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Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

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19.2.2018 • Digitalradio: Bundesmux 2 mit Teilfrage beim OVG
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das Verfahren um die Plattform-Zuweisung für den 2. Bundesmux an Antenne Deutschland geht in eine Phase juristischer Feinheiten. Das Verwaltungsgericht Leipzig lässt nun die Teilfrage prüfen, „ob die Vorlage der teils mit Schwärzungen versehenen Verwaltungsakten - bestehend aus 5 Ordnern - der Antragsgegnerin ( ... ) rechtmäßig ist“. Dafür ist das Sächsische Oberverwaltungsgericht zuständig. Das teilt das Verwaltungsgericht in einer Aussendung mit. Ein Verhandlungstermin liegt noch nicht vor.
Klägerin ist der unterlegene Bewerber DABP, Antragsgegnerin ist die sächsische Medienanstalt SLM, die das Verfahren federführend für die Medienanstalten geleitet hatte. Antenne Deutschland, ein Venture von Media Broadcast und Absolut Digital, will das Sendenetz des zweiten Bundesmuxes erst aufbauen, wenn die Zuweisung Bestandskraft hat - also, wenn ein rechtskräftiges Urteil vorliegt.
Hintergrund: Zweiter DAB+-Bundesmux.
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14.2.2018 • Digitalradio: Klaren DAB+-Sound auch im Kabel genießen?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Mit DAB+ Radio digitalen Klang genießen“ - das geht auch in Kabelnetzen, so heute das Digitalradio Büro Deutschland. DAB+ biete terrestrisch „klaren, digitalen Empfang ohne zusätzliche Kosten für einen Internetzugang“. Verwiesen wird desweiteren auf die vom bayerischen Netzbetreiber M-Net durchgeführten Tests. „Mit DAB+ Radio digitalen Klang genießen“ kann man allerdings beim zweiten Beispiel, dem Schweizer Netzanbieter UPC, nicht. UPC sendet die DAB+-Programme proprietär in einem terrestrisch nicht genutzten Frequenzbereich, für den die Tuner der in Europa handelsüblichen DAB+-Radios nicht ausgelegt sind. Für UPC sind daher spezielle Empfänger erforderlich.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Büro vom 14.2. | Hintergrund: DAB+ im Kabel.
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12.2.2018 • Schweiz: DAB+ doch im UPC-Kabel - aber mit Spezialradios
DAB-Logo Schriftzug Im Juni 2017 hatte der Schweizer Kabelanbieter UPC seine Pläne zu den Akten gelegt, im Zuge der Kabeldigitalisierung den Hörfunk von UKW auf DAB+ umzuschalten. Jetzt wirbt das Unternehmen auf seiner Website „DAB+ Cable“: „In der Schweiz wird analoges Radio (UKW-Radio via Luft und Kabel) mittelfristig durch die digitalen Radiostandards DAB+ und DAB+ Cable abgelöst.“ UPC unterstellt, dem Rechnung zu tragen, und biete nun mittels „DAB+ Cable ... ein vielfältiges, überregionales Radioprogramm“ von „rund 70 Sendern“.
Bei Begriff und Logo „DAB+ Cable“ handelt es sich jedoch nicht um einen offiziellen technischen „Standard“, sondern nur um eine Werbemarke von UPC. Das digitale UPC-Kabelradio sendet oberhalb des üblichen Empfangsbereiches, der bis 240 MHz reicht. Der Kanal 13 (zwischen 230 und 240 MHz) ist in Deutschland terrestrisch für militärische Aufgaben reserviert, könnte im Kabel aber genutzt werden. DAB+ im UPC-Kabel sendet oberhalb von 240 MHz, weshalb spezielle Radios mit erweitertem Frequenzbereich notwendig sind. UPC nennt zur Zeit fünf Produkte, die z.T. offenbar erheblich teurer sind, als die für UPC nicht geeigneten Pendants mit den international üblichen Tunern. Das war ein GRund für die bereits im Versuchsstadium vom Verbraucherschutz geübte heftige Kritik an der firmeneigene Insellösung hatten Verbraucherschützer kritisiert.
