Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte Archiv Allgemein Aktuell
Nachrichten-Archiv Februar 2019

Hinweise: Zum Lesen von PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden. Die Langzeit-Verfügbarkeit von Linkzielen kann nicht gewährleistet werden.

15.2.2019 • Sachsen: SLM-Medienrat entläßt Geschäftsführer (2)
Wie angekündigt hat der Medienrat heute Stellung zur Entlassung des Geschäftsführers Martin Deitenbeck genommen. Man habe sich „einvernehmlich“ geeinigt, den Arbeitsvertrag zum 31. März zu beenden. Deitenbeck bleibt bis dahin beurlaubt.
Gründe liegen laut dem Nedienrat „in erheblichen Differenzen zu wesentlichen Fragen der strategischen Ausrichtung der Arbeit der SLM“. Zu Spekulationen um Hintergründe heißt es: „Zu den Gründen der Abberufung von Martin Deitenbeck gehört im Übrigen ausdrücklich nicht seine Mitarbeit an dem schwierigen Verfahren um den 2. bundesweiten DAB+-Multiplex.“
Deitenbeck war seit dem Jahr 2000 Geschäftsführer der Medienanstalt des Freistaats. In seine Amtszeit fallen u.a. die Installation des DVB-T Lowpowerprojektes in Leipzig und die DAB+-Lokalprojekte in Leipzig und Freiberg.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 15.2.
Zum Seitenanfang

15.2.2019 • DVB-T2 HD: Letzter Anlauf beginnt am 13. März
ARD und ZDF haben heute die Marschroute zum Abschluß der Umstellung auf DVB-T2 HD gemacht. Es gibt keine Änderungen gegenüber dem bisherigen Informationsstand. Hier die Termine:
13. März: Ende des Umstiegs in Bayern. Aufgeschaltet wird DVB-T2 HD an den Sendestandorten Landshut, Regensburg/Hohe Linie, Hoher Bogen, Brotjacklriegel, Passau und Pfarrkirchen.
3. April: In Brandenburg geht der Sendestandort Calau als letzter des Bundeslandes auf Sendung.
22. Mai: Dannenberg und Uelzen (beide nur ARD- und Dritte Programme) sowie Visselhövede in Niedersachsen sind die letzten Standorte in Deutschland, in denen DVB-T2 HD in Betrieb geht.
Ohne ins Detail zu gehen verweist die Presseinfo auch auf Kanalwechsel, die nach bisheriger Kenntnis am 3. April geplant sind. Zugleich endet, wie bisher auch, in den genannten Regionen die Ausstrahlung im alten DVB-T. Für das Pay-Angebot FreenetTV endete der Ausbau des Sendenetzes bereits 2018. Neue Versorgungsgebiete sind nicht vorgesehen.
Die Anstalten machen zugleich auf ihre internetbasierten Angebote (Internet Link Services; ILS) aufmerksam. Diese sind in allen Sendegebeiten (außer NDR und Radio Bremen) verfügbar. Voraussetzung für den Empfang ist ein DVB-T2 HD-Gerät, das zusätzlich mindestens den HbbTV-Standard 1.5 mit MPEG-DASH-Funktion unterstützt und an das Internet angeschlossen ist.
Quelle: Presseinfo von ARD/ZDF vom 15.2. | Hintergrund: Aufschaltungen und Änderungen bei DVB-T2 HD.
Zum Seitenanfang

15.2.2019 • Digitalradio: Deutschland setzt EU-Forderung um
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Recht, Gesetze Nachdem die EU im Dezember die Autohersteller verpflichtete, Neuwagen mit hybriden Radiotunern auszustatten, greift die Bundesregierung ihren Koalitionsvertrag auf.
Bemerkenswert ist: Der aktuelle Referentenentwurf für einen in den §48 des Telekommunikationsgesetzes einzufügenden Absatz 4 stimmt bis auf Marginalien wortwörtlich mit dem Novellenentwurf vom April 2017 überein:
Jedes erstmalig zum Verkauf, zur Miete oder anderweitig auf dem Markt bereitgestellte, überwiegend für den Empfang von Ton-Rundfunk bestimmte Empfangsgerät, das den Programmnamen anzeigen kann, muss mit mindestens einer den anerkannten Regeln der Technik entsprechenden Schnittstelle ausgestattet sein, die es dem Nutzer ermöglicht, digital codierte Inhalte zu empfangen und wiederzugeben. Davon ausgenommen sind Bausätze für Funkanlagen.
Es bleibt auch bei der einjährigen Übergangsfrist, während der Restbestände nicht hybrider Produkte verkauft werden dürfen. Ausdrücklich nicht genannt werden technische Standards, die zu verbauen sind.
Frühere Bundesregierungen hatten entsprechende Initiativen 2011 und 2016 scheitern lassen. Die Vorlage von 2017 kam wegen der Bundestagswahlen nicht zur parlamentarischen Behandlung.
Quelle: Referentenentwurf der Bundesregierung | Hintergrund: Hybridradio-Verpflichtung.
Zum Seitenanfang

