Home DVB-T2 Digitalradio Empfang Geräte Archiv Allgemein Aktuell
Aktuelles rund um den terrestrischen Rundfunk

Auf diesen Seiten finden Sie Nachrichten des laufendes Monats. Ältere News können im Monats-Archiv nachgeschlagen werden.

Hinweis: Zum Lesen verlinkter PDF-Dateien benötigt man das Programm Acrobat Reader. Es kann hier kostenlos bezogen werden.

27.10.2021 • Digitalradio: Noxx - offiziel ab dem 2. November
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Mit ein paar Tagen Verzögerung startet der Musikkanal Noxx für die Zielgruppe der 20- bis 39jährigen am 2. November offiziell im neuen landesweiten DAB+-Ensemble für NRW. Der musikbasierte Sender setzt an die unter Noxx laufenden Abendsendungen an, die Radio NRW den Lokalradios des Landes zuliefert. Die 24/7-Variante werde zusätzlich zu diesen UKW-Aktivitäten ausgestrahlt.
Mit der Marke ist man zum Start des Ensembles am 29. Oktober auf digitalterrestrischer Sendung - jedoch bis zum 2. November nur mit einem automatisierten Musikprogramm.
Quelle: Meldung von infosat vom 27.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios NRW.
Zum Seitenanfang

27.10.2021 • Digitalradio: Thüringen-Mux sendet fünf Privatradios
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Plattformbetreiber Divicon Media hat heute das DAB+-Ensemble für Privatradios in Thüringen im Block 12B aufgeschaltet. Zunächst sind Antenne Thüringen, Antenne Thüringen Classics, Radio Top40, 89.0 RTL und Schlager Radio on air.
„Weitere Programme sind zur Aufschaltung bis Ende des Jahres vorgesehen“, teilt Divicon Media mit. Die von der Landeshauptstadt Erfurt (Chamissostr., max. 2 kW) und Weimar (Ettersberg, 10 kW) aus verbreiteten Programme können rund 300.000 Thüringer die Programme ab sofort empfangen. „Der landesweite Ausbau erfolgt modular in den nächsten Jahren“, ergänzt die Medienanstalt TLM. Laut BNetzA-Standortliste sind rund ein Dutzend weitere Senderstandorte koordiniert.
Man komme damit den Wünschen vieler Radiohörer ebenso wie dem Interesse der Radioveranstalter entgegen, „DAB+ zur Weiterentwicklung ihrer Verbreitungsstrategie zu nutzen, neue Hörer zu erreichen, entsprechende Vermarktungsansätze zu verfolgen und sich damit für die digitale Zukunft optimal aufzustellen“, so Divicon-Chefin Martina Rutenbeck. Sie verwies auch auf den Digitalisierungstrend auf der
Empfangsseite und den Digitalisierungsbericht 2021: 2020/2021 wurde ja rund 5 Mio. DAB+fähige Radios verkauft.
Die Medienanstalt TLM hatte im November 2019 ausgeschrieben. Dabei wurde die jetzt realisierte, im Vergleich zu anderen aktuellen Projekten zurückhaltende Versorgung vorgegeben. Seit Vergabe der Plattform-Lizenz an Divicon Media liefen die technischen Vorbereitungen und Verhandlungen mit interessierten Programmen. Anfragen bundesweit zugelassener Veranstalter hätten erkennen lassen, dass „der Programmmultiplex gefüllt sein“ sollte, so TLM-Direktor Jochen Fasco im Juli 2021.
Quelle: Presseinfos von Divicon, TLM vom 27.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios Thüringen.
Zum Seitenanfang

27.10.2021 • TV-Verbreitungswege: Nichts geht ohne Broadcast
Satellit, Kabel und Antenne bleiben mit zusammen 34 Mio. Haushalten der wichtigste Ausspielweg für das Fernsehen obwohl 25 Mio. Haushalte (67 Prozent) für den Bewegtbildempfang zusätzlich auch das Internet nutzen. Dabei wird das Fernsehgerät immer unwichtiger. Das ist ein wichtiges Ergebnis des Digitalisierungsberichtes Video 2021 der Medienanstalten.
Während der Anteil des Kabels mit 43,7 (2020: 43,6) Prozent am Empfangsmarkt stabil blieb, ging der Sat-Anteil von 44,1 auf 43,5 Prozent leicht zurück. Der Anteil der Antenne (DVB-T2 HD) stieg von 6,3 auf 6,7 Prozent. Rückläufig entwickelte sich auch der Anteil von IPTV-Haushalten (von 10,6 auf 10,1 Prozent). Der Anteil der „Cord Cutter“, die Bewegtbildinhalte ausschließlich online nutzen, stieg von 2,9 auf 4,7 Prozent bzw. bei 1,8 Mio. Haushalten.
Verteilung der Empfangswege Grafik: Die Medienanstalten (klickbar).
In Deutschland gelten 38,7 von 40,8 Mio. (95,1 Prozent) Haushalten als Fernsehhaushalte. Von ihnen haben 84,5 Prozent mindestens ein HDTV-fähiges, 29,6 Prozent (35,1 Prozent der HD-Haushalte) mindestens ein UHD-geeignetes TV-Gerät. Mehr als einen Fernseher besitzen knapp 43 Prozent.
Laut Media Broadcast, Betreiber der terrestrischen HD-Plattform Freenet, nutzen über 2,6 Mio. Haushalte DVB-T2 HD. Der Anteil der Zuschauer, die Mobilgeräte aller Art nutzen, habe sich seit 2019 von rund 1,4 auf 3,5 Mio. erhöht - also verdreifacht. „Ein weiteres Wachstum der DVB-T2 HD-Haushalte ist zu erwarten, wenn ab Mitte 2024 das Recht zur Umlage der Kabel-TV-Entgelte auf die Miete im Rahmen der beschlossenen Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) wegfällt“, sieht das Unternehmen voraus. Der Fall des „Nebenkostenprivilegs“ stelle 12 Mio. Miethaushalten die Wahl des Empfangsweges frei.
Quellen: Presseinfos der Medienanstalten, von Media Broadcast vom 26.10., Statistikteil.
Zum Seitenanfang

26.10.2021 • Digitalradio: Schlager und plattdeutsch beim NDR ab 1.11.
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wie angekündigt nennt der NDR am 1. November sein Digitalradio NDR Plus in NDR Schlager um. „Schlager finden in den meisten populären Radioprogrammen kaum noch statt“, so die stellvertretende NDR-Intendantin Andrea Lütke. Man bekenne sich nun „offensiv“ zu dem Genre. Im neuen Konzept finden täglich auch plattdeutsche Angebote Raum. Produziert wird der in Hannover. Die Verbreitung erfolgt über DAB+, DVB-T2, Astra, Apps und Online.
Quelle: Presseinfo des NDR vom 26.10. | Hintergrund: NDR auf DAB+ in Hamburg, MVP, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen.
Zum Seitenanfang