Quelle: Radioseite von UPC Schweiz | Hintergrund: DAB+ und Kabelradio.
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10.2.2018 • Schweiz: Digitale Plattformen mit 61% des Radiokonsums
DAB-Logo Schriftzug „Radioprogramme werden in der Schweiz Ende 2017 bereits zu 61 Prozent digital konsumiert. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung ist das in der Deutschschweiz immer opulärer werdende DAB+.“ Zahl und Einschätzung teilt die Schweizer Medienbehörde Bakom unter Berufung auf die Migrations-AG DigiMig mit.
Demnach liegt der DAB+-Anteil am gesamten Radiokonsum bei 34 Prozent (+11 Prozent seit Herbst 2015). 66 Prozent der DAB+-Nutzung passiert zuhause, 29 Prozent im Auto. Die Nutzung digitaler Plattformen fürs Radiohören stieg damit in der Schweiz binnen eineinhalb Jahren um zehn Prozent, während die UKW-Nutzung von 51 auf noch 41 Prozent abfiel.
Bis Mitte 2017 wurden im Nachbarland (8,4 Mio. Einwohner) 3,25 Mio. DAB+ Radiogeräte verkauft. Die Kfz-Ausstattung habe sich innerhalb eines Jahres auf 750.000 Fahrzeuge „fast verdoppelt“. DAB+-Radios werden inzwischen in zwei Dritteln aller Neuwagen als Serienausstattung ab Werk eingebaut.
In der Schweiz ist der UKW-Ausstieg fest geplant. Die Kampagne „Radio zieht um“ bereitet schon jetzt auf die UKW-Abschaltungen vor, die zwischen Anfang 2020 und 2024 vorgesehen sind.
Quelle: Presseinfo von Bakom vom 9.2. und Dokumente | Hintergrund: DAB+-Homepage CH.
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9.2.2018 • DVB-T2 HD: ARD Alpha und 3. aus Bremen ab 2019 nativ in HD
ARD Alpha wird „voraussichtlich ab Januar 2019“ nativ über Astra in HDTV verbreitet. Die ARD gehe davon aus, dass die HDTV-Variante des vom BR produzierten Bildungskanals von den Kabelnetzbetreibern übernommen werde, so ein BR-Sprecher des gegenüber Infodigital. In Bayern werde das Programm über DVB-T2 HD bereits in Full HD ausgestrahlt, jedoch wird es derzeit jedoch vom SD-Format hochkonvertiert. Der BR will die Produktionsinfrastruktur für ARD Alpha im Laufe des Jahres für HDTV ausstatten.
Auch Radio Bremen ist mit Investitionen von 5,4 Mio. Euro in die Infrastruktur dabei, die Infrastruktur auf HDTV umzustellen. Im 1. Quartal 2019 soll senderseitig auf natives HDTV umgeschaltet werden.
Quelle: Meldung von infosat.de vom 9.2. | Hintergrund: DVB-T2 HD in Bayern und Bremen.
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9.2.2018 • England: Steht der Einstieg in den UKW-Ausstieg bevor?
DAB-Logo Schriftzug In England werden für 49,9 Prozent (+9 Prozent) des Radiokonsums digitale Plattformen genutzt, 62 Prozent der Briten hören Radio mindestens einmal in der Woche mit einem Digitalgerät. Das teilt der Forschungsverbund Rajar für das 4. Quartal 2017 mit. Die 50 Prozent-Quote, ab der Parlament und Regierung den UKW-Ausstiegsplan auf den Weg zu bringen wollen, wurde 2017 also nur knapp verpasst.
Über alle Plattformen schalten 48,9 Mio. (90 Prozent) der Briten über 15 Jahre täglich das Radio ein - und hören wöchentlich im Schnitt 21,3 Stunden. So kommen wöchentlich rund 1,04 Mrd. Stunden Radiokonsum zusammen. Davon entfallen etwa 518 Mio. Stunden auf die Digital-Plattformen. Daran ist DAB mit 377 Mio. Stunden bzw. 73 Prozent beteiligt. Bezogen auf die Gesamthördauer entspricht das 36,3 Prozent. Online und Apps tragen 8,5 und DigitalTV 5,1 Prozent bei.