14.2.2019 • Digitalradio: Letzte Etappe für UKW/DAB+-Simulcast
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Bayern will als erstes Bundesland seine UKW-Radiolandschaft parallel über DAB+-Netze anbieten. Letzte Etappe ist der neue Voralpenmux, dessen westlicher Teil im Juli in Betrieb gehen soll; der östliche folgt in 2020.
Der Medienrat folgte mit diesen Entscheidungen dem Vorschlag seiner Hörfunkkommission und wies den Programmen Radio Alpenwelle, Bayernwelle-Südost, Radio Charivari Rosenheim, Radio Galaxy Rosenheim, Radio Oberland und Radio Inn-Salzach-Welle Kapazitäten zu. Für Augsburg wird die Zulassung von RT1.Relax bestätigt. Bestätigt wurden auch die gemeldeten Kapazitätserhöhungen einiger Programme in den Stadtmuxen Nürnberg und Augsburg. Alle entsprechenden Bewerbungen wurden berücksicht, so dass sie die Audioqualität bzw. die begleitenden Datendienste verbessern können.
„Aufgrund zum Teil nicht behebbarer Formmängel (waren) nicht alle Bewerbungen berücksichtigungsfähig“, heißt es zur Nürnberg-Ausschreibung. Den Bewerbern gibt der Medienrat eine zweite Chance und kündigt eine neue Ausschreibung an.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 14.2. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

14.2.2019 • Digitalradio: NDR baut Sendenetz in MV aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 MeckPomm Der NDR hat mit der Umsetzung seiner Planung für den Ausbau der DAB+-Netze begonnen. Den Anfang machen heute die Sendestandorte Ahrenshoop (2 kW) und ein Füllsender in Greifswald mit 0,2 kW Leistung. Ebenfalls im Kanal 8B soll im 1. Halbjahr ein Sender in Garz auf Rügen in Betrieb genommen werden.
Quelle: Meldung des NDR (undatiert) und ukwtv (14.2.) | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern.
Zum Seitenanfang

14.2.2019 • Digitalradio: Göpel droht SLM mit 103 Mio.-Klage
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Leipziger Unternehmer Steffen, mit seiner Firma DABP bei der Vergabe zum zweiten Bundesmux gegen das Konsortium Antenne Deutschland unterlegen, droht der sächsischen Medienanstalt SLM mit einer Schadenersatzklage um 103 Mio. Euro. Das berichtet die Bildzeitung. Wie die Forderung in dieser Höhe zustande kommt, bleibt unklar.
Das Blatt zitiert Göpel, es habe in der Vorauswahl „eine klare Empfehlung“ für die DABP gegeben. Nicht nachvollziehbar ist die Bild-Darstellung, Göpel habe erfolgreich gegen den Zuschlag geklagt. Tatsächlich hat dieses Verfahren noch gar begonnenen. Ebenfalls wohl nicht richtig ist die Behauptung Göpels, das OVG Bautzen „stellte u.a. Fehler im Vergabeverfahren fest“. Richtig ist, dass die Bautzener Richter zu entscheiden hatten, ob die sog. „aufschiebende Wirkung“ Bestand hat. Diese Entscheidung der Vorinstanz wurde aufgehoben; in den Urteils-Grundsätzen heißt es u.a., dass die Erfolgsaussichten der Klage Göpels „nicht offensichtlich“ sind. Antenne Deutschland muss also das Ende des Hauptverfahrens nicht abwarten und könnte sofort starten. Das kann nur als Niederlage für Göpel gewertet werden.
Die Zeitung spielt auch darauf an, dass man in dem vor ein paar Tagen entlassenen SLM-Geschäftsführer Martin Deitenbeck einen Sündebock gefunden habe. Eine Stellungnahme kündigte die SLM für die morgigen Sitzung des Medienrates an. Die Landesregierung hatte im Juli 2017 heftige Kritik an der SLM geübt, weil dem Freistaat die Ansiedlung der Medienfirma entgangen ist.
Quelle: Bild vom 13.2. | Hintergrund: Urteilsgrundsatz des OVG Bautzen (AZ 5B 229/18), DAB+ Bundesmux.
Zum Seitenanfang

