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Nachrichten-Archiv Dezember 2014

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31.12.2014 • DVB-T: Tschüß, Viseo+!
Überallfernseh-Logo Viseo+ Logo Das dürfte nur wenige aufregen: Heute wird das Bezahlangebot Viseo+ abgeschaltet. Das war der Ende 2009 begonnene Versuch der RTL-Gruppe, in den DVB-T Regionen Stuttgart und Halle/Leipzig via Antenne ein Bezahlangebot (mit dem technischen Sonderweg der MPEG-4 Kompression) zu etablieren. Besondere Mühe bei der Vermarktung gab man sich dabei nicht. Wie es scheint waren nur 2.000 Stück zweier Settopboxen-Modelle bestellt worden. Die verkauften sich wohl eher schlecht, Angaben zur Abonenntenzahl gab es nie. Auch ist nicht erkennbar, dass Viseo+ in den drei Bundesländern positiv zur Entwicklung der DVB-T Nutzung beigetragen hätte. Das Projekt kann insofern als gescheitert gelten.
Mit Verspätung kommt RTL aber doch noch zu seinem Pay-Angebot, wenn auch unter gänzlich anderen Vorzeichen. Mit der Umstellung ab 2016 auf DVB-T2 werden die HDTV-Programme der Privaten grundverschlüsselt abgestrahlt. Dafür wird eine gemeinsame Vermarktungsplattform der Privaten etabliert, an der sich RTL sicherlich beteiligen wird. Die wenigen Viseo+-Boxen sind dafür nicht geeignet.
Hintergrund: DVB-T in Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt; Viseo+.
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30.12.2014 • Rundfunkbeitrag: „Grabgeläut für ARD und ZDF?“
Beitragsservice „Dem Ansinnen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu Grabe zu tragen, müssen die Ministerpräsidenten der Länder energisch entgegentreten.“ Mit diesen Worten übt Michael Konken, Vorsitzender des Deutschen Journalisten Verbandes DJV, scharfe Kritik an dem Gutachten zur Rundfunkfinanzierung aus dem Bundesfinanzministerium.
„Das Gutachten will ARD und ZDF zum Nischendasein verdammen, ohne auch nur eine Zeile über die Funktion des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Meinungsvielfalt gerade auch im Regionalen zu verschwenden.“ Es negiere die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes und berücksichtige „die verfassungsrechtlichen Grundlagen und auch europäische Aspekte der Rundfunkfinanzierung nur oberflächlich“. Der Vorschlag zur Finanzierung aus dem Staatshaushalt sei unvereinbar mit dem Gebot der Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Quelle: Presseinfo des DJV vom 29.12. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag allgemein und ab 2015.
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30.12.2014 • DVB-T2: Was sich im Jahr 2015 ändert (4)
DVB-T2 Logo (DVB Project) ZAK Die ZAK-Kommission der Medienanstalten will die Vermarktungs- und Technikplattform der privaten HDTV-Programme im März vergeben. Der ausgewählte Betreiber wird sich danach mit den Programmanbietern (ProSiebenSat1, RTL und Discovery Networks hatten sich interessiert gezeigt) vereinbaren, das Verschlüsselungsverfahren und die Abokosten festlegen. Die Internationalen Funkausstellung Anfang September wäre eine gute Gelegenheit für erste Informationen, was die Zuschauer zu erwarten haben.
Zur IFA ist auch mit Seriengeräten für Deutschland (weltweit erstmalig mit HEVC-Kompression) in größerem Umfang zu rechnen. Hersteller von Sendetechnik und Endgeräten haben vor dem Sendestart Ende Mai 2016 Gelegenheit, in drei Pilotprojekten die Praxistauglichkeit ihrer Produkte zu erproben.
Wie schon bei DVB-T stehen bundesweit prinzipiell sechs TV-Kanäle (wahrscheinlich mit maximal je sieben HDTV-Programmen) zur Verfügung, davon je drei für Private bzw. ARD/ZDF. Die Privaten wollen ihre Verbreitungsgebiete gegenüber DVB-T auf „Mittelzentren“ erweitern. Sie streben kurze Umstellungsfristen an. Die Bundesregierung dem Fernsehen Frequenzen wegnehmen will. Das Sendeband ab dem Kanal 49 soll in 2015 an den Mobilfunk versteigert und dort schon ab 2018 (also vor dem auf 2019 vorgezogenen Umstiegsende!) flächendeckend genutzt werden. Die Simulcast-Phase wird sich daher nicht unbedingt als verbraucherfreundlich erweisen; das könnte sich negativ auf die Nutzung des Empfangsweges auswirken.
Hintergrund: DVB-T2.
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29.12.2014 • Kabel: Was sich im Jahr 2015 ändert (3)
Kabelanschluß Wenig sichtbare Bewegung gab es bisher bei der Digitalisierung der Kabelnetze, jetzt scheint das zu ändern. „Nun wird auch die analoge Übertragung im Kabel schrittweise eingestellt“, kündigte Unitymedia, größter Kabelnetzbetreiber in NRW, Baden-Württemberg und Hessen, kürzlich an. Eingeleitet werde das mit der Abschaltung der analogen Nachrichtenprogramme CNN International, Euronews und BBC World News am 15. Januar. Die drei Newsprogramme sparen damit die teure Doppelverbreitung, der Netzbetreiber gewinnt Platz für weitere (möglicherweise kostenpflichtige) Digitalkanäle.
Anfang Dezember 2014 empfingen rund 82 Prozent der TV-Haushalte das Fernsehen digital. Während Antenne und Satellit längst nur noch digital senden, empfangen noch 6,7 Mio. Kabelhaushalte analog. Der Digitalisierungsgrad im Kabel liegt damit bei rund 62,5 Prozent. Die verbleibenden 37,5 Prozent Analoghaushalte sind laut den Netzbetreibern noch zu wenige, um die Analogabschaltung verstärkt voran zu treiben. Baden-Württemberg weist mit 69,9 Prozent den höchsten Digitalisierungsgrad im Kabel auf.
Anmerkung: Mit der schleppenden Digitalisierung dürften die Netzbetreiber Probleme bekommen, sobald ARD und ZDF via Satellit nur noch in HDTV senden. Das könnte ab 2019 der Fall sein. Die Bildauflösung dieser mit HDTV-Kennung gesendeten Programme müsste reduziert und das Signal analog eingespeist werden. Das wäre absolut kontraproduktiv. Einzig brauchbare Alternative wäre das Ende der analogen Kabelverbreitung. Wie es scheint hat zumindest Unitymedia dafür einen ersten kleinen Schritt getan.
Quelle: Meldung von digitalfernsehen vom 19.12. / Hintergrund: TV-Statistik.
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28.12.2014 • DVB-T: Was sich im Jahr 2015 ändert (2)
Überallfernseh-Logo Bayern In München/Südbayern startet zum 30. Dezember der Frauensender TLC der Discovery-Programmfamilie im Kanal 34 im Tausch mit dem auf Männer ausgerichteten „Bruder“programm DMAX.
Schleswig-Holstein ProSieben Maxx kann im 3. Privatmux für Schleswig-Holstein auf Sendung gehen. Die Zuweisung wurde für Regionen Kiel und Lübeck in Nachfolge von QVC erteilt.
Hessen Auf die Ausschreibung eines Programmplatzes im 3. Privat-Multiplex der Rhein/Main-Region entschied die Medienanstalt LPR ebenfalls zugunsten von ProSieben Maxx - hier in Nachfolge von AnixeTV.
Nordrhein-Westfalen Nach dem NRW-Start von RTL Nitro in den Kanälen 36 bzw. 52 (als Nachfolger von CNN) prüft die Medienanstalt LfM Parameteränderungen, um den unterlegenen Bewerber ProSieben Maxx doch noch On Air zu bringen.
