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Nachrichten-Archiv Oktober 2018

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30.10.2018 • Digitalradio: Mehr als 70 Mio. Radios weltweit im Markt
Digitalradio-Schriftzug International ab 2107 DAB ist fest etabliert als Zukunftsplattform des Radios in Europa und Australien. So kommentiert der Dachverband WorldDAB aktuelle Zahlen im Vorfeld seines Kongresses am 6. und 7. November in Berlin.
Mehr als 70 Mio. Radios für DAB und DAB+ wurden demnach bis Mitte 2018 weltweit verkauft. Der Vergleichswert lag ein Jahr zuvor bei 58 Mio. Stück. Herausgehoben wird der Abverkauf in Deutschland von 11,8 Mio. Stück und die Haushaltsausstattung von 17 Prozent. Damit folgt Deutschland dem Spitzenreiter England, wo 37,5 Mio. Geräte an 64 Prozent der Haushalte verkauft wurden. In Norwegen (UKW-Abschaltung Ende 2017) wurden bisher 5,6 Mio. Geräte verkauft, während in der Schweiz 34 Prozent des Radiokonsums über DAB+ laufen.
Naturgemäß führt Norwegen beim DAB+-Anteil der Neuwagenausstattung mit 98 Prozent; England (91 Prozent) und die Schweiz (85 Prozent folgen; Deutschland liegt auf Platz 6 mit 39 Prozent.
Erfasst wurden Statistiken aus neun europäischen Kernmärkten und Australien. Kurzinfos gibt es zu 21 Wachstumsmärkten. So hat der Regelbetrieb u.a. in Österreich, Polen und Schweden begonnen. Tests oder Pilotprojekte laufen u.a. in Algerien, Kroatien, Ungarn, Serbien, der Türkei und der Ukraine.
Quelle: Presseinfo und Datenblatt von WorldDAB vom 30.10.
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30.10.2018 • England: Digitaler Radiokonsum im Aufwind
In England steigt der Anteil digitaler Quellen am Radiokonsum weiter - auf 52,4 Prozent zum Ende des 1. Halbjahres 2018 (Jahreswechsel 2017/18: 50,9 Prozent). 63 Prozent der Briten ab 15 Jahren schalten laut aktueller Zahlen von Rajar eine digitale Radioquelle mindestens einmal wöchentlich ein.
Von den rund 538 (521) Mio. Stunden Radiokonsums über digitale Wege entfallen rund 391 Mio. Stunden (73 Prozent) auf DAB, 99 Mio. auf Online/Apps und 49 Mio. Stunden auf DVB-T. Die prozentuale Verteilung innerhalb des digitalen Marktes bleibt damit unverändert.
88,8 Prozent der erwachsenen Engländer hören im Schnitt 21,1 Stunden Radio pro Woche. So kommen 1,026 Mrd. Hörstunden zusammen. Der Radiokonsum findet zu 70 Prozent zuhause, zu 63 Prozent unterwegs und zu 25 Prozent bei der Arbeit statt.
Die britische Regierung hatte 2014 den Einstieg in den UKW-Ausstieg von der drei Bedingungen abhängig gemacht:
Mehr als die Hälfte des gesamten Radiokonsums muss über digitale Plattformen stattfinden.
Die DAB-Abdeckung nationaler Multiplexe muss die von UKW erreichen.
Lokale Radios müssen für 90 Prozent der Bevölkerung und auf 90 Prozent der wichtigen Strassen empfangbar sein.
Auch die zweite Bedingung dürfte zumindest seitens der BBC erfüllt sein. Für die Lokalradios werden nach einer Bedarfsermittlung derzeit Planungen für lokale Netze auf Small Scale-Basis erarbeitet.
Radio Joint Audience Research (Rajar) ermittelt regelmäßig Zahlen zur Radionutzung. Der Forschungsverbund wird von der BBC und Verbänden der Privatradios betrieben.
Quelle: Datenblatt von Rajar (Q 3/2018) | Hintergrund: DAB in England.
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30.10.2018 • Vor 80 Jahren: Der Tag, an dem Marsianer (nicht) kamen
Passend zu Halloween sendete der US-Radiosender CBS am 30. Oktober 1938 das Hörspiel Krieg der Welten. Die Radio-Adaption des 40 Jahre zuvor erschienenen SciFi-Buches von H.G. Wells verlegte den Angriff der Marsianer in die USA. Das mit fiktiven Live-Elementen gestaltete Hörspiel war derart glaubhaft inszeniert, dass etliche Hörer die Invasion vom Mars für wahr nahmen. Regisseur Orson Welles (1915 - 1985) wurde durch seinen Geniestreich und das neuartige Genre berühmt.
Dass das Hörspiel eine Massenpanik ausgelöst hätte weisen Historiker zurück. Das sei zu einer üblichen CBS-Hörspielzeit und gegen eine weitaus mehr gehörte Comedy-Sendung kaum zu erwarten gewesen. Auch die bekannten Einschaltzahlen oder das Hörerfeedback und schon gar keine Polizeiberichte beweisen diese Behauptungen.
Genauso falsch ist die Verbindung des Stücks mit dem heutigen Begriff Fake News. Es handelt sich vielmehr um ein fiktionales Medienwerk von hoher Glaubwürdigkeit - also besonders gelungen. Vielleicht würde man das heute dem Mediengenre „Mockumentary“ zurechnen.
Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Zeitungen haben die Ereignisse mit Horror-Schlagzeilen zur Massenhysterie aufgebauscht. Das waren die wahren Fake News der Halloween-Nacht 1938. Das Hörspiel kam der
Fiktion als Radiokunst - Orson Welles bei der Produktion
des Stückes - und die tatsächlichen Lügner (unten).
Presse gerade gelegen genug, um die Auflagen zu steigern und das Konkurrenzmedium Radio in Misskredit zu bringen.
Man sollte schon sauber zwischen Kunst und Nachricht trennen. Sonst könnte man jeden gelungenen Aprilscherz (z.B. die Sprengung der Berliner Siegesäule als SFB-Livereportage), jedes überzeugende fiktionale Werk („Schtonk!“) nach Belieben zu Fake News erklären - wie es irgendwelchen Interpretierern gerade (und vielleicht aus völlig „außerfilmischen“ Gründen) in den Kram passt.
Im Übrigen funktioniert das auch umgekehrt: Lügen werden ja nicht wahrer, wenn und weil jemand sie ungeprüft im Internet multipliziert. Man stelle sich vor, zehn Monate nach dem Krieg der Welten hätte es das www gegeben: Und Hinz und Kunz hätten die Story vom polnischen Angriff auf den Sender Gleiwitz verbreitet. Wäre diese schlimmste Fake News aller Zeiten dadurch wahrer oder gar besser geworden?
Quelle: Bericht bei deutschlandfunk.de (2013) | Hintergrund: Orson Welles, Krieg der Welten bei Wikipedia.
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29.10.2018 • UKW: D-Radio - Erste Abschaltungen am 2. November
Terrestrik Deutschlandradio setzt am 2. November seine Ankündigung um, erste UKW-Sender durch DAB+ zu ersetzen. Das bestätigt die Pressestelle auf Anfrage von dehnmedia.
Abgeschaltet werden die beiden bisher auf Helgoland (103,0 MHz, 107,4 MHz) und Herzogstand/Bayern (105,2 MHz, 91,9 MHz) abgestrahlten UKW-Programme von D-Radio. Vor Ort sind stattdessen seit Ende September bzw. Anfang Oktober alle vier Programme und die Datendienste der Rundfunkanstalt digital zu empfangen - ebenso wie die neun Privatradios des im DAB+-Bundesmuxes.
Die Massnahme von Deutschlandradio steht einerseits in Zusammenhang mit Auflagen der KEF zur Kostensenkung bei der Radioverbreitung. Andererseits gibt Deutschlandradio als erste öffentlich-rechtliche Anstalt Deutschlands UKW-Ressourcen auf, um ein Zeichen für eine künftige „rein digitale Radioverbreitung“ zu setzen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+-Bundesmux.
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29.10.2018 • Vor 95 Jahren: „1000 frohe Stunden“ für 780 Milliarden
Der 29. Oktober 1923 war die Geburtsstunde des Radios. Aus dem Berliner Vox-Haus wurde „erstmalig Mitteilung gemacht, dass der Unterhaltungs-Rundfunk mit Verbreitung von Musikvorführungen auf drahtlos-telefonischem Wege beginnt“. Gesendet wurde im 400 Meterband - diese Mittelwellen-Frequenz würde heute als 749,5 kHz bezeichnet.
