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Nachrichten-Archiv August 2019

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15.8.2019 • Österreich: Neuer TV-Kanal für News- und Live Events
Die ProSiebenSat1-Gruppe startet im September ein neues HDTV-Programm für Österreich, das auch über DVB-T2 verbreitet wird. Puls24 HD ist ein Kanal für Nachrichten und Live-Events im Rahmen des Bezahlpaketes SimpliTV.
Quelle: Info auf der Homepage | Hintergrund: DVB-T2 in Österreich.
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12.8.2019 • Australien: 10 Jahre DAB+ Down Under
Am 19. Juli wurde das Lowpower-Testprojekt in der australischen Hauptstadt Canberra in den Regelbetrieb überführt. DAB+-Multiplexe wurden im Mai 2019 für Darwin im Norden und im Juli für Hobart (Tasmanien) aufgeschaltet. Der Privatradio-Verband CRA nennt 14 Regionen, wo DAB+ „innerhalb der nächsten fünf Jahre“ etabliert werden soll.
DAB+ war am 6. August 2009 in den fünf großen Metropolen Sydney, Melbourne, Brisbane, Perth und Adelaide gestartet worden. Das hatten damals 40 kommerzielle und öffentlich-rechtliche Sender mit einer mehrstündigen gemeinsamen Liveschalte propagiert.
In den fünf Ballungszentren leben mehr als 15 Mio. der 25,3 Mio. Australier. Ende 2018 hörten dort 4,21 Mio. Menschen (also rund 30 Prozent der Bevölkerung) regelmäßig DAB+-Sender. Zeitgleich wurden 2,56 Mio. Radios in Wohnungen und 2,17 Mio. in Autos gezählt. Knapp 70 Prozent der Neuwagen werden mit DAB+-Radios ausgeliefert.
Aus historischen Gründen und für die Versorgung des Outback spielt die Mittelwelle eine wichtige Rolle in Australien.
Quellen: Meldung von radioinfo vom 8.8., Presseinfo von CRA vom 18.7. | Hintergrund: DAB+ in Australien (CRA-Seite).
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9.8.2019 • Digitalradio: Private drohen ARD-Werbetochter mit Klage
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die ARD-Werbetochter AS&S, wie zuvor der Konkurrent RMS, will private Sender der sog. „DAB+-Kombi“ nicht in seiner Deutschland-Kombi vermarkten. Radiosender erwägen nun eine Klage, so Schlagerparadies-Gesellschafter Ulrich Hürter gegenüber dem Fachblatt Horizont.
Laut AS&S Radio-Geschäftsführer Oliver Adrian gebe es „keine relevante Nachfrage“. Daher sehe er in der Kombination mit dem Angebot von AS&S „keinen ausreichenden wirtschaftlichen Mehrwert“. AS&S vermarktet wesentlich die Werbeschaltungen in den ARD-Radios.
Die Blockade von AS&S und RMS schließt vor allem ausschließlich oder wesentlich digital verbreitete Programme aus der Beschaffung überregionaler Werbung aus. Das betrifft u.a. die in der „DAB+-Kombi“ zusammengeschlossenen Radios, darunter Schlagerparadies, Absolut Relax und Lulu.fm. Laut Mediaanalyse erreicht diese Kombi 204.000 Hörer pro Stunde (Mo-Fr), gegenüber 10,7 Mio. der AS&S-Deutschlandkombi.
Hinweis : Radiosender schließen sich in „Kombis“ zusammen, um gemeinsam Werbezeiten zu verkaufen. Überregionale oder nationale Inserenten bekommen dadurch günstigere Preise und haben weniger Ansprechpartner.
Quelle: Bericht von Horizont vom 8.8. | Hintergrund: DAB+.
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9.8.2019 • DVB-T2 HD: FreenetTV gewinnt wenige Abonennten
In ihrer Halbjahres-Zwischenbilanz meldet die Freenet-Group den Anstieg der „umsatzgenerierenden“ Kunden von FreenetTV um 37.000 auf 1,037 Mio. im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018. Dies liege „weiterhin leicht über dem langfristigen Ziel von über 1,001 Millionen freenet TV Abo-Kunden“. Keine Aussage gibt es über die Verteilung der Abos auf die Empfangswege Antenne und Satellit, über die FreenetTV private HDTV-Programme kostenpflichtig vermarktet.
Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der registrierten Kunden von WaipuTV, der IPTV-Plattform der Freenet AG, um 923.900 auf rund 1,748 Mio. Von ihnen „befinden sich rund 332.000 zahlende Kunden in einem Abo-Modell“. Aufgrund des im Vergleich mit dem 1. Halbjahr 2018 nahezu doppelten Wertes werden die „anvisierten 350.000 Abo-Kunden zum Jahresende 2019 bereits zum jetzigen Zeitpunkt nahezu erreicht“, wird mitgeteilt.
Quelle: Presseinfo der Freenet Group vom 8.8. | Hintergrund: FreenetTV.
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7.8.2019 • Digitalradio: Neue Sendeanlagen für den Bundesmux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Media Broadcast hat heute zwei weiteren Sendeanlagen für den nationalen DAB+-Multiplex (Kanal 5C) in Betrieb genommen. Es handelt sich um die Standorte Köterberg bei Luegde-Rischenau und Willebadessen im Eggegebirge am östlichen Rand von Nordrhein-Westfalen, nahe der Grenze zu Niedersachsen. Das teilt das Unternehmen auf Twitter mit. Laut ukwtv senden beide Anlagen mit 10 kW Leistung.
Nach früheren Ankündungen gehen acht weitere Standorte geplant, so dass zum Jahresende 137 Sendestandorte aktiv sind. Am 29. August ist die Aufschaltung bei Pfronten avisiert. In dieser Region um Füssen wird Deutschlandradio zugleich seine UKW-Frequenzen abschalten.
Quelle: Media Broadcast auf Twitter am 7.8., ukwtv.de | Hintergrund: DAB+ in NRW, Niedersachsen; Bundesmux.
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7.8.2019 • Digitalradio: Ilmwellen und PN Eins schalten ab
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Alle sechs Radios der Marken Ilmwelle und PN Eins stellen den Sendebetrieb via DAB+ „voraussichtlich am Dienstag, den 13. August 2019“ ein. Letzte moderierte Sendungen laufen am 9. August. Das teilt die Funkhaus Pfaffenhofen GmbH mit. „Ob und wie lange wir ein reines Musikprogramm über die Webstreams anbieten können ist noch offen.“
Beim Start 2014 habe man „auf eine zügige Umstellung vom alten UKW-Analogradio auf das neuere Digitalradio DAB+“ gesetzt. Nach einer UKW-Abschaltung hätte man mit lokalen Inhalten zu gleichen Verbreitungsbedingungen gegen die alteingesessenen Wettbewerber konkurrieren können. Nun sind die hohen laufenden Kosten der sechs Spartenprogramme im DAB+-Mux Ingolstadt (Kanal 11A) nicht finanzierbar.
Der Veranstalter hatte sich vor einem Jahr aus DAB+ in Augsburg und Nürnberg verabschiedet, um sich auf seine Heimatregion Ingolstadt zu konzentrieren. 2015/2016 wurde ein Spartenkanal im damaligen landesweiten Privatmux gesendet.
Quelle: Info von Funkhaus Pfaffenhofen vom 7.8. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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6.8.2019 • Digitalradio: Radio Schwaben zeigt sein neues Logo
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das bayerische Lokalradio Schwabmünchen hat nach der Ankündigung des neuen Namens Radio Schwaben nun auf der künftigen Internetpräsenz das neue Senderlogo veröffentlicht. Die Umbenennung wird am 1. September wirksam.
Radio Schwabmünchen startete 2017 als Webradio und erhielt im Juli 2018 die DAB+-Zuweisung für den Augsburg-Multiplex (Kanal 9C). Im April erfolgte eine „Interims-“ Zuweisung für den Allgäu-Mux (Kanal 8B) bis zur 2020 geplanten Erweiterung des Augburger Lokalmuxes durch den Sendestandort Markt Wald.