Radio Joint Audience Research (Rajar) ist ein Forschungsverbund der BBC und von Verbänden der Privatradios.
Quelle: Datenblatt von Rajar vom 8.2. | Hintergrund: DAB+.
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8.2.2018 • Digitalradio: Ein Programm, 2. Standort für Augsburg-Mux
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der BLM-Medienrat hat heute Hitradio RT1 Nordschwaben für einen zusätzlichen Sendeplatz im Augsburger Kanal 9C bis zum 30. Juni 2020 und im Simulcast mit UKW zugelassen. Laut BLM wird das Sendegebiet ab dem 2. Quartal um den Sendestandort Hühnerberg erweitert. Im K 9C werden dann rund 890.000 Einwohner in und um Augsburg und in den Landkreisen Aichach-Friedberg, Dillingen/Donau und Donau-Ries versorgt. RT1 Nordschwaben und der Sender Hühnerberg waren bereits für 2014 angekündigt worden.
Vor wenigen Tagen hatte der Hörfunkausschuß des Medienrats außerdem Ausschreibungen eines Programmplatzes für den neuen Niederbayern-Mux (K 7D spätestens ab 3. Juli) und für zwei Plätzen im Oberpfalz-Mux beschlossen. Damit würden die für beide Muxe bis zu sechs vorgesehenen Lokalradios erreicht.
Für Augsburg soll nach Angaben der BLM noch eine Ausschreibung bevorstehen: Radio Schwabmünchen hatte bereits angekündigt, dort „mit Antenne ab Frühjahr über DAB+ Digitalradio“ zu senden.
Quelle: Presseinfo der BLM vom 8.2., Ergebnisinfo des Hörfunk-Ausschusses vom 1.2. | Hintergrund: DAB+ für Bayern.
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8.2.2018 • Digitalradio: GroKo will Hybridradios von vorn diskutieren (2)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Der Verein Digitalradio Deutschland begrüßt das Bekenntnis zu DAB+ im Koalitionsvertrag“. Das Regierungsprogramm von CDU/CSU und SPD wird als Unterstützung für „modernen Radio mit einer krisenfesten Infrastruktur, einer breiten Programmauswahl und noch genaueren Verkehrsinformationen für alle Autofahrer“ bewertet.
Begrüßt werden auch die Festlegungen zur europaweiten Sicherung der Interoperabilität des Radioempfangs, wonach „eine digitale Schnittstelle (...), zum Beispiel für DAB+,“ in Radios eingebaut sein soll. „Nur so kann Radio zukunftsfähig und die Nutzung in der gesamten EU möglich bleiben.“ dann könnten sich alle Verbraucher, vor allem die Autofahrer, „darauf verlassen, dass ihr Radio auch im Ausland alle verfügbaren Programme empfängt“, wird hervorgehoben.
Quelle: Presseinfo von DRD vom 8.2. | Hintergrund: DAB+.
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8.2.2018 • AGF: Erste Schritte im Januar
Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung Die AG Fernsehforschung (AGF) meldet zum Stichtag 1. Februar 37,36 (Vormonat: 37,16 Mio.) digital empfangende Fernsehhaushalte in Deutschland. Das entspricht einem Digitalisierungsgrad von 96,3 (95,8) Prozent. Demnach erhöhte sich die Zahl der Digitalhaushalte seit dem Jahreswechsel um etwa 200.000. Entsprechend verbleiben - bei 38,8 Mio. TV-Haushalten insgesamt - noch rund 1,44 Mio. analog empfangende TV-Haushalte in Deutschland.
Es handelt sich dabei ausschließlich um Kabel-Haushalte und wesentlich um Kunden von Vodafone/Kabel Deutschland; das Unternehmen hatte im Januar ein Pilotprojekt zum Analogausstieg durchgeführt. Ein für begleitende PR-Aufgaben gegründetes Projektbüro ging im Januar von etwa 3,2 Mio. Haushalten aus, die mit ihren Erst- und/oder Zweitfernsehern betroffen sein werden.