24.10.2021 • Digitalradio: Sachsen-Ausschreibung ist veröffentlicht
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die angekündigten SLM-Ausschreibungen zu den geplanten fünf DAB+-Ensembles liegt jetzt vor. Gesetzt sind Bewerber, die in Sachsen per UKW senden. Darüber hinaus „haben jene Antragsteller Vorrang, deren Programme einen signifikanten Anteil redaktioneller Beiträge über das jeweilige Verbreitungsgebiet enthalten und insofern einen größeren Beitrag zur Programm- und Meinungsvielfalt im Sendegebiet erwarten lassen“, formuliert die SLM. Zulassungen werden für zehn Jahre vergeben. Bewerbungen werden bis zum 2. Dezember entgegen genommen.
Wie bekannt soll eine landesweite Bedeckung in drei Teilgebieten regionalisiert werden, wie es die klickbare SLM-Grafik darstellt. Diese ist, so die SLM, „auch für die Übertragung landesweiter Angebote mit zeitweise unterschiedlichen Sendungen nutzbar“. Damit öffnet sich die SLM für Regionalisierungen auf der Basis von Auseinanderschaltungen eines Programms für diese drei Gebiete. Eine weitere Bedeckung wurde landesweit, jedoch nicht regionalisiert, ausgeschrieben. Für Dresden ist eine lokale Bedeckung vorgesehen. Hier noch einmal eine kurze Beschreibung aller ausgeschriebenen Multiplexe:
Leipzig und die Landkreise Leipzig und Nordsachsen.
Chemnitz und die Landkreise Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Vogtlandkreis und Zwickau.
Dresden und die Landkreise Bautzen, Oberlausitz, Meißen und Sächsische Schweiz Osterzgebirge.
Das gesamte Gebiet des Freistaats Sachsen.
Dresden samt näherer Umgebung soll eine lokale Bedeckung bekommen.
Die Ausschreibung erfolge „vorbehaltlich der Zuordnung geeigneter Übertragungskapazitäten durch die Sächsische Staatskanzlei“, schreibt die SLM weiter. Diese kann das aber erst tun, wenn die Bundesnetzagentur die erforderlichen Ressourcen koordiniert und freigegeben hat. Wie das Beispiel des vor gut einem Jahr von der SLM zugelassenen Chemnitzer Small Scale Muxes zeigt, kann gut Ding durchaus Weile haben.
Nachdem BNetzA in der Sache wohl eher in den Startlöchern steht, gibt es auch noch keinen Sendenetzbetreiber. Die SLM will dazu eine Einigung der Bewerber herbeiführen. Wenn das nicht klappt, wird entsprechend der Rechtslage die Auswahl des Netzbetreibers an die BNetzA abgegeben.
Quelle: Ausschreibung vom 5.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios, Small Scale in Sachsen.
Zum Seitenanfang

24.10.2021 • Rundfunkbeitrag: „Flexibilität“ für Spartensender?
Beitragsservice Die Bundesländer wollen das Prinzip kippen, wonach ARD und ZDF über alle möglichen Sendewege alle Menschen erreichen sollen. Diese neue Strategie, propagiert mit dem Begriff „Flexibilität“, zielt darauf, die lineare Verbreitung ihrer TV-Spartenkanäle - also deren Ausstrahlung über Antenne, Satellit, Kabel - zu beenden. Darüber „dürfen“ die Gremien der Sendeanstalten selbst entscheiden.
Wie Malu Dreyer (SPD), RLP-Ministerpräsidentin und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Bundesländer, mitteilte, werden DasErste, das ZDF und die 3. Programme auf lineare Verbreitung verpflichtet. Dem kann man sich mit den Partnerkanälen 3Sat und Arte ebenfalls nicht entziehen. „Alle anderen Angebote sollen nach unserer jetzigen Vorstellung die Möglichkeit haben, tatsächlich auch neu zu entscheiden: Wollen sie ihre Angebote wirklich noch auf dem linearen Weg weiter ausstrahlen oder wollen sie es anders gestalten.“
Selbstverständlich sei das überhaupt keine Absage an die Spartenkanäle, macht Dreyer bereits jetzt deutlich, wie die Politiker die Verantwortung für solche Entscheidungen abschieben wollen. Dreyer: „Diese Flexibilisierung ist also gerade kein Freifahrtschein, sondern bedeutet mehr Verantwortung für die Anstalten.“ Funktioniert die Strategie, klopfen sich die Politiker auf die Schultern. Geht etwas schief, trägt die Politik keine Verantwortung und kann mit dem Finger auf die Sender zeigen.
Diese Spartenkanäle von ARD und ZDF könnten geschlossen oder in die Mediatheken abgeschoben werden.
Nachdem die Bundesländer bereits diese Grundrichtung vorgeben, folgen öffentliche Anhörungen im November. Bis sich das Schicksal der Spartenkanäle, eingebaut in einen neuen Medienstaatsvertrag der Bundesländer, entscheidet, dürfte es allerdings noch einige Jahre dauern. Dann wird man sehen, wie die Chefetagen und Rundfunkräte mit den Spartenkanäle umgehen.
Hintergrund ist die seit Jahren anhaltende Uneinigkeit der Bundesländer über eine Reform zwecks Einschränkung der Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Sender. Ungesagt bleibt, dass Einsparungen - z.B. durch Wegfall der linearen Verbreitung einzelner Programme - gerade nicht in mehr neue und bessere neue Fernsehinhalte einfliessen kann. Denn die KEF, die die Budgetwünsche der Anstalten verifiziert, darf gar keine Umschichtungen von Mitteln (hier: von Verbreitung auf Produktion) zulassen. Die KEF darf nur streichen. Die kostensparende Beschränkung ganzer Programme (und vielleicht einer Handvoll Neuproduktionen für die PR) auf die Mediatheken verschafft den Anstalten also keinen Freiraum für Investitionen in neue Inhalte.
Für die Zuschauer wird der Empfang vieler öffentlich-rechtlicher Angebote künftig nur über extra kostenpflichtige Verträge mit Telekoms möglich sein. Dadurch werden ältere und nicht zahlungskräftige Menschen von diesen Inhalten ausgeschlossen und eine digitale Spaltung erzeugt.
Die neue BR-Intendantin Katja Wildermuth schlug bereits den Umbau von ARD Alpha zu einem Online-Portal für Bildungsinhalte vor. RBB-Intendantin Schlesinger propagierte das Prinzip schon früher am Beispiel des Hörfunks.
Quelle: Meldungen von DWDL und DF vom 22.10. | Hintergrund: Rundfunkfinanzierung und Strukturdebatte.
Zum Seitenanfang

23.10.2021 • Tschechien: MW- und LW-Aus finanziert DAB+-Ausbau
Ab 2022 finanziert Ceský rozhlas (CRo) die weitere Entwicklung von DAB+ aus Einsparungen durch den Verzicht auf Mittel- und Langwelle. Auf einer Fachkonferenz kündigte der Technik-Chef Karel Zýka an, die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt Tschechiens werde den Netzausbau auf die Indoor-Versorgung konzentrieren. Das werde auch durch nun koordinierbare höhere Sendeleistungen möglich.
Der Abverkauf von Digitalradios verdoppele sich jährlich. Die Regulierungsbehörde CTU teilte zeitgleich mit, dass ab 2022 ein weiterer Multiplex auf den Weg gebracht werden soll. Die Firma Digital Broadcasting, die einen DVB-T2-Mux betreibt, habe sich auch an DAB+-Netzen interessiert gezeigt.
Quelle: Meldung von CR vom 19.10. | Hintergrund: DAB+ in Tschechien.
Zum Seitenanfang

23.10.2021 • Kroatien: Vom Versuch zur Lizenz für den Regelbetrieb
Die kroatische Behörde Hakom, zuständig für die Regulierung von Funknetzen, hat eine Lizenz für die Verbreitung eines Multiplexes an das Unternehmen Odašiljaci i veze d.o.o. (OIV) für den Zeitraum vom 16. November 2021 bis 31. Dezember 2036 vergeben. Der Staatsbetrieb betreut bereits mehrere DVB-T Multiplexe.
Wie die Behörde weiter mitteilt, läuft seit 2017 ein DAB+-Test mit dem bis zu 3 der rund 4 Mio. Einwohner versorgt werden. DAB+ ermögliche den Zugang zum digitalen Hörfunk samt Begleitdiensten und öffne neuen Radiostationen den Zugang.
Quelle: Presseinfo von Hakom vom 13.10. | Hintergrund: DAB+ in Kroatien.
Zum Seitenanfang

