der Radioempfänger für das Kabel (von 23 auf 30 Prozent), für DAB+ (von 15 auf 21 Prozent) und IP-Radio (von 8 auf 9 Prozent).
Durch den DAB+-Neuzugang „ist beim digitalen Radioempfang weiterer Zuwachs zu erwarten“, so die Medienanstalt LMK. Sie verzichtet allerdings auf Informationen zur weiteren Entwicklung im Bundesland.
Quelle: Presseinfo der LMK vom 1.11. | Hintergrund: Privatradios mit DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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1.11.2019 • DVB-T2 HD: Kanalwechsel im Norden am 6. November
Drei Maßnahmen stehen am Schluß des Umstiegs von DVB-T auf DVB-T2 HD. Betroffen sind Zuschauer in Hamburg und Teilen von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und in Bremen.
In der Nacht vom 5. zum 6. November zwischen Mitternacht und 10 Uhr wechselt der Freenet TV-Kanal 30 mit den RTL-Programmen auf den Kanal 27. Die Umschaltung betrifft die Zuschauer im Bereich der Hamburger (Hertz-Turm, Höltigbaum) und Lübecker (Berkenthin, Stockelsdorf) Sendeanlagen. Dass es bei dem bekannten Termin bleibt, bestätigte ein Freenet TV-Sprecher auf Anfrage von dehnmedia.
Der NDR bestätigt online zeitgleiche Änderungen der NDR-Muxe in der genannten Region sowie im Versorgungsbereich der Sender Wedel und Lüneburg: Der Schleswig-Holstein Multiplex mit diversen 3. ARD-Programmen wird vom Kanal 40 auf den Kanal 41 umgeschaltet. Im Gegenzug wechselt der Mux mit Hamburger NDR-Regionalisierung auf den Kanal 40. Aufgrund von Reparaturen läuft der Sender Wedel seit einigen Tagen mit eingeschränkter Sendeleistung.
Letzter feststehender Termin der DVB-T2 HD-Einführung ist der Kanalwechsel des Niedersachsen-Muxes des NDR am 4. Dezember an den Sendeanlagen Bremen-Walle, Schiffdorf und Steinkimmen vom Kanal 55 auf den Kanal 30.
Die Kanalwechsel resultieren u.a. aus der bis Ende 2019 vorzunehmenden Räumung der Sendefrequenzen oberhalb des UHF-Kanals 48 zugunsten des Mobilfunks.
Quellen: Eigene Recherche, Presseinfo, Bauinfo des NDR | Hintergrund: Freenet TV, DVB-T2 HD in Hamburg, Schleswig-Holstein
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1.11.2019 • Sachsen: Linke fordert Abschaffung des SLM-Medienrates
SLM Sachsen Im Streit um die Rechte der 35köpfigen SLM-Versammlung gegen die Allmacht des Medienrats schlägt die Linkspartei eine Radikallösung vor: Ein Direktor soll die Mehrheitsentscheidungen der Versammlung vollziehen, der Medienrat wird abgeschafft. Weitere Vorschläge beziehen sich u.a. auf die Transparenz von Entscheidungen und die Finanzierung nichtkommerzieller, regionaler und lokaler Sender. Dazu wurde dem neuen Landtag eine Entschließung mit entsprechender Aufforderung an die Landesregierung vorgelegt.
Die alleinige Entscheidungsbefugnis der vom Landtag eingesetzten fünf Medienräte sei einmalig bei den Landesmedienanstalten und undemokratisch, so die Linksfraktion. Dass die 35 Vertreter relevanter Verbände keine wirksamen Befugnisse haben, „entspricht nicht dem Verständnis demokratischer Entscheidungs- und Beteiligungsprozesse“, greifen die Linken eine frühere Aussage der Versammlung auf.
Der Streit entbrannte, als die Versammlung ihre Zustimmung zu der Berufung eines vom Medienrat ausersehenen Nachfolgers für den im Februar gefeuerten SLM-Direktor verweigerte. Die vorherige Landtags-GroKo hatte wenig später und kurz vor den Neuwahlen ihre dauerhafte Kontrolle des Medienrats durch die Berufung eines zweiten CDU-Funktionärs gesichert. Das wurde als Affront der Sachsen-GroKo gegen die Forderung der SLM-Versammlung nach demokratischen Strukturen bei der SLM aufgefasst.
Quellen: Presseinfo und Landtags-Drucksache 7/156.
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1.11.2019 • DVB: 1,5 Mrd. DVB-Empfänger weltweit im Einsatz
DVB Logo (DVB Project) Rund 1,5 Mrd. Empfänger für digitale Standards des DVB-Boards sind weltweit im Einsatz. DVB-T2 wird in 80 Staaten genutzt, in weiteren 64 wird mit DVB-T - teils im Übergang zu DVB-T2 - gesendet. Damit erreicht die terrestrische Versorgung rund 3,9 Mio. Menschen. Das geht aus einer Statistik des DVB-Boards hervor. Konkurrierende Standards wie DTMB (China und vier asiatische Länder), ISDB-T (Japan und 19 Staaten) oder ATSC (USA und 6 Staaten) kommen für 2,8 Mrd. Menschen zum Einsatz.
Quelle: Info des DVB- Boards vom 30.10.



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