Sachsen Für den Sendestart des Kinderprogramms RIC in den lokalen Sendernetzen Sachsens für Dresden und Chemnitz ist noch kein Termin bekannt.
Viseo+ Logo Das kostenpflichtige Paket Viseo+ mit sechs RTL-Programmen für Stuttgart und Halle/Leipzig stellt mit Lizenzende am 31. Dezember den Betrieb ein. Die technische Insellösung mit MPEG-4 gilt als Fehlschlag. Kundenzahlen wurden nie bekannt gegeben. Eine Auswirkung auf den Marktanteil von DVB-T war nicht erkennbar.
Hintergrund: DVB-T in Baden-Württemberg, Bayern, NRW, Schleswig-Holstein, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt; Viseo+.
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28.12.2014 • DVB-T2: Bilanz der internationalen Entwicklung
DVB-T2 Logo (DVB Project) DVB Karte 2014 (DVB Project) DVB-T2, für die Einführung in Deutschland ab 2016 vorgesehen, ist nach Angaben des DVB-Projektes inzwischen in 29 Ländern im Betrieb, 39 Staaten haben sich für ihre Terrestrik dafür entschieden. Die jüngste Entscheidung fiel vor Kurzem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo der analoge Switchoff am 17. Juni 2015 vorgesehen ist. Parallel laufen (neben den deutschen Piloten in München, Berlin und ab 2015 in Köln/Bonn) neun Trials.
DVB-T ist inzwischen in 73 Staaten im Einsatz, in 46 Staaten wurde es adaptiert bzw. ist ein Sendestart unmittelbar in Vorbereitung. Damit nutzen bzw. planen 150 Staaten die Terrestrik mit DVB-T bzw. DVB-T2.
Als alternatives Verfahren wird ATSC in den USA, Kanada, Mittel- und Südamerika sowie Südkorea verwendet. Das japanische ISDB-T war in 15 Staaten - vor allem in Südamerika (dort SBTVD-T genannt) - erfolgreich. China konnte DTMB außer in der Volksrepublik nur in Hongkong und Macau platzieren. 45 Staaten - hauptsächlich kleine Staaten Afrikas und Asiens - haben noch keine Entscheidung gefällt. (Karte clicken zum Vergrößern).
Quelle: DVB (excel) vom 22.12. / Hintergrund: DVB-T/DVB-T2 weltweit.
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27.12.2014 • Digitalradio: Was sich im Jahr 2015 ändert (1)
Digitalradio-Schriftzug Sachsen-Anhalt Zwischen dem 26. und 30. Januar wechselt der MDR in Sachsen-Anhalt auf den eigenen Kanal 6B mit sieben Standorten. Zeitgleich geht der Bundesmux an zwei neuen Standorten On Air und verfügt dann über 61 Sendeanlagen. Die Privaten bleiben im K 11C.
Hamburg Doppelte Novität in Hamburg: Im 1. Quartal soll ein privater Multiplex mit sieben Programmen starten. Das ist sowohl der erste Privatmux in Norddeutschland als auch das erste Plattformangebot für Digitalradio, wofür Media Broadcast den Zuschlag erhielt.
Bayern In Bayern steigen die letzten BR-Programme am 28. Januar von DAB (alt) auf DAB+ um und die Anstalt will ihre Programme in beiden landesweiten Kanälen neu ordnen. Für den 2. Februar ist das neue BR Heimat angekündgt, ab dem 4. Mai übernimmt der BR das WDR-Kinderradio Kiraka. 2015 bekommt das Sendenetz 12 neue Standorte.
Private: Antenne Bayern schaltet zwei seiner vier Programme zum Jahreswechsel ab. Kultradio sendet ab dem 12. Januar; der Sendebeginn von Mauma ist offen. Bis Mai wechselt der landesweite Privatmux in den Kanal 10D mit höheren Sendeleistungen.
Für die vier Lokalregionen sind Netzerweiterungen geplant. Eine Runde zur Vergabe aller Sendelizenzen, die zum 30. April auslaufen, steht an.
Baden-Württemberg Radio Paradiso (auf dem von LiveRadio aufgegebenen Programmplatz) und Radio Ton sollen auf dem im Dezember vom SWR geräumten baden-württembergischen Privatkanal 11B On Air gehen.
Rheinland-Pfalz Der SWR übernimmt den Netzbetrieb des Kanals 11A (mit BigFM World Beats als einzigem Privatprogramm) in Rheinland-Pfalz zum Jahreswechsel. Geplant sind Netzerweiterungen und Leistungserhöhungen.
Hessen In Hessen ist der neue Sendestandort Hardberg avisiert. Vorentscheidungen für die weitere Netzplanung des Privatkanals in Südhessen werden erwartet. Mega Radio, das täglich 12 Stunden Sendezeit an das russische Staatsradio SNA (zuvor Radio Sputnik) abtreten will, könnte nach Erfüllung medienrechtlicher Auflagen auf Sendung gehen. Radio Impala, das 3/4 seiner Sendezeit an SNA Radio abgegeben hatte und die Kooperation offensichtlich verloren hat, schaltet ab.
Nordrhein-Westfalen In NRW wird der Start von Mega Radio im Pilotkanal K 11D erwartet. Der gemeinsam mit Kulturschocker erteilten bisherigen Lizenz folgte eine „Programmschemaänderung“, die (wie in Hessen) auf eine Partnerschaft mit Radio SNA deutet. Die Medienanstalt LfM hat die Frist für den Sendestart bis Ende Januar verlängert. Die Zukunft von Radio Impala scheint ungewiß.
Berlin und Brandenburg Ungewiß ist, ob Radio SNA auch in der Hauptstadtregion von Radio Impala zu Mega Radio wechselt und ob Radio Impala danach weiter sendet.
Deutschland Für einen zweiten nationalen Digitalradio-Multiplex hatte sich das Unternehmen PRD in die Spur gebracht. Es fehlt jedoch noch an Partnern, die den für Ende 2015 angedachten Start einer Sendeplattform mitfinanzieren wollen.
Auf politischer Ebene wird schließlich die kontroverse Diskussion um einen Abschalttermin für das analoge UKW weiter gehen. Die KEF hatte von ARD und D-Radio eine Terminnennung verlangt, obwohl das u.a. auch mit den Privaten (von denen die meisten noch auf UKW und Internet setzen) ausgehandelt werden müsste.
Hintergrund: DAB+ in den Bundesländern, bundesweit, Änderungen.
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27.12.2014 • Rundfunkbeitrag: Gutachten stellt ÖR-System in Frage
Beitragsservice Vor ein paar Tagen hatte Sachsens Chef-Medienpolitiker Jaeckel deutlich gemacht, dass der Rundfunkbeitrag - trotz der Kostenentwicklung - weiterhin nicht steigen solle. Nun stellt ein Gutachten aus dem Bundesfinanzministerium die bisherige Finanzierung von ARD, ZDF und D-Radio durch einen allgemeinen Beitrag ganz in Frage. Der Beirat des Ministeriums fordert, „die öffentlich-rechtlichen Anbieter sollten nur da auftreten, wo das privatwirtschaftliche Angebot klare Defizite aufweist“ - also als Lückenfüller mit Sendeformen, die den Privaten zu wenig Werbung einbringen.
Zugleich wird, neben dem Verzicht auf Werbung, die Abschaffung des allgemeinen Rundfunkbeitrags verlangt. Die Anstalten sollten statt dessen „aus dem allgemeinen Haushalt“ (d.h. vom Staat) oder durch „eine moderne Nutzungsgebühr, die beispielsweise dem Subskriptionsmodell im Zeitungsmarkt folgt“ finanziert werden.