22.10.2021 • Frequenzen: Warnung vor einer 3. digitalen Dividende
Terrestrik Der Kampf um den Erhalt des UHF-Restspektrums für den Rundfunk und kulturelle Nutzer geht weiter. Die Unverzichtbarkeit des Rundfunks habe sich nicht erst in der Corona-Krise gezeigt, so die heute gegründete Allianz für Rundfunk- und Kulturfrequenzen. Diese kulturelle Vielfalt müsse erhalten bleiben und „Bestandteil der nationalen Position Deutschlands für die Weltfunkkonferenz 2023“ werden. Eine Online-Konferenz greift das Thema - auch mit Blick auf die Bundes-Koalitionsverhandlungen - am 1. Dezember auf.
Ein Verlust dieser hauptsächlich für DVB-T2 HD genutzten Frequenzen hätte nicht nur „unmittelbare Auswirkungen auf die Zuschauer:innen des terrestrischen Rundfunks“. Weil ein Teil des Frequenzbandes bisher für Funkmikrofone und -monitore reserviert ist, wären auch die Veranstalter von Events jeglicher Art und die Betreiber von Veranstaltungsorten - Kongresse, Konzerte, die Produzenten von Filmen und Rundfunksendungen - ebenso wie deren Publikum betroffen.
Diese bisherige Koexistenz „sichert Informationen, insbesondere auch im Katastrophenfall, sowie die deutsche Veranstaltungs-, Messe-, Kultur- und Kreativwirtschaft“, schreibt die Allianz. Entsprechend setzen sich die Gründungsmitglieder aus beiden Seiten zusammen. Zu ihnen gehören die ARD, Deutschlandradio, Media Broadcast, die Medienanstalten, die Initiative SOS – Save Our Spectrum, Sennheiser, der Privatfunkverband Vaunet, das ZDF sowie der Verband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI.
Hintergrund : Nach zwei Auktionen („digitale Dividende“) zugunsten des Mobilfunks wollen diese Unternehmen auch den Rest der UHF-Frequenzen (470 und 694 MHz bzw. Kanäle 21 bis 48) unter ihre Kontrolle bringen und geldwert vermarkten.
Quelle: Presseinfo der Allianz vom 21.10. | Hintergrund: Digitale Dividenden.
Zum Seitenanfang

22.10.2021 • Digitalradio: NKL-Radio Blau bald auf DAB+ in Leipzig
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das lokale Leipziger DAB+-Ensemble bekommt ab dem 1. November ein weiteres Programm: Das nichtkommerzielle Freie Radio Blau bekam dafür eine Lizenz der Medienanstalt SLM mit acht Jahren Laufzeit.
Das von Ehrenamtlichen produzierte und von UKW bekannte Programm will „städtische Diskussionen, regionale Geschichte sowie Einblicke in die Herkunftsländer migrierter Leipziger*innen in den Fokus nehmen. Wir werden weiterhin das kulturelle und politische Engagement lokaler Vereine, Initiativen und Künstler*innen vorstellen“, heißt es in einer Mitteilung.
Quelle: Info von Radio Blau vom 21.10. | Hintergrund: DAB+ und Small Scale DAB+ in Sachsen.
Zum Seitenanfang

22.10.2021 • England: Analog-Ausstieg wohl nicht vor 2030
Die britische Regierung hat frühere Entscheidungen zum Ausstieg aus analoger Radioverbreitung aufgehoben. Eine verpflichtende Abschaltung von UKW erfolge nicht vor 2030. Das wurde auf Grundlage einer Studie entschieden. Ältere Menschen, Nutzer älterer Autos oder Einwohner von Gebieten mit eingeschränkter DAB+-Versorgung sollen nicht benachteiligt werden.
Damit ist der „Digital Radio Action Plan“ von 2010 gegenstandslos. Dort wurde vorgeschlagen, eine Abschalt-Planung zu entwickeln, sobald der digitale Anteil an der Radionutzung 50 Prozent übersteigt. Das war spätestens 2020 der Fall, als dieser Wert bei 58 Prozent lag. Dabei senden im UK derzeit 570 Radiostationen über DAB+ und nur 300 analog (UKW und MW). Zudem wird das DAB+-Angebot in nächster Zeit durch zahlreiche lokale Multiplexe erheblich erweitert. Nach weiteren Angaben werden Ende des Jahres 48 Prozent der britischen Autos mit DAB+ ausgestattet sein, das sei der zweitbeste Wert nach Norwegen.
Für Bauer Media Audio stellte President Paul Keenan die Bedrohung des Hörfunks durch Gatekeeper - z.B. über vernetzte Lautsprecher - heraus. Er forderte die langfristige Sicherung des uneingeschränkten Zugangs der Hörer zu den Programmen und faire Bedingungen für die Verbreitung der Programme auf allen Plattformen. Derzeit betreffe 64 Prozent der Smartspeaker-Nutzung Liveradio.
Die Mittelwelle ziehe nur noch 3 Prozent der Nutzungszeit auf sich. Diese Anbieter sollten, so Studie und Regierung, einen Ausstiegsplan erarbeiten.
Quelle: Presseinfo der UK-Regierung vom 21.10. | Hintergrund: DAB+ in England.
Zum Seitenanfang

21.10.2021 • Digitalradio: Oldie Antenne mit bundesweiter Zulassung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Medienrat der Medienanstalt BLM hat ein neues Programm von Antenne Bayern zur bundesweiten DAB+-Verbreitung zugelassen. Oldie Antenne nimmt das Oldie-Format mit Songs von den späten 50ern bis in die frühen 90er Jahre des bisherigen Online-Kanals Oldies but Goldies auf. Medienpolitisch sei der neue Sender ein weiteres Bekenntnis des Anbieters zum Digitalradio DAB+, so der neue BLM-Präsident Thorsten Schmiege. Die Zustimmung der ZAK liegt bereits vor. Über den Sendebeginn ist nichts bekannt.
Das neue Nostalgie-Programm wird im NRW-Mux zu hören sein und hat sich um einen Programmplatz im Berlin-Brandenburger Block 12D beworben.
Nachtrag : Wie Antenne Bayern inzwischen informiert, ist ein „Marken-Relaunch für den Jahreswechsel 2022 geplant. Eine DAB+ Verbreitung in Nordrhein-Westfalen und im Saarland ist bereits fest vereinbart. Der Start in NRW wird voraussichtlich in den kommenden Monaten erfolgen. Die Verbreitung über weitere regionale DAB+ Multiplexe oder Plattformen wird angestrebt“, heißt es.
Quelle: Presseinfos von BLM, Antenne Bayern vom 21.10. | Hintergrund: DAB+ und Privatradios in Bayern.
Zum Seitenanfang

21.10.2021 • Digitalradio: Neues Warnsystem 2022 im Vergleichstest
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Im Frühjahr 2022 wird in Bayern ein neuer Test mit Notfall-Diensten gefahren. Dazu werden die Programme M94,5 (München) und max neo (Nürnberg) der Mediaschool Bayern in DAB+ gesendet. Sie werden von Durchsagen bzw. Informationen unterbrochen. Neben der bekannten DAB+-Funktion EWF geht es um TPEG2-EAW („Emergency Alerts and Warnings“), eine Erweiterung im System der Verkehrsmeldungen. Das bestätigte die Medienanstalt BLM gegenüber satnews.
TPEG2-EAW ist neben dem Mobilfunkdienst Cell Broadcast ein zweiter Weg, den das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) durchsetzen will. Beide Dienste könnten an das vom BBK betriebene Modulare Warnsystem (MoWaS) angeschlossen werden und dessen mehrsprachige Warnmeldungen über DAB+ oder Mobilfunk in Navigationssysteme einspielen. „Die Erprobung der Technologie wurde Ende September 2021 erfolgreich abgeschlossen“, so die Behörde. Jetzt werde eine aktualisierte Spezifikation beim ISO zur weltweiten Standardisierung eingereicht.
EWF hatte sich (wie der Hörfunk via Broadcast überhaupt) beim Warntag 2020 erfolgreich bewährt, braucht aber - wie TPEG2-EAW - ein Umfeld geeigneter Endgeräte auf Nutzerseite. Auf Mobilfunktechnik basierende Verfahren waren 2020 und bei den Flutkatastrophen im Juli 2021 gescheitert, nachdem diese Netze vielerorts zusammenbrachen.
Für das Projekt wird der bayernweit koordinierte DAB+-Block 10D genutzt. Das genaue Sendegebiet werde noch festgelegt.
Quelle: Meldung von satnews vom 20.10., Presseinfo des BBK vom 12.10. | Hintergrund: EWF; DAB+ und Privatradios in Bayern.
Zum Seitenanfang