Ende 1923 gab es offiziell 467 Rundfunkhörer. Sie zahlten eine Rundfunkgebühr von 60 Goldmark jährlich. Auf dem Höhepunkt der Inflation wurden daraus jedoch schnell 750 Milliarden Papiermark. Schwarzhörern wurden hohe Geldstrafen und bis zu 6 Monate Haft angedroht. Schon im Mai 1924 wurde die Gebühr rückwirkend auf 2 Reichsmark im Monat festgesetzt. Davon erhielt die Reichspost 40 Prozent für den Ausbau des Sendenetzes. Dank der Gebührensenkung waren Ende 1924 schon 548.749 Teilnehmer angemeldet. Damals konnte man sich aus handelsüblichen Teilen ein einfaches „Detektor“-Radio bauen, um Sendungen unter dem Kopfhörer zu lauschen. Dieses Hobby war weit verbreitet, jedoch meldeten viele Radiobastler ihre Geräte zunächst nicht an.
Hans Bredow, 1923 für den Rundfunk zuständiger Staatssekretär, war mit dem Konzept eines nationalen Unterhaltungs-Rundfunks gescheitert. So entstand nach und nach eine an den damaligen Ländern strukturierte Programm- und Sendelandschaft. 1924 wurden u.a. Programme in Frankfurt/Main, München, Stuttgart, Breslau, Königsberg und Münster eingerichtet. Inhaltlich wurde streng auf Überparteilichkeit und den Ausschluß kommerzieller Interessen geachtet. Dazu wurden Überwachungsgremien, ähnlich den damaligen Zensurbehörden für Presse und Film, geschaffen. Mit dem heutigen Konzept der Rundfunkräte ist das nicht vergleichbar.
Programmliche Eckdaten waren die erste Sportübertragung einer Ruderregatta in Hamburg am 13. Juli 1924. Das erste Fußballspiel mit einem Livekommentar von Bernhard Ernst war die Begegnung zwischen Preußen Münster und Arminia Bielefeld am 1. November 1925.
Die USA waren übrigens mal wieder schneller als Deutschland. Schon 1924 ließ Calvin Coolidge als erster US-Präsident seine Antrittsrede
Bernhard Ernst kommentiert.
landesweit über das Radio verbreiten.
Der Rundfunk habe eine wichtige Aufgabe „im Sinne der Völkerversöhnung“, denn er kann beitragen, „das Gefühl gegenseitiger Fremdheit auszutilgen, das so leicht in Mißtrauen und Feindseligkeit umschlägt“. Das erklärte Albert Einstein zur Eröffnung der Funkausstellung 1930. Kaum drei Jahre später begann allerdings eine gegenteilige Entwicklung; die Nazis missbrauchten den Rundfunk (und die anderen Massenmedien) 12 Jahre lang als staatlich gesteuerte Plattform der Hasspropaganda gegen andere Meinungen, Religionen und
Albert Einstein eröffnet die Funkausstellung 1930.
Völker.
Hans Bredow hatte frühzeitig perspektivisches Denken gezeigt. Er forderte im Zusammenhang mit der Einführung des Radios dazu auf, „neben dem Klang nun auch das Bild durch Rundfunk zu übertragen“.
Zum Schluß ein wichtiger Hinweis: „Und vergessen Sie bitte nicht, die Antenne zu erden!“
Quellen: Wikipedia, Einstein-Rede vom 22.8.1930 (Wortlaut) | Hintergrund: Chronik (dehnmedia), Linkliste von D-Radio.
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25.10.2018 • DVB-T: Ilmenauer Studenten-TV bis 2022 verlängert
Überallfernseh-Logo Das Studentenfernsehen iSTUFF der Technischen Universität Ilmenau kann bis Ende 2022 per DVB-T sowie in Kabelnetzen verbreitet werden. Das beschloß die Medienanstalt TLM. Die Sendeleistung im Kanal 26 des DVB-T Forschungssenders Ilmenau ist wie bisher auf 100 Watt begrenzt.
Quelle: Presseinfo der TLM vom 24.10. | Hintergrund: DVB-T2 HD in Thüringen.
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25.10.2018 • Digitalradio: 5G ist kein digitaler Ersatz für UKW-Radio
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Es dauert noch mindestens ein Jahrzehnt bis 5G in weiten Teilen Deutschlands verfügbar ist. Wir können Mobilfunkunternehmen nicht verpflichten, 5G flächendeckend für Radio auszubauen, wenn die Finanzierung solcher Netze nicht geklärt ist.“ So beschrieb Reiner Müller, stellvertretender Geschäftsführer der BLM, das Spannungsfeld zwischen digitaler Radioverbreitung mit DAB+ und 5G-Mobilfunktechnik. Auf den Medientagen München setzte er fort: „Radiomachern empfehle ich, auf DAB+ zu setzen, wenn sie zuverlässig überall und kostengünstig digital empfangen werden wollen.“
Für Deutschlandradio faßte Intendant Stefan Raue die Vorteile zusammen: „Erstens ist DAB+ im Vergleich zu UKW wirtschaftlicher, zweitens klingen unsere hochwertigen Programme deutlich besser und drittens ist es überall frei empfangbar ohne Internetverbindung. Wir setzen unsere Digitalisierungsstrategie schrittweise um und bauen auf DAB+, Webstream und Podcast.“
In diesem Sinne wird Deutschlandradio, wie angekündigt, als erster öffentlich-rechtlicher Sender UKW-Sender abschalten. Das betrifft, wie angekündigt, Anfang November die Sendestandorte Helgoland und Mittenwald. Dort ist DAB+ seit Ende September bzw. Anfang Oktober in Betrieb.
Quelle: Presseinfo von digitalradio.de vom 25.10. | Hintergrund: DAB+-Bundesmux, DAB+ in Bayern, Schleswig-Holstein.
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24.10.2018 • DVB-T2 HD: FreenetTV kombiniert mit Maxdome
Freenet TV Nach der Preissenkung für das FreenetTV-Modul kombiniert der Anbieter nun sein Bezahlfernsehen mit dem Video-Abrufdienst Maxdome. Das neue Modul für FreenetTV Entertainment kostet 89 Euro. Es empfängt „jeweils 6 Monate lang“ FreenetTV via Antenne oder Satellit und bietet Zugang zu Maxdome. Bestandskunden von FreenetTV können Maxdome für 6,99 Euro monatlich dazu buchen.
Während das verkündet wird, sind in Baden-Württemberg mit Ulm und Heilbronn neue Regionen ans Sendenetz von FreenetTV angeschlossen worden. Der Netzausbau für das Bezahlpaket endet am 28. November mit Aufschaltungen in Kaiserslautern und Trier (Rheinland-Pfalz).
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 24.10. | Hintergrund: FreenetTV.
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23.10.2018 • DVB-T2 HD: Vorsicht beim Antennenkauf im Web !!
Etliche Portale berichten heute über überteuerte angebliche Super-Antennen. Veranwortlich für das als TV Radius, TV Fox, Gadget TV Fox oder TV Fix Antenna bezeichnete Produkt und die dazugehörigen Shop-Websites zeichnet Strong Current Enterprises Limited in London. Für die massenhafte Verbreitung der Anzeigen sorgt Google. dehnmedia hatte Ende Mai und letzte Woche einige Websitebetreiber darauf aufmerksam gemacht und gebeten, auf diese Werbeschaltung zu verzichten. Schließlich wird ja der Ruf der Publikation mißbraucht. Obwohl das Problem bekannt ist, scheint es eher schlimmer zu werden: Der Screenshot von heute nachmittag zeigt, wie ein kritischer Beitrag zu diesem Thema mit gleich fünf Werbeschaltungen für das Abzock-Teil (unter anderem Namen) zugemüllt wird.
Immerhin scheint man von früheren offenkundigen Lügen, das Produkt brächte verschlüsselte HDTV-Kabelsender gratis ins Haus, Abstand genommen zu haben. Gleichwohl sind etliche Werbeaussagen falsch, täuschend oder irritierend. So trifft die Unterstellung, man könnte Dank der Antenne Kabelgebühren sparen („Kündige deine Kabelverträge“) schon deshalb nicht zu, weil der Kabelanschluß oft mit dem Mietvertrag gekoppelt ist. „Empfange alle deine lokalen Lieblingssender in kristallklarer HD Qualität“ ist sachlich falsch, weil Lokal-TV terrestrisch nur in Hamburg und Berlin und nicht in HDTV gesendet wird. „Schaue
Ist der Mißbrauch seriöser Infoplattformen nicht zu stoppen? Screenshot von heute nachmittag (klickbar zum Vergrößern) mit fünf Schaltungen für besagte Antenne.
deine Lieblings Sportevents und Nachrichtensender“ - ist eine Behauptung, die z.B. den Bundesliga- und Formel1-Fans vortäuscht, dass sie die Events ohne kostenpflichtiges Abo bei Sky, FreenetTV etc. sehen könnten. Dass freeseetv mit Logos öffentlich-rechtlicher Programme wirbt, würden ARD und ZDF untersagen, wenn man das dort wüßte. Unter tvradius unterstellen Logos von ABC oder CBS in Verbindung mit der deutschen Fahne, dass die US-Networks hier zu empfangen seien - was für Europa sachlich falsch ist. Weitere Inserate zeigen zur Aussage „Diese tolle Superantenne ...“ gänzlich andere Produkte. „Entworfen mit geheimer Militärtechnik“ ist schlichter Unsinn.