Beides scheint bedenklich. Denn die Anstalten sollen von der Öffentlichkeit aufgegebene Programmaufträge erfüllen, darunter vor allem: neutral der Meinungsbildung dienen. Dies wäre sowohl mit einer Finanzierung aus Steuern (und der damit verbundenen verfassungswidrigen Kontrolle durch den Staat als Geldgeber) als auch mit einem Abomodell (das letztlich weniger betuchte Haushalte von der Nutzung ausschließen würde) wohl eher nicht gegeben. Auch die Privaten wären da kein Ersatz, da sie als Wirtschaftsunternehmen (wie die nicht zu politischer „Ausgewogenheit“ verpflichteten Zeitungen) entsprechenden Positionen zuneigen.
Der Beirat, der seine Themen ohne ministeriellen Auftrag selbst wählt, positioniert sich damit auf Seiten der Print-Verlage, die vor allem die Internetaktivitäten der Anstalten als unerwünschte Konkurrenz ansehen. Zugleich arbeitet das Papier den Privatsendern in die Hände. Deren Verbände fordern die Beschränkung der öffentlich-rechtlichen Aktivitäten, um selbst - z.B. von der Ausstrahlung der großen zuschauerattraktiven Sportevents - zu profitieren.
Quelle: Gutachten im Wortlaut (18.12.) / Hintergrund: Rundfunkbeitrag allgemein und ab 2015.
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27.12.2014 • Digitalradio: Kabelstörungen in Jena
Digitalradio-Schriftzug Thüringen Kunden von Tele Columbus in Jena reklamieren laut einem Medienbericht Störungen des analogen ZDF-Empfangs im Kabelkanal 5. Abhilfe sollen, so ein Unternehmenssprecher, Antennenkabel mit zwei- oder dreifacher Abschirmung auf Kundenseite schaffen. Störungen des digitalen TV-Empfangs gebe es nicht. Seit dem 11. Dezember sendet der DAB+-Bundesmux im Kanal 5C aus Jena-Oßmaritz.
Quelle: Thüringische Landeszeitung vom 24.12. / Hintergrund: DAB+ in Thüringen.
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23.12.2014 • Digitalradio: SNA statt Sputnik statt Stimme Russlands
Digitalradio-Schriftzug Vor nicht einmal sechs Wochen wurde der staatliche Auslandssender Stimme Russlands mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti zusammengefasst und in Radio Sputnik umgetauft. Jetzt meldet sich das staatliche russische Auslandsradio als SNA-Radio bei gleichem Sendermotto.
Das Kürzel stehe für Sputnik News Agency und sei nicht mit dem US-Geheimdienst NSA zu verwechseln, wurde OnAir gescherzt. Hintergrund der kurzfristigen Änderung könnte die Namensgleichheit mit der MDR-Jugendwelle Sputnik sein; auch in anderen europäischen Ländern tragen Radiosender schon länger den Namen Sputnik.
Dem Programm wurde von dem in NRW, Hessen und Berlin sendenden Radio Impala 3/4 der Sendezeit abgetreten. Bei dieser Deutschland-Kooperation bahnt sich eine Veränderung an. SNA will offenkundig zu Mega Radio wechseln, was durch eine Vorentscheidung über eine Hessen-Lizenz belegt ist. Kurz danach wurde die Abschaltung von Radio Impala, das mit dem Verlust des Programmpartners den Hauptträger seiner Kosten verliert, in Hessen bekannt.
Quelle: Eigene Recherche. / Hintergrund: DAB+ in Berlin, Hessen und NRW.
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23.12.2014 • Digitalradio: Antenne Bayern reduziert Programmangebot
Digitalradio-Schriftzug Bayern Die Programmfamilie Antenne Bayern wird ihr Engagement für DAB+ im landesweiten Kanal 12D zum Jahresende reduzieren. Nach Angaben des Netzbetreibers Bayern Digital Radio werden die Wellen Antenne Bayern Top 40 und Antenne Bayern Info über DAB+ eingestellt. Das wird in den Sendungen angekündigt. Antenne Bayern und Rock Antenne bleiben im digitalen Angebot.
Quelle: Meldung von Bayern Digital Radio vom 23.12. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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23.12.2014 • DVB-T2: Kurzer Simulcast in einigen Bundesländern
DVB-T2 Logo (DVB Project) Der Umstieg auf DVB-T2 soll in Deutschland von Mitte 2016 bis Mitte 2019 durchgeführt werden. Dies wird regional organisiert werden. Die letzte Stunde für DVB-T wird daher in einigen Regionen schon vor 2019 schlagen. So könnte die Einführung in Norddeutschland schon 2017 und in Baden-Württemberg 2018 abgeschlossen werden. Das wird unter Berufung auf die Landesmedienanstalten MA HSH bzw. LfK berichtet, jedoch ohne Differenzierung zwischen den Planungen der Privaten und von ARD/ZDF.
Aus Kostengründen werden die Privaten einen Simulcast der alten und neuen Technik (mit der kostenpflichtigen HDTV-Plattform) möglichst kurz halten. Dazu kommt die geplante Umwidmung des 700 MHz-Bandes (Auktion im 1. Halbjahr 2015 geplant), was dem Parallelbetrieb (und der Verbraucherfreundlichkeit der Umstiegsplanung) Grenzen setzt. ARD und ZDF werden sich wahrscheinlich mehr Zeit lassen, um ihren Zuschauern Gelegenheit zu geben, die erforderlichen Settopboxen bzw. Fernseher für DVB-T2 anzuschaffen.
Quelle: Bericht von df vom 23.12. / Hintergrund: DVB-T2, Testprojekte, Digitale Dividende 2.
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23.12.2015 • Rundfunkbeitrag: Sachsen will Mehrbelastungen vermeiden
Beitragsservice Sachsen Laut dem für Medienpolitik zuständigen neuen Chef der sächsischen Staatskanzlei Fritz Jaeckel (CDU) sollen bei der Finanzierung von ARD und ZDF „Mehrbelastungen der Bürger in künftigen Beitragsperioden vermieden werden“. Dazu soll die Validierung des Verfahrens beitragen, wofür Zahlenmaterial ab dem Frühjahr 2015 zur Verfügung steht.
Den Sparauftrag vor allem beim MDR will Jaeckel weiter treiben. „Wir konnten zumindest die Streichung von zwei digitalen Spartenangeboten erreichen sowie die Einigung der Länder auf ein kostenneutrales Jugendangebot im Internet – anstelle des ursprünglich geplanten finanziell unwägbaren crossmedialen Jugendangebots.“
Ein weiteres Handlungsfeld sieht Jaeckel bei den Rückstellungen für die Altersversorgung der Mitarbeiter von ARD und ZDF. Derzeit „steigen bei den Anstalten die Altersbezüge im selben Maß wie die Gehälter der Mitarbeiter“. Dort bestehe „dringender Handlungsbedarf bei den Anstalten: Ansonsten würden die Einsparbemühungen durch die überbordenden Rückstellungen für die Altersversorgung in beträchtlichem Ausmaß aufgezehrt“. Jaeckel will hier durch Deckelung der Steigerung bei einem Prozent Einsparungen von bis zu 700 Mio. Euro erreichen, um die Sparbemühungen nicht aufzuzehren.
Quelle: Jaeckel- Interview auf medienpolitik.net vom 22.12. / Hintergrund: Rundfunkbeitrag ab 2015.