14.2.2019 • Digitalradio: Programme für den Voralpenmux vorgeschlagen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Für die heutige Sitzung des BLM-Medienrats schlägt der Hörfunkausschuß sechs Zuweisungen für den geplanten Voralpen-Mux. Damit können Radio Alpenwelle, Bayernwelle-Südost, Radio Charivari Rosenheim, Radio Galaxy Rosenheim, Radio Oberland und Radio Inn-Salzach-Welle bis zum 30. Juni 2025 in DAB+ senden. Die je 96 Capacity Units entsprechen einer Nettodatenrate von 96 kbit/s mit Fehlerschutz EEP 2A. Eine weitere Ausbaustufe wird offenbar angepeilt. Dann wird der Fehlerschutz auf EEP 3A geändert, sodass die Kapazität auf 72 CU reduziert wird.
Der Voralpenraum ist die letzte Region Bayerns, die im Rahmen der DAB+-Regionalisierung einen eigenen Multiplex bekommt. Die Sendungen könnten am 1. Juli beginnen. Zuvor wurde Arabella Plus zugelassen.
Quelle: Protokoll des BLM-Hörfunkausschusses vom 7.2. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

14.2.2019 • Digitalradio: Vorschläge für Augsburg und Nürnberg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auf die Ausschreibung für einen Programmplatz im DAB+-Stadtmux Augsburg und zwei Plätze für Nürnberg hatten sich je vier Anbieter beworben. Der Hörfunkausschuß hat dem Medienrat der bayerischen Landesmedienanstalt BLM folgende Entscheidungen für die heutige Sitzung vorgeschlagen:
Augsburg : RT1 Relax bekommt 54 CU bis zum 1. Februar 2029. Die Anträge von Mein Lieblingsradio, Radio B2 und Mega Radio Bayern (Türk RadYo Augsburg) werden zurückgewiesen.
Im Augsburger Kanal 9C werden die Kapazitäten von Radio Fantasy, Hitradio RT1 Augsburg und Hitradio RT1 Nordschwaben auf 66 CU und die von Radio Fantasy Classix und Radio Fantasy Lounge auf je 60 CU erhöht.
Nürnberg : Die freien Kapazitäten im Stadtmux (Kanal 10C) werden nicht vergeben, sondern nochmals ausgeschrieben. Gründe für die Ablehnung von N90..4 Beat, Pirate Radio, Radio B2 und Mega Radio Bayern/Türk RadYo Nürnberg werden nicht genannt.
Auch in diesem Mux werden die Kapazitäten erhöht: Je 66 statt 60 CU erhalten Radio Charivari Nürnberg, Hitradio N1, Radio F, Radio Gong 91.1, Mein Lieblingsradio. Das Ausbildungsradio AfK Max kann ebenfalls 66 (statt bisher 54) CU nutzen. Mit dem Fehlerschutz EEP 3A entspreche das einer Bandbreite von 88 kbit/s.
Quelle: Protokoll des BLM-Hörfunkausschusses vom 7.2. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

13.2.2019 • Digitalradio: Spekulationen um Regionalkonzept für BaWue
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Aus Kreisen der Nichtkommerziellen Radios (NKLs) Baden-Württembergs werden Gerüchte genährt, wonach die Medienanstalt LfK das Konzept einer zweiten landesweiten DAB+-Abdeckung in vier regionalen Multiplexen (siehe klickbare LfK- Grafik) wieder aufgreifen könnte. Das Konzept war nach einem Call for Interest 2016 bei den Privaten durchgefallen.
In Baden-Württemberg wurde kürzlich der Bürgermedien-Programmplatz für NKLs an einen Kommerzsender vergeben. Das hatten die NKLs schon im Vorfeld kritisiert und einen landesweiten Mux für die NKLs und Lernradios vorgeschlagen. Spekulationen richten sich nun darauf, dass eine zweiten Abdeckung neben den NKLs und Lernradios auch regionale und lokale Privatradios unterkommen könnten, denen der fast landesweite Privatmux (K 11B) zu groß und zu teuer ist.
Quelle: Meldung von satnews vom 13.2. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
Zum Seitenanfang