Quellen: Monatsstatistik der AGF per 1.2.2018, AGF-Übersicht seit 2001.
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7.2.2018 • Digitalradio: GroKo will Hybridradios von vorn diskutieren (1)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 CDU, CSU und SPD haben sich im heute vorgelegten Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode dafür ausgesprochen, Radios mit hybriden Tunern auszustatten. Das soll ins Telekommunikationsgesetz aufgenommen und auf europäischer Ebene unterstützt werden.
Zum digitalen Hörfunk finden sich folgende Formulierungen im im Koalitionsvertrag:
Wir werden die Regelungen zur Interoperabiltät in §48 Telekommunikationsgesetz (TKG) angesichts der veränderten Anforderungen an den digitalen Hörfunk weiterentwickeln, um das Digitalradio als niedrigschwelliges Medium zu stärken. Wir werden unter Einbeziehung aller Akteure im Digitalradio Board Maßnahmen entwickeln, um die Digitalisierung des Hörfunks weiter voranzutreiben. (Zeile 2150)
(...)
Wir setzen uns für eine Interoperabilitätsverpflichtung für Digitalradiogeräte auch auf europäischer Ebene ein. (Zeile 2226)
Nach mehreren Ablehnungen des Themas hatte die bisherige GroKo letztes Jahr doch noch eine Novelle des §48 TKG dazu vorgeschlagen, die nun aber wohl von Neuem im Digitalradio-Board (aus dem sich der VPRT verabschiedet hatte) diskutiert werden soll. Die Absicht, „die Digitalisierung des Hörfunks weiter voranzutreiben“, ist im Übrigen eine sehr unkonkrete Zielstellung. Auf EU-Ebene sind Regelungen zum hybriden Radioempfang unterdessen auch ohne deutsches Engagement recht weit gediehen.
Nicht mehr die Rede ist von einem UKW-Ausstieg, der während der Sondierungsphase im Gespräch gewesen sein soll, aber von den beiden großen Privatradio-Verbänden sogleich heftig angegriffen wurde. Stattdessen wird das Broadcast-Prinzip für Radio und Fernsehen (und damit die Verlagerung der Rundfunk-Verbreitung zugunsten der Telekoms) angegriffen:
Wir werden die Weiterentwicklung innovativer Rundfunksysteme im digitalen Zeitalter auch auf europäischer Ebene absichern (Sicherung Übertragungskapazitäten, 5G). (Zeile 2223)
Der 177seitige Koalitionsvertrag wird nun den Spitzengremien der Unionsparteien und der Mitgliedschaft der SPD zur Abstimmung vorgelegt.
Quelle: Koalitionsvertrag vom 7.2. (letzter Entwurf, 12.45h) | Hintergrund: DAB+.
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6.2.2018 • Digitalradio: Veranstalter-Ini für raschen Umstieg auf DAB+
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 In der Interessengemeinschaft Digitaler Rundfunk Deutschland haben sich jetzt einige kleine Radioveranstalter zusammengeschlossen. Sie wollen Digitalradio vorantreiben - im Gegensatz zu den Verbänden der Branchengrößen VPRT und APR.
Eine erste Presseerklärung greift mögliche Pläne der neuen GroKo auf und fordert (im Gegensatz zu VPRT und APR) „einen raschen Umstieg von UKW auf DAB+“. Das „wäre im Zuge einer vorgesehenen bundesweiten Digitalisierungsoffensive der neuen Regierung nur konsequent“, so der Sprecher Peter Maisel. Die Angst „einzelner Programmveranstalter“ vor einem UKW-Ausstieg sei unverständlich - schon wegen der Energieeffizienz von DAB+ und der sich daraus ergebenden günstigen Kosten. Das ermögliche zugleich „erstmals einen freien Wettbewerb zwischen etablierten und neuen Radioprogrammen“. Die wachsenden Hörer- und Verkaufszahlen belegten die steigende Attraktivität des digitalen Programmangebots. „In zahlreichen Regionen Deutschlands verfügen bereits heute über 30% der Haushalte über ein Digitalradio“ und ebenso 40 Prozent der Neuwagen, heißt es weiter.