Die Google-Inserate kann man oft nur vom redaktionellen Teil unterscheiden, wenn man weiß, dass das kleine Logo oben rechts mit Dreieck und Kreuz auf eine von Google durchgeschaltete Werbung hinweist.
Interessant sind die Links zu den angeblich persönlichen Rabattierungen von 50 Prozent auf 65,98 Euro. Zunächst wird einem über mehrere Screens hinweg ein individuelles Angebot vorgegaukelt. Dann gelangt man manchmal zu einem anderen Angebot: Beim Kauf von drei Stück entsprechen 65,98 Euro 35 Prozent Rabatt, heißt es. In anderen Fällen kommt man auf eine Liste mit Angeboten für ein bis fünf Stück. Überraschung: Da kosten drei Stück 82,48 Euro, ein angeblicher Rabatt von 50 Prozent eingeschlossen. Aus der erstgenannten Offerte errechnet sich ein unrabattierter Stückpreis von 33,84 Euro. Aus der Fünferliste ergeben sich jeweils 54,94 Euro. Also: Unterschiedliche Basispreise für die gleiche Leistung!
Was das (Un-) Ding wirklich wert ist, beschrieb Computerbild bereits im Februar nach einem Test in einem Video: „Das bestellte Exemplar leistete nicht mehr als eine einfache Stab-Antenne für rund 10 Euro (...) Zum Preis von TVFix, TV Radius und TV Fox gibt es bereits gute Aktiv-Antennen mit eingebautem Verstärker (...) Außerdem versuchte der Anbieter (...) dem Kunden zunächst gleich drei Exemplare unterzujubeln ...“
Trotz der bekannten kritischen Feststellungen sowie etlicher Beschwerden über ausgebliebene Lieferungen (z.B. nachzulesen im Userforum von Paypal) scheint es unmöglich, solche Abzockerei zu unterbinden. In allen bei dehnmedia im Mai und aktuell bekannt gewordenen Fällen platzierte Google diese Werbung gezielt auf Webseiten bekannter Medienunternehmen (z.B. Bild.de, Digitalfernsehen oder Golem und Radiosendern wie Kiss FM, AbsolutRadio u.a.). Die Täuschung mittels unterschiedlicher Produkt- und Händlernamen wird offenbar dadurch erschwert, dass man mit jedem einzelnen Fall bei Google (als) vorstellig und ein Einwand dort akzeptiert werden muss. Eine wirksame Rechtsgrundlage scheint es nicht zu geben, um Verbraucher vor unseriöser Werbung aus dem Ausland zu schützen.
P.S. : Beim Check der im Impressum des Anbieters genannten Servicenummer stößt man bei Tellows und wemgehoert.de auf etliche Beschwerden. Es handele sich um eine kostenpflichtige Rufnummer mit einer Bandansage. Auf beiden Beschwerdeseiten wird für „Diese tolle Superantenne ...“ geworben.
Quelle: Video von computerbild vom 6.2.2018.
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21.10.2018 • Digitalradio: Weiter warten in Schleswig-Holstein
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Es scheint noch einige Zeit zu dauern, bis Privatradios in den im Norden der Republik auf Sendung gehen können. In Schleswig-Holstein habe die Medienanstalt MA HSH „erste Überlegungen“ angestellt, wie dort „eine Verbreitung von privaten DAB+ Angeboten ermöglicht werden kann“, zitiert satnews eine MA HSH-Sprecherin. Derzeit stehe man in Konsulationen mit der Staatskanzlei des Bundeslandes. Danach müsste das Land den Frequenzbedarf bei der Bundesnetzagentur anmelden. Für einen Zeitplan sei es daher zu früh.
In Mecklenburg-Vorpommern verweist die Landesmedienanstalt darauf, dass nach dem letztjährigen Call for Interest erst einmal Förderhebel geschaffen werden müssten, um die Sender von den Kosten eines UKW/DAB+-Parallelbetriebes zu entlasten. Letzte Aktivität in Niedersachsen war ein Testprojekt zur Auseinanderschaltung von Lokalversionen, dessen Abschlußbericht seit Janur vorliegt. Die Ausnahme im Norden ist Hamburg: Der 2015 gestartete Privatradio-Multiplex ist mit 16 Programmen ausgebucht.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 19.10. | Hintergrund: DAB+ in Schleswig-Holstein, Modellversuch Niedersachsen.
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19.10.2018 • Digitalradio: WDR2 jetzt mit drei Lokalzeiten auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit heute strahlt WDR2 im DAB+-Multiplex (Kanal 11D) zwei weitere Lokalvarianten aus. Bisher war nur die Kölner Lokalzeit über DAB+ landesweit zu empfangen, jetzt sind die Ausgaben für Düsseldorf/Essen und Dortmund dazu gekommen. Es handelt sich um die reichweitenstärksten Lokalzeiten, die landesweit parallel verbreitet werden. Dafür schaltet WDR2 wie über UKW werktäglich zwischen 6.30 Uhr und 17.30 Uhr redaktionell auseinander. Der Aufschaltung ging ein kurzer Probebetrieb voran. Wie der WDR auf Anfrage von dehnmedia mitteilt, wurde die Codierung des Multiplexes geändert, um Platz für die nun drei Lokalzeiten zu schaffen. Dadurch ist der Multiplex jetzt komplett gefüllt. Zudem wurden die Bitraten der drei Lokal-Versionen gegenüber der bisherigen von WDR2 etwas reduziert, „was jedoch ohne bemerkbare Qualitätsverluste vonstatten geht“.
„Aus Kapazitätsgründen haben wir derzeit leider keine Möglichkeit, auch die übrigen Regionalausgaben von WDR 2 über DAB+ zu verbreiten“, heißt es weiter. Die an Infos aus den anderen Regionen Aachen/Euregio, Münsterland, Ostwestfalen/Lippe (Bielefeld), Südwestfalen (Siegen) und Bergisches Land (Wuppertal) Interessierten sind also weiter auf UKW oder Online angewiesen.
Quelle: Eigene Recherche, Presseinfo des WDR vom 19.10. | Hintergrund: DAB+ in NRW.
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18.10.2018 • DVB-T2 HD: TV Westsachsen verschiebt Kanalwechsel
TV Westsachsen datiert den ursprünglich für die Kalenderwoche 41 angekündigten Kanalwechsel nun auf „Ende 2018“. „Den alten anvisierten Termin hat unser Dienstleister leider verschoben“, teilt der Sender online mit. Das Lokalfernsehen sendet in DVB-T vom Carlsturm in Auerbach und aus Plauen. Der dort genutzte Kanal 51 muss geräumt werden und es soll auf den Kanal 23 gewechselt werden. Eine frühere Anfrage von dehnmedia zum Schalttermin wurde vom Netzbetreiber Mugler AG nicht beantwortet.
Quelle: Info von TV Westsachsen | Hintergrund: DVB-T2 HD in Sachsen.
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18.10.2018 • DVB-T2 HD: BR übernimmt NDR HD am 24. Oktober
Im Zuge der Ausweitung der Sendenetze für DVB-T2 HD in Bayern auf ganz Oberbayern und Schwaben am 24. Oktober wird der Bayerische Rundfunk auch das 3. Programm des NDR übernehmen. Das teilt der BR mit und bestätigt die Infos über die Massnahmen am 24. Oktober. An den neuen Antennenanlagen wird ab Mitternacht und bis spätestens um 10 Uhr (Garmisch-Partenkirchen: 12 Uhr) gearbeitet. Ein Suchlauf wird anschließend den DVB-T2 HD-Zuschauern im gesamten Freistaat empfohlen, weil NDR HD zusätzlich im ARD-Multiplex mitläuft.
Quelle: Presseinfo des BR vom 17.10., Aufschaltungen, Kanalwechsel | Hintergrund: Migration, FreenetTV, DVB-T2 HD in Bayern.
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17.10.2018 • Digitalradio: Deutsches DAB+-Logo als globale Werbemarke
Digitalradio-Schriftzug Global Der internationale Dachverband World DAB übernimmt das in Deutschland entwickelte DAB+-Logo als weltweite Marke für DAB+. Es handelt sich um das erste international und gemeinschaftlich von allen Playern einzusetzende Logo, stellt WorldDAB heraus. Es symbolisiere die moderne Art des Radiohörens und stehe für die Abgrenzung zu Streaming und anderen Empfangsarten. Das bisherige schwarzweisse Logo, das von Philips entwickelt worden war, soll ersetzt werden. Die Nutzung des Logos ist kostenlos, ein Stileguide steht zur Verfügung.