20.10.2021 • Digitalradio: NRW-Mux ab 29.10. auf Sendung (upd)
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Das landesweite Privatradio-Ensemble für Nordrhein-Westfalen startet am 29. Oktober mit zehn Programmen. Mit Verweis auf spätere Starts werden nun 15 Programme genannt. Das bestätigt jetzt der Plattformbetreiber audio.digital NRW, eine Tochter der Media Broadcast. Die Programme ab dem Starttag werden wie folgt benannt und beschrieben:
Antenne NRWHits für 30- 59jährige (Veranstalter: Antenne Bayern, München).
EgoFMMusik aus allen Genres (Veranstalter: Radio Next Generation, München).
Energy NRWHits für die junge Zielgruppe, ab 2022 „mit einem deutlichen inhaltlichen Lokalbezug“ (Veranstalter: NRJ, Berlin).
KissFMBlack Urban Dance für unter 30jährige (Veranstalter: KissFM, Berlin).
KultHitRadiointeraktives Musikformat mit Kulthits (Veranstalter: Studio Gong, München).
NoxxModern-Pop-Musikformat für junge Erwachsene (Veranstalter: RadioNRW).
Radio21Für Rock-Liebhaber von 25 bis 55 J. (Veranstalter: NiedersachsenRock21).
Radio BollerwagenBallermann-Charts, Partykracher für 20-55jährige (Veranstalter: FFN-Gruppe, Garbsen).
Radio Teddy NRWKinder- und Familiensender (Veranstalter: Radio Teddy, Potsdam).
Schlager RadioSchlager und NRW-Infos (Veranstalter: Radio B2, Berlin).
Sendestart zum späteren Zeitpunkt:
Feelgood Radio NRWEntspannungsmusik (Veranstalter: Teutocast, Leipzig).
Oldie AntenneOldies, 60er bis 80er Jahre (Veranstalter: Antenne Bayern, München).
Radio Holiday„Gute-Laune-Musik und gute Nachrichten“ (Veranstalter: The Radio Group, Frankfurt/Main).
Radio ParadisoChristliche Inhalte (Veranstalter: Radio Paradiso, Berlin).
Sportradio NRWFür Sportfans (Veranstalter: Teutocast, Leipzig).
Darüberhinaus bekommt der schwullesbische Sender LuluFM (Köln) nach eigenen Angaben ein Programmfenster bei HitradioNRW. Mit einem weiteren Anbieter stehe man in Verhandlungen um den letzten freien Platz. Offenbar zurückgezogen hat Studio Gong sein zweites Projekt Charthitradio. Der DAB+-Pionier Domradio aus Köln sieht sich nicht in der Lage, eine landesweite DAB+-Verbreitung im geforderten Zehnjahresvertrag zu finanzieren.
In der Ausschreibung hatte die Medienanstalt LfM ausdrücklich gefordert, „mit landesbezogenen journalistisch-redaktionellen Angeboten zusätzliche Zielgruppen zu erreichen und damit die Programm- und Anbietervielfalt in Nordrhein-Westfalen zu steigern“. So erklärt sich der Zusatz „NRW“ in einigen Programmnamen und die Gründung von NRW-Töchtern mehrerer Anbieter.
Als lizenzierter Betreiber der Sendeplattform für den DAB+-Block 9D hatte die Media Broadcast-Tochter audio.digital NRW zugesagt, Bau und Betrieb der zunächst 15 Sendeanlagen mit den unterlegenen Bewerbern Divicon Media und Uplink Network zu vereinbaren. Damit soll eine technische Reichweite von 89 Prozent der Bevölkerung (inhouse) bzw. die Versorgung von 93 Prozent der
Klickbare Grafik von Media Broadcast
Fläche und 98 Prozent der Autobahnen des Bundeslandes gewährleistet werden. Je ein weiterer Standort soll 2022 in Betrieb gehen.
Raudio, die Vermarktungstochter von Teutocast, nutzt die Gelegenheit, zu beschreiben, was all die auswärtigen Anbieter ins bevölkerungsreichste Bundesland (und im Trend überhaupt in andere Bundesländer) drängt. Geschäftsführer Jan-Uwe Brinkmann:
Die neue DAB+ Plattform bedeutet für NRW das Ende des mehr als 30 Jahre währenden Duopols aus WDR und Zeitungsverleger-Lokalfunk. (...) Endlich wird nun auch in NRW ein echter Hörfunkmarkt mit attraktiven landesweiten Anbietern und Wettbewerb im Privatfunk entstehen. Nach Schätzungen von Marktbeobachtern liegen hier bis zu 100 Millionen Euro Werbegelder pro Jahr brach, weil die bisherige politisch gewollte Hörfunklandschaft keine entsprechenden Werbeflächen anbieten konnte. Das werden wir und die anderen Plattformprogramme mit unseren landesweiten Angeboten nun ändern. Insofern öffnet der DAB+ Programmstart in NRW einen neuen Multimillionen-Markt.
Damit deutet Brinkmann an, dass sich die Radiolandschaft in NRW gravierend verändern wird - und nicht unbedingt zugunsten der Lokalradios. Diesen hatte ein Statusbericht der Landesmedienanstalt ans Herz gelegt, selbst aktiv zu werden. „Erfolgt dies zukünftig nicht eigeninitiativ und fortdauernd, können weder die gesetzlichen noch wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Erklärung von Schwierigkeiten und Problemen glaubhaft herangezogen werden“, wurden die Lokalradios gerüffelt.
Nachtrag : Wie KultHitRadio NRW mitteilt erfolgt dessen Sendestart am 1. November.
Quelle: Presseinfos von audio.digital NRW und Raudio vom 20.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios NRW.
Zum Seitenanfang

18.10.2021 • Digitalradio: SWR verbessert Empfang im Kreis Ahrweiler
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR nimmt am Mittwoch eine neue Senderanlage für DAB+ in Rheinland-Pfalz in Betrieb. Vom Standort Ahrweiler Schöneberg aus verbessere sich die Versorgung mit dem SWR-Mux (Block 11A) „im gesamten Kreis Ahrweiler (Altenahr, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Sinzig, Grenzgebiet zu Nordrhein-Westfalen), in der Westhälfte vom Kreis Mayen-Koblenz sowie in östlichen Randgebieten des Vulkaneifelkreises (Kelberg)“, teilt die Sendeanstalt mit.
Die Sendeleistung ist laut BNetzA auf maximal 5 kW koordiniert.
Quelle: Info des SWR vom 18.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios, SDR in Rheinland-Pfalz.
Zum Seitenanfang

18.10.2021 • Luxemburg: Neuer Pilotversuch mit DAB+
Die luxemburgische Medienbehörde SMC hat jetzt ein neues sechsmonatiges DAB+-Testprojekt zugelassen. Das Lokalradio R.O.M. darf allerdings nur das eigene Programm senden.
Erst jetzt könnte eine benötigte Antenne bestellt werden und ob die Montage nach der Lieferung wetterbedingt überhaupt möglich sei, bezweifelt ein Vertreter von Radio R.O.M. im Rundfunkforum. Ziele des Projekts, darunter die Programmzuführung aller fünf Lokalradios des Großherzogtums und die Reichweiten mit Kleinsendern von 100 bzw. 200 Watt von den Standorten Medernach und Broderbour seien aufgrund der Test-Zulassung unmöglich oder zeitlich gefährdet, deutet er an. Gleichwohl sei eine Ausstrahlung vom Standort Medernach im Block 12C aber schon ab Ende der Woche denkbar.
BCE, der Technik-Dienstleister von RTL, hatte bis in den Dezember 2020 hinein ein Projekt mit 12 Programmen durchgeführt. Die damalige Ankündigung eines Regierungsvertreter, dass „die ersten Programme (...) für das Schuljahr 2021 über DAB+ in Luxemburg ausgestrahlt werden“ sollen, wurde bekanntermaßen nicht umgesetzt.
Quelle: Rundfunkforum vom 15.10. | Hintergrund: DAB+ in Luxemburg.
Zum Seitenanfang

14.10.2021 • Digitalradio: Thüringen-Mux kurz vor dem Sendestart
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 „Noch im Oktober dieses Jahres“ soll der landesweite Thüringen-Mux der Privatradios auf Sendung gehen. Das teilt die Versammlung der Medienanstalt TLM nach einem Gespräch mit Martina Rutenbeck vom Plattformbetreiber Divicon Media mit. Es bleibt zum Senderstart bei den beiden Senderstandorten Erfurt (Chamissostr., 2 kW) und Weimar (Ettersberg, 10 kW) im Block 12B. Über Weiteres wurde nicht informiert.
Nachtrag : Auch Schlagerradio kündigt inzwischen den Thüringen-Start - und den im NRW-Mux - „ab Ende Oktober“ an.
Quelle: Presseinfo der TLM vom 13.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios Thüringen.
Zum Seitenanfang