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22.12.2014 • Digitalradio: Kultradio bereitet Start mit Testschleife vor
Digitalradio-Schriftzug Bayern Kultradio bereitet seinen für den 12. Januar angekündigten Sendestart im landesweiten Bayern-Kanal vor. Jetzt wurde eine Testschleife im Kanal 12D aufgeschaltet.
Quelle: Meldung von satnews vom 22.12. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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22.12.2014 • Kabel: Baden-Württemberg führt digital
Kabelanschluß Baden-Württemberg Mit einem Digitalanteil von 69,9 Prozent (plus 11 Prozent in 2014) führt Baden-Württemberg nach Angaben der Medienanstalt LfK bei der Kabel-Digitalisierung. Dieser liegt bundesweit bei etwa 62,5 Prozent. Allerdings ist der Marktanteil des Kabels am TV-Empfang um 1,2 auf 52,1 Prozent zurückgegangen. Gewinner des Jahres ist der Satellit (plus 3 auf 44 Prozent); das auch, weil DVB-T in dem Bundesland um 3 auf 3,7 Prozent und überraschend auch IPTV um knapp 1 auf 4,3 Prozent verloren haben.
Quelle: Presseinfo von DRD vom 17.12. / Hintergrund: TV-Verbreitung in Zahlen
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20.12.2014 • Digitalradio: DRD zieht Zwischenbilanz 2014
Digitalradio-Schriftzug Die Initiative Digitalradio Deutschland zieht Bilanz zur Entwicklung von DAB+ im zuende gehenden Jahr: Der Markt habe „deutlich an Dynamik gewonnen“. Dies wird u.a. mit den Erweiterungen der Sendenetze, zusätzlichen Programmen auf landes- und regionaler Ebene und einer wachsenden Gerätevielfalt begründet. „Das kräftige Wachstum spiegelt sich auch im Nutzungsverhalten der deutschen Radiohaushalte wider. So stieg der Gebrauch von Digitalradio-Endgeräten gegenüber dem Vorjahr um satte 80 Prozent.“
Verwiesen wird dazu u.a. auf den Digitalisierungsbericht der Medienanstalten, wonach bis Jahresmitte rund 5 Mio. DAB+ Geräte den Weg in die Haushalte fanden. Der Anteil bei den Autoradios habe sich laut TNS Infratest verdoppelt. Als „impulsgebend“ für die positive Entwicklung werden die Werbekampagnen des Jahres und die Handelskampagnen genannt.
Mittlerweile werden 75 Prozent des Autobahnnetzes in guter Qualität versorgt, was durch einen „Stresstest“ der Zeitschrift Connect unterstrichen werde.
Verwiesen wird auch auf Planungen für 2015, darunter den Netzausbau in Sachsen-Anhalt und den Start der privaten Sendeplattform in Norddeutschland.
Quelle: Presseinfo von DRD vom 17.12. / Hintergrund: DAB+ in Deutschland, Änderungen (Netze, Programme).
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18.12.2014 • Digitalradio: Bayerischer Rundfunk mit neuen Standorten
Digitalradio-Schriftzug Bayern In seinem Digitalkanal 11D hat der Bayerische Rundfunk in einer weiteren Ausbaustufe vier weitere Sendestandorte in Betrieb genommen. Es handelt sich um Alzenau, Amberg, Deggendorf und Hohenpeißenberg. Von numehr 32 Standorten aus versorgt der BR damit 98,5 Prozent der Autobahnen und 94,2 Prozent der Bayern (mobil) bzw. 75,8 Prozent (indoor).
Für 2015 ist der Netzausbau um 12 Anlagen in Planung, wovon vier kurz vor der Fertigstellung stehen. Am 28. Januar stellt der BR seine letzten in DAB (alt) verbreiteten Programme auf DAB+ um und ordnet die Belegung des eigenen Kanals 11D und des Mischkanals 12D neu. Das neue Programm BR Heimat soll am 2. Februar starten, WDR Kiraka am 4. Mai.
Quelle: Presseinfo des BR vom 17.12. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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18.12.2014 • Digitalradio: Radio Impala steigt in Hessen aus
Digitalradio-Schriftzug Hessen Radio Impala wird aus der DAB+-Verbreitung in Hessen aussteigen. Das berichtet satnews mit Bezug auf den Netzbetreiber Hessen Digitalradio und bestätigt entsprechende Spekulationen.
Das Programm wird von der Berliner Firma Pleximedia veranstaltet. 18 Stunden werden täglich durch Zulieferung vom russischen Regierungssender Radio Sputnik (früher: Stimme Russlands) bestritten. Die Aufgabe in NRW steht offensichtlich in Zusammenhang mit der Kooperation von Mega Radio und Sputnik, die - vorbehaltlich der Erfüllung medienrechtlicher Auflagen - eine Lizenz für Hessen erwarten kann.
Nach dem Ende der dortigen Zusammenarbeit der Berliner und der Russen kann das auch für die Impala-Lizenzgebiete Berlin und NRW (wo eine „Programmschemaänderung“ von Mega Radio im Januar verhandelt wird) nicht ausgeschlossen werden. Zumal die russischen Partner einen erheblichen Teil der Verbreitungskosten von Radio Impala bestritten haben dürften.
Quelle: Bericht von satnews vom 18.12. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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16.12.2014 • Digitalradio: Mega Radio peilt Partnerschaft mit Sputnik an
Digitalradio-Schriftzug Hessen Die Versammlung der hessischem Medienanstalt LPR hat sich „für eine Zulassung und Ausstrahlung des Hörfunkvollprogramms 'Mega Radio' über DAB+“ im Rhein-Main-Kanal 11C ausgesprochen. Eine Zulassung ist das noch nicht: Der Radioveranstalter aus Augburg will täglich immerhin 12 Stunden von Radio Sputnik (früher Stimme Russlands) übernehmen. Die LPR-Versammlung hat Mega Radio nun beauflagt, einen modifizierten Kooperationsvertrag der Programmpartner vorzulegen. „Dieser hat zu gewährleisten, dass die Programmhoheit über die zugelieferten Sendungen uneingeschränkt bei der Veranstalterin 'Mega Radio' bleibt.“ Ziel dieses Vorgehens ist die Absicherung, dass das gesamte Programm auf Grundlage des deutschen Medienrechts gestaltet wird und ggfs. Verstöße (etwa bzgl. des Jugenschutzes oder journalistischer Grundsätze) auch geahndet werden können, war bei der LPR auf Nachfrage zu erfahren.
Das staatlich finanzierte russische Auslandsradio wird nach Erfüllung der Auflage und bisherigem Sachstand in Rhein/Main wohl gleich zweifach in der digitalen Luft vertreten sein. Denn auch Radio Impala füllt (wie auch in Berlin und NRW) weite Abschnitte des Tages mit den Sendungen aus Moskau. Die neue Zusammenarbeit der Russen mit Mega Radio gibt aber Anlass zu Spekulationen über bevorstehende Veränderungen bei Radio Impala.
Ob die Partnerschaft auch in Hamburg praktiziert werden wird, wo Mega Radio im Rahmen der Privat-Plattform lizenziert ist, ist nicht bekannt. Auch die Medienkommission der NRW-Medienanstalt LfM hatte sich am 12. Dezember mit einer „Änderung der Zuweisung“ für Mega Radio aufgrund einer „Programmschemaänderung“ befasst; die Entscheidung soll im Januar fallen. Ebenso offen ist, ob Mega Radio auch in den vier bayerischen Lokalsendegebieten mit den Russen kooperieren will.
Mega Radio hatte sich im Zuge einer seit 2011 laufenden Ausschreibung in Hessen beworben.
Quelle: Presseinfo der LPR vom 16.12. / Hintergrund: DAB+ in Hessen.
