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Sender: DVB-T Programme in der Schweiz bis 2019

Schweiz Die von der schweizerischen Regierung, dem Bundesrat, im September 2018 vergebene neue Konzession zwingt die SRG u.a. die Verbreitung mit DVB-T bis „spätestens Ende 2019“ zu beenden. Begründet wird das mit Sparmassnahmen und einem Marktanteil von nur 1,9 Prozent der Haushalte. Auch die Privatmuxe schalten ab.

Für die nur noch 64.000 Nutzerhaushalte sei der wirtschaftliche Betrieb des Sendenetzes mit mehr als 200 Standorten nicht zu vertreten, heißt es weiter. Um den betroffenen Zuschauern weitere Empfangskosten zu ersparen rät die SRG ihnen zum Umstieg auf den Satellitenempfang. Darüber werden die SRG-Programme auch in HDTV angeboten.

Die Eidgenossen hatten den Umstieg von der analogen Terrestrik auf DVB-T am 1. Juni 2005 begonnen. Die Massnahmen waren am 25. Februar 2008 abgeschlossen. Zunächst wurden ausschließlich Programme der öffentlich-rechtlichen SRG, nach den vier Sprachgebieten kombiniert, übertragen. Später kamen wenige regionale kostenpflichtige Muxe hinzu.

2008: Terrestrik als Grundversorgung

„Das primäre Ziel von DVB-T bleibt somit die Grundversorgung der Schweiz mit Fernsehprogrammen, wie es der Auftrag des Bundesrates an die SRG vorsieht“, hieß es bis dahin auf der Website der SRG. Die technischen Perspektiven wurden aber auch klar gestellt und deuteten bereits den Abschied von DVB-T an: „Der Ausbau des Netzes auf
Kanalkonzept Schweiz. Grafik: SRG
Netzkonzept der SRG-Muxe. Grafik: SRG (klickbar).
DVB-T2 ist nicht geplant.“

Ende 2008 war der durchschnittliche Marktanteil der Antenne noch mit acht Prozent angegeben worden. Mit 29 Prozent lag er im Valais am Höchsten. Traditionell dominiert jedoch das Kabel mit 78 Prozent die TV-Verbreitungswege der Schweiz.

DVB-T Angebote der SRG für die Sprachregionen bis 2019

Deutschsprachige und rätoromanische Schweiz SF1    SF2    SF INFO    RSIS1    TSR1

Französischsprachige Schweiz TSR1    TSR2    SF1    RSIS1

Italienischsprachige
Schweiz
RSIS1    RSIS2    SF1    TSR1                       

Alle Multiplexe sind auf die Modulation 16QAM im 8k-Modus mit 5/6 Fehlerkorrektur und 1/4 Guard-Interval eingerichtet. Nur in der rätoromanischen Schweiz wird mit Guard-Interval 1/8 gearbeitet. Die Polarisation ist zumeist vertikal.

Die SRG führte zwischen 2014 und 2018 ein Programm zur Optimierung der terrestrischen TV-Verbreitung durch. Laut SRG ging es darum, „dass sich die Sendeleistung in vielen Gebieten der Schweiz ohne Qualitätsverlust reduzieren lässt“. Das habe auch kostensenkende Wirkung. Dabei werden wichtige Faktoren, darunter Sendeleistung, Sendefrequenz, Fehlerschutz und die geschickte Nutzung von Reflexionen der Topographie neu aufeinander abgestimmt.

Privatsender via DVB-T

Mit einiger Verzögerung nahmen regionale private Anbieter den Betrieb auf. So sendet Valaiscom Léman bleu seit Mai 2011 in französischer Sprache in der Region Region Genf (K 50).
Ein Abschalttermin ist nicht bekannt (8/2018).

Valaiscom Im Kanton Graubünden betreibt Teleraetia (TRAG) eine kostenpflichtige Plattform mit je zwei Multiplexen in deutscher bzw. italienischer Sprache. Das größte der drei Pakete umfasst 25 Fernseh- und neun Radioprogramme einschließlich öffentlich-rechtliche und private Programme aus Deutschland in unterschiedlicher Kombination.
Teleraetia schaltet seine DVB-T Multiplexe „Ende 2018“ ab.

ValaiscomValaiscom stellte Ende 2013 sein Angebot DigitNet ein. Mit nur 3.600 Kunden sei eine finanzielle Perspektive nicht gegeben, zumal Bakom zwischenzeitlich wichtige Frequenzen zugunsten des Mobilfunks (LTE-Aufbau) vergeben hatte und Ersatz nur für fünf Jahre avisiert war.

Links zum Thema
Meldung: DVB-T wird 2019 abgeschaltet.
SRG: Infos zu DVB-T Webseite der SRG.
Bakom: Betriebsdaten für DVB-T (3/16).



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Diese Seite wurde zuletzt am 6.09.2018 geändert.
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