Das neue Logo wurde von der ARD entwickelt und erstmals im Mai 2017 für eine Kampagne eingesetzt. Derzeit wird es u.a. auch in Österreich, den Niederlanden, Belgien und Frankreich genutzt. DAB Tickmark Das wesentlich in England gebräuchliche sog. Digital Radio Tick Mark steht für eine technische Zertifizierung und kann weiter verwendet werden.
Quelle: Meldung von World DAB.
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17.10.2018 • Digitalradio: NRW-SPD mit Kampagne für Lokalradio-Status
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die SPD will den bisherigen Status der 44 Lokalradios unter allen Umständen erhalten - auch nach einem möglichen Übergang auf digitale Sendetechnik. „Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Hörfunk und dessen regionale und lokale Lokalberichterstattung ist ungebrochen groß“, begründete der medienpolitische Sprecher der Landtagsfraktion Alexander Vogt eine Große Anfrage mit 112 Einzelfragen an die Landesregierung.
Vogt macht deutlich, worum es der SPD geht: „Die Einführung des Digitalradiostandards DAB+ könnte den Wettbewerb um Marktanteile auf dem NRW-Hörermarkt verschärfen und würde insbesondere die Lokalradios vor neue Aufgaben stellen.“ Ziel der SPD sei es, das NRW-Radiosystem „in seiner Vielfalt zu erhalten“.
Gerade das Stichwort „Vielfalt“ darf hinterfragt werden: Tatsächlich werden alle Lokalradios in NRW wesentlich von wenigen Zeitungsverlagen kontrolliert. Deren Gemeinschafts-Unternehmen Radio NRW liefert allen Lokalradios den Großteil der täglichen Sendezeiten zu und beschafft Werbung. Radio NRW klagte erfolgreich gegen die Landesmedienanstalt LfM, um die geplante Jugendwelle DeinFM landesweit auf UKW zu platzieren.
Die SPD ist selbst Wirtschaftspartei in der seit Jahren geführten Debatte um die Einführung von DAB+ im Bundesland: Ihre Medienholding DDVG ist an je drei Lokalradio-Firmen mehrheitlich bzw. minderheitlich sowie an einem Sendenetzbetreiber beteiligt.
Die Landesregierung soll Große Anfragen innerhalb eines Vierteljahres beantworten.
Quelle: Presseinfo der SPD Landtagsfraktion vom 10.10., Große Anfrage (Drs 17/3846), Meldung von radiowoche.de vom 16.10.
Hintergrund: DAB+ und Lokalradio in NRW.
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16.10.2018 • DVB-T2 HD: DVB-T2 bleibt mindestens bis 2030
ARD und ZDF werden DVB-T2 HD mindestens bis 2030 nutzen. Das geht laut einem Bericht aus der Stellungnahme der Anstalten zum 5G-Konsultationsentwurf der Bundesnetzagentur hervor. Die Anstalten berufen sich dabei auf entsprechende Zusagen des Bundes und der Länder, wonach der von DVB-T2 HD genutzte Frequenzbereich unterhalb des UHF-Kanals 49 (< 700 MHz) bis dahin dem Fernsehen erhalten bleibt.
Andererseits wollen ARD und ZDF nonlineare Angebote wie die Mediatheken „auf mobilen Endgeräten nutzbar machen“. Dies werde „über Kleinzellen und Kleinstzellennetze des Mobilfunks und auf Frequenzen größer als 1 GHz erfolgen“, heißt es weiter. Gleichwohl greifen ARD und ZDF den alten Gedanken wieder auf, ihre linearen Programme künftig für Smartphones, Tablets und andere Mobilempfänger anzubieten. 5G-Technik des Mobilfunks - z.B. mittels der von FeMBMS ermöglichten Funkzellen mit Radien bis 70 km - wirtschaftlich nutzbar und könnte die klassischen Mobilfunknetze von solchen datenintensiven Anwendungen entlasten.
Anfang des Monats ist der praktische Teil des Projektes 5G Today in Bayern angelaufen. Für Testsendungen steht auf dem Wendelstein ein mit der DVB-T2 HD-Abstrahlung vergleichbarer 100 kW-Sender zur Verfügung, der durch weitere Sendeanlagen erweitert werden soll.
Auch die EU sieht nach zwei digitalen Dividenden und der Umwidmung von fast der Hälfte des UHF-Spektrums vom Fernsehen zum Mobilfunk keinen Grund für eilige Änderungen. 2014 hatte man beschlossen, die restlichen UHF-Kanäle unterhalb von 700 MHz mindestens bis 2030 für das Fernsehen zu erhalten. Erst ab 2025 wollen die EU-Gremien sich den Entwicklungsstand der Sendetechnik diskutieren und danach Entscheidungen treffen.
Quelle: Meldung von golem.de vom 15.10. | Hintergrund: Vorgängerprojekt IMB5, Handy-TV mit DVB-H etc., Digitale Dividenden.
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15.10.2018 • Digitalradio: Drei neue Programme für Berlin aufgeschaltet
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wir zum Monatsbeginn angekündigt sind RS2, der Berliner Rundfunk und KissFM seit heute im Berliner DAB+-Multiplex (Kanal 7B) zu empfangen. Ein Suchlauf ist notwendig.
Im Zuge der zweiten Lizenzierungsrunde hatte sich die Berliner Programmfamilie erfolgreich beworben. Damit wird das Berlin/Brandenburger Angebot weiter komplettiert. Jedoch steht der Sendebeginn von Top100Station, Radio Germany One (beide Berlin K 7B) sowie Power Radio (Berlin/Brandenburg, K 12D) noch aus.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin.
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15.10.2018 • Schweden: Ausstieg aus dem DAB+-Ausstieg
DABplus-Logo Schriftzug Schwedens Regierung und Parlament hatten 2015/2016 die DAB+-Befürworter mit einer Absage an DAB+ überrascht. Jetzt kommt der Rollback.
Nach Angaben der Medienbehörde MPRT startet ab dem 1. Januar 2019 ein landesweites Paket mit 15 Programmen. Die meisten kommen von der Nordic Entertainment Group (NENT, als Nachfolger der lizenzierten Modern Times Gruppe), weitere von DB Media, Kilohertz und Skärgårdsradion. Bis April sollen die Großstädte bzw. 35 Prozent der Bevölkerung versorgt werden. Bis 2020 soll das Sendenetz auf 50, bis 2021 auf 70 Prozent ausgebaut werden. Einen zweiten landesweiten Multiplex will der Schweden-Ableger der deutschen Bauer-Gruppe auf Grundlage einer Lizenz ihrer Tochter SBS ab 2020 starten. Dort wollen NRJ und Norrköpings Radio mit ihren Stationen einsteigen.
So ganz zu den Akten gelegt war DAB+ also nicht, obwohl von dem ursprünglich ab 2021 geplanten UKW-Ausstieg nicht mehr die Rede ist. Die beiden großen Privatradiogruppen hatten schon 2014 die erwähnten Lizenzen für landesweite Multiplexe bekommen, jedoch 2016 um eine Verschiebung ihres Einstiegs gebeten.
Neben dem öffentlich-rechtlichen SR (z.Zt. für Stockholm und Uppsala/Göteborg/Malmö) betreibt Teracom drei und Bauer Media einen regionalen Test-Multiplex mit privaten und SR-Programmen.
Quellen: Presseinfo von MPRT vom 11.10., Meldungen von radionytt.se vom 11.10., satnews vom 12.10.
Hintergrund: DAB+ in Schweden (ukwtv.de). (Dank an J.H. für Übersetzungen aus dem Schwedischen).
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14.10.2018 • Vor 130 Jahren: Der Tag, an dem die Bilder laufen lernten
Louis Le Prince (1842-1890) hatte 1887 bewegt wirkende Bilder geschaffen, indem er 16 Objektive für aufeinander folgende Aufnahmen (allerdings mit leicht versetzem Blickwinkel) erzeugte. Statt dieses komplizierten Aufbaus patentierte er im Oktober
1888 eine neue Kamera mit nur einer Optik und für Rollfilm auf 35mm Papierträger von Eastman. Damit filmte er am 14. Oktober 1888 eine gerade mal 2 Sekunden kurze Einstellung. Diese Roundhay Garden Scene ging als erster mit einer Filmkamera hergestellter Film in die Mediengeschichte ein. Le Prince verschwand 1890 spurlos und konnte seine Erfindung nicht weiter entwickeln und vermarkten.