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16.12.2014 • DVB-T: ProSieben Maxx nun auch in Rhein/Main
Überallfernseh-Logo Hessen Die hessische Medienanstalt LPR hat den freien Programmplatz im Privatkanal 52 an den einzigen Bewerber, das Spartenprogramm ProSieben Maxx, vergeben.
Quelle: Presseinfo der LPR vom 16.12. / Hintergrund: DVB-T in Hessen.
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15.12.2014 • Digitalradio: Privatmux in Bayern wechselt den Kanal
Digitalradio-Schriftzug Bayern Was schon für 2013 angekündigt war steht nun zwischen März und Mai 2015 bevor: Der landesweite Privatmux wird vom Kanal 12D in den Kanal 10D wechseln. Hintergrund ist laut Johannes Trottberger, Geschäftsführer des Netzbetreibers Digitalradio Bayern, dass im K 12D aufgrund der Nachbarschaft zu militärischen Funkdiensten im Kanal 13 statt wünschenswerter Sendeleistungen von bis zu 10 kW nur maximal 4 kW zur Verfügung stehen. Nach dem Kanalwechsel „sind wir in der Lage, an allen Standorten, wo es Sinn macht, die 10 kW zu fahren.“
Trottberger sieht weiterhin einen hohen Kostendruck auf die Radioanbieter und wünscht sich eine öffentliche Förderung der Sendekosten. Zuschüsse in Höhe von nur einem Drittel wären auch mit Blick auf einen möglichen Netzausbau ausreichen. „Dann könnten wir ganz anders mit dem Ausbau voranschreiten.“
Quelle: Audio-Interview auf radio-wird-digital.de vom 13.12. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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15.12.2014 • Recht: Neuer ZDF-Staatsvertrag kommt (2)
Recht, Gesetze Terrestrik So ganz verstanden haben offenbar nicht alle, warum das Bundesverfassungsgericht die Zusammensetzung der ZDF-Gremien für verfassungswidrig erklärt hat. Ruprecht Polenz (CDU, seit 2000 im Fernsehrat und seit 2002 dessen Vorsitzender) reklamiert jetzt ein angebliches Übergewicht der Bundesländer im Fernsehrat, das sich aus dem Ländervorschlag eines neuen ZDF-Staatsvertrages ergebe. Polenz kritisierte laut Medienberichten „die Entscheidung, beliebige kleine und größere gesellschaftliche Gruppen im Gremium zu behalten, aber politische Parteien auszuschließen.“ Er verwies auf die hohen Mitgliederzahlen und die ehrenamtliche Arbeit von Partei-Vertretern in kommunalen Räten. (Bisher besetzten allerdings stets erprobte Parteisoldaten wichtige Gremien; ein Beispiel dafür ist Polenz selbst, der bei seiner Entsendung Generalekretär der Bundes-CDU war und seit 1994 im Bundestag ist.)
Das höchste deutsche Gericht hatte im März u.a. folgende Urteilsgrundsätze formuliert: „Die Organisation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks muss als Ausdruck des Gebots der Vielfaltsicherung dem Gebot der Staatsferne genügen. Danach ist der Einfluss der staatlichen und staatsnahen Mitglieder in den Aufsichtsgremien konsequent zu begrenzen.“ Der Anteil „der staatlichen und staatsnahen Mitglieder“ dürfe ein Drittel der Gremitglieder nicht überschreiten. Weiter heißt es im Urteil: „Der Gesetzgeber hat dafür zu sorgen, dass bei der Bestellung der Mitglieder dieser Gremien möglichst unterschiedliche Gruppen und dabei neben großen, das öffentliche Leben bestimmenden Verbänden untereinander wechselnd auch kleinere Gruppierungen Berücksichtigung finden und auch nicht kohärent organisierte Perspektiven abgebildet werden.“ Auf deren Auswahl dürfen „Vertreter der Exekutive ... keinen bestimmenden Einfluss haben.“
Die Bundesländer haben nach der Vorgabe des Gerichtes bis zum 15. Juli 2015 Zeit für eine Neuregelung.
Quellen: dpa-Meldung in der Rhein-Zeitung vom 12.12. / Hintergrund: Urteil im Wortlaut.
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13.12.2014 • DVB-T: Sat1 Regionalfenster für NRW verlängert
Überallfernseh-Logo NRW Die WestCom Medien GmbH kann bis zum 31. März 2025 das Regionalfenster für Sat1 in Nordrhein-Westfalen gestalten. Das beschlossen die Gremien der Medienanstalt LfM.
Quelle: Presseinfo der LfM vom 12.12. / Hintergrund: DVB-T in NRW.
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12.12.2014 • Frequenzen: Einigung zwischen Bund und Ländern
Terrestrik Die Regierungen der Länder und des Bundes haben sich offenbar weitgehend über den Umgang mit den 700 MHz Frequenzen im UHF-Band geeinigt. Laut Mitteilung der Vorsitzenden der Rundfunkkommission und rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer werden die Erlöse aus der für das erste Halbjahr angesetzten Frequenzauktion von Bund und Ländern zur Breitbandförderung verwendet. „Auch die berechtigten Interessen der Sendernetzbetreiber im Rahmen der Umstellung des terrestrischen Fernsehens, der Nutzer drahtloser Produktionsmittel (Mikrofone), sowie der Sicherheitsdienste von Bund und Ländern (BOS) konnten berücksichtigt werden.“ Offen seien jedoch noch „frequenztechnische Fragen“, die im Sinne der Beteiligten von der Bundesnetzagentur zu klären sind.
Die Frequenzen werden ab 2016 im Zuge der Umstellung des Antennenfernsehens auf DVB-T2 und HDTV vom Fernsehen geräumt. Dreyer erwartet dabei „einen verbraucherfreundlichen Umstieg“ mit einer „ausreichenden Simulcast-Phase“ und günstige Preise für Geräte und Programme.
Quelle: Presseinfo der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz vom 11.12. / Hintergrund: DVB-T2, Digitale Dividende 2.
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12.12.2014 • Recht: Neuer ZDF-Staatsvertrag kommt (1)
Recht, Gesetze Terrestrik Im Gefolge des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes zur Dominanz von Politikern in den Kontrollgremien des ZDF haben sich die Bundesländer über eine Änderung des ZDF-Staatsvertrages verständigt. Wenn alle 16 Länderparlamente dem zustimmen wird der Fernsehrat ab 2016 von 77 auf 60 (davon nur 20 statt bisher 34 Politiker), der Verwaltungsrat auf 12 Mitglieder, verkleinert. Im Gegenzug erhalten die Länderparlamente die Möglichkeit, statt praktizierender Politiker jeweils einen Vertreter einer Interessengruppe zu entsenden.
Die Bundesländer Hamburg und Rheinland-Pfalz hatten das höchste deutsche Gericht angerufen, nachdem eine CDU-Mehrheit im ZDF-Verwaltungsrat 2009 die vom damaligen Intendanten Markus Schächter vorgeschlagene Vertragsverlängerung des Chefredakteurs Nikolaus Brender aus offenkundig politischen Motiven verhindert hatte. Dies führte zu einer öffentlichen Debatte über den Politiker-Einfluss auf das eigentlich „staatsferne“ ZDF. Das Bundesverfassungsgericht hatte im März 2014 festgestellt, dass Politiker in den Räten über ihre „Sperrminorität“ Entscheidungen beeinflussen können, was dem Verfassungsrecht entgegen stehe.
Quelle: Presseinfo der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz vom 11.12.