14.10.2021 • Unterhaltungselektronik: Fernseher um 20 Prozent teurer
gfu Im 3. Quartal stellt der Industrieverband gfu „stabile Umsätze“ mit Fernsehern trotz erheblich gesunkener Stückzahlen als erfreulich heraus.
Im Q3/2021 haben Verbraucher demnach 884 Mio. Euro (+0,7 Prozent) für Fernseher ausgegeben. Dass der Absatz nach Stückzahlen um satte 16 Prozent auf 1,3 Mio. Geräte eingebrochen ist verweist auf Preissteigerungen: Der Durchschnittspreis aller TV-Produkte stieg von 588 Euro (Q3/2020) um knapp 20 Prozent auf 702 Euro. Große Fernseher (ab 65 Zoll Diagonale) waren am Umsatz mit 39 Prozent (+10,4 Prozent),
Grafik: gfu, klickbar.
an der Stückzahl mit nur 21 Prozent beteiligt. In diesem Bereich wurde der durchschnittliche Verkaufspreis um 9 Prozent auf 1.300 Euro gesteigert. Die Angaben basieren auf dem Marktindex Hemix.
Deutsche TV-Plattform Logo ab 2009 Auch der Branchenverband Deutsche TV-Plattform propagiert heute unter Verweis auf Marktzahlen der GfK „positive“ Trends. So seien von Januar bis September 4 Mio. (2020: 4,1 Mio.) Fernseher gehandelt worden. Der Anteil der SmartTVs in den Haushalten sei um 4 auf 93 Prozent, der von UltraHD-Fernsehern auf 75 Prozent gestiegen. Von letzteren unterstützten 79 Prozent neben den statischen auch neuere dynamische HDR-Verfahren.
Quelle: Presseinfos von gfu, TV-Plattform vom 14.10.
Zum Seitenanfang

14.10.2021 • Digitalradio: Noxx - erste Ankündigung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der wahrscheinlich Anfang November erfolgende Start des NRW-Landesmuxes wirft seine Schatten voraus. Laut Berichten will RadioNRW seine für die Lokalradios produzierte Nachtschiene Noxx zum DAB+-Vollprogramm aufwerten. In Eigenaussagen verspricht Radio NRW, die Musik „von echten Menschen für echte Menschen ohne Algorithmus“ zu gestalten. Eine erste Bewertung sieht dieses Konzept als Gegenpol zu EgoFM, dessen Start im NRW-Mux ebenfalls angekündigt ist.
Quelle: Meldung von satnews vom 14.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios NRW.
Zum Seitenanfang

14.10.2021 • Digitalradio: DAB+ hilft Satelliten bei der Ortung
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Daten eines Navigationsprojektes des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie laufen derzeit im Bundesmux 1 mit. Media Broadcast stellt dafür 8k Bit/s bereit. Korrekturdaten helfen, die Genauigkeit von satellitenbasierten Positionsbestimmungen von 10 Metern auf 10 Zentimeter zu erhöhen.
Satellitenbasierte Positionsbestimmungen setzen auf die zusätzliche Auswertung von Navigationssignalen an Referenzstationen auf. Diese Daten werden auf verschiedene Störfaktoren überprüft und Korrekturen errechnet. Die Korrekturdaten kommen mit geringer Verzögerung über DAB+ zu den Empfängern. Aus den empfangenen Sat-Daten und den Korrekturdaten wird im Empfangsgerät die genauere Position errechnet.
Quelle: Presseinfo von Media Broadcast vom 13.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios Bayern.
Zum Seitenanfang

13.10.2021 • Digitalradio: Zwei neue Senderstandorte für die BR-Muxe
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Bayerische Rundfunk hat heute in Ostheim vor der Rhön und in Zeil am Main neue Senderstandorte für seine DAB+-Programme in Betrieb genommen. „Dadurch werden die beiden Orte und die nähere Umgebung künftig sehr viel besser mit DAB+ versorgt - auch der Empfang in Gebäuden und in Tallagen verbessert sich deutlich“, teilt der BR weiter mit.
Der bayernweite Block 11D (mit dem Privatradio Antenne Bayern) erreicht nunmehr 94,6 Prozent der Bayern mobil bzw. 95,6 Prozent indoor. Die derzeit 74 Senderstandorte versorgen zudem das gesamte Autobahnnetz im Freistaat. Im zugleich aufgeschalteten Unterfranken-Mux des BR (Block 10A) kommen auch vier private Radios zu ihrer Hörerschaft.
Nach vorheriger Mitteilung des BR werden bis Jahresende noch die Standorte Volkach (Unterfranken), Schönsee (Oberpfalz) und Vilsbiburg (Niederbayern) ans Netz gebracht; dann nutzt der landesweite Block 11D 77 Senderanlagen.
Quelle: Meldung von infosat vom 13.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios Bayern.
Zum Seitenanfang

13.10.2021 • Frankreich: „Metropolen“-Muxe erweitern DAB+-Angebot
Seit gestern werden Autofahrer auf der viel genutzten Autobahnroute von Paris über Lyon nach Marseille mit 25 überregionalen DAB+-Radioprogrammen begleitet. Neben den 6 Stationen von Radio France (AG in Staatseigentum) und 16 bekannten überregionalen Privatsendern gingen auch drei DAB+-exklusive Radios auf Sendung. Die beiden Muxe werden - trotz der Ausrichtung der 25 Programme auf nationalen Charakter - offiziell als „Metropolen“-Muxe bezeichnet. In Frankreich gibt es derzeit keine Anzeichen für flächendeckende Sendenetze. Die Metropolen-Muxe werden nur von Paris nach Norden und im Süden nach Nizza erweitert.
Gleichzeitig wird das Angebot längs der AB-Trasse um regionale Multiplexe für Avignon (25 Stationen), Dijon (26) und Toulon (26) erweitert. Bis Jahresende sollen weitere fünf Regionen DAB+-Muxe bekommen. Je zehn weitere Gebiete sind für das erste und zweite
Die DAB+-Versorgung in Frankreich, Stand 10/2021.
Grafik: CSA, klickbar.
Halbjahr 2022 angekündigt. Aus landesweitem Blick soll 2022 die Versorgung von 50 Prozent der Franzosen gewährleistet werden.
World DAB sieht die Metropolen-Muxe als „entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung von DAB – nicht nur für Frankreich, sondern für ganz Europa“, so der Präsident des Lobbyverbandes Patrick Hannon. Dies biete - zusammen mit dem Inkrafttreten der Hybridtunerpflicht für Frankreich am 28. Mai - große Wachstumspotenziale für den Receivermarkt.
Der Chiphersteller Frontier geht davon aus, dass der Geräteabsatz in Frankreich noch in diesem Jahr um 50 Prozent gegenüber 2020 steigt. Frontier hat nach eigenen Angaben bislang 50 Mio. DAB/DAB+-Module an Radiohersteller für alle Märkte geliefert.
Quellen: Presseinfo von Frontier vom 12.10., Sendenetz, Zeitplan des Netzausbaus | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
Zum Seitenanfang

12.10.2021 • Digitalradio: Landesweite Privatradios für Bayern?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Auf seiner nächsten Sitzung am 21. Oktober wird sich der Medienrat der BLM möglicherweise mit dem Ende 2020 angestoßenen bayernweiten DAB+-Mux für Privatradios befassen.
Indiz dafür ist TOP 8 im Hörfunkausschusses vom 7. Oktober, der Entscheidungen des Medienrats-Plenums vorbereitet. Dort besprochen wurde der Bericht über einen „Testbetrieb DAB-Kanal 10D“. Dieser Block ist mit mehr als 40 Senderstandorten bereits für eine landesweite Nutzung koordiniert. Die BLM hatte zuvor Anhörungen zu einem Landesmux für den Herbst 2021 angekündigt. In Bayern sind derzeit nur fünf Privatradios aufgrund eines Abkommens der Medienanstalt mit dem BR digital in der Luft: Eines im landesweiten BR-Mux und vier weitere über dessen sechs Regionalnetze.
Der Hörfunkaussschuß hatte auch die bundesweite Zulassung des neuen Antenne Bayern-Ablegers Oldie Antenne auf seiner Tagesordnung.
Quellen: Agenda des BLM-Hörfunkausschusses vom 7.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios Bayern.
Zum Seitenanfang