Quelle: Website von Radio Schwaben | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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5.8.2019 • Schweiz: Zweiter Deutschschweiz-Mux liegt auf Eis
DAB-Worldlogo ohne Text Der zweite DAB+-Multiplex für die Deutschschweiz geht vorerst nicht auf Sendung im Kanal 7B.
Das Portal DAB-Swiss berichtet u.a.: „Veranstalter, welche zuvor lautstark nach einem zweiten Ensemble gerufen haben, zogen den Schwanz ein, unterschreiben die Verträge nicht und machen aufgrund von finanziellen Unsicherheiten auf Zeitspiel!“ Daher ist die Zahl der mitwirkenden Radiostationen für einen wirtschaftlichen Sendebetrieb zu gering. SwissMediaCast (SMC) bekam Ende 2017 die Zulassung für ein Paket mit 18 Programmen.
Ein Poker um die Sendekosten liegt nahe, denn den abseits stehenden Veranstaltern bleibt mittelfristig keine Wahl: Die Schweiz wird sich zwischen 2020 und 2024 von der analogen UKW-Verbreitung verabschieden. Es gibt Vorschläge, erst 2022 zu beginnen. Ein konkreter Zeitplan könnte am 29. August auf der Fachtagung SwissRadioDay bekannt gegeben werden. Nur noch 18 Prozent der Schweizer hörten 2018 ausschließlich UKW, 33 Prozent DAB+ und 31 Prozent IP- und Kabelradio. 91 Prozent der Neuwagen werden mit DAB+-Radios ausgeliefert.
Berichte über Äußerungen von Geschäftsführer Roger Schawinski lassen darauf schließen, dass einzig Radio1 (per DAB+ in der Ost-, Inner- und Nordschweiz im K 7A empfangbar) sich einer UKW-Abschaltung verweigern könnte.
Quellen: dab-swiss vom 30.7., persoenlich.com vom 21.7. | Hintergrund: DAB+.
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5.8.2019 • Digitalradio: SWR zum Ausbau der DAB+-Netze bis 2020
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Eine Veröffentlichung des SWR nennt erstmals die Quartale für die Inbetriebnahme weiterer DAB+-Sendeanlagen den in beiden Bundesländern. Einige Angaben für 2020 deuten u.a. auf Verschiebungen früherer Planungen.
In Rheinland-Pfalz geht der Ausbau im 3. Quartal an den Standorten Alf Bullay und Hillschied weiter. Bis Jahresende folgen Bad Münster, Diez/Lahn und Zweibrücken. Leistungserhöhungen sind an den Standorten Haardtkopf und Kaiserslautern vorgesehen. Für 2020 werden Ahrweiler, Bleialf, Kirn, Mudersbach, Oberes Ahrtal und Oberheimbach genannt.
Im vierten Quartal 2019 sind für Baden-Württemberg Aufschaltungen an den Senderstandorten Brandenkopf, Memmingen, Mühlacker und Wertheim angekündigt.
Quellen: SWR vom 5.8. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz
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2.8.2019 • Digitalradio: Niedersachsen-FDP relativiert Radiobeschluß
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Niedersachsen-FDP bemüht sich angesichts der massiven fachlichen und öffentlichen Kritik daru, den von ihr initiierten Landtagsbeschluß pro 5G-Radio, gegen DAB+ kleinzureden.
Der Bschluß fordert in Ziffer 3 von der Landesregierung, „sich innerhalb des Systems von Rundfunkauftrag und -finanzierung für eine Beendigung von DAB+ ... einzusetzen“. Der Begriff „Rundfunkauftrag“ stellt zum Einen klar, dass es hier darum geht, nicht nur um den NDR, sondern bundesweit allen ARD-Anstalten und um Deutschlandradio den Zugang zur digitalterrischen Radioverbreitung zu verbieten. Davon wären auch die Privatradios betroffen, denn ohne öffentlich-rechtliche Beteiligung ist ein Verbreitungsweg für die Hörer uninteressant. Dennoch behauptet die FDP-Landtagsfraktion auf ihrer Facebook-Seite: „Wir gehen weiterhin nicht davon aus, dass durch die Beendigung der Finanzierung aus Rundfunkbeiträgen der DAB+-Betrieb eingestellt wird.“
Die Landesregierung soll an einem Konzept für den „marktgerechtem Übergang“ in eine Radiozukunft mitarbeiten. Dazu die Facebook-Liberalen: „Wie dieses Konzept aussehen wird, können wir natürlich noch nicht absehen.“ Da haben sie ihren Beschlußtext nicht gelesen. Das sei „technologieneutral zu betrachten“, heißt es weiter. Niedersachsen definiert „Technologieneutralität“ in Ziffer 3 des Beschlusses so: Die Landesregierung soll sich „... zugunsten des Aufbaus zukunftssicherer Technologien, wie z.B. des 5-G-Standards“ stark machen.