13.2.2019 • Terrestrik: WDR testet TV und Abruf in 5G-Netzen
Terrestrik Gemeinsam mit Vodafone testet der WDR bis Ende 2020 die Übertragung von Videoraten in Netzen der 5. Mobilfunkgeneration. Man will u.a. erste Erfahrungen mit Live-Sendungen und Abrufen aus der Mediathek in hoher Qualität bis zu 4k Auflösung machen. Das soll über eine App abrufbar werden - unabhängig vom Standort des Nutzers und auch während der Fahrt im Auto. Dafür wird Vodafone erstmalig ein Testsystem „direkt bei einer TV-Produktionsstätte aktivieren“.
Der BR ist am Projekt 5GToday beteiligt, das in Bayern erstmals die Bewegtbild-Übertragung in einem 5G-Gleichwellennetz erprobt.
Quelle: Presseinfo des WDR vom 13.2. | Hintergrund: Vorgängerprojekt IMB5.
Zum Seitenanfang

13.2.2019 • Digitalradio: Radiohören steht hoch im Kurs
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Eine Verbraucherumfrage des Industrieverbandes ZVEI zum heutigen UNESCO-„Welttag des Radios“ stellt fest, dass 84 Prozent der Befragten Radio hören. Dabei spiele das Alter der Konsumenten kaum eine Rolle: Bei den 14- 34jährigen liege die Nutzerquote bei 83, bei den über 55jährigen bei 85 Prozent. Erwartungsgemäss geht die Altersschere bei der Nutzung von Audio-Streamings weit auseinander: Diese nutzen 75 Prozent der Millenials, aber nur 26 Prozent der 55plus-Altersgruppe.
Die Nachfrage nach DAB+-Radios steige, so Kai Hillebrandt, der Vorsitzende des ZVEI-Fachverbands Consumer Electronics. Er hält die von der EU vorgezeichnete Verpflichtung auf hybride Radiotuner hält Hillebrandt für unnötig, weil es auch ohne das ein breites Produktangebot gibt. Zugleich verweist er auf die Verkaufszahlen für DAB+-Produkte (7,2 Mio. Heimradios, 4,41 Mio. Autoradios) nach dem Digitalisierungsbericht 2018.
Quelle: Presseinfo des ZVEI vom 12.2. | Hintergrund: DAB+.
Zum Seitenanfang

12.2.2019 • Digitalradio: Saar-Privatmux mit Media Broadcast in der Spur
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Media Broadcast hat von der Bundenetzagentur den Zuschlag als Sendenetzer für einen DAB+-Mux im Kanal 11C für das Saarland bekommen. Das Unternehmen war einziger Bewerber. Das bestätigen Sprecher des Unternehmens und der Medienanstalt LMS auf Nachfrage von dehnmedia.
Die Zulassung ist an eine Ausschreibung durch die LMS gebunden. Diese soll erfolgen, sobald die Zuordnung der Frequenz durch die Landesregierung vorliegt. Voraussetzung dafür sei eine noch nicht vorliegende „Verständigungsvereinbarung von Saarländischem Rundfunk, Deutschlandradio und LMS“. Über Zuweisungen an Programmveranstalter könne „frühestens in der Medienratssitzung am 13. Juni entschieden werden“. Offen ist, wann der Sendebetrieb beginnen kann.
Laut LMS ist Media Broadcast ist beauflagt, binnen zwei Jahren nach Sendebeginn einen Versorgungsgrad von 80 Prozent der Bevölkerung bei 70 Prozent Ortswahrscheinlichkeit (indoor) zu gewährleistem. Das Sendenetz ist nach sechs Jahren auf 90 Prozent Ortswahrscheinlichkeit (indoor) bzw. 99 Prozent (mobil) auszubauen. Versorgungsziel ist zudem, 90 Prozent der Autobahnen zu erreichen.
Die LMS hatte Ende 2017 eine Interessenbekundung durchgeführt. Die meisten Rückmeldungen kamen aus dem Bundesland. Im Ergebnis wurde im Oktober 2018 eine Ausschreibung angekündigt und sogar weitere Bedeckungen in Aussicht gestellt.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ im Saarland.
Zum Seitenanfang