12.10.2021 • Digitalradio: HR schaltet im äußersten Norden auf
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Hessische Rundfunk teilt heute die Inbetriebnahme der Sendeanlage Holzminden-Neuhaus mit. Vom 15. Senderstandort im DAB+-Netz aus wird der Empfang des Blocks 7B mit den 6 HR-Programmen an der hessischen Nordgrenze rund um Bad Karlshafen im Dreiländereck von Hessen, Niedersachsen und NRW erstmals möglich bzw. verbessert. Der HR gibt die aktuelle Reichweite seiner DAB+-Versorgung jetzt mit rund 97 Prozent in der Fläche (mobil) bzw. gut 88 Prozent innerhalb von Gebäuden an. Nach früheren Informationen könnte auch mit einer Aufschaltung am Standort Hohe Wurzel zu rechnen sein; dort hatte der HR die Errichtung einer neuen Antenne beauftragt.
Quellen: Presseinfo des HR vom 12.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Hessen.
Zum Seitenanfang

11.10.2021 • Digitalradio: Verein kündigt Vorweihnachtskampagne an
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Wie jedes Jahr werden die ARD, Deutschlandradio, Privatsender und weitere Mitglieder des Vereins Digitalradio Deutschland DAB+ auch 2021 vor dem Weihnachtsgeschäft national und crossmedial bewerben. Die Kampagne vom 22.November bis 5. Dezember steht unter dem Thema „Hör, was du willst, aber hör es richtig. Mit der neuen Generation Radio.“
Ausgangspunkt sind „die starke Dynamik von DAB+, das bei Nutzung, Verbreitung und Haushaltsdurchdringung Zuwächse von bis zu 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet.“ Rund 21 Mio. DAB+ Radios wurden bisher verkauft, so dass man annehmen kann, dass jeder vierte Haushalt ein Gerät besitzt. Ob das Programmangebot freilich schon „in den nächsten Wochen“ (regional abhängig) auf „rund 300“ Stationen steigt, wie der Verein erklärt, bleibt abzuwarten.
Eingesetzt werden TV-Spots im Ersten und den Dritten ARD-Programmen, bundesweit ausgestrahlte Radiospots und Programmtrailer im öffentlich-rechtlichen und privaten Hörfunk. Bildmotive für Print und Social Media stehen bereit. Und wieder werden Schulungen für 2.200 Mitarbeitende im Elektrohandel angekündigt.
Quellen: Presseinfo von DAB+ Büro vom 11.10. | Hintergrund: DAB+.
Zum Seitenanfang

8.10.2021 • Digitalradio: 4 Small Scale-Gebiete in RLP ausgeschrieben
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die kürzliche Ankündigung einer Ausschreibung für Rheinland-Pfalz erweist sich als groß angelegtes Versuchspaket für vier Regionen mit kostengünstiger Open Source-Technik á la Bad Kreuznach. Die Versuche sollen zeigen, „wie ein regulärer Betrieb von landesweiten DAB+-Versorgungen mittels weitest gehendem Einsatz von Open Source Software und handelsüblicher Hardware zuverlässig und kostengünstig durchgeführt werden kann“, begründet die MA RLP das Konzept.
Die für sie zu hohen Investitions- und Betriebskosten der üblichen DAB+-Sendetechnik seien für die Radioveranstalter „bislang ein maßgebliches Hemmnis“ gewesen. Daher können „gerade die regionalen bzw. lokalen rheinland-pfälzischen Hörfunkprogramme trotz ihres relevanten Informations- und Vielfaltsbeitrags derzeit noch nicht auf diesem Wege empfangen werden“, so die MA RLP. Dem Problem soll also mit SDR-Technik begegnet werden.
Die Laufzeit für die vier Versorgungsgebiete Koblenz, Trier, Rheinhessen und Pfalz beträgt fünf Jahre. Der Einstieg des/der Plattformbetreiber/s unterliegt allerdings handfesten Auflagen: Schon „unmittelbar nach Lizenzierung“ und der Frequenzzuteilung durch BNetzA soll der Netzaufbau begonnen werden, wobei in den Regionen Koblenz, Trier, Mainz, Kaiserslautern und Ludwigshafen „innerhalb von 15 Monaten“ 70 Prozent der Bevölkerung indoor zu versorgen sind. Die Ausschreibung verweist auch auf Mehrsendernetzwerke (SFN). Dass die lokalen UKW-Radios der jeweiligen Regionalnetze und später für die Versuche zugelassene Sender „zu angemessenen Bedingungen“ einzubeziehen sind, ist wohl klar.
Bis zum 8. November werden interessierte Plattformbetreiber gesucht. Eine Entscheidung wird schon am 6. Dezember in Aussicht gestellt.
Quellen: Presseinfo, Ausschreibung der MA RLP vom 8.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios, SDR in Rheinland-Pfalz.
Zum Seitenanfang

8.10.2021 • Frequenzen: D-Radio verzichtet auf 4 weitere UKW-Standorte
Terrestrik Am 31. Oktober wird Deutschlandradio auf weitere vier UKW-Senderstandorte verzichten. Vor Ort können die betroffenen Stationen Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur samt den Schwesterstationen Deutschlandfunk Nova und Dokumente&Debatten im nationalen DAB+-Mux 1 empfangen werden.
Konkret genannt werden die analoge Verbreitung von Deutschlandfunk in den baden-württembergischen Regionen Esslingen, Göppingen und Kirchheim sowie die UKW-Frequenz von Deutschlandfunk Kultur in Geislingen. Das Digitalradiobüro unterstützt das mit Info-Veranstaltungen vor Ort.
Erstmals hatte die öffentlich-rechtliche Radiofamilie schon Ende September 2018 auf UKW-Standorte verzichtet. Nicht ausdrücklich kommuniziert wurde die Abschaltung von vier Standorten in Bayern und einem in Hessen am 30. Juni.
Deutschlandradio entspricht damit der Forderung der KEF, die Verbreitungskosten für UKW drastisch zu reduzieren. „DAB+ stellt für Deutschlandradio die einzige Möglichkeit dar, seinen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen und das große Programmangebot tatsächlich bundesweit verfügbar zu machen“, ergänzt Intendant Stefan Raue.
Quelle: Presseinfo von D-Radio vom 8.10., dabplus.de, DLR-Frequenzen | Hintergrund: DAB+ national in Baden-Württemberg.
Zum Seitenanfang

7.10.2021 • Frankreich: Vor dem Start der Metropolen-Multiplexe
Die beiden als Metropolen-Multiplexe bezeichneten DAB+-Ensemble gehen am 12. Oktober auf Sendung. Das bestätigt Frankreichs Medienbehörde CSA.
Zwar handelt es sich um nationale Programmangebote. Gleichwohl werden die 25 Programme - 16 bekannte und 3 DAB+-exklusive private sowie 6 öffentliche Radios) zunächst nur längs der hochfrequentierten Nord-Süd-Autobahnachse Paris-Lyon-Marseille auf Sendung gehen.
Gleichentags bekommen Avignon (25 Stationen) und Dijon (26) regionale Multiplexe. In Toulon soll ein zweiter Mux das Angebot auf 26 Programme verdoppeln.
Bis 2022 sollen laut CSA 50 Prozent der französischen Bevölkerung mit DAB+ versorgt sein.
Die Programme der Metropolen-Muxe.
Grafik: CSA, klickbar.
Quelle: Presseinfo der CSA vom 6.10. | Hintergrund: DAB+ in Frankreich.
Zum Seitenanfang