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12.12.2014 • DVB-T2: HEVC-Codecs in München im Test
DVB-T2 Logo (DVB Project) Sieben Encoder- und sechs Decoderhersteller haben an einem Interoperabiltitästest im Rahmen des Münchner DVB-T2 Projektes teilgenommen. Über die Sendestrecke (Standorte Funkhaus München, Freimann, Ismaning) im Kanal 43 wurde die Live Encodierung verschiedener Videoformate wie 720p/50, 1080p/50 und 1080i/25 in Verbindung mit dem HEVC-Codec und Bitraten zwischen 2,5 und 4 MBit/s ebenso getestet wie das Zusammenspiel mit Audioformaten wie Dolby Digital+ und HE AAC. Vor dem Hintergrund der 2016 beginnenden Einführung von DVB-T2 brachten die dreitägigen Tests „erste Erkenntnisse bezüglich des Entwicklungsstands des neuen, leistungsfähigen HEVC-Equipments im Markt“, teilt das Institut für Rundfunktechnik mit.
Quelle: Presseinfo des IRT vom 12.12. / Hintergrund: DVB-T2, Testprojekte.
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11.12.2014 • Digitalradio: SWR-Pläne für Rheinland-Pfalz
Digitalradio-Schriftzug Rheinland-Pfalz Zum Jahreswechsel übernimmt der SWR den Netzbetrieb des DAB+-Kanals 11A von Digitalradio Südwest. Laut Meldungen ist in der Folge eine Netzerweiterung um die Standorte Kettrichhof und Saarburg geplant. Außerdem werden die Standorte Koblenz (von Kühkopf nach Waldesch) und Trier (von Petrisberg nach Markusberg) verlagert. Eine Leistungserhöhung am Haardtkopf und Donnersberg (bisher je 0,5 kW) sei vorgesehen.
Neben dem SWR mit Regionalisierungen bei SWR4 wird in dem Kanal auch das Privatprogramm BigFM Worldbeats ausgestrahlt. Radyo Türk und Absolut Relax hatten im Frühjahr 2012 schon vor Sendebeginn ihre Lizenzen zurückgegeben. Etwa vor einem Jahr hieß es seitens der Medienanstalt LMK, es bestehe kein Interesse weiterer privater Programme an der DAB+-Verbreitung in dem Bundesland.
Quellen: Info von satnews.de vom 11.12. / Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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11.12.2014 • DVB-T: Pro7 Maxx für Kiel und Lübeck zugelassen
Überallfernseh-Logo Schleswig-Holstein Die Zweiländer-Medienanstalt MA HSH hat das Programm ProSieben Maxx nun auch für Schleswig-Holstein zugelassen. Die Verbreitung erfolgt auf dem bisherigen Sendeplatz von QVC in den Regionen Kiel (K 57) und Lübeck (K 59) auf zehn Jahre. ProSiebenSat1 hat jedoch den Verzicht auf die Nutzung erklärt, sobald auf die private DVB-T2 Sendeplattform umgestellt wird. Die Ausschreibung war kurzfristig erfolgt.
Die Gremien der MA HSH vergaben außerdem den Zuschlag für das RTL-Regionalfenster in Hamburg und Schleswig-Holstein an die RTL Nord GmbH bis 2025.
Quelle: Presseinfo der MA HSH vom 11.12. / Hintergrund: DVB-T in Schleswig-Holstein.
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11.12.2014 • Digitalradio: SWR baut K 9D aus
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Der SWR hat in seinem Kanal 9D mit Langenbrand (bei Pforzheim) einen weiteren Standort in Betrieb genommen. Damit wurde das DAB+-Netz für den Norden Baden-Württembergs seit dem 18. November um sieben auf zehn Standorte ausgebaut.
Quellen: Info auf ukwtv.de vom 11.12. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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10.12.2014 • Österreich: ORF mit digitaler Jugendwelle?
Österreich DABplus-Logo Schriftzug Der ORF will an einem Test für Digitalradio teilnehmen, der 2015 in Oberösterreich geplant ist. Das soll Gelegenheit sein, das geplante Jugendradio FM21+ für 14- 24jährige Hörer zu erproben. Das erklärte Generaldirektor Alexander Wrabetz im Publikumsrat seiner Anstalt. Für einen Dauerbetrieb, wofür über UKW die Frequenzen fehlen, bräuchte der ORF jedoch einen gesetzlichen Auftrag. FM4 erfülle als „junges, alternatives Kulturradio“ eine andere Aufgabe.
Quelle: Presseinfo des ORF vom 10.12. / Hintergrund: DAB+ in Österreich.
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10.12.2014 • DVB-T2: LMK bestätigt Erweiterung der Sendegebiete
DVB-T2 Logo (DVB Project) Rheinland-Pfalz Die rheinland-pfälzische Medienanstalt LMK hat jetzt die Bedarfsanmeldung für DVB-T2 samt erweiterter Versorgungsgebiete der privaten HDTV-Sender bestätigt. Wie schon gemeldet sollen - zusätzlich zu der bislang aus Hessen mitversorgten Landeshauptstadt Mainz - künftige private Programme in HDTV in Städten über 100.000 Einwohnern verbreitet werden. Der Netzausbau soll bis 2019 daher auch Koblenz, Trier, Ludwigshafen und Kaiserslautern umfassen. Weiter heißt es: „Die Programmpakete der RTL- und Pro7Sat.1-Gruppe werden in DVB-T2 als Pay-Angebote zur Verfügung gestellt.“ Insgesamt sei je Kanal mit bis zu sieben HDTV- statt bisher vier Programmen in SD-Qualität zu rechnen. Auch die Versorgung von ARD und ZDF solle verbessert werden.
Quelle: Presseinfo der LMK vom 9.12. / Hintergrund: DVB-T2.
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9.12.2014 • Digitalradio: Paradiso darf in Ba-Wü senden
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Die Entscheidung über den letzten freien Programmplatz im baden-württembergischen DAB+-Privatmultiplex ist gefallen: Die Medienanstalt LfK erteilte erwartungsgemäss Radio Paradiso eine Sendegenehmigung bis 2024.
Quelle: Presseinfo der LfK vom 9.12. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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9.12.2014 • DVB-T: SLM-Förderung für Lokal-TV in Sachsen
Überallfernseh-Logo SLM Sachsen Die sächsische Landesmedienanstalt SLM verfügt 2015 über einen Etat von 6,6 Mio. Euro. Davon sind etwa 3,5 Mio. Euro für diverse Förderaktivitäten vorgesehen. Erstmals sollen lokale TV-Programme mit rund 600.000 Euro für technische Infrastrukturkosten unterstützt werden. 290.000 Euro stehen für Investitionen in die DVB-T Verbreitung und die vernetzte Sat-Verbreitung von Lokalsendern bereit.
Quelle: Presseinfo der SLM vom 8.12. / Hintergrund: DVB-T in Sachsen.
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8.12.2014 • Digitalradio: Veranstaltungsfunk in Kaiserslautern
Digitalradio-Schriftzug Rheinland-Pfalz Im Zusammenhang mit der Heimatwoche in Rheinland-Pfalz sendet das Kaiserslauterer Campus Radio EIT von Studenten der FH Kaiserslautern bis zum 12. Dezember täglich von 18 bis 22 Uhr eine Feierabendshow, die an den Folgetagen zwischen 10 und 14 Uhr wiederholt wird. Gesendet wird im DAB+-Testkanal 12A, über UKW 87,6 MHz und Online.
Quelle: Meldung von radiowoche.de vom 8.12. / Hintergrund: DAB+ in Rheinland-Pfalz.
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8.12.2014 • Digitalradio: Änderungen in Mitteldeutschland
Digitalradio-Schriftzug Mitteldeutschland Durch die heute beginnenden Änderungen im Sendenetz wird die Versorgung mit MDR-Digitalprogrammen von 66 auf 79 Prozent (inhouse) bzw. 83 auf 90 Prozent (portabel) erhöht. Zugleich wird das gesamte Autobahnnetz in Mitteldeutschland (Ausnahme: westliche A 38) einschließlich der Verbindung zwischen Berlin und Bayern durchgängig versorgt.