12.2.2019 • Digitalradio: Beschwerde gegen NRW-Medienanstalt LfM
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Düsseldorfer Veranstalter Mehr!Radio wendet sich mit einer Rechtsaufsichtsbeschwerde bei der NRW-Staatskanzlei gegen die Untätigkeit der Landesmedienanstalt LfM in Sachen des von den Veranstaltern geplanten DAB+-Plattform für den Ballungsraum Düsseldorf. Das Programm wurde vor einem Jahr zugelassen - als erstes regionales Radio außerhalb der von den Zeitungsverlagen kontrollierten Lokalradioszene in NRW. Eine Frequenz-Zuweisung erfolgte jedoch nicht, sodass Mehr!Radio nicht senden darf.
Mehr!Radio begründet den Schritt mit der ...:
... Weigerung der LfM, für unseren Bedarf eine DAB+-Frequenz bei der Staatskanzlei zu beantragen (mittlerweile seit 1 Jahr nach Lizenzerteilung). Bisher hatte die LfM dies damit begründet, dass sie noch Zeit brauche, den Gesamtbedarf für NRW zu ermitteln. Auf der letzten Medienkommissionssitzung am 1. Februar hat der Direktor der LfM aber unmissverständlich deutlich gemacht, dass ein Antrag auf Frequenzzuordnung für Ballungsräume vorerst gar nicht gestellt werden soll. Der Bedarf von MEHR! Radio wird also nicht bedient. Dies halten wir für einen Rechtsverstoß.
Quelle: Aussendung von Mehr!Radio vom 11.2. | Hintergrund: DAB+ in NRW.
Zum Seitenanfang

11.2.2019 • Digitalradio: MSA verstetigt Regionalisierung auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auf das zum Jahresende ausgelaufene Versuchsprojekt „Dynamische Rekonfiguration“ folgt der Regelbetrieb: Die Versammlung der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) hat freie Kapazitäten im landesweiten DAB+ Privatmux (Kanal 11C) freigegeben: Die dort mit je drei Programmen vertretenen landesweiten Veranstalter Funkhaus Halle und VMG erhalten je die Hälfte der Restkapazität von 88 Capacity Units. „Damit können die Veranstalter die Regionalisierung von Programm und Werbung weiter vorantreiben“, heißt es kurz angebunden im jetzt veröffentlichten Beschlußprotokoll der Sitzung vom 6. Februar.
SAW sendet seit November 2016 vier und Radio Brocken seit Februar 2017 drei Regionalversionen. Der Sendebetrieb der Privaten auf DAB+ wird bis 2020 zu 80 Prozent aus Landesmitteln gefördert.
Quelle: Beschlußprotokoll der Versammlung vom 6.2. | Hintergrund: DAB+ in Sachsen-Anhalt.
Zum Seitenanfang

8.2.2019 • Sachsen: SLM-Medienrat entläßt Geschäftsführer (1)
Überraschend hat der Medienrat in einer Sondersitzung den Geschäftsführer der sächsischen Medienanstalt SLM Martin Deitenbeck mit sofortiger Wirkung abberufen. Gründe werden in einer kurzen Presseinfo nicht genannt; stattdessen wird „in diesem schwebenden Verfahren“ auf die nächste reguläre Gremiensitzung am 15. Februar verwiesen.
Deitenbeck war vom Mitarbeiter der CDU-Landtagsfraktion zum Pressesprecher der SLM avanciert und schon seit 2000 dort Geschäftsführer. Während seiner Amtszeit waren zuletzt die Small Scale Pilotprojekte Leipzig und Freiberg realisiert worden.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 7.2.
Zum Seitenanfang

7.2.2019 • Digitalradio: Voralpenmux zum 1. Juli avisiert
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die bayerische Medienanstalt BLM rechnet damit, dass der neue DAB+-Multiplex für das Voralpenland am 1. Juli sendebereit ist. Dieser Termin geht aus dem Präsentation des Technik-Chefs der BLM Reiner Müller auf der gestrigen Veranstaltung hervor.
Es handelt sich, soweit bekannt, um den letzten Multiplex von insgesamt 12 lokalen bzw. regionalen DAB+-Versorgungsgebieten. Für den Mux ist bisher Arabella Plus zugelassen; mit weiteren Massnahmen beschäftigt sich heute der Hörfunkausschluß der BLM. Betreiber der Ausstrahlungen im Kanal 10B ist Bayern Digital Radio. Ziel der BLM ist es, bis Jahresmitte alle privaten und öffentlich-rechtlichen Radioprogramme auf DAB+ verfügbar zu machen. Das sollen insgesamt rund 90 Kanäle sein.
Quelle: BLM-Präsentation vom 6.2. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
Zum Seitenanfang