7.10.2021 • Südtirol: Umstellung auf DVB-T2 HD beginnt
Antennenzuschauer in Südtirol müssen in diesem Monat mit Umstellungen der Sendefrequenzen des terrestrischen Fernsehens rechnen und einen Suchlauf durchführen. Dies hängt mit der Einführung von HDTV bzw. der Abschaltung von SDTV-Ausstrahlungen zusammen. Das teilt der öffentlich-rechtliche Netzbetreiber RAS der deutschsprachigen Italien-Provinz mit.
Am 20. Oktober werden die HDTV-Kanäle bei der Gelegenheit zunächst vom MPEG-2 auf die neuere MPEG-4 Kodierung umgestellt. Das schafft Platz für neue Programme, darunter ZDFneo und ORF Sport+. Die Ausstrahlung in der schlechteren SD-Bildauflösung wird zugleich beendet. Die Umschaltungen erfolgen regional in zehn Schritten bis zum 4. November.
Die nationalen Kanäle werden im Januar 2022 umgestellt. Auch die anderen Plattformanbieter RAI und Mediaset steigen auf HDTV, jedoch erfolgen die letzten SD-Abschaltungen dort erst im März 2022.
Letzter Schritt des Szenarios ist die Umschaltung des Kodecs von MPEG-4 auf das erstmals in Deutschland genutzte HEVC Main 10. Diesen Standard unterstützen Fernseher bis Modelljahr 2018 nicht unbedingt. Daher wird der TV-Neukauf mittels einer staatlichen Verschrottungsprämie („Bonus TV Rottamazione“) von 100 Euro gefördert. Zusätzliche 30 Euro stellt die Regierung Familien mit einem ISEE-Einkommen unter 20.000 Euro zur Verfügung („Bonus TV-Decoder“).
Die Abschaltungen erfolgen, nachdem im Juli/August die HDTV-Programme auf- bzw. auf Ausweichkanälen umgeschaltet wurden. Wie überall in Europa werden mit der Einführung von DVB-T2 HD auch in ganz Italien bis 2023 Frequenzen zugunsten des 5G-Mobilfunks freigegeben, begründet RAS die Maßnahmen.
Quelle: Presseinfo von RAS vom 5.10. | Hintergrund: DAB+ in Italien.
Zum Seitenanfang

6.10.2021 • Digitalradio: Erste NRW-Senderstandorte vor Übergabe
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der für Ende Oktober angekündigte Sendestart des landesweiten Privatmuxes NRW rückt näher. Heute gibt die Sendetechnik-Firma Divicon Media eine Info zum Stand ihres Anteils an den geplanten 15 Senderstandorten.
Auf die heutige technische Übergabe des ersten Senderstandorts Herscheid folgen „bis zum 20. Oktober die Standorte Siegen Süd, Minden, Bielefeld, Eggegebirge, Dortmund und Hochsauerland“. Ihren Anteil am Netzaufbau schließt die Firma 2022 mit Luegde Rischenau.
Im Zuge eines bisher einmaligen Deals der drei Sendetechnik-Unternehmen wurden die 15 Senderstandorte zwischen Divicon Media und Uplink Network verteilt. Im Auftrag ds Plattform-Betreibers, der Media Broadcast-Tochter Audio.Digital NRW, sorgen beide Wettbewerber für den Aufbau, den Betrieb und das Monitoring „ihrer“ Sendeanlagen.
Quelle: Presseinfo von Divicon vom 6.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Nordrhein-Westfalen.
Zum Seitenanfang

6.10.2021 • Digitalradio: DAB+ jetzt auch von Spiesen zu empfangen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Saarländische Rundfunk hat laut Berichten schon am 30. September den vor über einem Jahr für Anfang 2021 angekündigten Senderstandort Spiesen in Betrieb genommen. Der DAB+-Mux der Sendeanstalt wird von dort aus im Block 9A mit maximal 5 kW Sendeleistung verbreitet. Laut früheren Ankündigungen des SR wird damit der Netzausbau beendet. Aktuelle Informationen des SR liegen bislang nicht vor.
Quelle: ukwtv.de vom 6.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios im Saarland.
Zum Seitenanfang

6.10.2021 • Digitalradio: DAB+ auch landesweit und regional für Sachsen
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der Medienrat der Medienanstalt SLM will Ende des Monats vier Ausschreibungen für DAB+-Multiplexe im Freistaat veröffentlichen. Neben einem landesweiten Ensemble sollen drei regionale Multiplexe zusammen eine landesweite Bedeckung ergeben. Darüberhinaus ist eine weitere lokale Versorgung im Plan. Für alle Multiplexe steht die volle Kapazität zur Disposition - also jeweils 864 CU für maximal 16 Stationen. Die geplanten regionalen und lokalen Versorgungen orientieren sich an folgenden Gebieten:
Leipzig und die Landkreise Leipzig und Nordsachsen umfasst.
Chemnitz mit den Landkreisen Erzgebirgskreis, Mittelsachsen, Vogtlandkreis und Zwickau.
Dresden mit den Landkreisen Bautzen, Oberlausitz, Meißen und Sächsische Schweiz Osterzgebirge.
Dresden samt näherer Umgebung bekommt außerdem eine lokale Bedeckung.
Die SLM erwartet 24stündige Programme, die sich auch für mehrere Gebiete bewerben können. Vorrang bei einer Auswahlentscheidungen haben Programme aus dem Bundesland oder solche, die „einen signifikanten Anteil redaktioneller Beiträge über das jeweilige Verbreitungsgebiet enthalten“. Zulassungen werden für acht oder zehn Jahre vergeben. Die Frequenzen sind noch nicht bekannt, so die SLM auf Anfrage.
Der SLM geht es um „zusätzliche Versorgungen“, teilt die SLM auf Anfrage von dehnmedia mit. „Die aktuell anstehende Ausschreibung hat daher keinerlei Einfluss auf die bereits bestehenden lokalen DAB+-Kapazitäten am Standort Leipzig.“ Gleichwohl wäre die Perspektive des Leipziger Lokalmuxes völlig offen, wenn z.B. eine größere Zahl Programme in den neuen Mux wechseln würde.
Der Beschluß kommt genau ein Jahr nach den zehn Programm-Zulassungen für den Small Scale-Multiplex Chemnitz, der immer noch nicht sendet. Wie im Januar und April verweist die SLM dazu auf die Zuständigkeit der Bundesnetzagentur für Frequenzzuteilungen.
Trotz der ausgezeichneten Haushaltsausstattung in Deutschland (30,2 Prozent laut Digitalisierungsbericht 2021) wird in Sachsen bisher nur R.SA überregional mittels DAB+ („Gast“ im MDR-Mux) verbreitet. Mit Small Scale-Multiplexen für Leipzig und Freiberg hatte Sachsen Marken in der DAB+-Landschaft gesetzt.
Nachtrag : Zur Situation des Chemnitzer Small Scale-Multiplexes teit BNetzA auf Anfrage mit, dort „besteht derzeit noch keine Zuteilungsreife“.
Quelle: Eigene Recherche, Presseinfo der SLM vom 5.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios, Small Scale in Sachsen.
Zum Seitenanfang

5.10.2021 • Digitalradio: Bekommt Rheinland-Pfalz eine DAB+-Plattform?
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Versammlung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz hat am 8. Oktober die „Durchführung eines Versuchs mit DAB+: 'Rheinland-Pfalz regional'; Ausschreibung“ als Punkt 6 auf der Tagesordnung. Das bestätigt die Pressestelle der MA RLP auf Anfrage von dehnmedia.
Hintergrund dürften die Bemühungen aus der Branche um regionale DAB+-Multiplexe sein. Erst im Juni hatten Antenne Mainz und die Radio Group die gemeinsame Digitalplattform der lokalen Rundfunkanbieter in RLP GmbH gegründet. Geschäftsführer sind die Chefs der beiden Radiofirmen Vittorio Nobile (Antenne Mainz) und Stephan Schwenk (The Radio Group). Sitz ist bei der Radio Group-Tochter Funkhaus Saar in Kaiserslautern.
Im Handelsregister Kaiserslautern wurde unter HRB 33218 der Geschäftszweck so eingetragen: „Installation, Betrieb, Entwicklung und Vermarktung im technisch-organisatorischen Bereich der Content-Distribution (DAB+-Plattformbetrieb, Betrieb von UKW-Sendern, Audio-/Video-Streaming, Internetverbindungen, drahtgebundene und drahtlose Übertragungstechniken), insbesondere zur Sicherung des lokalen Rundfunks in Rheinland-Pfalz“.
Welche strategischen Gesichtspunkte die Medienanstalt damit verbindet, bleibt bis zur Entscheidung der Versammlung ebenso offen wie die Frage nach den Frequenzen. 2018 wurde eine landesweite regionalisierbare Frequenzstruktur für die Großräume Großräume Koblenz, Trier, Rheinhessen, Westpfalz und Rheinpfalz samt den Kosten für verschiedene Netzkombinationen mit 17 oder 18 Senderstandorten vorgestellt. Die gesamten Verbreitungskosten wurden mit rund 2,3 Mio. Euro nach damaligen Preisen angegeben. Eine solche Struktur könnte nach bayerischem Vorbild geeignet sein, regionale Programme mit landesweit oder überregional interessierten zusammenzubringen. Das wäre für die Finanzierung wichtig. Ein anderes Denkmodell wären einzelne regionale Inseln nach dem Vorbild des Small Scale-Projektes Bad Kreuznach.
Im Bundesland senden bisher RPR1, BigFM und Rockland Radio seit 2012 landesweit parallel zu UKW auch auf DAB+. Das ist aufgrund der
Eine BMT-Studie schlug 2018 fünf Regionalnetze vor und ...
... rechnete Varianten der regionalen Nutzung durch.
Grafiken: MA RLP/BMT (klickbar).
Definition als Mischensemble im Verhältnis 3:1 und der Kooperation mit dem SWR möglich. Die Radio Group betreibt 10 UKW-Lokalsender im Bundesland und lässt Antenne Kreuznach im dortigen DAB+-Lokalmux verbreiten. Antenne Mainz ist im hessischen DAB+-Ensemble Rhein/Main dabei.
Quelle: Eigene Recherche, HRB-Eintrag | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Rheinland-Pfalz.
Zum Seitenanfang