Die Netzoptimierung umfasst die Ersetzung der bisherigen, über mehrere Frequenzen verteilten Altnetze durch Gleichwellennetze in jedem der drei MDR-Länder. Die bessere Versorgung werde trotz der Abschaltung von fünf Sendeanlagen erreicht, indem die Sendeleistung an acht bisherigen Standorten verbessert und die Standorte Saalfeld/Remda und Weißenfels/Pettstädt neu dazu kommen.
Netzbetreiber Media Broadcast bestätigt die zeitgleiche Inbetriebnahme von fünf neuen Standorten für den Bundesmux im Kanal 5C. Es handelt sich um Oschatz (Sachsen), Jena und Sieglitzberg (Thüringen) und Wittenberg und Brocken (Sachsen-Anhalt).
Die Schaltarbeiten in Sachsen und Thüringen werden, wie angekündigt, am 11. Dezember beendet. Die Umschaltungen in Sachsen-Anhalt erfolgen zwischen dem 26. und 30. Januar.
Der MDR empfiehlt seinen Digitalradio-Hörern, einen Suchlauf durchzuführen. Beratung bietet die Technik-Hotline der Anstalt unter Telefon 0341-300-9599.
Quelle: Infos des MDR vom 5.12., von Media Broadcast vom 8.12. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.
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8.12.2014 • Satellit: 25 Jahre Fernsehen aus dem Orbit
Sat-Schüssel Vor genau 25 begannen die Programme Sat1, ProSieben und RTL mit der Verbreitung über den Satelliten Astra 1A. ARD und ZDF werden seit 1993 darüber verbreitet.
Über das Astra-System auf der Orbitalposition 19,2 Grad Ost werden heute nach Betreiberangaben 400 deutschsprachige TV- und Radioprogramme verbreitet. Darunter sind rund 90 HDTV-Kanäle. Nach eigenen Angaben versorgt Astra 25 Jahre nach dem Start knapp die Hälfte der 38,5 Mio. deutschen TV-Haushalte, in Österreich sogar 56 Prozent.
Nachdem 2004 der erste HDTV-Demokanal aufgeschaltet worden war, will Astra auch beim nächsten Auflösungsschritt des Fernsehens dabeisein und übertrug kürzlich ein Konzert von Linkin Park live im UltraHD-Format.
Quelle: Presseinfo von Astra vom 7.12.2014 / Hintergrund: Statistisches zu den TV-Verbreitungswegen.
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7.12.2014 • AGF: Digitalisierung weiter im Schritt-Tempo
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Auch im November entwickelte sich nach Angaben der AG Fernsehforschung die Digitalisierung des TV-Empfangs in Deutschland nur auf niedrigem Niveau. Im November entschieden sich etwa 160.000 Haushalte für den Umstieg. Von 36,71 Mio. TV-Haushalten nutzen nun 30,02 Mio. (81,8 Prozent) einen digitalen Empfangsweg (Vormonat: 29,86 Mio., 81,4 Prozent). Der Digitalisierungsgrad im Kabel mit 6,7 Mio. Analoghaushalten liegt damit bei rund 62,5 Prozent.
Quelle: Monatsstatistik der AGF per 1.12.2014.
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5.12.2014 • Digitalradio: DLM-Direktoren planen Reichweiten-Studie
Digitalradio-Schriftzug Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten hat eine Erhebung der Reichweiten bundesweiter DAB+-Hörfunkangebote ausgeschrieben. Die Studie soll erstmals nationale Hörer-Reichweiten ermitteln, Aufschluß über das Nutzungsverhalten von DAB+-Haushalten bringen und die Werbevermarktung der Digitalprogramme unterstützen. So soll eine Lücke geschlossen werden, weil die üblichen AGMA-Messungen Digitalradio nicht erfassen. Die Daten werden in 2015 erhoben, eine Fortschreibung wird nicht ausgeschlossen.
Quelle: Ausschreibung vom 4.12., Presseinfo der VZBV vom 26.11. / Hintergrund: Digitalradio.
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4.12.2014 • Frequenzen: Bundesregierung bestätigt Zeitplan
Terrestrik Es bleibt beim Zeitplan für die Umwidmung der TV-Frequenzen im 700 MHz-Bereich an den Mobilfunk. Das bestätigte das Bundesinfrastrukturministerium gegenüber dem zuständigen Bundestagsausschuß. Danach ist die Auktion im Frühjahr 2015 vorgesehen; bis 2018 soll flächendeckend auf Funkversorgung mit 50 Megabits pro Sekunde ausgebaut werden, die bereits knapp zwei Drittel der Bevölkerung zur Verfügung stehen.
Das könnte bis zu 20 Mrd. Euro Investitionen erfordern, die von Bund und Ländern zum Teil aus dem Versteigerungserlös gefördert werden. Damit fließt ein großer Teil der Einnahmen an die Mobilfunkfirmen zurück. Das soll am 11. Dezember zwischen Bund und Ländern fixiert werden. Die Bundesländer hatten sich im Juni darauf verständigt, dass „für den Breitbandausbau nicht vorrangig auf die Kapazitäten des terrestrischen Digitalfernsehens zugegriffen werden soll“, um den Umstieg des Antennenfernsehens auf DVB-T2 zu sichern.
Die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) kritisierte die „vorschnelle Auktion auf Kosten der Rundfunkversorgung“ als „falsche Antwort auf die Herausforderungen, Verbraucherinnen und Verbraucher flächendeckend mit Internet zu versorgen“, so ein Sprecher. Dadurch werde „der Fortbestand des kostengünstigen Antennenfernsehens bedroht“. Zudem werde dadurch der Umstieg auf DVB-T2 „erheblich beschleunigt“. Viele Verbraucherschützer müsssten relativ neue DVB-T Geräte ersetzen und zusätzliche Kosten auf sich nehmen, „weil die privaten Rundfunkanbieter ihre Programme in DVB-T2 nur verschlüsselt ausstrahlen werden.“ Die Breitbandziele seien nur finanzierbar, „wenn die Gewinne, die die (Telekom-) Unternehmen in den Ballungsräumen machen, für den Ausbau in der Fläche eingesetzt werden“.
Quelle: Meldung von infosat.de vom 3.12., Presseinfo der VZBV vom 26.11. / Hintergrund: Digitale Dividende 2.
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4.12.2014 • Digitalradio: Umfangreiche Änderungen in Mitteldeutschland
Digitalradio-Schriftzug Der MDR führt die angekündigten Kanalwechsel in Sachsen und Thüringen in den kommenden Tagen durch. Sachsen-Anhalt folgt Ende Januar. Das wird mit Aufschaltungen für den Bundesmux verbunden. Zu den genannten Terminen wird ein Sendersuchlauf empfohlen.
Thüringen In Thüringen werden die Kanäle 7B, 8D, 9C und 12B am 10. und 11. Dezember durch einen Gleichwellenbetrieb im Kanal 8B ersetzt. Neu ist Remda bei Saalfeld mit 10 kW, während der mit geringer Leistung arbeitende Ilmenauer Standort aufgegeben wird.
Die Programme von D-Radio und ERF sind künftig nur noch im nationalen Multiplex vertreten, dessen Netz zeitgleich um die Standorte Jena (Oßmaritz) und Bad Lobenstein (Sieglitzberg) erweitert wird.