In der Interessengemeinschaft haben sich Radio Augsburg, Mega Radio, Kultradio, St. Michaelsbund, Ilmwelle, Absolut Hot, Radio Hashtag+, Schlagerparadies, Schwarzwaldradio, Lulu.fm und Antenne Sylt zusammen gefunden.
Anmerkung : Im Ergebnispapier der Sondierung vom 12.1. kommt das Thema Hörfunk jedoch nicht vor.
Quelle: Meldung von radioszene.de vom 5.2. | Hintergrund: Sondierung - Ergebnisse vom 12.1., DAB+.
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5.2.2018 • Digitalradio: BR mit umfangreichen Ausbauplänen für 2018
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Bayerische Rundfunk plant im Jahresverlauf einen umfangreichen Ausbau seiner DAB+-Sendeanlagen. Das betrifft sowohl den landesweiten BR-Mux im Kanal 11D als auch die regionalen Multiplexe. Genaue Termine wurden nicht angegeben. Bereits angekündigt ist die zwischen Anfang Mai und Ende Juni vorgesehene schrittweise Teilung des bisherigen Regionalmuxes für Niederbayern und die Oberpfalz, für die zugleich Lokalradios zugelassen wurden. Anfang Juli könnte es auch Änderungen der BR-Programme geben. Im Einzelnen wurde mitgeteilt:
Landesweiter Mux : Der Kanal 11D bekommt ab dem Sommer neue Standorte: Wasserburg, Altenstadt an der Waldnaab, Rothenburg ob der Tauber, Mainburg, Neuötting, Einödriegel, Memmingen, Markt Wald und Ludwigsstadt.
Niederbayern (neu) : Die bisherigen K 12D-Standorte Landshut, Brotjacklriegel, Passau und Deggendorf wechseln in den neuen Kanal 7D. Das neue Regionalnetz wird um Sendeanlagen in Rattenberg, Pfarrkirchen, Dingolfing und ab Jahresmitte auch Mainburg und am Einödriegel erweitert. Neue Lokalradios sind Radio Trausnitz, Radio AWN, UnserRadio Passau/Deggendorf, Radio Galaxy Landshut und Radio Galaxy Passau/Deggendorf.
Oberpfalz : Die Versorgung erfolgt nach der bis Ende Juni 2018 vorgenommenen Trennung weiter über den K 12D, hinzu kommen die Standorte Ochsenkopf und Dillberg. Zugelassen wurden Radio Charivari Regensburg, Gong fm, Radio Ramasuri, Radio Galaxy Amberg/Weiden.
O'bayern/Schwaben : Für den K 10A sind in der ersten Jahreshälfte Tegernsee, Bad Tölz, Eichstätt, Hohenpeissenberg, Pfronten, Reit im Winkl, Wasserburg und Untersberg geplant. Später folgen Neuötting, Berchtesgaden Jenner, Memmingen und Markt Wald.
Franken-Netze : Der Netzausbau geht ab Ende Mai weiter. Vorgesehen sind Treuchtlingen und Rothenburg oT ((Mittelfranken K 8C), Burgsinn (Unterfranken K 10A) und Ludwigsstadt (Oberfranken K 10B).
Quelle: Presseínfo des BR vom 5.2. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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5.2.2018 • Digitalradio: Internationale Front für EU-weite Hybrid-Pflicht
DABplus-Logo Schriftzug EUROPA In einer gemeinsamen Erklärung fordern die European Broadcast Union (EBU), die European Digital Radio Alliance (EDRA) und WorldDAB, „dass alle künftig in der EU verkauften Radiomodelle über eine Schnittstelle zum digitalen Radioempfang, z.B. für DAB+, verfügen sollen. Nur so könne Radio zukunftsfähig und die Nutzung in der gesamten EU möglich bleiben.“
Solche Festlegungen zur Interoperatibilität von Radios sollen in einem künftigen EU-Rundfunkcodex („European Electronic Communications Code“) aufgenommen werden, der im Entwurf vorliegt. Das werde dazu beitragen, „die Einführung von Digitalradio in der EU zu beschleunigen - und dadurch Innovation und Wettbewerb (zu) fördern, Größenvorteile (zu) schaffen und die Interoperabilität und grenzüberschreitende Portabilität von Geräten (zu) gewährleisten“.
