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DVB-T weltweit akzeptiert (2/2)

DVB-T Logo (DVB Project) Die Ausgangsbedingungen für die Umstellung auf DVB-T sind in den Ländern Europas höchst unterschiedlich. Das zeigt ein Vergleich der Verteilung der TV-Empfangswege in sechs Ländern.

In Deutschland war ab etwa 1985 die Verkabelung mit Milliardenbeträgen aus Steuermitteln - zu Lasten der Antenne - vorangetrieben worden. Die Folge war, dass der Marktanteil der Antenne - bei zeitgleichem Aufkommen der Kabel- und Satellitenübertragung - binnen weniger Jahre von 100 auf nur 5 Prozent absackte. Das änderte sich mit der schrittweisen Etablierung von DVB-T, das 2012 einen Marktanteil von 12,5 Prozent erreichte.

In vielen anderen europäischen Ländern hat die Antenne ihre dominierende Bedeutung trotz Kabel und Satellit im Wesentlichen behalten.

Beim Nachbarn Österreich dominierte Anfang 2013 der Satellit mit einem Marktanteil von 54 Prozent; das Kabel kommt auf 42 Prozent (etwa zu gleichen Teilen analog und digital). Die Antenne erreichte zeitgleich (nach dem ASO im Juni 2011) etwa sechs Prozent (Erstgeräte). Im April 2013 startete SimpliTV mit 9 HDTV- und 20 SDTV-Kanälen in DVB-T2 MPEG-4).

TV-Empfangswege im Ländervergleich

  Deutschland Frankreich England Italien Polen Spanien
TV-Haushalte gesamt1) 37,18 23,96 25,05 22,85 13,74 14,03
Kabel 2) 18,50   2,65   3,63   0,00   5,32   1,21
Satellit 3) 16,72   6,10   8,35   6,64   2,31   2,70
Antenne 4)   1,92 13,92 13,05 16,02   6,12   9,68
Anteil Antenne (%)   5 58 52 70 45 69

Digitalhaushalte 12,68   8,74 18,12   8,78   1,74   5,94
Kabel 2)   2,76   0,91   3,08   0,00   0,15   0,76
Satellit 3)   8,17   4,38   8,30   6,37   1,58   2,16
Antenne 4)   1,71   2,15   6,73   2,23   0,00   0,44
IPTV / DSL   0,04   1,29   0,01   0,19   0,00   0,44
Anteil Antenne (%) 13 25 37 25   0 43

Quelle: Astra Satellite Monitor, Berechnungen von Media Perspektiven (12/2007). Datenerhebung: 2006.
1) Zahl der Haushalte in Millionen
2) Private Kabelhaushalte ohne Satellitenempfang
3) Direktempfang und Sat-Gemeinschaftsanlagen
4) Haushalte, die ausschließlich per Antenne empfangen (d.h. z.B. ohne verkabelte Erstgeräte)


EUROPA Daten aus 29 europäischen Ländern zur Zahl der über DVB-T verbreiteten Programme, dem Anteil öffentlich-rechtlicher Programme finden sich in der Datenbank Mavise. Eine EU-Presseinfo fasste den Stand der Dinge am 1.4.2009 zusammen. Ein weitere Information gab die EU-Generaldirektion Kommunikation im Oktober 2010. Im März 2013 wurde eine weitere Aktualisierung bekannt gegeben.


Die DVB-T / DVB-T2 Weltkarten

Die vom DVB-Projekt (Genf) veröffentlichten Weltkarten zeigen den Stand der Einführung von DVB-T und DVB-T2 - hier von Anfang 2005 bis 2016. Umfangreichere Informationen finden sich auf den Nachrichten- und Länderseiten der offiziellen DVB-Website.

DVB-T/DVB-T2 Weltkarten seit 2005

Grafik: DVB-Projekt, Genf Grafik: DVB-Projekt, Genf
9/2016: DVB-T/DVB-T2 dominieren weltweit die Terrestrik. 12/2014: DVB-T ist in 150 und DVB-T2 in rund 28 Ländern auf Sendung und in 40 adaptiert.

Grafik: DVB-Projekt, Genf Grafik: DVB-Projekt, Genf
1/2013: 22 von 27 EU-Staaten bzw. 26 von 39 Mitgliedsländern der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle haben den Umstieg auf DVB-T beendet. Weltweit haben 72 Länder DVB-T und 23 DVB-T2 eingeführt, weitere planen das. 4/2011: Die Darstellung unterscheidet nicht zwischen laufendem Betrieb und geplanter Einführung von DVB-T bzw. DVB-T2. 52 Staaten haben noch nicht über ihren Weg zur Digitalisierung der Terrestrik entschieden.

Grafik: DVB-Projekt, Genf Grafik: DVB-Projekt, Genf
9/2010: Die Darstellung unterscheidet nicht zwischen laufendem Betrieb und geplanter Einführung von DVB-T bzw. DVB-T2. Die Unterzeichnerländer des Frequenzplans RRC06 verpflichten sich auf DVB-T. 2/2005: Es wird nicht unterschieden zwischen Ländern, die DVB-T oder DVB-T2 bereits eingeführt haben bzw. das erst vorbereiten. 52 Staaten haben noch nicht über die Digitalisierung entschieden.

Erläuterungen zu den Sendestandards:
ATSC: Advanced Television Systems Committee. Diese Organisation in den USA legt die TV-Standards fest. Es handelt sich um eine Abwandlung von DVB-T für die in den USA üblichen NTSC-Fernseher mit 480 Zeilen (PAL, Secam in Europa: 576) bei 60 Hz (Europa 50 Hz) Bildwiederholrate und einer Kanalbandbreite von nur 6 MHz (Europa: 7 MHz im VHF-, 8 MHz im UHF-Band).
ISDB-T: Integrated Services Digital Broadcasting. Die 1999 eingeführte japanische Variante berücksichtigt neben den Eckwerten für die Wiedergabe auf den dortigen NTSC-Fernsehgeräten auch Anwendungen mit geringerem Bandbreitenbedarf.
SBTVD-T: Sistema Brasileiro de Televisão Digital ist eine in Lateinamerika adaptierte Variante von ISDB-T.
DTMB: Digital Terrestrial Multimedia Broadcast wurde in China entwickelt und wird dort seit 2006 verwendet.
Bildquelle: DVB-Organisation (www.dvb.org).

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