7.2.2019 • Kabel: DAB+ im Kabel erfolgreich getestet
Kabelanschluß Ein gerade beendeter Test hat gezeigt, was längst schon bekannt war: DAB+-Programme können im Kabel verbreitet und mit DAB+-Radios empfangen werden. Dafür wurden in Bayreuth bis zu 25 Stationen in den Kabelkanal 13B eingespeist. Die Gesamtkapazität wurde mit 125 Programmen angegeben.
„Der Weg zu DAB ist unumkehrbar“, so Martin Hafner (BR) bei einer Präsentation der Ergebnisse. Es sei im Sinne der Radioveranstalter, das Mehr an Programmen und in guter Qualität auch im Kabel anzubieten. Ein Großteil der DAB+-Radios sei mit einer Antennenbuchse ausgestattet und damit für beide Sendewege geeignet.
Der an dem Projekt beteiligte Bayreuther Anbieter Kabel Baumann will seinen Kunden ab dem 2. Halbjahr ein Paket aus bis zu 75 Programmen anbieten (in Bayreuth sind derzeit 53 DAB+-Pogramme terrestrisch empfangbar). Die Investitionskoosten je Kabelmultiplex lägen zwischen 5.000 und 10.000 Euro. Auch der u.a. in München aktive Kabelnetzer M-Net habe nach einem eignen Test diese Absicht, hieß es. An dem Projekt waren die Medienanstalt BLM, der BR, Bayern Digital Radio, der Technikdienstleister TMT und die genannten Netzbetreiber beteiligt.
Auswirkungen auf die Kabelnetzer und deren Angebote seien dahingestellt. In Bayern war der Umstieg der analogen Kabelverbreitung (einschließlich UKW) auf digitale Technik bis Ende 2018 zu absolvieren. Es wurde auf DVB-C umgestellt; ein Grund, gleich wieder - auf DAB+ - zu wechseln, ist nicht erkennbar.
M-Net hatte bereits Ende 2017 die Kabelübertragung mit DAB+ im Kanal 13 getestet, wollte das aber nicht einführen. UPC hatte zuvor in der Schweiz ähnliche Versuche durchgeführt. Für die Verbreitung des DAB+-Signals außerhalb der üblichen Frequenzen waren spezielle Empfänger nötig, die überteuert angeboten wurden.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 6.2. | Hintergrund: Präsentation und White Paper des Projekts; DAB+ im Kabel.
Zum Seitenanfang

5.2.2019 • Frankreich: DAB+-Verkauf steigt leicht an
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Verkauf von DAB+-Radios in Frankreich kommt langsam in die Gänge. Zwar wurden 2018 laut GfK nur 116.000 Stück (ohne KfZ-Erstausstattung) verkauft. Das entspricht aber einem Anstieg um 25,8 Prozent. Im Juni wurde DAB+ in Lille und Nordwestfrankreich aufgeschaltet. Die neuen Regionen Lyon und Elsass ab dem 5. Dezember dürften die Verkaufszahlen kaum beeinflußt haben. Der Anteil von DAB+-Produkten am gesamten Radioverkauf lag 2018 bei nur 3 Prozent.
Das wird sich in den nächsten beiden Jahren erheblich ändern. Ausgehend von den 21,3 Prozent der Bevölkerung, die DAB+-Programme bereits empfangen können, werden Versorgung und Programmangebot 2019/2020 in weiteren Regionen massiv ausgebaut und zwei nationale Multiplexe sind vorgesehen. Ende 2020 sollen 70 Prozent der Bevölkerung versorgt sein. Dann dürfte auch die EU-Verpflichtung auf Hybridtuner in Neufahrzeugen ihre Wirkung entfalten.
Quelle: La Lettre Pro Radio vom 4.2.
Zum Seitenanfang