Das Medium Radio erreíche 87 Prozent der Europäer und sei auch digital „eine sichere, zuverlässige, beliebte und kostenfrei empfangbare Plattform“, heißt es weiter. Zuverlässige Verkehrs- und Notfallinformationen gehören dazu. DAB+ effektiviere die Frequenznutzung erheblich. Eine europaweite Digitalisierung trage zudem zum Binnenmarkt bei.
Neben der EU-Initiative hat u.a. Italien kürzlich die Verpflichtung auf hybride Radiotuner ab 2020 beschlossen. Die alte Bundesregierung hatte eine Hybrid-Vorgabe formuliert, die 4. TKG-Novelle blieb jedoch unerledigt.
Fast alle DAB+-Radioprodukte zeigen unterdessen, dass digitaler und analoger Radioempfang in einem Gerät Alltag sein kann.
Quelle: Presseinfo von Digitalradio Büro vom 5.2. | Hintergrund: Statement, DAB+, DAB+-Radios (dehnmedia-Datenbank).
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1.2.2018 • Digitalradio: Privatradios bald auch für Brandenburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die MABB hat vorgestern 23 der 24 Bewerber für den neuen Berlin-Brandenburg Mux und den Berliner DAB+-Mux zugelassen. Ein Auswahlverfahren war unnötig, weil die Senderessourcen für alle Interessenten ausreichen.
Der neue Zweiländer-Mux (K 12D) soll 14 Programme umfassen. Im neu belegten Berlin-Mux senden neun Radios. Darunter ist überraschend Nice Radio, das im Dezember seinen Ausstieg bei DAB+ erklärt hatte. In diesem Mux sind weitere Sendeplätze verfügbar. Die Berliner DAB+-Hörer bekommen elf neue Programme, von denen sechs dort exklusiv digitalterrestrisch verbreitet werden. Hier die Verteilung der Programme auf die beiden Muxe:
Neuer Berlin/Brandenburg-Mux K 12D Neubelegung Berlin K 7B




Wann die Änderungen im Berliner Kanal 7B wirksam werden und der Kanal 12D auf Sendung geht, dessen Technik Media Broadcast verantwortet, bleibt offen. Laut BNetzA sind für den Kanal 12D zur Zeit der Berliner Fernsehturm am Alex und die brandenburgischen Standorte Cottbus, Hohenleipisch, Michendorf und Pritzwalk koordiniert. Der RBB unterstützt die Neubelegung des K 7B und zieht am 1. März SWR Aktuell und Bayern Plus von dort in seinen Berlin-Mux (K 7D) ab.
Die Zulassung von Megaradio wurde abgelehnt. Dazu teilt MABB-Direktorin Anja Zimmer mit: „MEGA Radio konnte den Medienrat nicht davon überzeugen, dass das Programm vollständig unter ihrer alleinigen medienrechtlichen Verantwortung steht.“ Zum Hintergrund heißt es: Megaradio übernimmt täglich 12 Stunden vom russischen Staatssender Rossija Segodnya gegen Bezahlung. Gegen diese Entscheidung können Rechtsmittel eingelegt werden. Aus dem bisherigen K 7B-Angebot ist auch das französische Musikradio FG.Chic (keine Bewerbung) nicht mehr dabei.
Quelle: Presseinfo der MABB vom 1.2. | Hintergrund: DAB+ in Berlin, Brandenburg.
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1.2.2018 • Digitalradio: Galaxy Bayern jetzt in München und Augsburg
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Heute wurde das Jugendprogramm Radio Galaxy in den DAB+-Lokalmultiplexen München (Kanal 11C) und Augsburg (Kanal 9C) aufgeschaltet.