4.10.2021 • Digitalradio: SWR baut Sendenetz weiter aus
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Der SWR nimmt morgen einen neuen Sender für seinen Baden-Württemberger Süd-Mux (Block 8D) in Betrieb. Vom Standort Reifersberg aus wird die Versorgung in den Landkreisen Sigmaringen (Mengen, Bad Saulgau), Biberach (Riedlingen, Ertingen, Bad Buchau), Reutlingen (Pfronstetten, Hayingen, Zwiefalten) und im südlichen Alb-Donau-Kreis (Obermarchtal, Munderkingen, Ehingen) verbessert, so der SWR.
Quelle: Info des SWR vom 4.10. | Hintergrund: DAB+, Privatradios in Baden-Württemberg.
Zum Seitenanfang

1.10.2021 • Österreich: Lulu.FM bald für Wiens LGBTIQ-Community
Fünf Jahre nach dem Beginn des Sendebetriebes mit DAB+ am 1. Oktober 2016 sieht Lulu.FM der internationalen Ausdehnung entgegen. „Ab November“ wird das Radio für die queere Community auch in Wien und Teilen Niederösterreichs zu hören sein. In dem Verbreitungsgebiet können derzeit rund 500.000 Einwohner erreicht werden, so der Veranstalter. Zunächst wird aus dem Kölner Studio gesendet. Ab 2022 seien regionale Inhalte geplant, die nur für Wien ausgestrahlt werden, kündigt der Veranstalter an.
Nachtrag : Wie weiter mitgeteilt wird, soll eine neue astrologische Datingshow in Wien und im angekündigten Fenster bei Kulthitradio NRW gesendet.
Quelle: Presseinfos von Lulu zu Wien und Datingshow vom 1.10. | Hintergrund: DAB+ in Wien.
Zum Seitenanfang

1.10.2021 • Digitalradio: Feldtest-Projekt mit „Rebranding“
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Die Kommunikationslöcher während der Katastrophen in Rheinland-Pfalz und NRW geben zu denken. Der Rundfunk, analog wie digital, schnitt dabei zwar gut ab. Was aber, wenn die übliche Zuführung der Programme zu den Sendeanlagen zusammenbricht? Diese Lücke soll „Rebranding“ füllen. Ein Test läuft im Raum Hannover.
Die Idee ist relativ logisch und einfach: Fällt etwa an einem oder mehreren Senderstandorten die normale Zulieferung des DAB+-Signals aus wird es am nächstgelegenen funktionierenden Standort auf eine andere Frequenz umgesetzt und kann von benachbarten Senderstandorten übernommen und auf einer neuen Frequenz gesendet und dem nächsten Nachbarn bereitgestellt werden. Das soll eine flächendeckende Versorgung mit DAB+ gewährleisten, auch wenn Vieles zusammenbricht, heißt es in einer Kurzdarstellung.
Das Konzept setzt eine „service follow“-Funktion im Empfangsgerät voraus, die bei Signalverlust die eingeschaltete Station auf einer anderen Frequenz sucht. Daher können Hersteller und Entwickler das Zusammenspiel mit ihren Produkten testen.
Für den Feldversuch in Hannover wird eine Musikschleife mit Hinweis auf den besonderen Charakter der Übertragung von den Standorten Hemmingen (Block 5A, 40W) und Uni-Hochhaus (Block 7C, 10W) im Hannoveraner Stadtgebiet ausgestrahlt.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: DAB+ und Katastrophenschutz.
Zum Seitenanfang

1.10.2021 • Österreich: Call for Interest zur Weiterentwicklung von DAB+
Die österreichische Medienbehörde KommAustria hat eine „Interessenerhebung zur bundesweiten, lokalen und regionalen drahtlosen terrestrischen Verbreitung von Programmen über DAB+“ ausgerufen. Antworten aus der Branche werden bis zum 28. Oktober angenommen.
Die Perspektiven von DAB+ sind aussichtsreich, stellt das Papier heraus: „Nach wie vor zeigen europäische Entwicklungen hinsichtlich eines terrestrischen Übertragungsstandards keine anderen gleichwertigen Alternativen zur Verbreitung von terrestrischen Hörfunk auf“, heißt es dort. „Ob und inwieweit 5G-Broadcast für den terrestrischen Hörfunk – anders als für das terrestrische Fernsehen – eine Alternative für DAB+ darstellt, lässt sich aus Sicht der KommAustria derzeit noch nicht abschließend abschätzen.“
Der Aufruf ergibt sich aus dem Strategiepapier Digitalisierungskonzept 2021 der Behörde. Ziel sei es u.a., das digitalterrestrische Radioangebot zu vergrößern und UKW-Veranstaltern den Umstieg auf DAB+ zu ermöglichen. KommAustria erwartet Aufschlüsse über die Interessenlage in der Branche, den Bedarf an Frequenzen und Einschätzungen zur Perspektive von DAB+ sowie über die Finanzierungsmöglichkeiten. Fördermittel stehen nur in geringem Umfang zur Verfügung. Abhängig
Die klickbare RTR-Karte zeigt 21 Versorgungsgebiete des Netzkonzepts.
vom Ergebnis könnte die bisher nur für Wien genutzte - regionalisierbar konzipierte nationale - Bedeckung erweitert werden. Auch eine zweite bundesweite Bedeckung sei möglich, heißt es. Eine Ausschreibung wird bei Bedarf im 3. Quartal 2022 in Aussicht gestellt.
Nach Angaben des Digitalradiovereins hören 12 Prozent der Teilnehmer einer Umfrage mehrmals im Monat DAB+; Zugang zu Empfängern haben 20 Prozent der Bevölkerung. Im Nachbarland sind laut KommAustria derzeit drei private und fünf ORF-Radios national über UKW auf Sendung; weitere 15 Programme werden als Regionalradios bezeichnet. Ausserdem sind 59 lokale und regionale UKW-Stationen zugelassen.
Quelle: Ausschreibung von KommAustria vom 30.9., Digitalisierungskonzept 2021 vom 15.6. mit Frequenzlisten.
Hintergrund: DAB+ in Österreich national.
Zum Seitenanfang

1.10.2021 • Digitalradio: Offiziell - Aida Radio ab Montag im Bundesmux 2
Digitalradio-Schriftzug ab 5/2107 Aida Radio testet inzwischen im zweiten nationalen DAB+-Mux. Der offizielle Start wird für Montag, 8 Uhr, angekündigt.
Quelle: Eigene Recherche | Hintergrund: Bundesmux 2.



Zum Seitenanfang

Impressum | Kontakt | Disclaimer

Webmaster & Copyright: Peter Dehn (2004-2021) | Programmierung & Gestaltung: Christian Wolff