Sachsen In Sachsen gehen sieben Standorte für den neuen Kanal 9A zwischen dem 8. und 10. Dezember ans Netz, die Kanäle 8D, 9C und die Lowpower-Kette 12A gehen zeitgleich außer Betrieb. In Chemnitz steigt die Leistung von 8 auf 10 kW, in Oschatz von 2 auf 9,3 kW. Löbau wird von 8 auf 6,8 kW reduziert.
Die Programme von D-Radio und ERF gibt es nur noch im nationalen Multiplex, der zeitgleich den neuen Standort Oschatz (Collmberg) bekommt.
Sachsen-Anhalt Der MDR fasst im Januar 2015 seine Verbreitung in Sachsen-Anhalt (bisher im Mischkanal K 11C, K 12C) im Kanal 6B zusammen. Sieben Standorte sind avisiert; an einigen bisherigen Lowpower-Standorten wird die Sendeleistung im K 6B erheblich erhöht (in Wittenberg von 1 auf 10 kW). Kanal 12C wird abgeschaltet. Die fünf Privatwellen bleiben auf dem Kanal 11C.
Die neuen Standorte Brocken und Wittenberg erweitern des Einzugsbereich des Bundesmuxes. Daher ist das Angebot von Deutschlandradio nur noch dort empfangbar.
Quelle: Senderliste von ukwtv.de vom 4.12. / Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.
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4.12.2014 • Digitalradio: Starttermine für neue BR-Programme
Digitalradio-Schriftzug Bayern Ab dem 4. Mai 2015 wird das WDR-Kinderradio Kiraka digital auch im Multiplex des Bayerischen Rundfunks zu hören sein. Die Anstalt bestätigte den bereits genannten 2. Februar für den Sendebeginn der neuen Heimatwelle via DAB+.
Quelle: Meldung von satnews.de vom 4.12. / Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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3.12.2014 • DVB-T: RTL Nitro ab heute in NRW auf Sendung
Überallfernseh-Logo Nordrhein-Westfalen Netzbetreiber Media Broadcast schaltet heute das Programm RTL Nitro für die Gebiete Köln/Bonn (K 36) und Düsseldorf/Ruhrgebiet (K 52) auf. Die Medienanstalt LfM hatte zuvor die Sendelizenz für die Übernahme des bisherigen Programmplatzes von CNN erteilt. In dem Zusammenhang wurde mitgeteilt, man prüfe die Schaffung eines fünften Programmplatzes für den unterlegenen Bewerber Pro7 Maxx.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 2.12. / Hintergrund: DVB-T in NRW.
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2.12.2014 • Schweiz/Schweden: Strategien für die UKW-Abschaltung
Schweiz DABplus-Logo Schriftzug Für die Schweiz wurde ein Zweistufenplan zum Umstieg von analoger Übertragung auf DAB+ von der Radiobranche an die Politik übergeben. Danach sollen, wie angekündigt, alle Radiosender bis Ende 2019 parallel zu UKW auf DAB+ verbreitet werden. Ab 2020 und bis 2024 wird UKW schrittweise abgeschaltet.
In dem Land sind seit dem 30. August 2014 in Teilen der Deutschschweiz rund 70, in der Westschweiz rund 90 Prozent aller UKW-Wellen auch digital empfangbar. Auch in den anderen Sprachregionen gibt es Angebote. In der Deutschschweiz gingen in 2014 zudem zwei lokale Inselnetze in Betrieb.
Schweden Laut einem Zeitungsbericht wird in einem offiziellen Strategiepapier für Schweden der UKW-Ausstieg bis zum Jahr 2022 vorgeschlagen. Vorausgesetzt wird, dass die DAB+-Abdeckung bis 2020 99,8 Prozent erreicht.
Quelle: Mitteilung der BAKOM, Bericht von Dagens Nyheter vom 1.12. / Hintergrund: DAB+ in der Schweiz und Schweden.
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1.12.2014 • Digitalradio: Private starten in Ba-Wü / SWR baut K 9D aus
Digitalradio-Schriftzug Baden-Württemberg Die Änderungen im DAB+ Sendenetz in Baden-Württemberg sind wie angekündigt heute wirksam geworden. Im Kanal 11B wurden die schon im April lizenzierten Programme Baden.fm, Hitradio Ohr, Die neue Welle, Radio Regenbogen, Die Neue 107.7, Donau 3 FM und Radio 7 aufgeschaltet - „und damit unabhängig von ihren begrenzten Empfangsgebieten auf UKW“, so die Medienanstalt LfK. Ebenfalls neu, aber nicht schon in UKW abgestrahlt, ist das Musikprogramm VHR. Radio Ton soll 2015 folgen. Radio Paradiso hat einen Antrag für den Programmplatz des ausgeschiedenen LiveRadio gestellt.
De SWR machte das erweiterte private Programmangebot möglich, indem er zeitgleich - bis auf SWR4 BW - seine Programme im K 11B abschaltete. Alle SWR Wellen sind jetzt im Norden des Bundeslandes im K 9D und im Süden im K 8D zu empfangen. Zugleich wurden die Regionalisierungen in SWR4 aufgeschaltet und zwischen dem 18. und 25. November mehrere neue Sendeanlagen im Kanal 9D in Betrieb genommen.
Quellen: Presseinfos von SWR vom 1.12. und LfK vom 25.11. / Hintergrund: DAB+ in Baden-Württemberg.
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1.12.2014 • DVB-T2: Pläne für erweiterte Sendegebiete der Privaten
DVB-T2 Logo (DVB Project) Die Medienanstalten veröffentlichten eine Zusammenfassung der Bedarfsanmeldungen für private DVB-T2 Multiplexe, die der Bundesnetzagentur übermittelt wurden. Etwa zeitgleich datiert die Betreiber-Ausschreibung für die geplante Sendeplattform privater HD-Programme. Ausgangspunkt sind die bisherigen Empfangsgebiete privater Multiplexe über DVB-T. Einige Ergänzungen weisen auf die geplante Vergrößerung der Senderegionen hin. Teilweise werden Regionalisierungen gewünscht. Hier eine Übersicht:
• Baden-Württemberg: Baden-Baden, Reutlingen, Pforzheim, Heilbronn, Freiburg, Karlsruhe, Ulm, Mannheim. Eine in etwa den Regierungsbezirken entsprechende Regionalisierung soll eingeplant werden.
• Bayern: Augsburg, Regensburg, Würzburg.
• Brandenburg: Cottbus.
• Hessen: Kassel, Darmstadt.
• Mecklenburg-Vorpommern: Schwerin, Rostock.
• Niedersachsen: Göttingen, Osnabrück.
• Nordrhein-Westfalen: Aachen, Bielefeld, Münster. Die Staatskanzlei nennt zusätzlich Gütersloh, Hagen, Iserlohn, Paderborn und Wuppertal.
• Rheinland-Pfalz: Ludwigshafen, Kaiserslautern, Koblenz, Trier. Für Rheinpfalz, Westpfalz, Rheinhessen, Trier und Koblenz werden Regionalisierungen gewünscht.
• Saarland: Saarlouis, Neunkirchen.
• Sachsen: Leipzig, Dresden, Chemnitz.
• Sachsen-Anhalt: Halle, Magdeburg.
• Schleswig-Holstein: Schleswig.
• Thüringen: Jena, Erfurt, Weimar, Gera.
Hinweis: Es handelt sich hier um Planungen nur für die privaten Veranstalter. Die ARD-Anstalten und das ZDF werden ihre DVB-T2 Programme wohl schrittweise auf die von DVB-T gewohnte Versorgung ausbauen. Der Umstieg wird vom 31. Mai 2016 bis zum 30. Juni 2019 terminiert.
Quelle: Bedarfsanmeldungen vom 12.11. / Hintergrund: DVB-T2.



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