Die entscheidenden Schritte in Richtung auf das Kino folgten mit der Entwicklung von Projektoren in Frankreich und Deutschland. Im März 1895 zeigten die Brüder Lumiere erstmals den Film Arbeiter verlassen
2 Sekunden Filmgeschichte: Die Roundhay Garden Scene.
Quelle: Wikimedia.
die Lumière-Werke. Im Dezember 1895 präsentierten sie in Paris öffentlich ein zehnteiliges Kurzfilmprogramm mit Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat. Ihr Cinématographe vereinte Kamera, Kopierstation und Projektor in einem Gehäuse. In Berlin hatten die Brüder Skladanowsky ihr Bioscop ausgetüftelt, mit dem sie am 1. November 1895 eigene Filme (u.a. Das boxende Känguruh) im Berliner Wintergarten vorführten.
Stehende Bilder in Bewegung zu bringen war das Ziele einiger Foto-Pioniere gewesen. Das versuchte Étienne-Jules Marey (1830-1904) 1883 mit einem fotografischen Gewehr. Es zeichnete Fotoserien mittels lichtempfindlicher Elemente auf, die ringförmig auf einer schnell rotierenden Trommel angeordnet waren. Wurden die Positive in der richtigen Geschwindigkeit wiedergegeben, ergab sich der Eindruck eines, wenn auch ruckelnden, kurzen Bewegungsablaufes.
Dieses Prinzip nutzte übrigens Paul Nipkow (1860-1940) für sein Patent von 1884. Statt Fotos zeichnete er Leuchtpunkte auf einer rotierenden Scheibe auf, die in Stromimpulse umgesetzt wurden. Jahrzehnte später wurde die Nipkowsche Scheibe zur Grundlage der Bildabtastung der Fernsehpionierzeit.
Bei der Gelegenheit sollte man vielleicht daran erinnern, dass es sich bei Bewegtbildern jeglicher früherer und heutiger Produktionsweise und Verbreitungsplattform, ob analog oder digital, um Abfolgen von Einzelbildern handelt. Das Kino zeigt in der Regel 24, das Fernsehen 25, solcher Einzelbilder pro Sekunde. Der Eindruck einer kontinuierlichen Bewegung wird - wie beim Daumenkino - erst im Gehirn des Betrachters erzeugt.
Quellen: Wikipedia über Le Prince und die Roundhay Garden Scene | Hintergrund: Chronik (dehnmedia).
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12.10.2018 • Digitalradio: FFH-Stationen jetzt als „Visual Radios“
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Hessen Die hessische FFH-Radiogruppe präsentiert ihre DAB+-Stationen Hit Radio FFH, Planet Radio, Radio Harmony, FFH Rock, und Planet Black Beat jetzt als „Visual Radio“ mit umfangreichen Slideshows. Das laufende Programm wird u.a. mit Bildern von Musikern aus dem eigenen Archiv illustriert. Verkehrsmeldungen werden u.a. mit Stauampel visuell unterstützt. Auch zum Wetter gibt es grafische Elemente. Das soll vor allem hilfreich für Autofahrer sein.
Quelle: Presseinfo von Radio/Tele FFH vom 12.10. | Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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12.10.2018 • Niederlande: Mehr als eine Mio. DAB+-Radios verkauft
In den Niederlanden wurde eine Schallmauer durchbrochen: 1,08 Mio. DAB+-Radios wurden dort bisher verkauft. Für die 17 Mio. Einwohner sind mehr als 60 Radiostationen per DAB+ aktiv.
Nach Angaben von digitalradio.nl sind die Niederlande mit einem Anstieg um 19 Prozent (laut GfK, Januar bis August 2018) europaweit die führende Nation beim DAB+-Verkauf. 38 Prozent der im 1. Halbjahr 2018 verkauften Neuwagen wurden mit DAB+-Radios ausgeliefert.
Quelle: Meldung von totaaltv.nl vom 10.10. | Hintergrund: digitalradio.nl.
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12.10.2018 • Digitalradio: Neue Software für Nachrüst-Autoradios
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Nach dem Fraunhofer IIS-Institut stellt auch die Chipschmiede Frontier Silicon eine neue Systemsoftware für DAB+-Radios zum nachträglichen KfZ-Einbau vor. Mit dieser 3. Softwaregeneration will Frontier Silicon u.a. zur 2021 beginnenden UKW-Abschaltung in der Schweiz beitragen.
Eckpunkte sind Verbesserungen der Dienste-Verfolgung bei geringer Empfangsleistung, eine Anpassung von Announcements an den aktuellen DAB-Standard und Optimierung für Slideshows. Die Software ist auf den aktuellen Kino 4-Chip für Empfang und DAB+-Signalverarbeitung zugeschnitten. Erste Produkte werden für Mitte 2019 in Aussicht gestellt.
Quelle: Presseinfo von Frontier Silicon vom 8.10.
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12.10.2018 • DVB-T2 HD: Nächster Umstiegs-Schritt am 24. Oktober
Am 24. Oktober wird der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD in Baden-Württemberg und Bayern fortgesetzt. Außerdem sind einige Kanalwechsel vorgesehen.
Baden-Württemberg In Baden-Württemberg kommt DVB-T2 HD einschließlich des kostenpflichtigen Pakets FreenetTV mit privaten HD-Programmen auch von den Sendestandorten Heilbronn und Ulm. Zusätzlich werden von den Sendeanlagen Aalen, Donaueschingen, Ravensburg und Waldenburg die drei Multiplexe der ARD-Anstalten und des ZDF abgestrahlt. An den Sendetürmen Stuttgart und Reutlingen wechseln zugleich das ZDF vom Kanal 56 zum K 23 und ein Freenet-Mux vom K 42 auf den K 26. Die Sendeanlagen in Bad Mergentheim, Geislingen und Raichberg werden nicht mehr für das Fernsehen genutzt. Der Umstieg im Bundesland ist damit abgeschlossen. Am 28. November folgen aber noch einige Kanalwechsel.
Bayern Garmisch-Partenkirchen, Grünten und Hohenpeissenberg sind neue Sendestandorte für ARD und ZDF in Bayern. Die ARD sendet ihre Pogramme außerdem vom österreichischen Standort Pfänder. An den Sendeanlagen Augsburg, Gelbelsee und Pfaffenhofen wird der Multiplex des BR vom Kanal 36 auf den K 22 umgeschaltet.
Bayern Wann TV Westsachsen tatsächlich den für die KW 41 angekündigten Kanalwechsel von Kanal 51 auf K 23 an den Sendestandorten Auerbach und Plauen vollzieht, ist offen. Eine Anfrage beim Netzbetreiber Mugler AG blieb unbeantwortet.
Wie immer werden die DVB-T Sendeanlagen in den genannten Gebieten abgeschaltet. Der terrestrische TV-Empfang ist dann nur mit DVB-T2 HD-Empfängern möglich.
Der 24. Oktober ist der zweite von vier Terminen der Umstiegs-„Phase 3a“ bis Jahresende. Die letzte Umstiegs-„Phase 3b“ ist auf drei Termine in 2019 verteilt.
Quelle: Aufschaltungen und Kanalwechsel bei DVB-T2 HD | Hintergrund: Migration, FreenetTV.
DVB-T2 HD in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen.
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11.10.2018 • Russland: Sowohl DRM+ als auch DAB+?
Russland Vor vier Wochen drohte Russland, sich mit dem Entscheid zugunsten des digitalen Hörfunks mit DRM+ in ein internationales Standard-Abseits zu manövrieren. Jetzt ist das zuständige Ministerium umgeschwenkt und bemüht sich laut einer Meldung sowohl um UKW-Frequnzen für DRM+ als auch um VHF-Kanäle für DAB+. „Die Programmanbieter sollen selbst entscheiden, welchen Standard sie nutzen wollen, je nach der Verwendungsmöglichkeit in einer bestimmten Region“, wird eine Verlautbarung zitiert.
Russland ist damit das erste Land, das zweigleisig fährt. Dort würden dann spezielle Radios benötigt, die im Gegensatz zu Produkten für Europa, Australien und andere Länder, einen Dreifachtuner für die beiden digitalen Systeme und UKW benötigen. DAB+ könnte eher in Großstädten, DRM+ eher in ländlichen Bereichen zum Einsatz kommen, wird spekuliert.
Quelle: Meldung von satnews vom 10.10. | Hintergrund: UKW-Alternativen, DRM+-Deutschland.
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11.10.2018 • Kabel: Noch 1 Mio. Haushalte sind zu digitalisieren
Kabelanschluß Der Umstieg der analogen Kabelhaushalte auf digitale Technik ist aus Sicht der großen Kabelnetzer PŸUR, Telekom und Vodafone bislang „planmäßig und ohne größere technische Schwierigkeiten“ verlaufen.
Das für gemeinsame PR-Massnahmen der Kabelnetzer zuständige Projektbüro Digitales Kabel orientiert die noch etwa 1 Mio. betroffenen Haushalte auf Informationen ihrer Netzbetreiber (einschl. Laufbänder), der Hausverwaltungen und Verbraucherzentralen. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung bei den meisten Netzanbietern auch den Radioempfang betrifft. Die Koalitionsparteien in Sachsen planen für kleine Netzanbieter eine Radio-Ausnahme von der gesetzlich vorgegebenen Volldigitalisierung bis Ende 2018.