Der BLM Medienrat hatte die Zulassung nur bis zum Oktober 2018 befristet. In beiden Regionen ist keine der 13 lokalen Galaxy-Ableger empfangbar, so dass keine Irritationen bei Höreren oder Kunden zu erwarten seien, so der Medienrat. Die landesweite Welle für 14-29jährige Hörer war seit August nach der Netzumstellung in Bayern und der Aufgabe des landesweiten Privatradionetzes nur Online zu empfangen.
Quelle: Info von BDR vom 31.1. | Hintergrund: DAB+ in Bayern.
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1.2.2018 • Digitalradio: „Lokale Reichweite, bundesweite Strahlkraft“
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die gestern „erfolgreich“ gestarteten DAB+-Lokalmuxe in Leipzig und Freiberg haben für Mike Lehmann, Geschäftsführer des Netzbetreibers Divicon, eine dreifache Funktion. Sie bringen „frische Impulse“ für lokale Informationsvielfalt, nutzen der weiteren Durchdringung von DAB+ und „lenken den Fokus auf die Wichtigkeit von Wettbewerb im Sendernetzbetrieb“. Das Projekt werde „trotz lokaler Reichweite bundesweite Strahlkraft entwickeln“.
Quelle: Presseinfo von Divicon Media vom 31.1. | Hintergrund: DAB+ in Sachsen, Small Scale-Projekt.
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1.2.2018 • Digitalradio: Peilt die GroKo ein UKW-Abschaltdatum an?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Zum Erhalt der medialen Vielfalt werden wir das Digitalradio als niederschwelliges Medium weiterentwickeln. Damit mittelfristig Digitalradio das UKW-Angebot vollständig ersetzt, werden wir bis zum Ende der Legislaturperiode (das ist Ende 2021, dehnmedia) ein Abschaltdatum festsetzen.“ Dies sollen die GroKo-Verhandler in einem Ergebnispapier vereinbart haben.
Noch bevor das offiziell publik wurde, wehren sich die Privatfunk-Verband VPRT und APR vehement gegen diese Positionierung auf Bundesebene. Der Bund sei für Rundfunkpolitik nicht zuständig, so der APR. „Eine UKW-Abschaltung durch die Hintertür des Koalitionsvertrags“ würde „die Existenzgrundlage der Privatradios in Deutschland in Frage stellen“, so der VPRT. Ein Abschaltdatum dürfe erst festgelegt werden, wenn die analoge Radionutzung zehn Prozent unterschreite.
Die bisherige GroKo hatte eine Hersteller-Verpflichtung auf hybride Tuner in Radios jahrelang verzögert. Eine gemeinsame Roadmap aller Interessierten scheiterte vor einem Jahr am Auszug des VPRT.
Quelle: Meldung von satnews, Presseinfo von VPRT und APR vom 1.2.
Hintergrund: Sondierung - Ergebnisse vom 12.1., DAB+-Roadmap.
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1.2.2018 • Kabel: Vorerst keine DAB+-Einführung im M-Net Kabel
Kabelanschluß Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der bayerische Kabelnetzanbieter M-Net beabsichtigt zur Zeit nicht, digitales Radio in seinen Netzen mittels DAB+ anbieten zu wollen. Das erklärte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage von dehnmedia. Es habe jedoch gegen Ende 2017 entsprechende Tests im Kanal 13 und in Zusammenarbeit mit dem BR gegeben.
Der Schweizer Netzanbieter UPC hatte 2016 kabelbasiertes Radio mit DAB+ regional getestet. Aufgrund geringer Kundennachfrage habe man das Vorhaben zu den Akten gelegt. UPC hatte die Programme außerhalb DAB-üblichen Frequenzen verbreitet. Interessierte Kunden waren daher gezwungen, ein spezielles Radio für 119 Euro zu erwerben.
Quelle: Eigene Recherche, Meldung vom 31.1. | Hintergrund: DAB+ und Kabelradio.



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