Damit wird klar, welcher Lobby der Landtagsbeschluß folgt: Die Verbreitung öffentlich-rechtlicher Radios wird eingeschränkt, die Verbreitung von Privatradios aus anderen Bundesländern wird verhindert. Das freut nur die drei landesweit aktiven Privatradios. Deren Wunschtraum (wie der anderer Privatsender) ist 5G. Denn über den Rückkanal des Mobilfunks wollen sie personalisierte Werbung verkaufen. Dass für die Zugänge zu solchen Datennetzen des Mobilfunks mit Radioinhalten Geld verlangt werden wird, ist aber weder im Interesse der Hörer noch des NDR. Abgesehen von allem, was für DAB+ spricht, kommen Entscheidungen über Technik und Frequenzen für 5G-Radio nicht vor 2030.
Wie die FDP ihre politischen Ziele relativiert, erinnert an das in den 60er Jahren entstandene Partei-Image der „Umfaller-Partei“. Andererseits assoziiert es den Roman „1984“: Da beschreibt George Orwell, wie das Wissen über die Vergangenheit permanent frisiert wird, damit es zu den permanenten politischen Änderungen passt.
Hintergrund : Der Niedersachsen-Beschluß hat keinerlei Auswirkung auf den NDR und DAB+ insegsamt. Arbeitsgrundlagen und Finanzierung des NDR ergeben sich aus dem NDR-Staatsvertrag der 4 NDR-Bundesländer. Was darüber hinausgeht ist im Rundfunkstaatsvertrag und im Rundfunkbeitragsstaatsvertrag festgelegt. Änderungen müssen alle beteiligten Länderparlamente zustimmen. Würde Niedersachsen das verweigern, bleibt der neue Vertrag Makulatur. Aber: Die bisherigen Staatsverträge gelten weiter. Die Berechtigung des NDR zu DAB+-Aktivitäten und deren Finanzierung werden also nicht geändert.
Quellen: FDP-Fraktion auf Facebook vom 23.7., Beschlußfassung zum FDP-Antrag (Drs 19/3957) | Hintergrund: DAB+ in Niedersachsen.
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1.8.2019 • Digitalradio: TKG-Novelle passiert das Bundeskabinett
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Bundeskabinett hat die Novelle des Telekommunikationsgesetzes mit einer lange geforderten Regelung zur Interoperabilität Radios verabschiedet. Die Novelle ergänzt die EU-Vorgabe für digitale Empfangsteile in Autoradios ab 2021 um eine ähnliche Vorgabe für Radios mit Anzeige des Sendernamens im Display. Das federführende Wirtschaftsministerium will das Inkraftreten noch in 2019 erreichen.
„Unser Ziel ist die größere Verbreitung des digitalen Hörfunks, der mit geringeren Frequenzressourcen auskommt und die Angebotsvielfalt erhöht“, so Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Den Zuhörern verspricht er „Zugang zu einem quantitativ und qualitativ verbesserten Hörfunkprogramm“.
Die Novelle steht am Ende von Bemühungen um eine solche Vorgabe. 2016 und 2011 hatte die Bundesregierung solche Vorschriften abgelehnt. 2017 blieb ein weiterer Anlauf vor den Neuwahlen unerledigt. Die zweite GroKo nahm das Thema Anfang 2018 in den Koalitionsvertrag auf.
Quelle: Presseinfo des BMWi vom 31.7. | Hintergrund: DAB+-Roadmap.



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