Im Frühjahr 2019 sollen die letzten analog empfangenden Kabelhaushalte von der digitalen Technik überzeugt sein. Dann ist der Fernsehempfang in Deutschland auf allen Empfangswegen nur noch digital.
Quelle: Presseinfo des Projektbüros vom 10.10.
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10.10.2018 • TV-Statistik: Lineares TV trägt 81 Prozent der AV-Konsums
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Immer mehr Deutsche nutzen das Internet immer länger. Laut der aktuellen Ausgabe der Onlinestudie von ARD und ZDF sind inzwischen 63,3 Mio. Deutsche über 14 Jahren (90,3 Prozent) online. Von ihnen nutzen 39 Prozent das Web täglich für den Medienkonsum. Die im Internet verbrachte Zeit stieg seit dem Vorjahr um 47 Minuten auf durchschnittlich 3 Stunden und 16 Minuten.
Von der täglichen 202 Minuten Bewegtbild-Nutzung entfallen immerhin noch 163 Minuten auf Live-Sendungen über alle Verbreitungsplattformen. Die restlichen 39 Minuten entfallen auf Video-Abrufe. Dieses durchschnittliche 81:19-Verhältnis verschiebt sich bei den jüngeren Zielgruppen dramatisch. Die 14- bis 29-jährigen mit 46:54 schauen schon mehr auf Abruf als linear. Bei den 30- bis 49jährigen liegt das Verhältnis bei 75:25. Die hohe Nutzung von Abrufdiensten durch junge Menschen wundert wenig. Denn die unter 30-jährigen nutzen das Internet bereits sechs Stunden täglich.
Quellen: Presseinfo von ARD/ZDF vom 10.10.
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9.10.2018 • AGF: Analog-TV empfangen nur noch 480.000 Haushalte
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Nur noch 480.000 Kabelhaushalte müssen auf den digitalen Rundfunk-Empfang eingeschworen werden, um das analoge TV-Zeitalter endgültig zur Technikgeschichte zu machen. Nach Angaben der AG Fernsehforschung (AGF) haben im September rund 90.000 Haushalte diesen Schritt getan. Die Zahl der Digitalhaushalte wird nun mit 38,32 von 38,8 Mio. TV-Haushalten angegeben. Das entspricht 98,8 (Vormonat: 98,5) Prozent. Die Umschaltung betrifft bei den meisten Netzanbietern (außer Wilhelm.Tel) nicht nur das Fernsehen, sondern auch den analogen Radioempfang über Kabel-UKW.
Aufgrund gesetzlicher Vorgaben muss der Umstieg in Sachsen und Bayern bis Jahresende beendet sein. In den anderen Bundesländer wird das im Laufe des Jahres 2019 erledigt.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.10., AGF-Übersicht seit 2001 | Hintergrund: Abschalttermine (extern).
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9.10.2018 • Frankreich: NRJ-Gruppe gibt Zurückhaltung bei DAB+ auf
Digitalradio-Schriftzug International ab 2107 Die NRJ-Gruppe hat in Frankreich eine Beteiligung an DAB+ bisher abgelehnt. Jetzt bringt sie erstmalig im Heimatland Programme in die Digitalspur.
Mit den regionalen NRJ-Programmen für Bordeaux bzw. Toulouse sowie weiteren Spartenwellen beteiligt man sich an Ausschreibungen von Multiplexen für beide Regionen. Die Medienbehörde CSA veröffentlichte jetzt eine Liste mit 93 Bewerbern für beide Regionen.
Seit Mitte September senden DAB+-Programme im nordwestlichen Großraum Lille. Lyon und Strasbourg zählen zu den Sendegebieten, in denen DAB+-Programme in 2018 aufgeschaltet werden sollen. Bordeaux und Toulouse könnten, wie 13 weitere Regionen, 2019 auf Sendung gehen.
Quelle: CSA-Liste der Bewerber vom 5.10. | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
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9.10.2018 • Digitalradio: Scharfe Kritik am Regionalkonzept für NRW
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Erneut hat Mehr!Radio scharfe Kritik an der NRW-Medienanstalt LfM geübt. Der Fragebogen zur Bedarfsabfrage erfasse das vom Mehr!Radio für Düsseldorf geäußerte Interesse an einem Ballungsraum-Multiplex nicht - im Gegensatz zu anderen Verbreitungskonzepten. Dabei berühre das Düsseldorf-Konzept landesweite Planungen nicht, so Geschäftsführer Stefan Kleinrahm in einem Interview. Gleichwohl will das Radio-StartUp sein „Interesse an Ballungsraum-Multiplexen unmissverständlich deutlich machen“. Massgebliche Entscheidungen für ein Verbreitungsgebiet könnten ohnehin erst mit einer späteren Ausschreibung getroffen werden.
Mehr!Radio will die kulturelle Identität des Großraums Düsseldorf über kleine Spartensender abbilden. Für dieses Konzept habe es bereits „im Vorfeld großes Interesse“ gegeben. Für die Partnersender und eigene Programme wolle man einen kostengünstigen Sendebetrieb gewährleisten.
Auch der Kölner Zielgruppensender Lulu.FM „hatte sich bereits vor weit über einem Jahr mit einer schriftlichen Interessenbekundung, auch für den Betrieb eines eigenen Multiplexes für Köln, an die LfM gewandt, ist jedoch abgewiesen worden.“
Quelle: Interview von radioszene.de vom 7.10. | Hintergrund: DAB+ und Lokalradio in NRW.
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8.10.2018 • Europa: DAB+ bringt mehr Vielfalt, bessere Abdeckung
Digitalradio-Schriftzug International ab 2107 DAB+ zieht in Europa immer weitere Sendekreise. Das bringt, so der Verein Digitalradio Deutschland, eine vielfältigere Programmauswahl mit besserer Qualität. Nachdem Norwegen Ende 2017 das landesweite UKW-Netz abgeschaltet hat, bereiten weitere Länder diesen Schritt vor. Interessant: In den meisten genannten Ländern wird das 2017 erstmals in Deutschland vorgestellte Logo (rechts) als Markenzeichen in der Werbung für DAB+ verwendet. Hier Infos zu ausgewählten Ländern:
In England hören bereits mehr als die Hälfte Radio digital. DAB+-Radio besitzen 57 Prozent der Haushalte, die Netzabdeckung liegt bei 97 Prozent.Die Regierung plant Beratungen über einen UKW-Ausstieg. Small Scale Netze werden vorbereitet; sie könnten bis zu 400 Lokalradios ins digitale Sendezeitalter bringen.
Im flandrischen Teil Belgiens ist DAB+ im Regelbetrieb. Das wird jetzt - u.a. mit Tests in Brüssel und Lüttich - für Wallonien vorbereitet. In vier überregionalen Multiplexen sollen 23 Stationen senden, davon drei in deutscher Sprache. Weitere 216 Programme könnten in zwölf lokalen Multiplexen untergebracht werden.
Im Nachbarland Schweiz läuft schon seit 2017 eine Kampage „Radio zieht um“ zur Vorbereitung der schrittweisen UKW-Abschaltung ab 2021. 3,6 Mio. Radios wurden verkauft, 63 Prozent des Radiokonsum geht über digitale Verbreitungswege. Zu den bisher 136 Radiosendern sollen 16 weitere in einem neuen Mux für die Deutschschweiz kommen.
In Frankreich sollen auf Paris, Marseille, Nizza und Lille vor Jahresende Lyon und Straßburg und in 2019 und 2020 je 15 weitere Regionen folgen. Zwei nationale Multiplexe für die Ballungsräume und Autobahnen sind ausgeschrieben.
75 Prozent der Bevölkerung Italiens können bis zu drei nationale und acht lokale Multiplexe mit zusammen 143 Stationen per DAB+ empfangen. Darunter sind 27 nur digital sendende Programme. Die Versorgung in Südtirol mit einem umfangreichen zusätzlichen regionalen Programmangebot erreicht bereits 100 Prozent.
Bis Mitte 2019 will das öffentlich-rechtliche Ceský rozhlas (CR) sein Netz auf 75 Prozent der Bevölkerung Tschechiens ausbauen.
Österreich Nach dem im April gestarteten Wiener Stadt-Multiplex soll ein nationaler Multiplexes für Österreich ab dem Frühjahr 2019 senden. Ausgehend von den Landeshauptstädten soll das Sendenetz binnen drei Jahren 58 Prozent der Bevölkerung versorgen.
Quelle: Presseinfo des Digitalradio Büro Deutschland vom 8.10. | Hintergrund: DAB+ in Südtirol, in Österreich (national und Wien).