5.2.2019 • Digitalradio: Studenten-Mux in Chemnitz in Vorbereitung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Projekt eines dritten DAB+-Stadt-Multiplexes in Sachsen wird konkreter. Das Chemnitzer Studentenradio UNiCC will sowohl Sendetechnik als auch die Plattform betreuen und strebt die Zulassung für ein zweijähriges Versuchsprojekt an. Das bestätigt Arne Glaser vom Verein UNiCC auf Anfrage von dehnmedia. Die Bundesnetzagentur hat bereits den Kanal 9C freigegeben. Die medienrechtliche Zulassung wurde von der Medienanstalt SLM schon im Dezember in Aussicht gestellt, der offizielle Beschluß steht aber noch aus.
Vereinssprecher Arne Glaser sieht das Projekt als Erweiterung und Bereicherung des in Chemnitz „etwas dürftigen“ UKW-Angebots. So haben neben dem nichtkommerziellen Stadtsender Radio T regionale und überregionale Veranstalter Interesse bekundet. Das Projekt könnte auch zu Forschung und Lehre an der TU Chemnitz beitragen.
Die Sendeantenne wurde bereits auf dem Dach des Chemnitzer Studentenwerks-Gebäudes errichtet, in dem auch das Studio und die Sendetechnik untergebracht sind. Zum Einsatz kommt ein kommerzieller Kompaktsender, der u.a. mit Open Source-Softwaretools arbeitet.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ und Small Scale in Sachsen.
Zum Seitenanfang

4.2.2019 • Terrestrik: Zweiter Standort für Projekt 5GToday in Bayern
Terrestrik Ende Januar ist in München-Ismaning der zweite Sendestandort für das im Dezember begonnene Forschungsprojekt 5GToday in Betrieb gegangen. Jetzt kann von dort und vom Standort Wendelstein im Gleichwellenbetrieb gesendet werden. Das weltweit bislang einmalige Projekt arbeitet - im Gegensatz zum heutigen Mobilfunk - mit großflächigen Versorgungszellen im Verfahren FeMBMS. Die Sendungen können nur mit speziellen Prototypen empfangen werden.
Am 30. Januar hatten sich die Rundfunkreferenten der Bundesländer beim federführenden Institut für Rundfunktechnik sachkundig gemacht. Deutschland wolle Leitmarkt für die 5. Mobilfunkgeneration (5G) werden. Neben automatisiertem Fahren und industriellen Dienstleistungen soll die neue Technik eine Verbesserung der mobilen Rundfunkverbreitung ermöglichen und weiteres Potenzial für die Medien- und Kreativindustrie beinhalten. Von Projektpartnern wurden neue Dienste demonstriert und mit ARD, RTL, Vaunet und Telefónica regulatorische Fragen diskutiert.
Die Rundfunkreferenten leiten in der Regel die Medienabteilungen in den Staatskanzleien der Bundesländer und berichten an den Ministerpräsidenten ihres Bundeslandes.
Quelle: Presseinfo des IRT vom 30.1. | Hintergrund: Vorgängerprojekt IMB5.
Zum Seitenanfang

2.2.2019 • Rundfunkbeitrag: Bundesländer weiter ohne gemeinsame Linie
MeckPomm Beim Rundfunkbeitrag scheinen die Bundesländer und die Sendeanstalten sich näher zu kommen. Das dürfte aber nur die kurzfristige Entwicklung betreffen, nicht jedoch die langfristige Perspektive. Das wurde nach einem gemeinsamen Treffen deutlich.
Malu Dreyer, als Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz federführend bei den medienpolitischen Aktivitäten der Bundesländer, will, „dass sich die Anstalten in ihrer Struktur und in ihren Angeboten konvergenter aufstellen“. Dafür bräuchten sie sowohl für ihre Programme als auch für den Beitrag mehr öffentliche Akzeptanz. Die Länderchefs fordern daher weitere Reformen und Einsparungen. Einziges - sehr verhaltenes - Entgegenkommen an die Sender ist „eine maßvolle und moderate Beitragsanpassung (als) der Grundpfeiler für alle weiteren Überlegungen“. Öffentliche Äußerungen gab es weder zur künftigen Höhe des Beitrages noch zur Zukunft der Bemessung (z.B. eine Kopplung an die Inflationsrate) oder über früher geforderte Abstriche an den programmlichen Aufgaben.
Eine gemeinsame Positionierung zu den Kernfragen hatten die Länder Anfang Dezember 2018 nicht erreicht. Die Höhe des Rundfunkbeitrag ab 2020 legen die Bundesländer auf Grundlage eines Berichtes der KEF fest. Deren 16 Fachleute nehmen in den Budgetplanungen der Anstalten Streichungen vor.
Quelle: Presseinfo der Staatskanzlei RLP vom 1.2. | Hintergrund: DAB+ in Rundfunkbeitrag.
Zum Seitenanfang