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8.10.2018 • Digitalradio: DAB+ mit Alexa im Bottich lauschen? (Glosse)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Screenshot „Das erste digitale Funkgerät mit integrierten Amazon Alexa Spracherkennung“ (Produkttext auf der Homepage des Anbieters) mag das Newton-Radio der britischen Firma Majority ja sein. Was DAB+-Radios betrifft sind hierzulande bereits mehrere Produkte anderer Hersteller bekannt.
Der britische Hersteller Majority zeigt aber vor allem, wie billig man die Einstiegsschwelle auf den deutschen Markt für DAB+-Produkte ansetzt und was Verbraucherinformationen (nicht) wert sind. So verzichtete man auf die Investition in sachgerechte Übersetzungen der Produktinformationen auf der Homepage. Die offenbar automatisierte Sprachübertragung „dolmetscht“ sogar den Firmennamen (korrekt, aber sinnlos) und zieht die Texte ins Unverständliche bis Lächerliche. Ein Beispiel des „mehrheitlichen“ Sprachtransfers zeigt der klickbare Screenshot; zu betrachten ganz ohne „Bottich“.
Quelle: Homepage von Majority | Hintergrund: DAB+-Radios mit Sprachsteuerung.
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6.10.2018 • Digitalradio: Nürnberger Gong-Piraten werden handzahm
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Nürnberger Musiksender Pirate Gong (Formate Nonstop Indie, Grunge, Alternative) wird stromlinienförmig umformatiert und umbenannt. Ab dem 10. Oktober sendet Mein Lieblingsradio deutsche und internationale Hits aus diesem Jahrtausendauf dem Programmplatz im Nürnberger DAB+-Mux (Kanal 10C). Pirate Gong ist dann nur noch als Webradio und per App zu hören. Die Änderung von Namen und Format war im Juni vom Hörfunkausschuß des BLM-Medienrates genehmigt worden.
Veranstalter ist die Funkhaus Nürnberg Studiobetriebs-GmbH. Das Unternehmen produziert neben dem neuen Sender auch Radio Charivari, Hit Radio N1, Radio Gong und Radio F, die allesamt in Nürnberg per DAB+ verbreitet werden.
Quelle: Meldung von radioszene.de vom 5.10. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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5.10.2018 • Unternehmen: Media Broadcast schwer angeschlagen
Media Broadcast Media Broadcast, Sendenetzbetreiber für die meisten DAB+- und DVB-T2 Multiplexe und Anbieter von FreenetTV und mehreren DAB+-Plattformen, ist in erheblichen wirtschaftlichen Nöten. Die Firmenleitung hatte daher die Gewerkschaft Verdi schon im September um die Aufnahme von Verhandlungen über eine Viertage-Woche und Lohnreduzierungen gebeten. Die zuständige IT-Tarifkommission von Verdi hat Gesprächen am 27. September zugestimmt.
Die Darstellung der Geschäftsleitung fasst Verdi so zusammen: „Es besteht keine realistische Hoffnung, die dauerhaft sinkende Umsatz- und Erlösperspektive durch Neugeschäft in einer entsprechenden Größenordnung auch nur mittelfristig zu kompensieren.“ Ein durch Abfindungen, Altersteilzeit usw. flankierter sozialverträglicher Personalabbau sei unmöglich. „Durch die dauerhafte Einführung einer 4-Tage Woche, bei einer Kürzung der Wochenarbeitszeit um 20% ohne Lohnausgleich für das gesamte Unternehmen, sieht die Arbeitgeberseite eine Möglichkeit, das Unternehmen für die Zukunft stabil auszurichten und auf einen massiven Personalabbau inklusive betriebsbedingter Kündigungen zu verzichten.“
Verdi sieht „zum einen die technischen Entwicklungen des Marktsegmentes und die fehlenden Kompensationsmöglichkeiten, zum anderen aber auch Fehlentscheidungen bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens des Managements und der Shareholder“ als Auslöser der heutigen Situation bei Media Broadcast. Den Mitarbeitern dürften die Folgen der Misere nicht durch Lohnverzicht, Nachteile bei der Altersversorgung usw. angelastet werden. Daher seien Alternativen zu den Plänen der Firmenleitung zu prüfen, heißt es bei Verdi.
Das Unternehmen hat bislang öffentlich nicht Stellung genommen. Die Freenet AG hatte gestern bekanntgegeben, dass ihr Finanzchef das Unternehmen zum Jahresende und „auf eigenen Wunsch“ verlassen wird. Noch im August wurden den Aktionären der Muttergesellschaft „stabile Kennzahlen in allen Segmenten“ berichtet.
Kommentar : Media Broadcast ging 1994 aus dem Rundfunkbereich der Bundespost hervor. Bis 2008 gehörte die Firma zur Telekom, danach zur französischen TDF-Gruppe. Diese verkaufte es vor 2 1/2 Jahren an die Freenet AG. Freenet verkaufte in diesem Jahr das komplette UKW-Geschäft; die neuen Besitzer von Sendetechnik drohten mit einer Abschaltung von UKW-Programmen, würden ihre Preisforderungen nicht erfüllt. Weil Telekom die Funktürme zu Geld machen will, kamen in der Fachwelt neue Sorgen auf. Sollte Media Broadcast zerschlagen werden, könnte eine noch viel schlimmere Situation eintreten, weil fast die gesamte Fernseh- und DAB+-Verbreitung in Deutschland der Willkür von Erwerbern unterworfen würde. Nach den Erfahrungen mit den Drohungen der UKW-Antennenerwerber waren rechtliche Massnahmen gefordert worden. Gesetzesinitiativen zum Schutz des Rundfunks, der wesentlich zur Information und Meinungsbildung der Bevölkerung beiträgt, wurden bisher nicht bekannt.
Quelle: Tarifinfo von Verdi vom 1.10., Presseinfos der Freenet AG vom 4.10. und 8.8. | Hintergrund: Antennenstreit.
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4.10.2018 • Digitalradio: BLM lässt zwei Programme landesweit zu
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Zielgruppenprogramm Radio Teddy aus Potsdam und Radio Arabella Plus haben sich erfolgreich um landesweite Zulassungen für DAB+ beworben. Radio Teddy könnte ab sofort Kultradio ersetzen. Der neue Arabella-Ableger bekam vom Medienrat der BLM zunächst die Zuweisung für die vier Stadtnetze und die neuen, noch nicht aktiven, Regionalnetze Allgäu und Voralpenland. Der Medienrat verlängert außerdem die Zuweisungen für das landesweite Programm von Radio Galaxy für die Sendeinseln München und Augsburg.
Die BLM stellte zugleich einen neuen Infoflyer zu DAB+ im Freistaat vor. Dem Ziel „bis Mitte 2019 alle bayerischen UKW-Radios in DAB+ anbieten zu können“, komme man näher, so BLM-Präsident Siegfried Schneider.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 4.10. | Hintergrund: DAB+ in Bayern, download BLM-Flyer.
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4.10.2018 • Digitalradio: Bayerisches Kultradio vor dem Aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Von Rückschlägen bleibt auch das DAB+-Musterland Bayern nicht verschont. Kultradio zeichne sich gerade durch „unsere einzigartige Musikmischung und die Menschen hinter dem Kulturadio-Mikrofon“ aus, wirbt die Musikwelle auf ihrer Homepage. Ab morgen 12 Uhr gibt es die moderierten Sendungen nicht mehr; bis Monatsende soll es Musik nonstop geben. Das wurde OnAir mitgeteilt.
Die Geschäftsführung war heute nicht zu sprechen. Dennoch wurden finanzielle Probleme des Bayreuther Unternehmens bestätigt; Mitarbeiter sehen sich vor der Arbeitslosigkeit.
Kultradio sendet seit Januar 2015 und ist bislang über die BR-Regionalstruktur bayernweit in DAB+ präsent. Erst im August wurde das Programm, das sich an 30- bis 59jährige Hörer richtet, für das Freiberger Small Scale-Projekt zugelassen.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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4.10.2018 • Digitalradio: LfM veröffentlicht Regionalkonzept
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im Zusammenhang mit dem am 1. Oktober gestarteten Call for Interest für DAB+ in NRW orientiert die Medienanstalt LfM auf eine bei Bedarf teilbare landesweite Abdeckung.
Vorgesehen sind die neun Regionen Aachen, Köln-Bonn, Wuppertal, Südwestfalen, Ostwestfalen, Münster, Essen, Dortmund und Düsseldorf. Ein landesweiter Mux mit bis zu 15 Programmen sei ebenso denkbar, wie Kombinationen mehrerer Regionen. „Ob darüber hinaus weitere lokale/regionale Übertragungskapazitäten für einzelne Städte und Ballungsräume verfügbar gemacht werden können, wird insbesondere von den konkreten Anforderungen an die Regionalisierung abhängen und kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden“, heißt es in den Infos zum Call.
Radioveranstalter können bis zum 29. Oktober einen Fragebogen beantworten. Auf Grundlage der Ergebnisse will die LfM die weiteren
Den Raum Köln-Bonn könnte ein regionaler DAB+-Mux versorgen. Zum Download eines pdf mit allen Regionen die LfM-Grafik klicken.
Foto: Archiv dehnmedia
Massnahmen einleitend, um die Voraussetzungen für eine Ausschreibung zu schaffen.
Quelle: Erläuterungen der LfM zur Bedarfsabfrage | Hintergrund: DAB+ und Lokalradio in NRW.
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4.10.2018 • England: Privatradio-Mux baut Versorgung aus
DAB-Logo Schriftzug Sound Digital, der Anbieter des zweiten nationalen Digitalradio-Muxes in England, will in den nächsten Wochen 19 neue Sendeanlagen in Betrieb nehmen. Dadurch wird die Reichweite von 77 Prozent um bis zu 1,6 Mio. Haushalte auf 83 Prozent ausgebaut.
Am Netzbetreiber Sound Digital, der seit März 2016 sendet, sind der Sendetechnikspezialist Arqiva und als Radioveranstalter die deutsche Bauer Media Gruppe und Wireless beteiligt. Von den zur Zeit 19 privaten Programmen des Muxes werden sechs in DAB+, die anderen im alten DAB ausgestrahlt. Einen weiteren nationalen DAB-Mux verantwortet die BBC.
Quelle: Presseinfo von Sound Digital vom 25.9.
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2.10.2018 • Digitalradio: Finanznöte der LfK wirken auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Ein sinkender Etat reduziert die Fördermöglichkeiten der baden-württembergischen Medienanstalt LfK auch für DAB+. „Trotz positiver Wachstumsraten bei DAB+ reicht das bisherige finanzielle Engagement der LfK nicht aus, um das Digitalradio flächendeckend als Alternative zu UKW zu etablieren“, hieß es heute vor dem LfK-Medienrat. Man wolle aber ggfs. „Steuerungsimpulse“ setzen.
Die LfK sieht sich zwar vor wachsenden Aufgaben, aber auch vor sinkenden Haushaltsmitteln. Ursache sind rückläufige Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag, von dem die Medienanstalten zwei Prozent erhalten. Das bedeute weniger Mittel „für die Förderung etwa von Medienkompetenzprojekten oder für den regionalen und lokalen privaten Rundfunk“, erklärte LfK-Präsident Wolfgang Kreißig vor dem Gremium.
Quelle: Presseinfo der LfK vom 2.10. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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2.10.2018 • Digitalradio: Ausschreibung für das Saarland 2019 geplant
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Landesmedienanstalt des Saarlandes LMS plant im 1. Quartal 2019 eine Ausschreibung für einen landesweiten Privatradio-Multiplex. Das könne geschehen, sobald die Bundesnetzagentur die ihr vorliegende Bedarfsanmeldung bearbeitet und dem Saarland die Frequenzen zugeteilt hat.
Ein Interessenbekundungsverfahren erreichte 2017 eine hohe Beteiligung. Seither führte die LMS Gespräche mit Veranstaltern, Plattformbetreibern und „Regulierungsbehörden in der Großregion geführt“. In der Region Saar-Lor-Lux soll ein gemeinsamer Kommunikationsraum geschaffen werden, so die LMS Ende 2017.
Dabei sei, erklärt der stellvertretende LMS-Direktor Jörg Ukrow heute, „ein hinreichend ernsthaftes Interesse“ für für regionale, landesweite, bundesweite als auch für länderübergreifende private Hörfunkangebote mit DAB+ deutlich geworden. Weil ein Multiplex nicht ausreiche, wurde eine zweite Bedarfsanmeldung schon angekündigt. Darüberhinaus sei ein dritter Mux in Planung, der gegebenenfalls gemeinsam mit Rheinland-Pfalz für „regionale und interregionale Versorgungsituationen“ nutzbar sein soll.
Quelle: Presseinfo der LMS vom 2.10. | Hintergrund: DAB+ im Saarland.
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2.10.2018 • Digitalradio: Lulu FM will auch in der Heimatstadt senden
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Seit zwei Jahren ist Lulu FM auf Sendung. Das schwullesbische Radio kann inzwischen in Berlin, Brandenburg, Hamburg, im Rhein-Main und Rhein-Neckar-Gebiet sowie in Leipzig über DAB+ empfangen werden. Die Kölner Radiomacher wollen sich an der gestern von der Medienanstalt LfM gestarteten Bedarfsabfrage beteiligen. Schon vor über einem Jahr hatten sie bei der LfM ihr Interesse erklärt, einen Ballungsraum-Multiplex für Köln zu betreiben, war jedoch abgewiesen worden, kritisiert Geschäftsführer Frank Weiler. Weiler sieht offenbar Perspektiven, dass Lulu FM in der Heimatstadt zu hören sein wird: „Die LfM scheint es jetzt ernst zu meinen mit DAB+ in NRW und wir nehmen die LfM jetzt ernst. Wir wollen in NRW auf DAB+.“
In NRW war Mehr!Radio mit einem Radioprogramm und einem Ballungsraumkonzept für Düsseldorf zwar zugelassen worden, bekam aber keine Sendefrequenz zugewiesen. Weil man bislang nicht tätig werden kann, kritisierte der Veranstalter die LfM, den Start von DAB+ in NRW zu verzögern.
Quelle: Presseinfo von Lulu FM vom 1.10. | Hintergrund: DAB+ und Lokalradio in NRW.
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2.10.2018 • Digitalradio: Neuer Kanal, mehr Leistung von Waldburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR hat heute seinen DAB+-Multiplex am Standort Waldburg vom Kanal 8D in den Kanal 8A verlagert. Ein Suchlauf ist notwenig. Zugleich wurde die Sendeleistung von 1 kW auf 5 kw erhöht.
Bis Jahresende will der SWR mit Bad Urach, Baiersbronn, Schramberg und Sigmaringen weitere Sendestandorte in Baden-Württemberg in Betrieb nehmen. 2019 liegt der Schwerpunkt beim DAB+-Ausbau des SWR in Rheinland-Pfalz. Genannt wurden die Standorte Diez an der Lahn, Bitburg, Alf Bullay (bei Cochem), Zweibrücken und Oberes Ahrtal. Auf dem Haardtkopf wird die Sendeleistung erhöht.
Quelle: Info des SWR vom 2.10. | Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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2.10.2018 • Digitalradio: Oldiesender für Niederbayern vor dem Start
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Laut einer Meldung hat das neue Programm Oldie Radio Niederbayern im Niederbayern-Multiplex (Kanal 7D) den Testbetrieb begonnen. Der offizielle Start scheint also bevor zu stehen. Das SpinOff von Unser Radio Deggendorf war im Mai von der Medienanstalt BLM zugelassen worden.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 2.10. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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1.10.2018 • DVB-T2 HD: FreenetTV senkt den Einstiegspreis
FreenetTV reduziert den Einstiegspreis: Ab sofort wird ein neues CI+-Modul für 89 € angeboten, das vorab bereits für 12 Monate freigeschaltet ist. Gegenüber der bisherigen Kombi aus CI+-Modul und nachträglicher Freischaltung spare man 39 €. Das Modul ermögliche zugleich den Zugang zur HbbTV-Plattform FreenetTV Connect mit Mediatheken und weiteren Programmen (sofern Empfänger geeignet und ans Internet angeschlossen). Der Anbieter des HDTV-Pakets mit privaten Programmen via DVB-T2 HD und Satellit hatte den Preis seines alten CI+-Moduls (inkl. 3 Freimonate) bereits zum 1. September von 79,99 € auf 59,99 € reduziert.
Gut 15 Monate nach dem Start weise FreenetTV „ein rasantes Kundenwachstum“ auf. Jetzt biete man den „Kunden ein Rundum-Sorglos-Paket mit allen umfangreichen Features zu einem extrem günstigen Preis“, so Jörg Brühl, Marketing-Chef von FreenetTV.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 1.10. | Hintergrund: FreenetTV, FreenetTV Connect.
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1.10.2018 • Digitalradio: Demnächst weitere Sender für Berlin?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Ab Anfang Oktober“ sollen auch RS2, Berliner Rundfunk und Kiss FM im Berliner DAB+-Mux (Kanal 7B) empfangbar sein. Davon gehe man fest aus, teilt die Pressesprecherin des Betreiberunternehmens Medienzentrum Berlin auf Anfrage von dehnmedia mit.
Die Berliner Programmfamilie wurde Ende August von der MABB zugelassen. Während die meisten neuen Privatsender für Berlin und Brandenburg sofort on Air gingen, lässt man sich dort Zeit damit.
Auch Top100Station und Radio Germany One (beide für Berlin) sowie Power Radio (Berlin/Brandenburg, K12D) wurden noch nicht aufgeschaltet.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ in Berlin.



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