1.2.2019 • UKW: ARD und D-Radio lassen Sendetechnik erneuern
Terrestrik ARD-Anstalten und Deutschlandradio haben 2018 insgesamt 348 UKW-Sendeanlagen an rund 200 Standorten komplett erneuern lassen. Dafür investierte Uplink Network als Betreiber der Sendetechnik einen zweistelligen Millionenbetrag in die Verbreitung von Programmen des NDR in Mecklenburg-Vorpommern, des RBB, des SR und von D-Radio. Uplink Network hatte zuvor (und nach der Liberalisierung des UKW-Sendemarktes) eine europaweite Ausschreibung gewonnen.
Der bisherige Monopolist Media Broadcast hatte 2018 seine UKW-Sendetechnik an diverse Anbieter verkauft. Einige - offenbar fachfremde - Erwerber hatten versucht, überhöhte Preise durchzusetzen; sie hatten mit der Abschaltung und dem Abbau von Sendeanlagen gedroht.
Quelle: Meldung von radiowoche vom 1.2. | Hintergrund: UKW_Streit.
Zum Seitenanfang

1.2.2019 • Digitalradio: Privater DAB+-Mux für MV ist nicht absehbar
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 MeckPomm Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern macht keine Hoffnungen auf den baldigen Start eines Privatradios-Muxes, setzt aber ihre Bemühungen fort. „Wir streben weiterhin Landesmittel für einen privaten DAB+-Multiplex an“, bestätigt ein Sprecher der Medienanstalt auf Anfrage von dehnmedia. Kürzlich hatte Antenne MV eine zustimmende, Ostseewelle hingegen eine ablehnende Stellungnahme abgegeben.
„Ein Start ohne Förderung wäre sehr ambitioniert“, wird auf die Notwendigkeit einer Förderung eigeräumt. Das könne die Anstalt jedoch nicht leisten. Man rechnet dort aber offenbar weder mit Zuschüssen des Landes noch mit einer Umverteilung von Mitteln aus dem Rundfunkbeitrag, die laut Landes-Rundfunkgesetz von der Medienanstalt abgezogen werden. Weil entsprechende Gesetzesänderungen nicht erwartet werden, könne gegenwärtig „nicht seriös eingeschätzt werden, wann ein privater DAB+-Multiplex in M-V startet“.
Die Medienanstalt wünsche „ein breites Angebot“ über die beiden o.g. landesweiten Privatradios hinaus. Dabei werden die Kosten pro Programm „einzige Hemmschwelle für die Veranstalter“ gesehen. „Allerdings liegt die Herausforderung eben darin, auch die lokalen Veranstalter, insbesondere die kleineren und nichtkommerziellen, mitzunehmen. Daher führen wir parallel Gespräche mit lokalen Veranstaltern.“ Zugleich prüfe man mit technischen Dienstleistern die Kosten. Ein Dienstleister habe erklärt, einen Multiplex füllen zu können.
Den Bedarf für einen Privatradiomux begründet der Sprecher auch mit „der guten Quote, mit der bereits heute Autos über ein DAB+-Radio verfügen. Der Bedarf ist also nicht zuletzt durch die Urlauber gegeben“, heißt es unter Verweis auf die EU-Beschlüsse zu Hybridradios in KfZ.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Mecklenburg-Vorpommern.
Zum Seitenanfang

1.2.2019 • Digitalradio: Arabella-Ableger „Plus“ ab dem 1. März?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Laut einer Meldung will Radio Arabella seinen Ableger Arabella Plus nunmehr am 1. März an den Start bringen; bisher wurde der 12. Februar genannt. Für DAB+ ist das Programm landesweit zugelassen. Die Verbreitung erfolgt „aus Kapazitätsgründen zunächst nur“ in den Stadtmuxen München, Nürnberg, Augsburg und Ingolstadt sowie im Regionalmux Allgäu und später im geplanten Regionalmux Voralpenland. Unter dem Namen ist ein Programm auch für den nationalen Österreich-Mux angekündigt.
Quelle: Meldung von radio-wird-digital vom 29.1. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2018) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff